Einleitung
Religionen bestimmen in vielen Bereichen die Kulturen aus. Sie beeinflussen den einzelnen Menschen in seinem privaten Umfeld, bestimmen die Ethik und das soziale Verhalten der Gesellschaft. Sie sind maßgeblich am Weltbild der Kulturkreise beteiligt. Eine allgemeingültige Nutzung des Begriffs „Religion“ setzt voraus, daß alle Religionen einen gemeinsamen Nenner haben. Was genau diesen gemeinsamen Nenner ausmacht, ist ein großer Streitpunkt in der Religionswissenschaft. An der, nun schon lange währenden Frage, welche Definition als allgemeingültig zu betrachten ist, läßt sich die Schwierigkeit erkennen, diesen gemeinsamen Nenner auszumachen. Hinzu kommt in den letzten Jahren die Diskussion, ob eine allgemeingültige Definition bei der Erforschung der einzelnen Religionen nützlich ist oder eher schadet.1 Welche Alternativen zur allgemeingültigen Definition des Begriffes „Religion“ gibt es? In dieser Hausarbeit wird der Ansatz einer „Diskursiven Religionswissenschaft“ von Hans G. Kippenberg vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Hans Gerhard Kippenberg - Lebenslauf
- Situation der Religionswissenschaft
- Definition von Religion
- Aufgaben der Religionswissenschaft
- Schlußwort
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit von Hans G. Kippenberg beleuchtet die Komplexität der Definition von Religion und die daraus resultierenden Schwierigkeiten für die Religionswissenschaft. Sie analysiert die vielfältigen Ansätze und Debatten innerhalb des Fachs, insbesondere die Kritik an der „Zerstückelung“ des akademischen Lehrfaches und den Herausforderungen, die sich aus der Dominanz der Phänomenologie ergeben.
- Die Schwierigkeit, Religion zu definieren
- Die „Zerstückelung“ des Fachs Religionswissenschaft
- Kritik an der Dominanz der Phänomenologie
- Der Ansatz der „Diskursiven Religionswissenschaft“
- Aufgaben und Ziele der Religionswissenschaft
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Definition von Religion ein und erläutert die Bedeutung dieses Themas für die Religionswissenschaft. Sie stellt die zentrale Frage nach dem gemeinsamen Nenner aller Religionen und hebt die Notwendigkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Begriff „Religion“ hervor.
- Hans Gerhard Kippenberg - Lebenslauf: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über das Leben und Wirken von Hans G. Kippenberg, einem renommierten Religionswissenschaftler, der sich intensiv mit der Definition von Religion auseinandersetzte. Es werden seine akademischen Stationen, wichtige Publikationen und Forschungsgebiete dargestellt.
- Situation der Religionswissenschaft: In diesem Kapitel präsentiert der Autor die kritischen Gedanken von Hans G. Kippenberg zur Situation der Religionswissenschaft. Er kritisiert die „Zerstückelung“ des Fachs und die Dominanz der Phänomenologie, die laut Kippenberg zu einer Vernachlässigung anderer wichtiger Bereiche führt.
Schlüsselwörter
Die Arbeit von Hans G. Kippenberg beschäftigt sich mit den zentralen Themen der Religionsdefinition, der Diskursiven Religionswissenschaft, der Kritik an der Phänomenologie und der Auseinandersetzung mit der „Zerstückelung“ des Fachs Religionswissenschaft. Die Arbeit beleuchtet zudem wichtige Aspekte der Religionsgeschichte, der Religionssoziologie und der vergleichenden Religionswissenschaft.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist es schwierig, Religion allgemeingültig zu definieren?
Die Schwierigkeit liegt darin, einen gemeinsamen Nenner für alle Religionen zu finden, der sowohl wissenschaftlich präzise als auch universell anwendbar ist, ohne wichtige Aspekte auszuschließen.
Was ist der Ansatz der „Diskursiven Religionswissenschaft“?
Es handelt sich um einen von Hans G. Kippenberg vorgestellten Ansatz, der Religion als Ergebnis diskursiver Prozesse betrachtet, anstatt nach einer festen, phänomenologischen Wesensbestimmung zu suchen.
Wer war Hans Gerhard Kippenberg?
Hans G. Kippenberg ist ein renommierter Religionswissenschaftler, der sich kritisch mit der Definition von Religion und der methodischen Ausrichtung seines Fachbereichs auseinandergesetzt hat.
Was kritisiert Kippenberg an der Situation der Religionswissenschaft?
Er kritisiert die „Zerstückelung“ des akademischen Fachs und die Dominanz der Phänomenologie, die seiner Meinung nach zu einer Vernachlässigung soziologischer und historischer Kontexte führt.
Welche Rolle spielt Religion für die Kultur laut der Einleitung?
Religionen beeinflussen das private Umfeld des Einzelnen, bestimmen die Ethik und das soziale Verhalten und sind maßgeblich an der Gestaltung des Weltbildes verschiedener Kulturkreise beteiligt.
- Quote paper
- Ulrike Kemper (Author), 2004, Von der Schwierigkeit, Religion zu definieren - der Ansatz von Hans G. Kippenberg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38068