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Minnekonzepte in Ulrich von Zatzikhovens Roman "Lanzelet"

Analyse der Minneerlebnisse des Protagonisten Lanzelet

Title: Minnekonzepte in Ulrich von Zatzikhovens Roman "Lanzelet"

Seminar Paper , 2016 , 27 Pages , Grade: 1

Autor:in: Gerlinde Maria Roth (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Der wîpsælige Lanzelet – Minnekonzepte in Ulrichs Roman“. Sämtliche Minneerlebnisse des Protagonisten „Lanzelet“ werden vorgestellt sowie deren Bedeutung für ihn erläutert und anhand unterschiedlicher Autoren und Beiträge diskutiert.

Lanzelet ist das einzige Kind von Pant und Clarine, dem Königspaar von Genewis. König Pant, der ein grausamer Herrscher ist und sich um sein Volk wenig kümmert, ist sehr unbeliebt, weshalb die Grafen und Herzöge des Landes einen Anschlag auf ihn planen und vollziehen. Auch seine Gattin Clarine, das genaue Gegenteil von ihm, also freundlich und mildtätig, gütig und rein, kann dies nicht verhindern. Sie flieht mit ihrem Sohn und überlässt ihn schließlich der Meerfee, welche das Kind in ihrem Reich aufzieht. Das Königreich der Meerfee, wunderschön und mythisch, ist nur von Damen bewohnt. Diese bringen dem Königsohn sämtliche höfische Tugenden, richtiges Sprechen und Verhalten gegenüber Damen, sowie Singen und Musizieren bei. Schon von Anfang an ist Lanzelet (der seinen Namen allerdings nicht kennt) sehr beliebt bei allen Frauen, so dass eine jede von ihnen sich danach sehnt, von ihm geliebt zu werden. Die hervorragende Ausbildung in höfischem Benehmen reicht dem Jüngling aber nicht, und auch die Meerwunder, die ihn das Kämpfen und ritterliche Spiele lehren, können seine Sehnsucht, ein richtiger Ritter, samt Pferd und Rüstung zu werden, nicht stillen. So bittet der junge Herr seine Ziehmutter, die Meerfee, darum, in die Welt hinausziehen zu dürfen; nicht ohne vorher aber nach seinem Namen zu fragen. Diesen möchte ihm die Meerfee aber nicht nennen. Vielmehr eröffnet sie ihm, dass zur Lösung dieses Rätsels, der Sieg über Iweret, den mächtigsten Ritter, den es je gegeben hat, nötig ist. Iweret ist aber nicht nur der beste Ritter, sondern auch der Feind der Meerfee, weil er eine Bedrohung für ihren Sohn Mabuz darstellt. Somit soll ihr Ziehsohn seinen Namen nur dann erfahren, wenn er Rache für sie übt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung und kurzer Überblick

Der wîpsælige Lanzelet – Die Minnestationen

Die namenlose Galagandreiztochter

Ade, Nichte des Königs Linier

Gegenüberstellung der bisherigen Minneerfahrungen

Die Königin von Pluris

Wenn Minne misslingt – Negative Beispiele in Ulrichs Werk

Der reiche stumme Gilimar

Elidia, die Drachenfrau

Ehepaare im „Lanzelet“

Lanzelets Eltern: Pant und Clarine

Artus und Genover - Das nicht ganz so perfekte Paar

Lanzelet und Iblis – Das ideale Liebespaar

„Und die Moral von der Geschicht´“ – Charaktereigenschaften schlechter und guter Minnepartner

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit analysiert die verschiedenen Minneerfahrungen des Protagonisten Lanzelet in Ulrich von Zatzikhovens Roman. Ziel ist es, die Entwicklung des Helden durch diese Begegnungen aufzuzeigen und zu untersuchen, welche Minnekonzepte der Autor thematisiert sowie welche Merkmale idealtypische Minne und Partnerschaft in seinem Werk definieren.

  • Analyse der Minnestationen Lanzelets und ihrer Bedeutung für seine Entwicklung zum Ritter
  • Gegenüberstellung verschiedener Minnetypen und Damenfiguren
  • Untersuchung von negativen Beispielen und "misslungener" Minne
  • Charakterisierung des idealen Liebespaares im Vergleich zu anderen Ehepaaren des Werkes

Auszug aus dem Buch

Die namenlose Galagandreiztochter

Die erste Frau, mit der der namenlose Ritter in näheren Kontakt kommt ist die, ebenfalls namenlose, Tochter des Galagandreiz, König von Môreiz. Sie begegnen sich auf der Burg des Vaters, wo Lanzelet zusammen mit Orpilet und Kuraus eine Übernachtungsmöglichkeit sucht. Trotz des schlechten Rufs Galagandreiz´ als „strenger urliuges man“ werden sie dort freundlich aufgenommen und gut verpflegt. Vor der Nachtruhe ermahnt König Galagandreiz die drei Ritter, die zusammen in einem Schlafsaal untergebracht sind: „helde, sît gemant, daz ir gezogenlîche liget“.

