Völkerball und Völkerballvariationen im Sportunterricht (Unterrichtsentwurf 6. Klasse Sport)


Hausarbeit, 2014
15 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Das Spiel
1.1 Definition
1.2 Beschreibung des Spiels
1.2.1 Spielfeld
1.2.2 Spielidee und Grundregeln
1.2.3 Wertungsregeln
1.2.4 Taktische Anweisungen der Lehrkraft
1.2.5 Der Spielleiter

2. Varianten
2.1 Regelvariationen
2.2 Materialvariationen
2.3 Spielvariationen
2.3.1 Agentenball
2.3.2 Völkerball mit Hindernissen (Weichbodenmatte)

3. Völkerball im Sportunterricht

4. Kleine Spiele

5. Völkerball im Lehrplan

6. Unterrichtsziele

7. Geplanter Stundenverlauf

Literaturverzeichnis:

Internetquellen:

1. Das Spiel

1.1 Definition

Völkerball ist gleichzeitig ein Mannschaftsspiel und ein Abwurfspiel, das im Sportunterricht weit verbreitet ist. Der Name Völkerball kommt ganz offensichtlich daher, weil es sich um zwei Völker handelt, die sich bekämpfen. Das klassische Völkerballspiel kann zwar als Kriegsspiel gedeutet werden, ist aber unbelastet von Kriegserfahrungen in der Gegenwart ein immer noch beliebtes Spiel. Völkerball eignet sich sehr gut für das Miteinander und Füreinander von Kindern, ohne den Wetteifer der Kinder zu dämpfen oder gar auszublenden. Angemerkt sei, dass einige Pädagogen Vorbehalte gegen Abwurfspiele haben, wobei aber die Praxis zeigt, dass die meisten Kinder mit Eifer dabei sind, vor allem dann, wenn keine harten Bälle im Einsatz sind.

1.2 Beschreibung des Spiels

1.2.1 Spielfeld

Völkerball kann sowohl im Freien, als auch in der Halle gespielt werden. Im Freien bietet es sich an ein ca. 8 bis 10 x 12 bis 16 Meter großes und durch eine Mittellinie in 2 gleich große Hälften geteiltes Spielfeld mit Kreide auf den Boden zu malen. In der Sporthalle wird das Spielfeld z.B. von Volleyballfeldlinien gebildet (Rechteck mit 9 x 18 Meter und mit einer Mittellinie, die das Feld in zwei Quadrate mit 9 x 9 Meter teilt).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.2.2 Spielidee und Grundregeln

Die Kinder werden in zwei gleich große und möglichst gleich starke Mannschaften aufgeteilt. Jede Mannschaft besetzt eine Spielfeldhälfte. Die zwei Mannschaften spielen gegeneinander und versuchen, die Feldspieler des Gegners abzuwerfen. Ziel des Spieles ist es, durch Abwerfen der Gegenspieler das gegnerische Feld zu leeren. Als abgeworfen zählt jede Ballberührung, es sei denn, der Ball wird gefangen (vom Abgeworfenen selbst oder von einem Teammitglied), bevor er den Boden berührt. Der getroffene Spieler muss das innere Spielfeld verlassen und hinter die gegnerische Grund- bzw. Seitenlinie, von wo aus er ebenfalls Gegenspieler abwerfen darf. Jede Mannschaft bestimmt einen König, der sich zunächst hinter das gegnerische Feld an die Grundlinie stellt. Der König darf die gegnerischen Feldspieler ebenso abwerfen. Ist der letzte Spieler abgeworfen, kommt der König ins Spiel. Das Spiel ist beendet, wenn dieser insgesamt 3 Mal abgeworfen wurde.

1.2.3 Wertungsregeln

Treffer gegen den Kopf zählen nicht. Damit wird eine aggressive Spielweise verhindert. Werden bei einem Abwurf zwei Spieler getroffen, so verlässt nur der zuerst getroffene den Innenraum. Das Übertreten der Spielfeldgrenze, um einem Ball auszuweichen, gilt als Treffer. Überschreitet ein ballbesitzender Schüler die Spielfeldgrenze, bekommt die Gegenmannschaft den Ball. Ein Treffer zählt in diesem Fall nicht. Ein Ball darf nicht aus dem gegnerischen Spielfeld genommen werden (es sei denn, dies wurde als Variation eingeführt).

1.2.4 Taktische Anweisungen der Lehrkraft

- Die Schüler sollen den Ball an Teammitglieder abspielen, wenn diese sich in einer besseren Wurfposition befinden.
- Die Spieler, die sich im Feld befinden, sollen den Ball möglichst zu den bereits abgeworfenen Mitspielern im Außenraum abspielen, damit diese sich „frei werfen“ können – falls diese Regel des „Freiwerfens“ besteht.

