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IFS, Erzeugen eines Farns

Selbstähnliche Fraktale und das Barnsley Farn

Title: IFS, Erzeugen eines Farns

Seminar Paper , 2017 , 47 Pages , Grade: 1

Autor:in: Michelle Bettendorf (Author)

Mathematics - Geometry
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Fraktale sind Formen, welche Strukturen beinhalten, die sich immer wieder in sich selbst wiederholen. Diese Formen lassen sich mathematisch erklären und berechnen. Solche Strukturen sind in der Natur weit verbreitet, aufgrund dessen sind Fraktale zur Modellierung und Simulation von Natur von wesentlicher Bedeutung. Mathematisch gesehen ist „[f]raktale Geometrie [. . . ] eine Erweiterung der klassischen Geometrie“ , die verwendet werden kann um präzise Strukturen zu erzeugen. Zur Erzeugung von Fraktalen gibt es viele verschiedene Methoden und Theorien. Eine Möglichkeit Fraktale zu erzeugen, ist IFS, dies ist eine Abkürzung für Iterated Function Systems oder in der deutschen Variante für Iterierte Funktionensysteme. Entwickelt wurde diese Theorie von Michael Barnsley im Jahr 1975. Dieses Verfahren nutzt die Selbstähnlichkeit der Fraktale aus, um diese dann zu erzeugen. Bei selbstähnlichen Fraktalen hat jede Vergrößerung eine Ähnlichkeit mit dem gesamten Fraktal. Es ist eine Art „Mehrfach-Verkleinerungs-Kopier-Maschine“, besser gesagt, es ist „eine einfache Abbildungsmaschine, die mit einer Anzahl von n Linsen n verkleinerte und transformierte Abbildungen des Originals auf eine Kopie druckt“. IFS kann aber auch verwendet werden, um plastische Objekte oder Formen, wie zum Beispiel einen Kreis, zu erzeugen. In weitestem Sinne sind diese Formen oder diese plastischen Objekte dennoch Fraktale. Diese sind dann nicht in allen Teilstücken komplett ähnlich, sondern gleichen nur in bestimmten Vergrößerungen dem gesamten Bild. Dieses Verfahren eignet sich nicht immer unbedingt optimal zur Erzeugung von allen Formen. Ein Kreis lässt sich beispielsweise nicht perfekt rund darstellen. Diese Methode eignet sich am besten zur Erzeugung von selbstähnlichen Fraktalen, wie zum Beispiel bei dem Barnsley Farn oder bei dem Sierpinski Dreieck. Aufgrund dessen bezieht sich diese Arbeit ausschließlich auf selbstähnliche Fraktale. Außerdem liegt der Schwerpunkt dieser Arbeit auf dem Barnsley Farn, da durch dieses Fraktal Michael Barnsley die Theorie von IFS aufgestellt hat und als eins der schönsten Fraktale überhaupt bezeichnet hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in Fraktale und IFS

2 Die Mathematik hinter IFS

2.1 Allgemein

2.2 Affine Transformationen am Einheitsquadrat

2.3 Affine Transformationen bei Punkten

3 Umsetzung in Java

3.1 Allgemein

3.2 Barnsley Farn

3.3 Mutationen des Farns

3.4 Sierpinski Dreieck

3.5 Baum

3.6 Strauch

4 Zusätzliche Erklärungen zum Programmiercode

4.1 Verzögerung

4.2 Färbung

4.3 Benutzerdefinierte Mutationen

5 Ausblick IFS im Alltag

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der theoretischen Grundlage und der praktischen Implementierung von Iterierten Funktionensystemen (IFS) in der Programmiersprache Java, um selbstähnliche fraktale Strukturen wie den Barnsley Farn oder das Sierpinski Dreieck zu generieren und grafisch darzustellen.

  • Mathematische Grundlagen affiner Transformationen
  • Algorithmen zur Generierung fraktaler Geometrien
  • Softwaretechnische Umsetzung mittels Java
  • Implementierung von Interaktionsmöglichkeiten zur Mutation von Fraktalen

Auszug aus dem Buch

2.2 Affine Transformationen am Einheitsquadrat

Am Anschaulichsten und Verständnisvollsten lassen sich affine Abbildungen am Einheitsquadrat erklären. Hierbei wird im Folgenden das Beispiel des Barnsley Farns verwendet. Der Barnsley Farn wird mit Hilfe von vier Funktionen erzeugt, welche folgende Werte besitzen:

