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Verfahren zum internen Rating und zur PD-Schätzung im Rahmen von Basel II

Título: Verfahren zum internen Rating und zur PD-Schätzung im Rahmen von Basel II

Tesis , 2002 , 96 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Dipl.-Kfm. Stefan Eichmeier (Autor)

Economía de las empresas - Banca, bolsa de valores, seguros, contabilidad
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Wachsende Insolvenzquoten in der Bundesrepublik Deutschland erregen nicht nur Besorgnis bei Wirtschaftforschungsinstituten, sondern führen auch im Bankensektor zu gedrückter Stimmung. Dabei zeigt sich, dass vor allem solche Kreditinstitute um ihre Existenz bangen, deren Kundenstruktur aus einer Vielzahl von bonitätsmäßig schlecht eingestuften Unternehmen besteht. Grund dafür ist, dass die Eigenmittel der Gläubiger im Vergleich zur Ausfallwahrscheinlichkeit der Schuldner zu gering bemessen sind, um die hier auftretende, überdurchschnittlich hohe Zahl von erwarteten Ausfällen finanziell zu verkraften.
Damit verhindert werden kann, dass Bankinstitute, infolge hohen Konkurrenzdrucks und zunehmender Globalisierung Kreditnehmern mit hochgradig zweifelhafter zukünftiger Liquidität Mittel gewähren, ohne für die in Kauf genommenen Ausfallrisiken adäquate Eigenmittel zu hinterlegen und damit den Finanzsektor, je nach Bedeutung des Kreditinstituts, in eine instabile Position bringen, hat der Basler Ausschuss Reform-Vorschläge unterbreitet, welche die Höhe des aufzubringenden Eigenkapitals an die Ausfallwahrscheinlichkeiten der einzelnen Kunden koppeln.

Aufgrund der dadurch veränderten Kostenstruktur ist es zudem möglich, dass Unternehmen mit hoher Kreditwürdigkeit zu geringen Zinssätzen bedient werden, jenen mit geringer Bonität hingegen hohe Zinssätze abverlangt werden. Dadurch kann verhindert werden, dass Unternehmen mit schlechter Bonität auf Kosten von Unternehmen mit guter Qualität Liquide Mittel erhalten.

Ausgangspunkt der Untersuchung ist die Darstellung der Eigenkapitalunterlegungspflicht von Kreditinstituten nach der aktuellen Gesetzeslage. Anschließend wird die vom Basler Ausschuss vorgelegte Eigenkapitalvereinbarung in ihren Grundzügen dargestellt. Im folgenden Abschnitt werden verschiedene statistische Methoden erläutert, um Ausfallwahrscheinlichkeiten gemäß Basel II konkret zu bestimmen. Um die Güte der Prognosemodelle zu messen, werden dabei außerdem verschiedene Validierungsmethoden und Gütemaße vorgestellt. Abschnitt vier soll einen Überblick über den Datensatz geben. Dabei werden vor allem deskriptive Methoden der Datenbeschreibung angewendet. Die Auswertung des Datensatzes sowie die dabei gewählte Vorgehensweise sind zentrale Punkte des darauf folgenden Kapitels. Hier werden die Resultate der unterschiedlichen Prognoseverfahren einander gegenübergestellt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Gang der Untersuchung

