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Die Bedeutung des Lehrerhandelns in Mobbing-Fällen

Title: Die Bedeutung des Lehrerhandelns in Mobbing-Fällen

Term Paper , 2014 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Teresa Wolf (Author)

Pedagogy - General
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Ich erlebte selbst in der sechsten Klasse einen Mobbingfall von Seiten der eher unbeteiligten, restlichen Lerngruppe (siehe Kapitel 2). Da mir meine eigenen Erfahrungen gezeigt haben, wie entscheidend die Art und Weise des Eingreifens des Lehrers ist, möchte ich mich im Folgenden mit der Frage, welche Bedeutung das Lehrerhandeln in Mobbingfällen hat, auseinander setzen. Diese Frage ist für mich als angehende Lehrerin insofern relevant, als ich über die Wirkung meines Verhaltens in der Schule und über die Auswirkungen, die es in Konflikt-, aber vor allem in Mobbingsituationen hat, Bescheid wissen möchte. Als Ziel dieser Arbeit steht das Erlangen eines solchen Wissens, das mir bei Prävention und Intervention von Konflikten, Gewalt und besonders von Mobbing nützlich sein könnte und mir ermöglichen sollte, kein Verhalten an den Tag zu legen, das die Situation womöglich noch verschlimmern würde.

So verbreitet Mobbing ist, so schlecht ist es erforscht. Erste systematische Untersuchungen fanden in den frühen 1970er Jahren durch den Norweger Dan Olweus in Skandinavien stat. Dieser führte den Begriff „Mobbing“ als Drangsalieren einer Einzelperson durch eine große Gruppe ein.

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Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

3. Mobbing – Eine Annäherung an die Begrifflichkeit

4. Die Bedeutung des Lehrerhandelns in Mobbingfällen

4.1 Das Lehrerhandeln im Fall Martin

4.2 Das Lehrerhandeln bei Mobbing

4.2.1Prävention – Wie kann man Mobbing verhindern?

4.2.2Intervention – Wie kann man Mobbing beenden?

4.2.3Welches Verhalten man vermeiden sollte

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit setzt sich mit der zentralen Fragestellung auseinander, welche Bedeutung das professionelle Lehrerhandeln in Mobbingsituationen an Schulen hat. Ziel ist es, auf Basis des Fallbeispiels „Martin“ und theoretischer Fachliteratur ein tieferes Verständnis für wirksame Präventions- und Interventionsstrategien zu entwickeln, um als angehende Lehrkraft aktiv zur Verbesserung des sozialen Schulklimas beizutragen.

  • Analyse der Rolle der Lehrkraft als Vorbild in Konfliktsituationen.
  • Untersuchung des Falls „Martin“ zur Bewertung von Interventionserfolgen und -fehlern.
  • Ableitung konkreter Präventionsmaßnahmen zur frühzeitigen Stärkung des Gemeinschaftsgefühls.
  • Erörterung von Interventionsmöglichkeiten bei akuten Mobbingvorfällen.
  • Reflexion über das Vermeidungsverhalten von Lehrkräften und dessen Konsequenzen.

Auszug aus dem Buch

4.2 Das Lehrerhandeln bei Mobbing

„Gewalt ist ein gelerntes Verhalten. Wer gewalttätiges Verhalten verhindern will, muss gezielt einen Umlernprozess in Gang setzen. Dazu ist Einsicht als Voraussetzung nicht erforderlich. Wichtig ist vielmehr, dafür zu sorgen, dass Gewalt nicht zum gewünschten Ziel führt und dass das Verhaltensrepertoire um erfolgreiches, nicht gewalttätiges Verhalten erweitert wird.“ (Zimmermann 1999, 2)

Wie der Fall „Martin“ und das Zitat zeigen, sollte im Zentrum der Arbeit gegen Mobbing die grundlegende Aufarbeitung des erlernten Verhaltens sowohl des Täters als auch des Opfers stehen, sodass es zukünftig keine weiteren Vorfälle, aufgrund von verbesserten Verhaltensstrategien im sozialen Umgang, gibt.

