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Die gesellschaftliche Konstruktion der Ehe. Eine soziologische Betrachtung

Titel: Die gesellschaftliche Konstruktion der Ehe. Eine soziologische Betrachtung

Hausarbeit , 2015 , 23 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Stefan Rose (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Konzept der sozialen Konstruktion der Wirklichkeit und versucht mit ihrer Theorie die soziale Konstruktion der Ehe zu erklären.Viele Aspekt fallen in dieses Themengebiet und nur wenige können in dieser Arbeit behandelt werden.

Die Ehe ist eine besondere soziale Beziehung, die in Deutschland immer noch nur zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werden kann. Damit spiegelt die Ehe immer auch das Verhältnis der Geschlechter zueinander wider, denn die Ehe zeigt wie Männer und Frauen zusammenleben wollen. Gleichzeitig ist die Ehe durch gesellschaftliche Konventionen vorbestimmt, d.h., die Ehe zeigt auch, wie Männer und Frauen gesellschaftlich zusammenleben sollen. Es geht somit um die Geschlechterverhältnisse, die Rolle der Frau in der Gesellschaft und um soziologische Geschlechterforschung. Die Ehe ist auch ein Ort der Sexualität, in der Ehe werden Kinder gezeugt und erzogen.

Die Ehe hat sich im Laufe der gesellschaftlichen Entwicklung gewandelt. In dieser Arbeit wird der Wandel als Gegenüberstellung von traditioneller bürgerlicher Ehe und der heutigen Ehe, wie sie in der deutschen Gesell-schaft gelebt wird, zusammengefasst. Als Motor hinter diesem Wandeln wird die Industrialisierung herausgearbeitet und dabei vor allem die neuen Beschäftigungsverhältnisse der Frauen. Die Ehe ist in die Epoche der Moderne eingebettet.

Leseprobe


Gliederung

1.) Einleitung

2.) Paarbeziehung

2.1.) Die bürgerliche Ehe

3.) Die soziale Konstruktion der Wirklichkeit

3.1.) Prozesse der Entstehung von Alltagswelt

3.2.) Geschlecht als soziale Rolle

3.3.) Die soziale Konstruktion der Ehe

4.) Ehe und Identität

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der Ehe in der modernen Gesellschaft unter Anwendung des Konzepts der "sozialen Konstruktion der Wirklichkeit" nach Peter L. Berger und Thomas Luckmann. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie sich die Ehe von einer traditionellen bürgerlichen Institution hin zu einer Form des Zusammenlebens entwickelt hat, die Identitätsbildung und Rollenverteilung in einem veränderten gesellschaftlichen Kontext neu verhandelt.

  • Anwendung wissenssoziologischer Theorien auf die Institution Ehe
  • Gegenüberstellung der traditionellen bürgerlichen Ehe und moderner Partnerschaftsformen
  • Analyse der Rolle von Geschlechterverhältnissen und gesellschaftlichen Konventionen
  • Empirische Einordnung durch Daten des ALLBUS 2012
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Ehe, Identität und individueller Freiheit

Auszug aus dem Buch

3.) Die soziale Konstruktion der Wirklichkeit

In Ihrem Werk "Die soziale Konstruktion der Wirklichkeit" beschäftigen sich Peter L. Berger und Thomas Luckmann mit den sozialen Prozessen die Wirklichkeit entstehen lassen. Die Ehe als gesellschaftliche Institution entspringt diesen Prozessen. Das Ausgangsproblem von Berger und Luckmann ist die Aussage: Die Wirklichkeit ist sozial konstruiert (vgl. Berger/ Luckmann 1969:1). Daran schließt die Frage ihrer Wissenssoziologie an: Durch welche Prozesse wird Wissen über die Wirklichkeit konstruiert? (vgl. Berger/ Luckmann 1969:1) Die Begriffe Wirklichkeit und Wissen werden von ihnen wie folgt definiert: "Wirklichkeit als Qualität von Phänomenen zu definieren, die ungeachtet unseres Wollens vorhanden sind - wir können sie nicht wegwünschen. Wissen definieren wir als die Gewißheit, daß Phänomene wirklich sind und bestimmbare Eigenschaften haben." (Berger/ Luckmann 1969:1) Wirklich sind reale Objekte sowie Gedanken und Ideen, denn auch bestimmte Ideen sind unabhängig vom Willen des Individuums. Ein Einhorn ist in der empirischen Welt nicht zu beobachten, trotzdem hat es eine feste Definition, ein Pferd mit Horn. Dieses Bild eines Einhorns ist unabhängig vom Wollen eines Individuums und erlangt damit Wirklichkeit. Wissen kann man über die wirklichen Dinge besitzen und man kann von diesen Dingen zwei Dinge wissen, nämlich, dass sie wirklich sind und welche Eigenschaften sie haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, dass die traditionelle Ehe in der modernen Gesellschaft an Dominanz verliert und zunehmend durch gesellschaftliche Veränderungen und Individualisierungsprozesse herausgefordert wird.