1.1 Einleitung

1.2 Gang der Untersuchung

2. Bankaufsichtliche Behandlung von Kreditrisiken

2.1 Eigenkapitalunterlegungspflicht nach geltendem Recht

2.2 Darstellung der Neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung

2.2.1 Aufbau

2.2.2 Standardansatz

2.2.3 IRB-Basisansatz

2.2.4 IRB-Fortgeschrittenenansatz

2.3 Anforderungen an Rating Modelle nach Basel II

2.3.1 Aufsichtsrechtliche Anforderungen an die IRB-Ansätze

2.3.2 Voraussetzungen für die Zulassung des fortgeschrittenen IRB-Ansatzes

3. Ausgewählte Statistische Verfahren zur Ermittlung der schuldnerspezifischen PD

3.1 Logitmodell

3.1.1 Logit-Modelle mit linearen und nichtlinearen Einflussfaktoren

3.1.2 Nichtparametrische Logit-Modellierung

3.2 Diskrete Hazardratenmodelle

3.2.1 Überblick

3.2.2 Sterbetafel

3.2.3 Hazardratenmodelle mit zeitabhängigen Kovariablen

3.3 Diskriminanzanalytische Verfahren

3.3.1 Parametrische Diskriminanzanalyse

3.3.2 Nicht-Parametrische Diskriminanzanalyse

3.4 Prognosequalität der Modelle

3.4.1 Alpha- und Betafehler

3.4.2 Gini-Curve

3.4.3 Informations-Entropie

4. Datenbeschreibung

4.1 Bemerkungen zum vorliegenden Datensatz

4.2 Deskriptive Darstellung der Daten

4.3 Verwendete Variablen zur Modellierung

5. Empirische Ergebnisse

5.1 Vorgehensweise

5.2 Modellergebnisse

5.2.1 Logitmodell

5.2.2 Diskriminanzanalytisches Modell

5.3 Validierung und Bewertung der Modelle nach Basel II Anforderungen

5.3.1 Logitmodell

5.3.2 Diskriminanzanalytisches Modell

5.4 Zusammenfassung der Modelle

5.5 Eigenkapitalanforderungen nach Basel II

5.6 Eigenkapitalbedarf der Portfoliomodelle

6. Segmentspezifische Ermittlung der PD und deren Folgen nach Basel II

6.1 Vergleich der Ausfallraten im Falle zweier fiktiver Banken mit qualitativ unterschiedlichem Kundenstamm

7. Zusammenfassung, Kritik und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Diplomarbeit untersucht Verfahren zum internen Rating sowie die Schätzung von Ausfallwahrscheinlichkeiten (PD) im Kontext der neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II). Ziel ist es, verschiedene statistische Modelle – insbesondere Logit-Modelle und diskriminanzanalytische Verfahren – auf ihre Eignung zur Prognose von Unternehmenskreditrisiken zu prüfen und deren Auswirkungen auf den regulatorischen Eigenkapitalbedarf von Banken zu analysieren.

  • Methodische Grundlagen der Kreditrisikobewertung nach Basel II.
  • Statistische Prognoseverfahren (Logit-Modellierung, Hazardratenmodelle, Diskriminanzanalyse).
  • Validierung und Beurteilung der Modellgüte mittels Gütekriterien wie Accuracy Ratio und Informations-Entropie.
  • Empirische Untersuchung anhand eines Datensatzes aus der Kfz-Handelsbranche.
  • Vergleichende Analyse der Kapitalunterlegungspflichten unter verschiedenen Modellen.

Auszug aus dem Buch

1.1 Einleitung

Wachsende Insolvenzquoten in der Bundesrepublik Deutschland erregen nicht nur Besorgnis bei Wirtschaftforschungsinstituten, sondern führen auch im Bankensektor zu gedrückter Stimmung. Dabei zeigt sich, dass vor allem solche Kreditinstitute um ihre Existenz bangen, deren Kundenstruktur aus einer Vielzahl von bonitätsmäßig schlecht eingestuften Unternehmen besteht. Grund dafür ist, dass die Eigenmittel der Gläubiger im Vergleich zur Ausfallwahrscheinlichkeit der Schuldner zu gering bemessen sind, um die hier auftretende, überdurchschnittlich hohe Zahl von erwarteten Ausfällen finanziell zu verkraften.

Damit verhindert werden kann, dass Bankinstitute, infolge hohen Konkurrenzdrucks und zunehmender Globalisierung Kreditnehmern mit hochgradig zweifelhafter zukünftiger Liquidität Mittel gewähren, ohne für die in Kauf genommenen Ausfallrisiken adäquate Eigenmittel zu hinterlegen und damit den Finanzsektor, je nach Bedeutung des Kreditinstituts, in eine instabile Position bringen, hat der Basler Ausschuss Reform-Vorschläge unterbreitet, welche die Höhe des aufzubringenden Eigenkapitals an die Ausfallwahrscheinlichkeiten der einzelnen Kunden koppeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Gang der Untersuchung: Einführung in die Thematik steigender Insolvenzrisiken und Überblick über den strukturellen Aufbau der Untersuchung.

