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Der Spiegel der Seele? Kleidung als nonverbales Medium

Título: Der Spiegel der Seele? Kleidung als nonverbales Medium

Trabajo Escrito , 2012 , 41 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Isabella Krompaß (Autor)

Pedagogía - Pedagogía de los medios
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Die Tatsache, dass wir das Äußere eines Menschen unmittelbar als positiv oder negativ bewerten oder ihm zumindest eine gewisse Tendenz in eine der beiden Richtungen zuweisen, liegt in dem sogenannten universe of appearence, welches uns alle umgibt und automatisch eine, gewollte oder ungewollte, Wirkung auf unsere Mitmenschen erzeugt. Denn der erste Eindruck der äußeren Erscheinung, der sich bei einer Kontaktaufnahme unmittelbar ergibt, entscheidet über jene Meinungsbildung hinsichtlich des Gegenübers, die anschließend meist nur wenig revidiert wird. Die Signifikanz dieser einmaligen wichtigen, rein visuellen, Begegnung wird also durch die „Dominanz des ersten Eindrucks“ bestimmt. Schließlich beeinflusst das universe of appearence – die erste visuelle Konfrontation mit einem bisher unbekannten Menschen – die Art und Weise der sich anschließenden Interaktion, vor allem im privaten Bereich und entscheidet möglicherweise darüber, ob überhaupt ein universe of discourse zustande kommt. Das heißt, dass bei mangelnder Sympathie aufgrund des allerersten optischen Eindrucks, welcher maßgeblich von der Kleidung geprägt wird, die Möglichkeit besteht, dass keine weitere, sprachliche Kommunikation zustande kommt.

Doch wo lassen sich die Ursprünge dieser sich innerhalb einer Gruppe oder Gesellschaft deckenden Voreinstellungen gegenüber der Optik und der sich dahinter verbergenden Lebensentwürfe von fremden Menschen finden? Und welche Rolle spielt dabei der mediale Charakter sowie die geschichtliche Entwicklung von kulturell alternierenden Bekleidungsnormen?

Diesen Fragen wird in nachfolgender Arbeit auf den Grund gegangen.

Es soll aber auch in besonderer Weise der Halo-Effekt bezüglich Kleidung untersucht werden, da sich unser Projekt das Ziel gesetzt hat, herauszufiltern, inwiefern die Textilien, die täglich vor dem Kleiderschrank gewählt und zusammengestellt werden, die Stimmungslage seines Trägers widerspiegeln. Ob mit Hilfe von Tagebucheinträgen der weiblichen, studentischen Versuchspersonen tatsächlich eine Korrelation von Bekleidung und Wohlbefinden nachgewiesen werden kann,welche Aspekte dabei nicht aus den Augen gelassen werden sollten und wie sich letztlich die Reaktionen der Testpersonen innerhalb des Seminars auf unserer Ergebnisse äußerten, wird den Schluss der Ausführungen darstellen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung – „Kleider machen Leute“ !?

2 Theoretische Grundlagen – Kleidung als Medium nonverbaler Kommunikation

2.1 Voraussetzungen für medialen Charakter

2.1.1 Definition „Medium“

2.1.2 Modell des Encoding / Decoding nach Stuart Hall

2.1.3 „Geschmack“ nach Pierre Bourdieu

2.1.4 Differenzierung in Signalräume

2.2 Geschichtlicher Wandel

2.2.1 Kleidung als Zeitindikator

2.2.2 Modelle des Modewandels

2.2.3 Mode als Collective Selection bei Herbert Blumer

2.3 Bedürfnisbefriedigung durch Kleidung

3 Das Projekt – Tagebuch der Kleidungswahl

3.1 Vorbereitungen und Ideenfindung:

Halo-Effekt bezüglich Stimmungslage !?

3.2 Konzeption der Tagebuch-Vorlage

3.3 Umsetzung des Projekts

4 Analyse

4.1 Auswertung der Tagebucheinträge

4.2 Feedback der Projekt-Teilnehmer

4.3 Persönliche Würdigung des Seminars

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel der Arbeit ist es, zu untersuchen, inwieweit die tägliche Kleidungswahl unbewusst als nonverbales Kommunikationsmedium dient, das die aktuelle Stimmungslage seines Trägers widerspiegelt. Hierbei wird der Frage nachgegangen, ob mittels qualitativer Tagebuchaufzeichnungen eine Korrelation zwischen Bekleidung und emotionalem Wohlbefinden nachgewiesen werden kann.

