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Anforderungen an die Kompetenzen von Führungskräften als Change-Manager im Reorganisationsprozess der Bayer AG

Eine Analyse unter Beachtung psychologischer Auswirkungen auf die Belegschaft

Titel: Anforderungen an die Kompetenzen von Führungskräften als Change-Manager im Reorganisationsprozess der Bayer AG

Diplomarbeit , 2003 , 135 Seiten , Note: sehr gut

Autor:in: Diplom Pädagogin Heike Scheuven (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Unternehmen sehen sich in immer kürzer werdenden Abständen gezwungen, auf Veränderungen ihrer internen und externen Umwelt mit intendierten Veränderungsprozessen zu reagieren. Obwohl das Bewusstsein vorhanden ist, dass Veränderungen im Unternehmen notwendig sind, begegnen die Verantwortlichen bei der Implementierung von Veränderungen immer wieder Problemen und Widerständen.

Die erfolgreiche Begleitung von Veränderungsprozessen erfordert einerseits besondere Fähigkeiten des Managements in seiner Rolle als Change-Manager und andererseits die Bereitschaft der Mitarbeiter, sich zu verändern und immer wieder neu zu orientieren. Inhalte dieses Buches befassen sich vorrangig mit den psychologischen Faktoren, die bei einer erfolgreichen Umsetzung von Veränderungsprozessen berücksichtigt werden sollten. Manager, die sich mit der Implementierung von Veränderungen im Unternehmen konfrontiert sehen, müssen Vorstellungen über den Verhaltensentwurf ihrer Mitarbeiter entwickeln, und verstehen, wie Veränderungsprozesse auf individueller und organisatorischer Ebene wirkungsvoll zu kombinieren sind.

Ein weiterer Bestandteil dieses Buches ist die Entwicklung eines Change-Kompetenz-Modells, das wichtige Kernkompetenzen einer Führungskraft in ihrer Rolle als Change-Manager herausstellt. Daraus ist ein Fragebogen zur Selbst- und Fremdeinschätzung der Führungskraft als Change-Manager abgeleitet. Vorhandene Stärken einer Führungskraft können erkannt, Entwicklungsmöglichkeiten identifiziert und geeignete Unterstützungs- und Qualifizierungsmaßnahmen ausgewählt werden.

Die Hypothese lautet, dass nur diejenigen Change-Manager erfolgreiche Veränderungsprozesse implementieren und aufrecht halten, die einerseits den neuen Aufgaben und damit verbundenen Kompetenzanforderungen gerecht werden und andererseits die psychologischen Auswirkungen auf die Mitarbeiter kennen und diese adäquat im Veränderungsprozess berücksichtigen, um motivatorischen Nebenkosten und sozialen Spätfolgen vorzubeugen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ziel und Gegenstand der Arbeit