2.) Paarbeziehung: Dieses Kapitel definiert die Zweierbeziehung als Strukturtypus und stellt die bürgerliche Ehe als historisches Idealbild einer exklusiven, institutionell verankerten Lebensform dar.

3.) Die soziale Konstruktion der Wirklichkeit: Hier werden die theoretischen Grundlagen nach Berger und Luckmann erläutert, um zu erklären, wie durch Prozesse wie Habitualisierung und Institutionalisierung eine gemeinsam geteilte Alltagswelt und somit auch die Ehe konstruiert wird.

4.) Ehe und Identität: Das abschließende Kapitel analysiert den Einfluss der Ehe auf die Identitätsbildung und stellt dar, wie der Wegfall starrer Rollenvorgaben in der Moderne den Einzelnen vor neue Herausforderungen bei der Identitätsstiftung stellt.

Schlüsselwörter

Soziale Konstruktion der Wirklichkeit, Ehe, Paarbeziehung, Identität, Geschlechterrollen, Alltagswelt, Institutionalisierung, Individualisierung, Moderne, Wissenssoziologie, Familiensoziologie, Rollenverteilung, Habitus, Kontingenzproblem, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ehe als soziale Institution und untersucht, wie diese durch soziologische Prozesse konstruiert wird und wie sich ihre Bedeutung im Wandel der Zeit verändert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die soziale Konstruktion der Wirklichkeit nach Berger und Luckmann, der Wandel von der bürgerlichen zur modernen Ehe sowie der Zusammenhang zwischen Partnerschaftsformen und der Entwicklung der persönlichen Identität.

Welche Forschungsfrage verfolgt der Autor?

Die Arbeit untersucht, wie das theoretische Konzept der sozialen Konstruktion der Wirklichkeit dazu beitragen kann, den Wandel der Institution Ehe und die damit verbundenen veränderten Anforderungen an das Individuum zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die soziologische Konzepte (insb. Wissenssoziologie) auf die Ehe anwendet und diese durch die Auswertung vorhandener ALLBUS-Datensätze empirisch untermauert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Konstruktion der Alltagswelt), die Analyse von Geschlecht als soziale Rolle und die konkrete Anwendung dieser Konzepte auf die Entwicklung von der bürgerlichen zur modernen Ehe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Soziale Konstruktion, Ehe, Identität, Rollenverteilung und Moderne beschreiben.

Warum ist die Unterscheidung zwischen 'sex' und 'gender' für das Thema so wichtig?

Die Unterscheidung verdeutlicht, dass viele als "natürlich" angesehene Rollenverteilungen in der Ehe eigentlich sozial konstruiert sind und somit historisch wandelbar und nicht biologisch determiniert sind.

Wie beeinflusst die 'Bürde der Entscheidungen' das moderne Zusammenleben?

Da in der Moderne gesellschaftliche Vorgaben wegfallen, müssen Partner ihre Lebensgestaltung und Aufgabenverteilung ständig neu aushandeln, was zu Orientierungslosigkeit, aber auch zu neuen Freiheitsspielräumen führt.

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Details

Titel
Die gesellschaftliche Konstruktion der Ehe. Eine soziologische Betrachtung
Hochschule
Universität Siegen
Veranstaltung
Soziologische Theorien
Note
1,3
Autor
Stefan Rose (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
23
Katalognummer
V376938
ISBN (eBook)
9783668550438
ISBN (Buch)
9783668550445
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziologie Soziologische Theorien Paarbeziehung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Rose (Autor:in), 2015, Die gesellschaftliche Konstruktion der Ehe. Eine soziologische Betrachtung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376938
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Leseprobe aus  23  Seiten
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