Im Hinblick auf die aktuelle Thematik habe ich mich entschieden, mich mit dem Thema „die interkulturelle Öffnung von Schule“ zu beschäftigen. Zwar hat die Schule seit mehr als 15 Jahren Erfahrungen mit der interkulturellen Öffnung gesammelt, jedoch erfolgt die praktische Realisierung nur peu à peu.
Aus diesem Grund möchte ich im Rahmen der hier vorliegenden Hausarbeit untersuchen, wie die Institution Schule umstrukturiert werden muss, um auf die kulturelle Vielfalt der Schüler*innen angemessen reagieren zu können, damit ihnen die gleichberechtigte Teilhabe am deutschen Schulsystem ermöglicht wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsklärung
2.1 Interkulturelle Orientierung
2.2 Die interkulturelle Öffnung
2.3 Die interkulturelle Öffnung von Schule
3. Exkurs: Die Bildungsbenachteiligung von Schüler*innen mit Migrationshintergrund
4. Die Umsetzung: Die interkulturelle Öffnung von Schule
4.1 Bedingungen für eine erfolgreiche interkulturelle Schulentwicklung
4.2 Vier Handlungsebenen als Voraussetzung für den interkulturellen Öffnungsprozess der Schule
4.3 Die Handlungsfelder der interkulturellen Schulentwicklung
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Institution Schule umstrukturiert werden muss, um der kulturellen Vielfalt ihrer Schülerschaft gerecht zu werden und allen Schüler*innen eine gleichberechtigte Teilhabe am deutschen Bildungssystem zu ermöglichen.
- Grundlagen der interkulturellen Orientierung und Öffnung von Organisationen.
- Analyse der Bildungsbenachteiligung von Schüler*innen mit Migrationshintergrund.
- Bedingungen für eine gelingende interkulturelle Schulentwicklung.
- Identifikation zentraler Handlungsebenen und Handlungsfelder für den Schulentwicklungsprozess.
Auszug aus dem Buch
Die interkulturelle Öffnung von Schule
Die interkulturelle Öffnung fokussiert sich im schulischen Kontext auf die veränderte Sichtweise der Institution sowie aller in ihr Arbeitenden und damit auf die durch die Migrationsprozesse veränderte Gesellschaft. Das heißt also, dass Schulen die Bedingungen und Lebensverhältnisse der multikulturellen Schülerschaft bei der Gestaltung des Schullebens und des Unterrichts berücksichtigen müssen (vgl. Georgi 2015). Es geht um die Veränderung der eigenen Struktur und die Anpassung der Institution hinsichtlich ihrer Methoden, Curricula und Umgangsformen (vgl. Landeshauptstadt München o. D.). „Zentral ist die Wendung des Blickwinkels von den Schülerinnen und Schülern als Gruppe mit einem besonderen pädagogischen Förderbedarf […] zu ihrer Wahrnehmung, als ‚Normalfall‘ und eine Wendung von der notwendigen Veränderung der Schülerschaft an die Anforderungen der Institution auf eine Veränderung von Schule mit Blick auf die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer, um die adäquate Förderung ihrer Bildungschancen zu sichern“ (ebd. 2015).
Eingeordnet in den schulischen Alltag, bedeutet das, dass der Umgang mit Verschiedenheit in jeder Hinsicht als normal akzeptiert wird, dass Diskriminierungen und Benachteiligungen im eigenen Hause verfolgt, Konzepte zur Vorbeugung und Überwindung entwickelt, die Schule nach außen sowie nach innen geöffnet und die Lerninhalte auf Ethnozentrismus und Rassismus hin überprüft werden müssen (vgl. Schanz 2006: 111). „Interkulturelle Bildung wird also zunächst in der gewissenhaften Wahrnehmung des allgemeinen Erziehungsauftrags der Schule verwirklicht. Er fordert bei allen Schülerinnen und Schülern die Entwicklung von Einstellungen und Verhaltensweisen, die dem ethischen Grundsatz der Humanität und den Prinzipien von Freiheit und Verantwortung, von Solidarität und Völkerverständigung, von Demokratie und Toleranz verpflichtet sind“ (Berghof Foundation Operations GmbH 2012). Damit ist gemeint, dass sich die Schule als Ganzes im alltäglichen Schulleben dieser Aufgabe widmen und prioritär nachgehen soll (vgl. Schanz 2006: 111).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit einer „geistigen Öffnung“ in Deutschland angesichts der gesellschaftlichen Vielfalt und führt in die Thematik der interkulturellen Öffnung von Schule ein.