Die Tochter des Königs sieht nun ihre Stunde für gekommen, denn „diu minne tet ir alsô wê“. Sie schmückt sich mit allen erdenklichen Kostbarkeiten und macht sich auf den Weg um einen der Ritter zu verführen. Sie betritt den Schlafsaal und wendet sich an Orpilet (der ihr am nächsten liegt):

Mir ist dicke vil geseit / von minnen und ir süezicheit: / diu sî bezzer wanne guot. / man werde von ir wol gemuot.

Sie klagt über ihren Vater, der bisher versucht habe sie von allen Männern und der Minne fernzuhalten: der [Vater, Anm. GMR] sprichet: „minne ist ansehendez leit, / ein bilde maniger irrecheit, / ein unruoch allerslahte vromen, / ein vorder ungemuotes gomen. / den zagen ist siu ein swærer last, / des swachen herzen leider gast. Minne ist ein sache grimmer nôt, / der triuwen ein verfalschet lôt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung und kurzer Überblick: Die Einleitung stellt das Thema der Minnekonzepte im „Lanzelet“ vor, erläutert die Herkunft und Ausbildung des Helden und gibt einen Überblick über die Struktur des Romans.

Der wîpsælige Lanzelet – Die Minnestationen: Dieses Kapitel analysiert chronologisch Lanzelets Begegnungen mit verschiedenen Frauen und ordnet diese in seine Entwicklung als Ritter ein.

Wenn Minne misslingt – Negative Beispiele in Ulrichs Werk: Hier werden Figuren wie der stumme Gilimar und Elidia untersucht, die als negative Beispiele oder als Lektionen für Lanzelets ritterliche Reifung dienen.

Ehepaare im „Lanzelet“: Dieses Kapitel vergleicht verschiedene Paarkonstellationen im Roman, wobei insbesondere der Kontrast zwischen Artus/Genover und dem idealen Paar Lanzelet/Iblis herausgearbeitet wird.

„Und die Moral von der Geschicht´“ – Charaktereigenschaften schlechter und guter Minnepartner: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Charaktereigenschaften, die laut Ulrich wahrer Minne zuträglich oder abträglich sind.

Schlüsselwörter

Lanzelet, Ulrich von Zatzikhoven, Minne, Artusroman, Iblis, Rittertum, Minnekonzepte, Mittelalter, Identitätssuche, Liebespaar, Tugend, Aventiure, Ehe, Minnehaft, Herrschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die verschiedenen Minneerfahrungen des Protagonisten Lanzelet im Roman von Ulrich von Zatzikhoven und deren Bedeutung für seine Entwicklung zum idealen Ritter.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Charakterisierung von Minnedamen, die Bedeutung ritterlicher Aventiuren, die Rolle von Vaterfiguren sowie der Vergleich verschiedener Paarkonstellationen im Roman.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, dass Lanzelet im Laufe seiner Begegnungen Tugenden lernt, die ihn schließlich zum idealen Ritter und Ehemann machen, und wie Ulrich „Minne“ in seinem Werk definiert.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit nutzt eine textnahe Analyse sowie den Rückgriff auf die Fachliteratur (Sekundärliteratur), um die Handlungsverläufe und die Minnekonzepte interpretierend einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der einzelnen Minnestationen, die Analyse von gescheiterter Minne (negative Beispiele) und den Vergleich verschiedener Ehepaare, um ein Bild der idealen Partnerschaft im Roman zu zeichnen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Lanzelet, Minne, Aventiure, Rittertum, Identitätssuche, Iblis und höfische Tugenden.

Warum ist die Begegnung mit der namenlosen Galagandreiztochter für Lanzelet wichtig?

Sie stellt die erste Minneerfahrung dar, die Lanzelet auf seinem Weg macht, und dient als Kontrastfolie zu späteren, idealeren Minnebeziehungen.

Welche Bedeutung kommt der Figur Iblis im Roman zu?

Iblis wird als die ideale Minnepartnerin und treueste Dame charakterisiert, deren spirituelle Verbindung zu Lanzelet ihn endgültig als perfekten Ritter festigt.

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Details

Title
Minnekonzepte in Ulrich von Zatzikhovens Roman "Lanzelet"
Subtitle
Analyse der Minneerlebnisse des Protagonisten Lanzelet
College
University of Vienna  (Deutsche Philologie)
Course
ProSeminar Ältere deutsche Literatur - Lanzelet (Ulrich von Zatzikhoven)
Grade
1
Author
Gerlinde Maria Roth (Author)
Publication Year
2016
Pages
27
Catalog Number
V376097
ISBN (eBook)
9783668533660
ISBN (Book)
9783668533677
Language
German
Tags
Minnekonzepte Mediävistik Ulrich von Zatzikhoven Lanzelet Der wipsaelige Minne
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gerlinde Maria Roth (Author), 2016, Minnekonzepte in Ulrich von Zatzikhovens Roman "Lanzelet", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376097
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