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Konzepte der Professionalisierung des betrieblichen Bildungspersonals

Title: Konzepte der Professionalisierung des betrieblichen Bildungspersonals

Elaboration , 2017 , 11 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lisa-Marie Heinrich (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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In diesem Werk werden verschiedene Konzepte vorgestellt, die zur Professionalisierung des betrieblichen Bildungspersonals beitragen sollen. Diese Konzepte sind sowohl Weiterbildungs- als auch Fortbildungsmöglichkeiten.

Die Qualifikationsanforderungen der Aus- und Weiterbilder hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Die Neuordnung der Ausbildereignungsverordnung aber auch die allgemeinen demografischen Veränderungen führen zu einer notwendigen Kompetenzerweiterung des Bildungspersonals. Jemanden auszubilden bedeutet nun nicht mehr einzig und allein das Vermitteln von fachlichem Wissen, sondern Bedarf auch viel pädagogisches und organisatorisches Handeln.

„Kern dieses Berufs ist das Planen, Initiieren, Organisieren und Begleiten von handlungsbezogenen Lernprozessen; die fachliche Basis wird zum Anlass und Kern dafür.“. Aufgrund dieser Verschiebung ist es daher auch notwendig, dass Personal dementsprechend aus- und weiterzubilden. Eine besondere Herausforderung die dabei auftritt, bezieht sich auf die unterschiedlichen Berufsprofile und Tätigkeiten, die unter den Begriff des Berufsbildungspersonals fallen. So gibt es zum Beispiel neben dem hauptamtlichen Ausbildungspersonal auch Teamkoordinatoren und Ausbildungsleiter/-innen, wobei jeder unterschiedlichen Ansprüchen gerecht werden muss

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Inhaltsverzeichnis

1. Konzepte der Professionalisierung

2. Lernortkooperation als Möglichkeit zur Professionalisierung

3. Projektbeispiele zur Lernortkooperation

3.1 XENOS-Mentoren

3.2 MEQ (Metall- und Elektro-Qualifizierungsnetzwerk)

4. Berufspädagogische Fortbildungsgänge

5. Modell LQW

6. Triales Bildungsmodell

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht, wie sich das Berufsbildungspersonal angesichts eines deutlichen Rollenwandels vom reinen Unterweiser zum Lernprozessbegleiter durch verschiedene Konzepte professionalisieren lässt und welche Rolle dabei die Lernortkooperation spielt.

  • Wandel der Qualifikationsanforderungen an das Bildungspersonal
  • Bedeutung der Lernortkooperation für die Professionalisierung
  • Analyse praxisnaher Projekte wie XENOS-Mentoren und MEQ
  • Struktur berufspädagogischer Fortbildungssysteme (z.B. IHK-Abschlüsse)
  • Qualitätsentwicklung durch Modelle wie LQW
  • Das triale Bildungsmodell als Verbindung von Hochschule, Betrieb und Berufsschule

Auszug aus dem Buch

Lernortkooperation als Möglichkeit zur Professionalisierung

Lernortkooperationen meinen zunächst einmal das Zusammenwirken des Personals an den verschiedenen Lernorten im Hinblick auf organisatorische und pädagogische Angelegenheiten (vgl. ebd.). Um lernortübergreifende Maßnahmen durchführen zu können, verlangt es Motivation, gegenseitiger Akzeptanz aller Beteiligten, sowie die Qualifizierung dieser. Auf Grund von unterschiedlichen, voneinander unabhängigen Qualifizierungswegen des beteiligten Bildungspersonals sind auch die jeweiligen Rollenbilder und Qualifizierungen sehr unterschiedlich und vor allem lernortabhängig, was ein Zusammenarbeiten erschwert.

Während die Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten der Berufsschullehrer/-innen akademisiert und auch institutionalisiert sind, fehlt es bei den betrieblichen Ausbildern an Professionalität. Berufsschullehrer/-innen besuchen zunächst eine universitäre Einrichtung, bevor sie einem Referendariat nachgehen können, indem eine Verknüpfung von theoretischer und praktischer Ausbildung erfolgt. Des Weiteren erfolgt ein stetiges Lernen im Beruf. Um betrieblicher Ausbilder zu werden, ist es nach BBiG lediglich notwendig, die fachliche und persönliche Eignung zu bescheinigen. Dafür ist ein 120-stündiger Vorbereitungslehrgang vorgesehen, der die nötige berufspädagogische Kompetenz vermitteln soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Konzepte der Professionalisierung: Dieses Kapitel erläutert den grundlegenden Wandel im Berufsbildungspersonal vom Unterweiser zum Lernprozessbegleiter und die daraus resultierenden neuen Qualifikationsanforderungen.

2. Lernortkooperation als Möglichkeit zur Professionalisierung: Hier wird die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Lernorten thematisiert und aufgezeigt, wie unterschiedliche Qualifizierungswege eine Herausforderung für diese Kooperation darstellen.

