Diese Hausarbeit befasst sich mit der protektionistischen Außenhandelspolitik der USA unter den Regierungszeiten von US-Präsident Barack Obama und den jüngst gewählten US-Präsident Donald Trump. Zu aller erst werden intensiv wesentliche Gesichtspunkte und Hauptaufgaben einer protektionistischen Außenhandelspolitik thematisiert. Weiterhin wird zwischen den Grundbegriffen Protektionismus, tarifäre und nichttarifäre Handelshemmnisse unterschieden, um die Differenzierung näher betrachten zu können. Dabei werden Gründe für die Entwicklung eines protektionistischen Außenwirtschaftssystems aus der Sichtweise der US-Regierung anhand definierten Beispielen dargestellt. Im Gegenzug werden Argumente für eine optionale Differenzierung genannt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Thema und Zielsetzung
1.2 Methodik der Untersuchung
2. Protektionistische Außenwirtschaftspolitik
2.1 Protektionismus
2.2 Maßnahmen
2.2.1 Tarifäre Handelshemmnisse
2.2.2 Nichttarifäre Handelshemmnisse
2.3 Ziele & Wirkung
3. Protektionistische Außenwirtschaftspolitik der USA
3.1 Protektionismus
3.2 Maßnahmen
3.3 Ziele & Wirkung
4. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die Arbeit untersucht die protektionistische Außenhandelspolitik der USA während der Regierungszeiten von Barack Obama und Donald Trump, analysiert die Beweggründe für diese Politik und bewertet deren Auswirkungen auf die nationale sowie globale Wirtschaft.
- Grundlagen des Protektionismus und Handelshemmnisse
- Methoden zur Differenzierung von Schutzmaßnahmen
- Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China
- Auswirkungen von Strafzöllen und Förderprogrammen
- Folgen der Abschottungspolitik für die Weltwirtschaft
Auszug aus dem Buch
3.1 Protektionismus
Der Protektionismus ist eine Handelsstrategie, die schon in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts Einsatz fand. Nach dem Börsencrash von 1929 wurde verschärft der Protektionismus verwendet. Der damit einhergehende immer stärker verwendete Protektionismus wurde somit zum Hauptverursacher der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren. Aufgrund diesem Sachverhalt wurden nach der Finanzkrise von 2008 protektionistische Maßnahmen unterlassen, damit es nicht zu einer so ähnlichen Weltwirtschaftskrise, wie in den 1930er Jahren, kommt.
Jedoch setzen die Industriestaaten in geraumer Zeit immer mehr auf Protektionismus. So wurden im 4. Quartal von 2015 und im ersten Quartal von 2016 mehr protektionistische Maßnahmen verwendet, als seit Ausbruch der Weltfinanzkrise 2008 eingesetzt wurden. Zwischen Juni und Mai 2016 wurden 431 protektionistische Maßnahmen eingeführt, während man nur 141 Handelserleichterungen verbuchen konnte. Das zeigt einen großen Anstieg der Verwendung des Protektionismus auf dem ganzen Globus. Dabei stammen 30% der Handelshemmnisse von den G8-Staaten, dazu gehören unter anderem auch die USA.
Die USA sind ein sehr nennenswertes Exemplar für einen hochentwickelten Industriestaat, der immer mehr auf Protektionismus setzt. So wurden, laut der Initiative Global Trade Alert, 174 protektionistische Maßnahmen der USA verzeichnet. China veranlasste hingegen 163 protektionistische Maßnahmen und Deutschland 164 im Jahr 2015. Anhand dieser Zahlen ist zu erkennen, dass die USA unter den Industriestaaten führend bei dem Einsatz von protektionistischen Maßnahmen sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der US-amerikanischen Handelspolitik unter Obama und Trump ein und erläutert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Protektionistische Außenwirtschaftspolitik: Hier werden die theoretischen Grundlagen erläutert, insbesondere die Definition des Protektionismus sowie tarifäre und nichttarifäre Handelshemmnisse.
3. Protektionistische Außenwirtschaftspolitik der USA: Dieses Kapitel analysiert anhand konkreter Beispiele aus der Automobil-, Solar- und Stahlindustrie die protektionistischen Maßnahmen der US-Regierung.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und warnt vor den negativen Folgen eines zunehmenden Protektionismus für die globale Weltwirtschaft.
Schlüsselwörter
Protektionismus, Außenhandelspolitik, USA, Handelshemmnisse, Zölle, Globalisierung, Handelskrieg, Wirtschaftskrise, Strafzölle, Welthandel, Freihandel, Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze, Handelsbilanz, Exportförderung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die protektionistischen Tendenzen in der Außenhandelspolitik der USA und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft während der Amtszeiten von Barack Obama und Donald Trump.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Kernbereichen zählen die theoretische Einordnung von Handelshemmnissen, die Untersuchung von US-Handelsmaßnahmen gegen China und Europa sowie die Analyse der Folgen für die globale Wettbewerbsfähigkeit.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Gründe für das protektionistische Handeln der USA zu identifizieren und die Konsequenzen für die betroffenen Wirtschaftssektoren kritisch zu hinterfragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung der Grundlagen sowie der Analyse konkreter Fallbeispiele und aktueller Wirtschaftsdaten aus der untersuchten Zeitperiode.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Definition von Schutzmaßnahmen und eine detaillierte Analyse der US-Praxis, insbesondere im Reifen-, Solar- und Stahlsektor.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Protektionismus, Handelshemmnisse, US-Handelspolitik, Zollpolitik und globale wirtschaftliche Verflechtungen.
Welche Rolle spielten die Abwrackprämien für die US-Automobilindustrie?
Die Abwrackprämien fungierten als protektionistisches Instrument, um die drei großen amerikanischen Hersteller GM, Chrysler und Ford zu stützen und deren Absatz gegenüber ausländischer Konkurrenz zu bevorzugen.
Inwiefern beeinflusst die "Buy-american"-Klausel den internationalen Handel?
Die Klausel verpflichtet dazu, bei staatlich finanzierten Infrastrukturprojekten bevorzugt US-Produkte zu verwenden, was von internationalen Handelspartnern als diskriminierend empfunden wird und Handelskonflikte befeuert.
Wie reagierte die USA auf die Solarimporte aus China?
Um die heimische Solarindustrie zu schützen, führte die USA massive Strafzölle von 31 bis 250 Prozent auf chinesische Solaranlagen ein, was den Wettbewerb zwischen beiden Mächten verschärfte.
- Arbeit zitieren
- Jan-Hendrik Schmidt (Autor:in), 2017, Protektionistische Außenwirtschaftspolitik der USA, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381196