2. Begriffsklärung: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Konzepte der interkulturellen Orientierung und Öffnung sowie deren spezifische Anwendung auf die Institution Schule.
3. Exkurs: Die Bildungsbenachteiligung von Schüler*innen mit Migrationshintergrund: Der Exkurs verdeutlicht die Relevanz der Schulentwicklung, indem er aufzeigt, wie das deutsche Schulsystem durch institutionelle Mechanismen Schüler*innen mit Migrationshintergrund diskriminiert.
4. Die Umsetzung: Die interkulturelle Öffnung von Schule: Dieses Kapitel widmet sich den praktischen Voraussetzungen für die Schulentwicklung, insbesondere den Gelingensbedingungen, den Handlungsebenen sowie konkreten Handlungsfeldern.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die interkulturelle Öffnung als nachhaltige Strategie verstanden werden muss, um Bildungsgerechtigkeit zu gewährleisten.
Schlüsselwörter
Interkulturelle Öffnung, Schulentwicklung, Migrationshintergrund, Bildungsbenachteiligung, Chancengerechtigkeit, Institutionelle Diskriminierung, Diversität, Interkulturelle Kompetenz, Sprachliche Bildung, Schulkultur, Organisationsentwicklung, Teilhabe, Vielfalt, Empowerment, Lehrerfortbildung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der notwendigen Umstrukturierung der Institution Schule, um auf die kulturelle Vielfalt in Deutschland zu reagieren und eine gleichberechtigte Teilhabe aller Schüler*innen zu fördern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der interkulturellen Öffnung, die Analyse struktureller Benachteiligungen im Bildungssystem sowie die praxisnahe Identifikation von Gelingensbedingungen und Handlungsfeldern für Schulen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet: Wie muss die Institution Schule umstrukturiert werden, um auf die kulturelle Vielfalt der Schüler*innen angemessen reagieren zu können und ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe am deutschen Schulsystem zu ermöglichen?
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Analyse und Literaturrecherche, in der sie bestehende Modelle (wie das Modell von Karakasoglu et al.) und Befunde aus Vergleichsstudien sowie Projekten zur Schulentwicklung synthetisiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, eine kritische Analyse der aktuellen Bildungsbenachteiligung sowie eine detaillierte Ausarbeitung von Bedingungen, Handlungsebenen und Handlungsfeldern für eine interkulturell offene Schule.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Begriffe sind interkulturelle Öffnung, Schulentwicklung, institutionelle Diskriminierung, Chancengerechtigkeit, Diversität und sprachliche Bildung.
Warum ist eine "geistige Öffnung" der Institution Schule laut der Autorin erforderlich?
Weil die bloße Anerkennung von Vielfalt durch Verlautbarungen nicht ausreicht; vielmehr muss die Schule ihre internen Strukturen und Haltungen grundlegend hinterfragen, um Barrieren für Schüler*innen mit Migrationshintergrund abzubauen.
Welche Rolle spielt die "Unterschichtungsthese" in der Argumentation?
Sie dient als Beleg für die institutionelle Diskriminierung, indem sie dokumentiert, wie das Schulsystem durch eine begrenzte Anzahl von Plätzen in der Bildungshierarchie systematisch Aufstiegschancen für Schüler*innen mit Migrationshintergrund erschwert.
Wie werden die vier Handlungsebenen der interkulturellen Schulentwicklung definiert?
Sie umfassen die personale Ebene (Lehrkräfte), die inhaltlich-didaktische Ebene (Curricula), die strukturell-organisatorische Ebene (Schulleitung/Gremien) sowie die soziale Ebene (Kommunikation und Interaktion).
- Arbeit zitieren
- Gülcin Günes (Autor:in), 2017, Bedingungen für eine erfolgreiche interkulturelle Schulentwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/380893