  • Die Funktion von Kleidung als nonverbales Kommunikationsmedium
  • Kultursoziologische und psychologische Theorien zur Mode (Bourdieu, Hall, Blumer)
  • Die Rolle des Halo-Effekts bei der Interpretation von äußeren Erscheinungsmerkmalen
  • Methodik der qualitativen Feldforschung durch Tagebuchstudien
  • Empirische Untersuchung der Korrelation zwischen Kleiderwahl und Stimmungslage

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Modell des Encoding / Decoding nach Stuart Hall

So finden „beide kommunikationstheoretisch bedeutsamen Seiten – Produktion und Rezeption“ (ebd., S. 223) auch in Stuart Halls Modell des Encoding / Decoding Anwendung.

„Clothes change our view of the world,

and the world’s view of us“

(Virginia Woolf 2)

(Ebner, 2007, S. 8)

Wenn durch Kleidung die Welt und ihre Bewohner gesehen und von jedermann auf seine ganz eigene Weise gespürt und verstanden werden, dann liegt die Ursache dieser Mannigfaltigkeiten an persönlichen Assoziationen in dem Potential von Bekleidung, sich von jeder Person individuell entschlüsseln lassen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung – „Kleider machen Leute“ !?: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des ersten Eindrucks durch Kleidung und leitet die Forschungsfrage hinsichtlich der Korrelation von Kleidung und Stimmungslage her.

2 Theoretische Grundlagen – Kleidung als Medium nonverbaler Kommunikation: Dieses Kapitel erläutert die mediale Beschaffenheit von Kleidung durch kommunikationstheoretische Ansätze, historische Perspektiven auf den Modewandel und psychologische Bedürfnisse.

3 Das Projekt – Tagebuch der Kleidungswahl: Hier wird das methodische Vorgehen der qualitativen Untersuchung beschrieben, einschließlich der Konzeption einer Tagebuchvorlage zur Erhebung von Stimmungsdaten.

4 Analyse: Dieses Kapitel präsentiert die Auswertung der Tagebucheinträge, das Feedback der Probandinnen sowie eine kritische Reflexion des studentischen Lernprozesses.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach Kleidung eine komplexe Weltsprache ist, deren Entschlüsselung stark vom individuellen Kontext und kulturellen Wissen abhängt.

Schlüsselwörter

Kleidung, nonverbale Kommunikation, Mode, Encoding, Decoding, Stimmungslage, Halo-Effekt, Cultural Studies, Identitätspräsentation, Modewandel, Qualitative Forschung, Tagebuchmethode, Sozialpsychologie, Signalraum, Kleider machen Leute.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Kleidung als Medium nonverbaler Kommunikation fungiert und ob die tägliche Kleidungswahl unbewusst die Stimmungslage des Trägers widerspiegelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen zählen die mediale Funktion von Mode, soziologische Theorien zum Modewandel, der Einfluss des "Halo-Effekts" auf die Wahrnehmung sowie psychologische Faktoren der Kleidungswahl.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Überprüfung der Hypothese, ob eine nachweisbare Korrelation zwischen dem morgendlichen Wohlbefinden und der getroffenen Kleiderwahl besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, bei dem Testpersonen über einen Zeitraum von vier Tagen hinweg ein Tagebuch über ihre Kleiderwahl und Gefühlslage führten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Fundierung und eine anschließende Projektanalyse, in der die Tagebuchergebnisse ausgewertet und kritisch reflektiert werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind nonverbale Kommunikation, Encoding/Decoding, Halo-Effekt, kulturelle Identität und die soziale Bedeutung von Kleidung.

Welchen Einfluss hatte der Halo-Effekt auf die Forschung?

Der Halo-Effekt diente als theoretisches Erklärungsmodell für die psychologische Annahme, dass von äußeren Merkmalen (Kleidung) auf innere Zustände (Stimmung) geschlossen werden kann.

Warum wurde ein Tagebuch als Erhebungsinstrument gewählt?

Um möglichst authentische und tiefgehende Einblicke in das persönliche Feld der Zielgruppe zu erhalten, wurde das Tagebuch gewählt, wobei durch "Ablenkungsfragen" zum Wetter und Essen der Fokus subtil verdeckt blieb.

Final del extracto de 41 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Spiegel der Seele? Kleidung als nonverbales Medium
Universidad
University of Passau  (Medienpädagogik)
Curso
Medienhandeln, Medienbildung
Calificación
1,0
Autor
Isabella Krompaß (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
41
No. de catálogo
V373342
ISBN (Ebook)
9783668506596
ISBN (Libro)
9783668506602
Idioma
Alemán
Etiqueta
Medienpädagogik Kleidung Kleidung als Medium nonverbale Kommunikation Seelenleben Halo Effekt Modewandel Zeitindikator Collective Selection Sprache Eindruck Meinung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Isabella Krompaß (Autor), 2012, Der Spiegel der Seele? Kleidung als nonverbales Medium, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/373342
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