3 Unternehmen im Wandel

3.1 Grundlagen von Veränderungsprozessen

3.2 Phasen des Wandels

3.3 Klima ständiger Veränderungsbereitschaft

3.4 Rollen in Veränderungsprozessen

4 Führungskräfte als Change-Manager

4.1 Unternehmenskultur als Plattform für Veränderungsprozesse

4.2 Heimliche Spielregeln in Unternehmen

4.3 Anforderungen an die Führungsebene

4.3.1 Gestaltung von Rahmenbedingungen zur Beeinflussung emotionaler Veränderungsprozesse

4.3.2 Fordern und Fördern individueller Handlungskompetenz

4.3.3 Kommunikation als Basis in Veränderungsprozessen

4.3.4 Widerstand und Konfliktmanagement in Veränderungsprozessen

4.4 Die Führungskraft als Coach in Veränderungsprozessen

5 Psychologische Auswirkungen des Change-Managements auf die Belegschaft

5.1 Die Bedeutung der Arbeitsmotivation und Identifikation in Zeiten der Veränderung

5.2 Ängste der Belegschaft

5.2.1 Veränderungen des Beziehungsnetzwerkes

5.2.2 Erfahrungs- und Machtverluste

5.3 Die Bedeutung der Lernbereitschaft in Zeiten der Veränderung

6 Reorganisation der Bayer AG

6.1 Ausgangssituation im Unternehmen

6.2 Veränderte Organisationsstruktur im Unternehmen

7 Betriebliche Fortbildung in Veränderungsprozessen

7.1 Phasen-Modell zur Unterstützung eines Change-Management-Prozesses

7.2 Change-Kompetenz-Modell für Führungskräfte

7.3 Fragebogen zur Selbst-/Fremdeinschätzung des Change-Managers

8 Möglichkeiten einer Unterstützungs- und Qualifizierungsberatung für Change-Manager

9 Verallgemeinerung der Erkenntnisse und Perspektiven

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das primäre Ziel dieser Diplomarbeit ist die Analyse der Anforderungen an Führungskräfte als "Change-Manager" in Reorganisationsprozessen, insbesondere am Beispiel der Bayer AG. Dabei steht der Mensch als entscheidender Faktor im Mittelpunkt, wobei untersucht wird, wie Führungskräfte durch spezifische Kompetenzen psychologische Auswirkungen auf die Belegschaft – wie Ängste, Demotivation und Widerstände – konstruktiv begleiten und steuern können.

  • Bedeutung des "Faktors Mensch" im Change-Management
  • Entwicklung eines Change-Kompetenz-Modells für Führungskräfte
  • Analyse psychologischer Barrieren wie Widerstände und Ängste
  • Einfluss der Unternehmenskultur und heimlicher Spielregeln
  • Möglichkeiten der Unterstützung und Qualifizierung von Change-Managern

Auszug aus dem Buch

4.2 Heimliche Spielregeln in Unternehmen

Eine Unternehmenskultur besteht aus offiziellen und inoffiziellen Spielregeln. Die inoffiziellen, sogenannten heimlichen Spielregeln, nehmen im Unternehmen je nach Kultur eine über- oder untergeordnete Rolle ein. Sie zählen zu den bewussten und unbewussten, nicht geschriebenen Werten, Normen und Regeln eines Unternehmens. "Heimliche Spielregeln sind weder gut noch schlecht. Sie sind einfach angemessen oder unangemessen im Hinblick auf die Zielsetzung des Unternehmens. Die wirklich ernsthaften Schwierigkeiten entstehen erst, wenn sich die heimlichen Spielregeln wechselseitig verstärken, ohne dass jemand davon Notiz nimmt."

Im Rahmen einer geplanten Veränderung müssen offizielle und inoffizielle Spielregeln von den Führungskräften sehr aufmerksam analysiert und deren Auswirkungen beachtet werden. Heimliche Spielregeln resultieren im Unternehmen meist aus bestimmten Verhaltensweisen der Führungsebene. Diese können von den Mitarbeitern unter anderem durch Anweisungen, Sanktionen oder auch Belobigungen erlebt werden. Je nach empfundener Situation, Vorerfahrung und Persönlichkeit werden Mitarbeiter darauf unterschiedlich reagieren. Mitarbeiter, die auf geplante Veränderungsvorhaben des Managements mit konstruktiver Kritik reagieren, sind intrinsisch motiviert und wollen negative Situationen für das Unternehmen vermeiden. Destruktive Reaktionen des Managements führen jedoch zur Spielregel: "Konstruktive Kritik ist nicht gefragt, nur Bestätigung der vorherrschenden Meinung wird positiv aufgenommen." Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Mitarbeiter diese negativen Erfahrungen an die Kollegenschaft weitergeben. Diese Mitarbeiter werden künftig ihre selbst aufgestellte Spielregel umsetzen, um nicht als Blockierer im Veränderungsprozess behandelt zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt den Hintergrund und die Notwendigkeit von organisationalem Wandel in modernen Unternehmen sowie den speziellen Anlass der Reorganisation bei der Bayer AG.

2 Ziel und Gegenstand der Arbeit: Definiert den Fokus auf sogenannte "Software Changes", also die psychologischen Aspekte des Wandels und die Rolle des Menschen, sowie die Hypothese zum Einfluss von Kommunikation auf den Widerstand.

3 Unternehmen im Wandel: Erläutert theoretische Grundlagen zu Veränderungsprozessen, Phasenmodellen und der Bedeutung einer ständigen Veränderungsbereitschaft.

4 Führungskräfte als Change-Manager: Analysiert die neuen Anforderungen an Führungskräfte, beleuchtet die Unternehmenskultur sowie informelle Spielregeln und thematisiert Kommunikation, Widerstandsmanagement und die Rolle der Führungskraft als Coach.

