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Die krankheitsbedingte Kündigung. Eine fachliche Analyse mit Planung und Durchführung eines Unterrichtsexperiments

Titel: Die krankheitsbedingte Kündigung. Eine fachliche Analyse mit Planung und Durchführung eines Unterrichtsexperiments

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 38 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sebastian Münscher (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Arbeitsrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Seminararbeit hat zum einen eine fachliche Analyse der krankheitsbedingten Kündigung und zum anderen die Planung und Durchführung eines Unterrichtsexperiments zum Gegenstand. Die krankheitsbedingte Kündigung, als Unterfall der ordentlichen Kündigung aus Gründen in der Person des Arbeitnehmers, ist der Hauptbestandteil der fachlichen Analyse. Dazu soll im Rahmen dieser Arbeit aufgezeigt werden, wann ein Arbeitgeber von seinem Kündigungsrecht Gebrauch machen kann und seinen Arbeitnehmer krankheitsbedingt kündigen kann. Ziel der fachlichen Analyse ist es, zu überprüfen wann die Kündigung bei Alkoholkonsum verhaltensbedingt und wann personenbedingt ist.

Die Planung und Durchführung des Unterrichtsexperiments erfolgt im Ausbildungsberuf Industriekaufmann/Industriekauffrau. Basis der Planung und Durchführung sind die Bildungstheorien nach Klafki, die Lehr-Lerntheorien nach Heinemann bzw. der lernfeldorientierte Ansatz nach Sloane. Innerhalb dieser Arbeit sollen die fachlichen Analyse, die curricularen Rahmenbedingungen der Kultusministerkonferenz (KMK) sowie die didaktische und methodische Unterrichtsplanung verknüpft werden.
Dazu gliedert sich die Seminararbeit in zwei Teile, im ersten Teil wird einleitend das Rechtsinstrument Kündigung, das dem Unterrichtsexperiment zu Grunde liegt vorgestellt, nachfolgend wird die krankheitsbedingte Kündigung analysiert. Im Fokus steht dabei der Alkoholismus als krankheitsbedingter Kündigungsgrund. Nach der fachlichen Analyse schließt sich im zweiten Teil die Voraussetzungen für das Unterrichtsexperiment an. Nach der curricularen Einordnung des Unterrichtes werden die didaktischen und methodischen Überlegungen zur Unterrichtsplanung und Unterrichtsdurchführung dargestellt. Dabei wird die gesamte Makrosequenzierung nach Wilbers zugrunde gelegt. Abschließend wird das durchgeführte Unterrichtsexperiment reflektiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Fachliche Analyse

2.1 Das Rechtsinstrument der Kündigung

2.2 Abgrenzung einzelner Kündigungsarten

2.3 Allgemeine Prinzipien zur Überprüfung von Kündigungen

2.3.1 Ultima-Ratio Prinzip

2.3.2 Prognoseprinzip

2.3.3 Interessenabwägung

2.4 Krankheitsbedingte Kündigungen

2.4.1 Negativprognose Gesundheitsprognose

2.4.2 Erheblicher Beeinträchtigung betrieblicher Interessen

2.4.3 Interessenabwägung

2.5 Krankheit

2.5.1 Entwicklung und Ursachen des Krankenstandes in Deutschland

2.5.2 Lang andauernde Krankheiten

2.5.3 Häufige Kurzerkrankungen

2.5.4 Krankheitsbedingte Leistungsminderung

2.5.5 Dauernde Leistungsunfähigkeit

2.6 Kündigung aufgrund von Alkoholkonsum- verhaltensbedingt oder personenbedingt?

3 Unterrichtsexperiment

3.1 Zur Ausgangslage des Unterrichtsexperiments

3.2 Unterrichtsrelevante Voraussetzungen

3.3 Curriculare Einordnung des Unterrichts

4 Unterrichtsplanung und Unterrichtsdurchführung

4.1 Didaktische Überlegungen

4.2 Methodische Überlegungen

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die rechtlichen Voraussetzungen der krankheitsbedingten Kündigung sowie deren Einordnung bei Alkoholkonsum am Arbeitsplatz und verknüpft diese theoretische fachliche Analyse mit der didaktischen Planung und Durchführung eines Unterrichtsexperiments in einem kaufmännischen Ausbildungsberuf.

  • Rechtliche Grundlagen und Arten der Kündigung
  • Krankheitsbedingte Kündigungen und das dreistufige Prüfungsschema
  • Krankheit als Kündigungsgrund, insbesondere Alkoholismus
  • Didaktische und methodische Planung von Unterrichtseinheiten nach dem lernfeldorientierten Ansatz
  • Umsetzung des Konzepts der vollständigen Handlung im Unterricht

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Rechtsinstrument der Kündigung

Die Kündigung ist eine einseitige empfangsbedürftige Willenserklärung, die ein Dauerschuldverhältnis nach dem Willen des Kündigenden für die Zukunft (ex-nunc), sofort oder nach Ablauf einer Kündigungsfrist unmittelbar beendet. Aus dem Abschluss eines Arbeitsvertrages ergibt sich beispielweise ein Dauerschuldverhältnis. Da eine Kündigung einseitig ist, braucht der andere Vertragspartner mit ihr nicht einverstanden zu sein, damit sie rechtlich wirksam ist. Eine Kündigung wird dann wirksam, wenn sie zum einen nach § 130 Abs. 1 S. 1 BGB beim anderen Vertragspartner zugegangen ist und zum anderen gem.§ 623 BGB, gleichgültig ob sie vom Arbeitgeber oder vom Arbeitnehmer erfolgt, der vorgegebenen Schriftform entspricht. Der Zugang der Kündigung nach § 130 Abs. 1 S. 1 BGB tritt dann ein, wenn die Kündigung so in den Machtbereich des anderen Vertragspartners gelangt, dass dieser unter gewöhnlichen Umständen unter Berücksichtigung der Verkehrsauffassung von ihrem Inhalt Kenntnis nehmen kann.