Lehrer haben als „wichtige Rollen-Vorbilder“ (Jannan 2008, 12) großen Einfluss auf ihre Schüler, den sie sowohl für das soziale Lernen als auch für die Lösung von Konfliktsituationen nutzen können. Ihre „Reaktion […] ist entscheidend für die Verfestigung oder Auflösung einer Mobbing-Situation“ (Jannan 2008, 31), da weder das Opfer noch die restliche Lerngruppe aus eigener Kraft dagegen vorgehen können. Daher wird z.T. in Beziehung mit Gewalt von einer „Interventionspflicht“ der Lehrer (Zimmermann 1999, 2) gesprochen. Allerdings sind Lehrer häufig mit der Wahrnehmung von Mobbing, aber auch mit der Intervention überfordert. Da der Umgang mit Gewalt bzw. Mobbing eher selten in der Aus- bzw. Weiterbildung angesprochen wird, ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Lehrer über keine passenden Handlungsstrategien verfügen.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von Mobbing an deutschen Schulen und begründet die Themenwahl durch persönliche Erfahrungen der Autorin sowie die Notwendigkeit, Lehrerkompetenzen in der Konfliktbewältigung zu stärken.

3. Mobbing – Eine Annäherung an die Begrifflichkeit: Dieses Kapitel definiert Mobbing als gewaltsames, systematisches Verhalten mit einem Kräfteungleichgewicht und erläutert wesentliche Merkmale wie Häufigkeit, Dauer und die Schwierigkeit der Identifikation durch Außenstehende.

4. Die Bedeutung des Lehrerhandelns in Mobbingfällen: Hier erfolgt eine kritische Analyse des Fallbeispiels „Martin“ sowie eine systematische Aufarbeitung, wie Prävention und Intervention durch Lehrer gestaltet werden sollten und welches kontraproduktive Verhalten unbedingt zu vermeiden ist.

5. Fazit: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer frühzeitigen Prävention sowie der engen Zusammenarbeit mit Eltern, um soziale Kompetenzen bei Schülern nachhaltig zu fördern.

Schlüsselwörter

Mobbing, Lehrerhandeln, Prävention, Intervention, soziale Kompetenz, Fallbeispiel Martin, Konfliktmanagement, Schulklima, Gewaltprävention, Vorbildfunktion, Mobbingopfer, Mobbingtäter, Schule, Erziehungspartnerschaft, soziale Interaktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die zentrale Rolle des Lehrers bei der Prävention und Intervention von Mobbingfällen im schulischen Kontext.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Neben der theoretischen Definition von Mobbing stehen die Analyse des Fallbeispiels „Martin“, die Bewertung von Lehrerinterventionen und die Bedeutung der Vorbildfunktion im Vordergrund.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Handlungsstrategien für Lehrkräfte zu identifizieren, die sowohl präventiv wirken als auch bei akuten Mobbingfällen zu einer konstruktiven Lösung führen, ohne die Situation zu verschlimmern.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse theoretischer Konzepte sowie die fallbezogene Auswertung und Erörterung eines konkreten Praxisbeispiels aus der schulpädagogischen Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse des „Falls Martin“ in Grund- und Realschulzeit sowie eine Darstellung von Präventions- und Interventionsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Mobbing, Lehrerhandeln, soziale Kompetenz, Präventionsmaßnahmen und Interventionspflicht.

Warum war das Handeln der Lehrerin im Fall „Martin“ zunächst wenig erfolgreich?

Die Lehrerin war mit der Situation überfordert, nahm das Mobbing aufgrund mangelnder Wahrnehmung erst spät wahr und versuchte, die Verantwortung durch reine Schlichtungsgespräche auf die Beteiligten abzuwälzen, statt den systemischen Charakter des Mobbings zu adressieren.

Welche Rolle spielen die Eltern laut der Autorin?

Die Autorin betont, dass Eltern frühzeitig in die Mobbingprävention eingebunden werden müssen, da eine verantwortungsbewusste Erziehung im Elternhaus die Basis für soziale Kompetenzen bildet, die das Kind in die Schule einbringt.

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Details

Title
Die Bedeutung des Lehrerhandelns in Mobbing-Fällen
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
1,0
Author
Teresa Wolf (Author)
Publication Year
2014
Pages
13
Catalog Number
V374708
ISBN (eBook)
9783668519466
ISBN (Book)
9783668519473
Language
German
Tags
Mobbing
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Teresa Wolf (Author), 2014, Die Bedeutung des Lehrerhandelns in Mobbing-Fällen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374708
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