In dieser Arbeit wird die steigende Relevanz von Finanzierungsmöglichkeiten über das Internet untersucht. Ziel ist es, einen Überblick über Crowdfunding im Bereich der Immobilienbranche zu geben und den Umgang der Sparkassen mit diesem Thema zu erläutern.
Durch den Leitzins von Null Prozent in der aktuellen Niedrigzinsphase ist der Bau und Kauf von Immobilien so begehrt wie noch nie. Jedoch ist es oft schwierig, eine Finanzierung von der Bank zu erhalten, weil nicht jeder das erforderliche Eigenkapital oder entsprechende Besicherungen vorweisen kann. Durch die alternative Finanzierungsform des Crowdfundings sind die Chancen deutlich höher, um an Geld zu kommen. Sowohl der Investor, als auch der Eigentumserwerber haben durch Crowdfunding Vorteile.
Der Crowdfunding-Markt wächst seit 2011 um durchschnittlich 8 % im Monat. Durch neue Kommunikationsmöglichkeiten der Digitalisierung und vergleichsweise niedrige Markteintrittsbarrieren gewinnt dieser Trend, der seinen Ursprung in den USA hat, auch in Deutschland immer mehr an Bedeutung. Es ist ein innovatives Modell, denn die zentrale Abgrenzung von anderen Entwicklungen ist die Anwendbarkeit von Tools und Applikationen über das Internet. Noch ist Crowdfunding ein Nischenprodukt, aber die Umsätze in Europa wachsen nahezu exponentiell.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Definition von Crowdfunding und dessen Arten
2.2 Aktuelle Crowdfunding-Plattformen für Immobilien
2.3 Bewertung
3 Einsatz von Crowdfunding-Lösungen in Sparkassen
3.1 Crowdfunding-Lösungen für Immobilien
3.2 Kooperationsmodelle zu externe Crowdfunding-Anbieter
3.3 Bewertung
4 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die steigende Relevanz von Finanzierungsmöglichkeiten über das Internet und analysiert den aktuellen Umgang der Sparkassen mit dem Thema Crowdfunding innerhalb der Immobilienbranche.
- Grundlagen und Definition von Crowdfunding
- Marktübersicht und Plattformen für Immobilieninvestitionen
- Chancen und Risiken aus Sicht der verschiedenen Akteure
- Strategien und Kooperationsmodelle der Sparkassen
Auszug aus dem Buch
Geldgeber als Investoren
Die Investoren können durch die Unterstützung eines Projekts zur Realisierung eines Bauvorhabens beitragen, das andernfalls wegen mangelnden Budgets nicht umgesetzt würde. Der Anmeldevorgang auf den entsprechenden Plattformen ist einfach und unbürokratisch. Dabei entstehen für den Investor keine oder niedrige Kosten.
Die Investition ist zwischen 250 und 500 Euro möglich. Die Laufzeit ist klar definiert. Auch die erwartete Rendite wird prognostiziert. Diese ist deutlich höher als bei klassischen Anlangen. Damit einhergehend, ist das Ausfallrisiko auch entsprechend höher, so dass ein Totalverlust nicht auszuschließen ist. Außerdem sind die Darlehen Nachrangdarlehen. Das bedeutet, dass im Insolvenzfall der Investor als einer der letzten Gläubiger bedient wird. Der Geldgeber hat während der Laufzeit weder Zugriff auf das Geld noch eine vorzeitige Kündigungsmöglichkeit. Weiterhin hat er kein Mitspracherecht, so dass er keinen Einfluss auf den Erfolg des Projekts nehmen kann. Obwohl es für die Investoren viele Nachteile gibt, wächst der Markt aktuell.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die aktuelle Niedrigzinsphase als Treiber für alternative Finanzierungsmodelle und Festlegung des Ziels der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Definition und Kategorisierung der verschiedenen Crowdfunding-Modelle sowie Vorstellung relevanter Immobilienplattformen.
3 Einsatz von Crowdfunding-Lösungen in Sparkassen: Analyse der aktuellen Positionierung der Sparkassen, deren regulatorische Herausforderungen und bestehende Kooperationsansätze.
4 Zusammenfassung: Abschließende Betrachtung des Wachstumspotenzials von Crowdfunding und der Notwendigkeit einer strategischen Auseinandersetzung durch traditionelle Finanzinstitute.
Schlüsselwörter
Crowdfunding, Crowdinvesting, Immobilien, Sparkassen, Finanzierung, Geldanlage, Lending-based, Equity-based, Schwarmfinanzierung, Niedrigzinsphase, Kooperationsmodelle, Kapitalanlage, Rendite, Digitalisierung, Fintechs
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit dem Thema Crowdfunding als alternative Finanzierungs- und Anlageform und beleuchtet insbesondere, wie Sparkassen mit diesem Trend im Immobilienbereich umgehen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Crowdfunding-Arten, die Marktübersicht von Immobilien-Plattformen, eine Nutzenbewertung für die beteiligten Akteure sowie Strategien der Sparkassen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, einen Überblick über Crowdfunding in der Immobilienbranche zu geben und aufzuzeigen, wie Sparkassen ihre Dienstleistungen in diesem Kontext anpassen oder ergänzen können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?
Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse, die den aktuellen Stand der Forschung und Praxis anhand von Fachliteratur, Marktdaten und Unternehmensbeispielen (wie der Ideenfabrik) aufbereitet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Marktanalyse von Immobilien-Plattformen, eine kritische Bewertung der Perspektiven von Investoren und Initiatoren sowie eine Analyse der spezifischen Sparkassen-Strategien.
Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Crowdinvesting, Immobilienfinanzierung, Sparkassen, regulatorische Anforderungen und digitale Kooperationsmodelle.
Warum bieten Sparkassen aktuell kein direktes Crowdfunding für Immobilien an?
Aufgrund gesetzlicher Aufklärungspflichten und der Schwierigkeit, für weltweit verstreute Projekte notwendige Detailkenntnisse in regionalen Instituten zu generieren, halten sich Sparkassen hier zurück.
Welche Rolle spielt die Deka bei den Anlagealternativen der Sparkassen?
Die Deka fungiert als Tochterfirma, die Immobilienfonds anbietet, welche als sicherere Alternative mit breiterer Risikostreuung zu direktem Crowdinvesting betrachtet werden.
Wie nutzen Sparkassen bereits heute Crowdfunding-Elemente?
Sparkassen nutzen Crowddonating, beispielsweise über Plattformen wie „99Funken“ oder Kooperationen mit betterplace.org, um gesellschaftliches Engagement und regionale Projekte zu fördern.
- Quote paper
- Maria Musacchio (Author), 2017, Crowdfunding. Geldanlage und Finanzierung über Internetplattformen und dessen Umgang der Sparkassen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381175