3. Projektbeispiele zur Lernortkooperation: Dieses Kapitel stellt konkrete Projekte wie „XENOS-Mentoren“ und „MEQ“ vor, die durch gezielte Kooperationen die pädagogische Kompetenz des Bildungspersonals stärken.

4. Berufspädagogische Fortbildungsgänge: Hier werden die bundeseinheitlichen Fortbildungen zum „Geprüften Aus- und Weiterbildungspädagogen IHK“ sowie zum „Geprüften Berufspädagogen IHK“ detailliert beschrieben.

5. Modell LQW: Das Kapitel führt in das Modell der „Lernorientierten Qualitätsentwicklung in der Weiterbildung“ ein und zeigt dessen Anwendung am Beispiel der Kennametal Produktions GmbH & Co. KG auf.

6. Triales Bildungsmodell: Es wird ein Konzept vorgestellt, das die drei Lernorte Hochschule, Betrieb und berufsbildende Einrichtung in einem gemeinsamen Studiengang (z.B. bei der Siemens AG) integriert.

7. Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die vorgestellten Ansätze zusammen und betont die Notwendigkeit bundesweiter Qualifizierungsstandards sowie die stärkere Einbeziehung kleiner und mittlerer Unternehmen.

Schlüsselwörter

Professionalisierung, Bildungspersonal, Lernortkooperation, Rollenwandel, Lernprozessbegleiter, Berufsbildung, Qualifizierung, IHK-Fortbildung, Qualitätsentwicklung, LQW, Triales Bildungsmodell, Pädagogische Kompetenz, Berufsausbildung, Ausbildungspraxis, Kompetenzerweiterung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die notwendige Professionalisierung des Bildungspersonals in der beruflichen Bildung angesichts sich wandelnder gesellschaftlicher und demografischer Rahmenbedingungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Lernortkooperation, dem Wandel zum Lernprozessbegleiter, spezifischen Fortbildungsmodellen für Ausbilder sowie Ansätzen zur betrieblichen Qualitätsentwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, durch welche Konzepte und Maßnahmen die Qualität und pädagogische Professionalität des Personals, das in der betrieblichen Ausbildung tätig ist, nachhaltig gesteigert werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden in den untersuchten Projekten verwendet?

Die Untersuchung greift auf Evaluierungen, Selbstreports, projektbezogene Fortbildungsprogramme, Assessment-Center und lernorientierte Qualitätsmanagement-Verfahren zurück.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert verschiedene Professionalisierungsansätze, angefangen bei der Lernortkooperation über IHK-Fortbildungsgänge bis hin zum trialen Bildungsmodell und dem Qualitätsmodell LQW.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Professionalisierung, Lernortkooperation, Rollenwandel des Ausbilders, berufspädagogische Fortbildung und betriebliche Qualitätsentwicklung.

Wie unterscheidet sich die Ausbildung von Berufsschullehrern und betrieblichen Ausbildern?

Berufsschullehrer durchlaufen ein universitäres Studium mit anschließendem Referendariat, während betriebliche Ausbilder meist eine fachliche Eignung durch die AEVO und kurze Vorbereitungslehrgänge nachweisen.

Warum ist das Projekt „XENOS-Mentoren“ für die Untersuchung relevant?

Es dient als Beispiel dafür, wie durch Kooperation zwischen unterschiedlichen Akteuren die pädagogische Rolle des Personals erweitert und gesellschaftliche Integration gefördert werden kann.

Welchen Stellenwert nimmt das triale Bildungsmodell ein?

Es wird als besonders effektives Konzept hervorgehoben, da es Hochschule, Betrieb und berufsbildende Einrichtung verzahnt und somit wissenschaftliche Theorie mit praktischer Berufserfahrung optimal verknüpft.

Was fordert der Autor als Fazit für die Zukunft?

Der Autor fordert die Entwicklung einheitlicher, bundesweiter Qualifizierungsmaßnahmen, um die Ausbildungsqualität zu sichern, sowie eine stärkere Unterstützung für kleine und mittelständische Unternehmen.

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Details

Title
Konzepte der Professionalisierung des betrieblichen Bildungspersonals
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg
Course
Professionalisierung des betrieblichen Bildungspersonals
Grade
1,3
Author
Lisa-Marie Heinrich (Author)
Publication Year
2017
Pages
11
Catalog Number
V377587
ISBN (eBook)
9783668549463
ISBN (Book)
9783668549470
Language
German
Tags
Konzept Personlisierung Bildungspersonal Weiterbildung Fortbildung Ausbilder Weiterbilder Unternehmen Personal
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa-Marie Heinrich (Author), 2017, Konzepte der Professionalisierung des betrieblichen Bildungspersonals, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377587
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