Der Buchstabe w ist hierbei eine Abkürzung für das Wort Funktion. Die Variable p ist die Abkürzung für Wahrscheinlichkeit, wobei diese Spalte für die Umsetzung am Einheitsquadrat irrelevant ist und deshalb erst in 2.3 Affine Transformationen bei Punkten (siehe S.9f) näher erläutert wird. Die erste Funktion des Barnsley Farns ist demnach: x‘ = 0 · x + 0 · y + 0 und y‘ = 0 · x + 0.16 · y + 0. Die zweite affine Abbildung ist folglich: x‘ = 0.85· x+0.04· y+0 und y‘ = −0.04· x+0.85· y+1.6. Die dritte affine Transformation ist dementsprechend: x‘ = 0.2· x – 0.26· y+0 und y‘ = 0.23· x+0.24· y+0.44. Abschließend ist die vierte Funktion: x‘ = −0.15 · x +0.28 · y +0 und y‘ = 0.26 · x +0.24 · y +0.44. Man wendet jede dieser vier affinen Transformationen auf alle vier Ecken des Einheitsquadrates an. Dementsprechend entstehen dadurch vier neue Formen, welche zusammengesetzt den Barnsley Farn der ersten Iteration ergeben. Dieser ist noch nicht der endgültige Farn. Um diesen zu erreichen, müssen um die 1.000-10.000 Iterationen erfolgen. Dennoch lässt sich schon der endgültige Barnsley Farn aus dem der erster Iteration erkennen. Die Ausgangsfigur ist in diesem Fall das Einheitsquadrat ABCD, welche folgende Koordinaten besitzt: A(0/0), B(1/0), C(1/1) und D(0/1) (siehe Abb. 1).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung in Fraktale und IFS: Dieser Abschnitt erläutert die theoretischen Grundlagen der fraktalen Geometrie und führt in das Konzept der Iterierten Funktionensysteme (IFS) ein.

2 Die Mathematik hinter IFS: Hier werden die mathematischen Prinzipien der affinen Transformationen behandelt, die zur Generierung der Fraktale notwendig sind.

3 Umsetzung in Java: Dieses Kapitel beschreibt die praktische Programmierung verschiedener Fraktale in Java, basierend auf den zuvor erläuterten mathematischen Modellen.

4 Zusätzliche Erklärungen zum Programmiercode: Der Fokus liegt hier auf spezifischen Features des Programms, wie der Zeitverzögerung bei der Generierung, der farblichen Markierung der Funktionen und der dynamischen Mutationsmöglichkeit.

5 Ausblick IFS im Alltag: Der abschließende Teil reflektiert die Bedeutung von IFS zur realitätsnahen Modellierung natürlicher Strukturen.

Schlüsselwörter

Fraktale, Iterierte Funktionensysteme, IFS, Affine Transformationen, Java, Barnsley Farn, Sierpinski Dreieck, Selbstähnlichkeit, Programmierung, Superfraktal, Algorithmus, Grafik, Mutation, Mathematik, Computergeometrie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Erzeugung fraktaler Strukturen mittels Iterierter Funktionensysteme (IFS) und deren Implementierung in Software.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die mathematischen Grundlagen affiner Abbildungen, die algorithmische Umsetzung in Java sowie die Möglichkeiten zur Manipulation und Mutation dieser Fraktale.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein Java-Programm zu entwickeln, das verschiedene Fraktale generiert und es dem Benutzer ermöglicht, diese durch Parameteränderungen zu mutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird das Verfahren der Iterierten Funktionensysteme genutzt, bei dem mittels mehrerer affiner Transformationen ein Fraktal in einem iterativen Prozess erzeugt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die mathematische Herleitung der Transformationen und die detaillierte Java-Umsetzung für verschiedene Objekte wie Farn, Baum, Strauch und Sierpinski Dreieck.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Fraktale, IFS, affine Transformationen, Java, Barnsley Farn und computergestützte Geometrie charakterisiert.

Warum ist das Koordinatensystem in der Java-Implementierung eine Herausforderung?

Das Standard-Koordinatensystem in Java unterscheidet sich vom mathematischen durch den Ursprung oben links und nach unten laufende y-Werte, was Anpassungen bei den Berechnungen erfordert.

Wie werden benutzerdefinierte Mutationen ermöglicht?

Durch eine separate Klasse und grafische Oberfläche (Swing/WindowBuilder) können Benutzer Variablen und Wahrscheinlichkeiten für die Transformationen manuell anpassen.

Was macht den Barnsley Farn zu einem sogenannten "Superfraktal"?

Der Farn wird als Superfraktal bezeichnet, da er eine Vielzahl an Variationsmöglichkeiten durch die Anpassung seiner affinen Parameter bietet.

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Details

Title
IFS, Erzeugen eines Farns
Subtitle
Selbstähnliche Fraktale und das Barnsley Farn
College
Gymnasium Königsbrunn
Grade
1
Author
Michelle Bettendorf (Author)
Publication Year
2017
Pages
47
Catalog Number
V377797
ISBN (eBook)
9783668551268
ISBN (Book)
9783668551275
Language
German
Tags
IFS Fraktale Geometrie IT Fraktale Formen Strukturen Informationstechnologie Geometrie ERzeugen Farns Barnsley Farn
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michelle Bettendorf (Author), 2017, IFS, Erzeugen eines Farns, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377797
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