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Zu: Der Aufmacher - Wallraffs Kritik der BILD-Zeitung

Title: Zu: Der Aufmacher  - Wallraffs Kritik der BILD-Zeitung

Seminar Paper , 2000 , 17 Pages , Grade: 1

Autor:in: Mag. Klaus Storm (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Günter Wallraff hat in der deutschen Öffentlichkeit den Ruf des „Enthüllers“, der schonungslos Mißstände aufdeckt und von Niemandem käuflich ist. Seine Aktionen als Türke oder Fließbandarbeiter sind ebenso unvergessen, wie seine Tätigkeit „für“ die Bildzeitung..

In dieser Hausarbeit wird ausschließlich diese legendärste Recherche als BILD-Reporter Hans Esser untersucht. Es ist natürlich notwendig, Wallraffs weitere Arbeiten nicht ganz aus den Augen zu verlieren. Schließlich ist Wissen über seine Biographie und journalistischen Arbeiten nicht unwichtig, um festzustellen welcher Arbeitstechniken sich Wallraff bedient.

Im ersten Teil dieser Hausarbeit wird Wallraffs Leben kurz dargestellt. Außerdem wird seine Rolle als BILD-Reporter „Hans Esser“ eingehend untersucht. Es wird gezeigt, welchen Tätigkeiten Wallraff im Rahmen seiner kritischen Reportage nachging (nachgehen mußte?). Wallraffs Kritik der „Bild“ wird dargestellt; außerdem wird an Beispielen erläutert, worin Wallraff der Boulevardzeitung ganz konkret die Problematik Deutschlands größter Boulevardzeitung sieht.

Anschließend wird deutlich gemacht, wie die Reaktion auf Wallraffs „Aufmacher“ in der Bundesrepublik verlief. Natürlich wird insbesondere die Reaktion die Axel Springer Verlages genauer untersucht. Es wird aber auch gezeigt, daß Wallraff auch von anderen Seiten kritisiert wird.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. BILD-Störung

2.1. Biographische Angaben zu Günter Wallraff

2.2. Wallraff wird „Hans Esser“ - Zur Genese der BILD-Kritik

2.3. „Irgendwas mit viel Schnief-Schnief!“ - Walraffs Kritik

3. „Ein Mann, der lügt und Geschichten fälscht!“ - Reaktionen

3.1. Der Gigant lächelt - BILD über Wallraff

3.1.1 Exkurs: Informationen aus dem Hinterland

3.2. Kritik an Wallraffs Arbeitstechnik

4. Schlußbetrachtungen

4.1. Zusammenfassung der Hauptergebnisse

4.2. Persönliche Anmerkungen

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die legendäre Recherche von Günter Wallraff als BILD-Reporter „Hans Esser“, um die Arbeitsmethoden und die medienkritische Bedeutung seiner Enthüllungen für die deutsche Boulevardpresse zu analysieren.

  • Biographische Hintergründe zu Günter Wallraff
  • Entstehung und Genese der BILD-Kritik durch „Hans Esser“
  • Mechanismen und Arbeitstechniken der Boulevardpresse
  • Reaktionen des Axel Springer Verlags und der Öffentlichkeit
  • Medienethische Reflexion des Enthüllungsjournalismus

Auszug aus dem Buch

„Irgendwas mit viel Schnief-Schnief!“ - Walraffs Kritik

Wallraffs Hauptkritik der BILD-Zeitung gründet darauf, daß ihre Geschichten „nicht echt“ sind. Angeblich sind Artikel frei erfunden oder so stark übertrieben, daß die Wahrheit nicht mehr wiederzuerkennen ist. Einen Grund für die Lügengeschichten sieht Wallraff in der Beschäftigungsstruktur der BILD.

Diese Beschäftigungspolitik wird von Wallraff kritisiert: Wallraff - selbst als „freier Mitarbeiter“ tätig - verurteilt die Ausnutzung von „Freien“ durch den Axel Springer Verlag. Da in dieser Position keine Sozialleistungen, Kündigungsschutz oder Urlaubsanspruch bestehen, sind die Mitarbeiter jeden Tag erneut darauf angewiesen, daß der Redaktionsleiter ihnen gnädig gestimmt ist.