1.2.5 Der Spielleiter

Das Spiel sollte vom Lehrer beobachtet werden, damit die vereinbarten Regeln eingehalten werden und evtl. Variationen eingebaut werden können, falls das Spiel nicht „rund läuft“. Er sollte darauf achten, dass möglichst alle Schüler aktiv am Spiel beteiligt sind. Deshalb wird empfohlen, mehr als einen Ball zu verwenden.

2. Varianten

2.1 Regelvariationen

- Berührt der Ball den Boden bevor er den Gegenspieler berührt, so gilt dies als nicht abgeworfen (=klassische Variante) oder

- der Ball muss den Boden berühren bevor ein Spieler als abgeworfen gilt.
- Es können auch mehrere Könige eingesetzt werden (z.B. drei Könige mit jeweils nur einem Leben).
- Der König kann einen Mitspieler freiwerfen. Trifft er einen Gegenspieler, so darf einer seiner Mitspieler wieder ins Innenfeld.
- Der Ball darf aus der gegnerischen Spielfeldhälfte genommen werden, jedoch ohne diese zu betreten.

2.2 Materialvariationen

a) Erhöhung der Ballanzahl
b) Verwendung unterschiedlicher Bälle: Volleyball, Softball, Gymnastikball,…

2.3 Spielvariationen

2.3.1 Agentenball

Agentenball ist die erste von zwei Spielvariationen, die ich vorstellen möchte und auch in meine Stunde aufnehme. Vom Prinzip her funktioniert das Spiel genauso wie das klassische Völkerballspiel, nur dass jede Mannschaft zusätzlich zu ihrem König geheim einen Agenten bestimmt, den die jeweils andere Mannschaft nicht kennt. Mit einem oder mehreren Bällen wird wiederum versucht, den gegnerischen Agenten durch Abwerfen ausfindig zu machen. Dabei ist das Fangen des Balles erlaubt und gilt genauso wie beim „normalen“ Völkerball nicht als abgeworfen. Wird der Agent getroffen, muss dieser sich zu erkennen geben und die andere Mannschaft hat gewonnen. Das Treffen anderer Gegner hat keine Auswirkung auf das Spiel - sondern dient nur zur Eingrenzung der „Verdächtigen“.

2.3.2 Völkerball mit Hindernissen (Weichbodenmatte)

Die zweite Spielvariation, die ich vorstellen möchte ist das Völkerballspiel mit Hindernissen (in diesem Fall mit Weichbodenmatten). Die Klasse wird wie gehabt in zwei gleichstarke Mannschaften eingeteilt. Jede Mannschaft bestimmt wie beim klassischen Völkerball einen König, der seine Position hinter dem Feld des Gegners (siehe Bild) einnimmt. Jede Mannschaft begibt sich in eine Spielfeldhälfte (Hallenhälfte). Dort wird die Weichbodenmatte an einer von der Mannschaft beliebigen Stelle aufgestellt und festgehalten. Die Matte ist also einerseits Hindernis für die Werfer, gleichzeitig aber auch Schutz für die zu Treffenden. Wer von einem der Bälle getroffen wurde, muss sich in die Region außerhalb des gegnerischen Feldes begeben. Auch die Spieler, die die Matte halten, dürfen abgeworfen werden. Nicht abgeworfen ist man, wenn der Ball vor dem Treffer den Hallenboden berührt. Abgeworfene Spieler können sich befreien, indem sie einen der gegnerischen Spieler abwerfen. Gewonnen hat, wer es schafft, die Matte der gegnerischen Mannschaft zum Umfallen zu bringen (indem so viele Spieler abgeworfen sind, dass niemand mehr zum Halten da ist oder wenn die Gegner durch zügiges Spiel die Konzentration auf die Matte verlieren).

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Völkerball und Völkerballvariationen im Sportunterricht (Unterrichtsentwurf 6. Klasse Sport)
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Sportzentrum)
Note
1,7
Autor
Jahr
2014
Seiten
15
Katalognummer
V378715
ISBN (eBook)
9783668558717
ISBN (Buch)
9783668558724
Dateigröße
458 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
völkerball, sportunterricht, sportdidaktik, unterrichtsentwurf
Arbeit zitieren
Dominik Kremer (Autor), 2014, Völkerball und Völkerballvariationen im Sportunterricht (Unterrichtsentwurf 6. Klasse Sport), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378715

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