Die Schriftform der Kündigung muss gem. § 126 Abs. 1 BGB vom Aussteller eigenhändig durch Namensunterschrift oder mittels notariell beglaubigten Handzeichens unterzeichnet werden. Dabei ist die elektronische Form ausgeschlossen, das heißt eine Kündigung per E-Mail, Telefax oder SMS ist nicht zulässig. Die Kündigungserklärung muss deutlich und zweifelsfrei ausgedrückt werden, wodurch der Kündigungsempfänger Klarheit über die Auflösung des Arbeitsverhältnisses erhält. Das Wort „Kündigung“ muss dabei in der Kündigungserklärung nicht unbedingt vorkommen. Die Nichteinhaltung des Schriftformerfordernisses führt gem. § 125 S. 1 BGB zur Nichtigkeit der Kündigung. Nicht wirksam ist eine Kündigungserklärung nur dann, wenn zeitgleich oder vor dem Zugang der Kündigung nach § 130 Abs. 1 S. 2 BGB ein Widerruf zugeht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die fachliche Analyse der krankheitsbedingten Kündigung ein und skizziert die didaktische Planung eines Unterrichtsexperiments.

2 Fachliche Analyse: Dieser Teil beleuchtet die rechtlichen Grundlagen der Kündigung, insbesondere krankheitsbedingte Kündigungsgründe und die Abgrenzung bei Alkoholproblemen.

3 Unterrichtsexperiment: Hier wird der Rahmen des Unterrichtsexperiments in der Berufsschule, die Lerngruppe und die curriculare Einordnung beschrieben.

4 Unterrichtsplanung und Unterrichtsdurchführung: Es werden die didaktischen und methodischen Überlegungen detailliert dargestellt, die dem Unterricht zugrunde liegen.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der rechtlichen Analyse zusammen und reflektiert die Durchführung des Unterrichtskonzepts.

Schlüsselwörter

Krankheitsbedingte Kündigung, Kündigungsschutzgesetz, Personenbedingte Kündigung, Verhaltensbedingte Kündigung, Alkoholismus, Arbeitsrecht, Unterrichtsexperiment, Didaktik, Lernfeldorientierung, Vollständige Handlung, Fallstudie, Berufsschule, Industriekaufmann, Kündigungsschutz, Arbeitsunfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die juristische Analyse der krankheitsbedingten Kündigung sowie deren didaktische Aufbereitung für den Unterricht.

Welche Themenfelder sind zentral?

Im Zentrum stehen das Kündigungsschutzrecht bei Krankheit und der lernfeldorientierte Unterricht für Auszubildende.

Was ist das Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, unter welchen Bedingungen Kündigungen bei Alkoholkonsum zulässig sind und wie dies handlungsorientiert unterrichtet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine fachliche Analyse auf Basis geltender Rechtsprechung (BAG) sowie eine didaktische Planung nach Klafki und Wilbers.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert das dreistufige Prüfungsschema für krankheitsbedingte Kündigungen, spezielle Krankheitskategorien und die didaktische Sequenzierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Kündigungsschutzgesetz, Alkoholismus, didaktische Planung und vollständige Handlung.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verhaltens- und personenbedingter Kündigung bei Alkoholismus?

Der entscheidende Faktor ist, ob der Arbeitnehmer sein Trinkverhalten steuern kann (verhaltensbedingt) oder ob eine therapieresistente Krankheit vorliegt (personenbedingt).

Warum ist das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) relevant?

Das BEM wird diskutiert, da es nach Auffassung einiger Gerichte die Verhältnismäßigkeit bei krankheitsbedingten Kündigungen konkretisiert.

Wie wird das Unterrichtsexperiment methodisch gestaltet?

Es basiert auf dem Konzept der vollständigen Handlung und nutzt Methoden wie Fallstudien und Rollenspiele.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die krankheitsbedingte Kündigung. Eine fachliche Analyse mit Planung und Durchführung eines Unterrichtsexperiments
Hochschule
Universität Kassel  (IWR)
Veranstaltung
Rechtsdidaktik
Note
1,0
Autor
Sebastian Münscher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
38
Katalognummer
V382933
ISBN (eBook)
9783668591783
ISBN (Buch)
9783668591790
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterricht Kündigung Krankheit Makrosequenz Kündigungsschutz Alkohol Unterrichtsplanung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Münscher (Autor:in), 2017, Die krankheitsbedingte Kündigung. Eine fachliche Analyse mit Planung und Durchführung eines Unterrichtsexperiments, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/382933
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Leseprobe aus  38  Seiten
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