„Da sie es sich nicht leisten können, eine Geschichte zu recherchieren, ohne die Gewißheit zu haben, daß sie ins Blatt kommt (und bedahlt wird), müssen sie - ohne genaue Kenntnis des wirklichen Sachverhalts - bereits einen möglichst saftigen, originellen Aspekt anbieten. Der Redaktionsleiter....verschärft diesen ungeprüften Aspekt..., um eine Chance zu haben, damit in die Bundesausgabe zu kommen. Gelingt ihm das, legen die Redakteure der Hamburger BILD-Zentrale noch einen Zahn zu und machen die denkbar knackigste Überschrift. Die steht oft schon fest, wenn der freie Mitarbeiter auf Recherche geht - und wehe ihm, die Schlagzeile, auf die er zuschreiben muß, läßt sich nicht halten!“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas und Erläuterung der Motivation, Wallraffs verdeckte Recherche bei der BILD-Zeitung kritisch zu untersuchen.

2. BILD-Störung: Biografische Darstellung von Wallraff und Analyse der Entstehungsgeschichte seiner Identität als „Hans Esser“ sowie seiner grundsätzlichen Kritik an der BILD.

3. „Ein Mann, der lügt und Geschichten fälscht!“ - Reaktionen: Untersuchung der Gegenreaktionen des Axel Springer Verlags auf die Enthüllungen und Diskussion von Wallraffs Arbeitstechniken.

4. Schlußbetrachtungen: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse sowie persönliche Reflexion über die Bedeutung der Medienkritik.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und weiterführenden Werke.

Schlüsselwörter

Günter Wallraff, BILD-Zeitung, Hans Esser, Boulevardpresse, Enthüllungsjournalismus, Medienkritik, Axel Springer Verlag, Recherche, Arbeitsmethodik, Boulevardjournalismus, Pressefreiheit, Manipulation, Journalistische Ethik, Sensation, Medienanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die berühmte Undercover-Recherche des Journalisten Günter Wallraff, der unter dem Pseudonym „Hans Esser“ für die BILD-Zeitung arbeitete, um deren journalistische Praktiken aufzudecken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Arbeitsbedingungen bei Boulevardmedien, die Methoden der Schlagzeilenproduktion, die Reaktion des Axel Springer Verlags auf Kritik sowie die ethischen Aspekte von Wallraffs Vorgehensweise.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die spezifischen Arbeitsweisen der BILD-Redaktion zu durchleuchten und zu zeigen, wie Wallraff diese durch seine eigene verdeckte Arbeit im „Fall BILD“ dokumentierte und kritisierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Hausarbeit, die auf der Auswertung von Wallraffs eigenen Publikationen, Tagespresse-Berichten und Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Wallraffs Biografie, seine Rolle als „Hans Esser“, die inhaltliche Kritik an der BILD, die Reaktionen des Verlags sowie eine kritische Reflexion seiner eigenen Recherchemethode detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Günter Wallraff, BILD-Zeitung, Hans Esser, Boulevardjournalismus, Medienkritik und Enthüllungsjournalismus.

Wie reagierte der Axel Springer Verlag konkret auf das Buch „Der Aufmacher“?

Der Verlag ging juristisch mit einstweiligen Verfügungen gegen das Buch vor, um durch Schwärzungen und Leerstellen im Text die Verbreitung zu erschweren und dem Autor sowie dem Verlag wirtschaftlichen Schaden zuzufügen.

Warum wird Wallraffs eigene Arbeitstechnik im Dokument kritisiert?

Der Autor hinterfragt, ob es legitim ist, mit Lügen (der eigenen falschen Identität) aufzuzeigen, wie andere Journalisten lügen, und diskutiert die moralische Position von Wallraff als „Moralist“.

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Details

Title
Zu: Der Aufmacher - Wallraffs Kritik der BILD-Zeitung
College
University of Osnabrück  (Sprach- und Literaturwissenschaften)
Course
Seminar: Boulevardpresse
Grade
1
Author
Mag. Klaus Storm (Author)
Publication Year
2000
Pages
17
Catalog Number
V3823
ISBN (eBook)
9783638123617
Language
German
Tags
BILD Wallraff Kritik WDR Zeitung Aufmacher Ganz unten Hans Esser Bildstörung Springer Verlag Tageszeitung Ente Presse Journalismus Journalist Reporter Günter Wallraff Günther Han
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. Klaus Storm (Author), 2000, Zu: Der Aufmacher - Wallraffs Kritik der BILD-Zeitung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3823
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