2. Bankaufsichtliche Behandlung von Kreditrisiken: Darstellung der Eigenkapitalregeln nach Basel II, einschließlich Standardansatz und IRB-Ansätze sowie der regulatorischen Anforderungen.

3. Ausgewählte Statistische Verfahren zur Ermittlung der schuldnerspezifischen PD: Theoretische Herleitung von Logit-, Hazardraten- und Diskriminanzmodellen sowie der Kennzahlen zur Prognosequalität.

4. Datenbeschreibung: Vorstellung des Datensatzes aus der Kfz-Handelsbranche und der verwendeten Variablen für die Modellierung.

5. Empirische Ergebnisse: Anwendung und Validierung der statistischen Modelle sowie Berechnung der Eigenkapitalanforderungen für die untersuchten Kreditnehmer.

6. Segmentspezifische Ermittlung der PD und deren Folgen nach Basel II: Analyse fiktiver Bankbeispiele zur Verdeutlichung der Auswirkung unterschiedlicher Kundenstrukturen auf die Ausfallraten.

7. Zusammenfassung, Kritik und Ausblick: Abschließende Beurteilung der Modellergebnisse und Einordnung in den regulatorischen Kontext.

Schlüsselwörter

Basel II, Kreditrisiko, Internes Rating, Ausfallwahrscheinlichkeit, PD-Schätzung, Logit-Modell, Diskriminanzanalyse, Eigenkapitalunterlegung, Hazardratenmodelle, Insolvenzquoten, Modellvalidierung, Accuracy Ratio, Kfz-Handel, Kreditwürdigkeit, Risikogewichtung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit primär?

Die Arbeit analysiert statistische Verfahren zur Ermittlung von Ausfallwahrscheinlichkeiten bei Unternehmenskrediten im Rahmen der neuen Basler Eigenkapitalvereinbarungen (Basel II).

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die bankaufsichtliche Behandlung von Kreditrisiken, die statistische Modellierung von Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie deren Auswirkungen auf den regulatorischen Eigenkapitalbedarf.

Was ist die Forschungsfrage der Untersuchung?

Es wird untersucht, wie unterschiedliche statistische Prognosemodelle die Ausfallwahrscheinlichkeit von Kreditnehmern bestimmen und wie sich diese Modellwahl auf die Höhe der von Banken zu hinterlegenden Eigenmittel auswirkt.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Zur Anwendung kommen Logit-Modellierung, diskriminanzanalytische Verfahren und diskrete Hazardratenmodelle zur Schätzung von PD-Werten sowie Validierungsmethoden wie die Gini-Curve.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit vermittelt?

Der Hauptteil umfasst eine detaillierte mathematische Herleitung der angewandten Modelle, die deskriptive Beschreibung des Datensatzes und die Durchführung empirischer Auswertungen der Modelle.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Basel II, Interne Ratings, Logit-Modelle, Diskriminanzanalyse, Eigenkapitalanforderungen und Kreditrisikomanagement.

Welche Rolle spielt die Branche bei den Datenanalysen?

Die Arbeit fokussiert sich auf Daten der Kfz-Handelsbranche (Branche 50.1), um die Modelle anhand einer konkreten Kundenstruktur empirisch zu testen.

Zu welchem Schluss kommt der Autor hinsichtlich der Modellwahl?

Der Autor zeigt auf, dass verschiedene statistische Modelle zu signifikant unterschiedlichen Ausfallwahrscheinlichkeiten und in der Folge zu abweichenden Eigenkapitalunterlegungsbeträgen führen können.

Final del extracto de 96 páginas  - subir

Detalles

Título
Verfahren zum internen Rating und zur PD-Schätzung im Rahmen von Basel II
Universidad
University of Regensburg
Calificación
1,3
Autor
Dipl.-Kfm. Stefan Eichmeier (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
96
No. de catálogo
V37620
ISBN (Ebook)
9783638369084
ISBN (Libro)
9783638705363
Idioma
Alemán
Etiqueta
Verfahren Rating PD-Schätzung Rahmen Basel
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dipl.-Kfm. Stefan Eichmeier (Autor), 2002, Verfahren zum internen Rating und zur PD-Schätzung im Rahmen von Basel II, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37620
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