5 Psychologische Auswirkungen des Change-Managements auf die Belegschaft: Untersucht die zentralen psychologischen Belastungsfaktoren der Mitarbeiter, wie Motivationseinbußen, Ängste und den Verlust von sozialen Netzwerken oder Macht.

6 Reorganisation der Bayer AG: Beschreibt den konkreten unternehmerischen Kontext der Reorganisation bei der Bayer AG und die Veränderung der Organisationsstruktur in Teilkonzerne.

7 Betriebliche Fortbildung in Veränderungsprozessen: Stellt konkrete Instrumente und Modelle der betrieblichen Fortbildung vor, um Führungskräfte in ihrer Rolle als Change-Manager zu unterstützen.

8 Möglichkeiten einer Unterstützungs- und Qualifizierungsberatung für Change-Manager: Erläutert den Prozess der Qualifizierungsberatung, inklusive Fragebogenauswertung und Best-Practice-Gesprächsvorlagen.

9 Verallgemeinerung der Erkenntnisse und Perspektiven: Fasst zusammen, dass Change-Management primär ein Management von Bewusstseinslagen ist und betont die Notwendigkeit, "Software Changes" professionell zu begleiten.

Schlüsselwörter

Change-Management, Reorganisation, Führungskraft, Unternehmenswandel, Unternehmenskultur, Widerstandsmanagement, Arbeitsmotivation, Kommunikation, Veränderungsbereitschaft, Change-Kompetenz, Soziale Kompetenz, Führungskompetenz, Qualifizierung, Bayer AG, Psychologische Auswirkungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Anforderungen an Führungskräfte, die im Rahmen von organisationalen Reorganisationsprozessen die Rolle eines Change-Managers übernehmen müssen.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die psychologischen Auswirkungen von Veränderungsprozessen auf Mitarbeiter, die Bedeutung der Unternehmenskultur, der Umgang mit Widerständen und die Entwicklung notwendiger Führungskompetenzen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, einen Ansatz zu bilden, um Führungskräfte durch gezielte Qualifizierungsmaßnahmen in ihrer Rolle als Change-Manager zu stärken und sie für die Bedeutung der "Software Changes" (Werte und Verhalten) zu sensibilisieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und dem Transfer von Erkenntnissen aus der Psychologie und dem Change-Management in die betriebliche Praxis der Bayer AG.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Grundlagen des Wandels, spezifische Anforderungen an Führungskräfte, die Analyse von Widerständen und Ängsten der Belegschaft sowie die Entwicklung eines Kompetenzmodells und eines zugehörigen Fragebogens zur Selbsteinschätzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Change-Management, Führungskompetenz, Widerstand, Unternehmenskultur, Kommunikation und Reorganisation.

Welche Bedeutung haben "heimliche Spielregeln" in diesem Zusammenhang?

Heimliche Spielregeln sind ungeschriebene Normen im Unternehmen, die bei ignoranter Führung Veränderungsprozesse blockieren können; ihre Identifikation ist entscheidend für den Erfolg einer Reorganisation.

Warum ist die Rolle der Führungskraft als Coach im Veränderungsprozess so schwierig?

Die Schwierigkeit liegt in einem Rollenkonflikt: Die Führungskraft muss einerseits unterstützen, agiert aber oft gleichzeitig als Vorgesetzter mit Kontrollfunktion, was das für Coaching notwendige Vertrauensverhältnis erschweren kann.

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Details

Titel
Anforderungen an die Kompetenzen von Führungskräften als Change-Manager im Reorganisationsprozess der Bayer AG
Untertitel
Eine Analyse unter Beachtung psychologischer Auswirkungen auf die Belegschaft
Hochschule
Universität Koblenz-Landau
Note
sehr gut
Autor
Diplom Pädagogin Heike Scheuven (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
135
Katalognummer
V37407
ISBN (eBook)
9783638367578
ISBN (Buch)
9783638715706
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Anforderungen Kompetenzen Führungskräften Change-Manager Reorganisationsprozess Bayer Analyse Beachtung Auswirkungen Belegschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom Pädagogin Heike Scheuven (Autor:in), 2003, Anforderungen an die Kompetenzen von Führungskräften als Change-Manager im Reorganisationsprozess der Bayer AG, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37407
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Leseprobe aus  135  Seiten
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