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Flucht und Vertreibung der Deutschen aus Polen um 1945

Ein standardisiertes Verfahren?

Title: Flucht und Vertreibung der Deutschen aus Polen um 1945

Seminar Paper , 2016 , 11 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Anonym (Author)

History of Europe - Ages of World Wars
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Bevölkerungsverschiebungen finden in der Geschichte seit jeher und fast überall auf der Erde statt. Sie erfolgen meist aus Gegensätzen rassischer, ethnischer, religiöser oder ideologischer Art. Auch heute ist dieses Thema aktueller denn je, insbesondere im Hinblick auf die gegenwärtige Flüchtlingssituation in Europa. Eine der extremsten Ausformungen dieser „Bevölkerungstransfers“ fand jedoch im Zuge des Zweiten Weltkrieges statt, bei dem etwa zwanzig Millionen Menschen in Europa ihre Heimat verloren. Darunter Polen, Tschechen, Slowaken, Ukrainer, Weißrussen, Litauer, Ungarn und etwa vierzehn Millionen Deutsche. Eine der radikalsten Bevölkerungsverschiebungen jener Zeit begann noch vor dem Ende des Krieges. Die Rede ist von der Umsiedlung der Deutschen aus den Ostgebieten. Denn sechzig Prozent der zwischen 1944 und 1951 geflohenen und vertriebenen Deutschen stammten aus den östlichen Gebieten des Deutschen Reiches, aus Ostpreußen, Pommern, Brandenburg und Schlesien. In dieser Arbeit untersuche ich, ob die Vertreibungen aus jenen Gebieten nach einem bestimmten Muster abliefen, ob es sogar ein Standardverfahren gab, dem die Vertreibungen folgten. Dies lässt sich zum einen anhand der Literatur über jene Zeit nachverfolgen, zum anderen zeichnen Berichte von Betroffenen Bilder, die sich möglicherweise vergleichen lassen und klare Linien deutlich machen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Analyse der Fragestellung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die Flucht und Vertreibung der Deutschen aus Polen um 1945 einem einheitlichen „Standardverfahren“ folgte oder ob es sich um heterogene Prozesse handelte, wobei insbesondere individuelle Erfahrungsberichte mit historischer Fachliteratur abgeglichen werden.

  • Historische Kontextualisierung der Bevölkerungsverschiebungen um 1945
  • Analyse des Begriffs „Vertreibung“ im wissenschaftlichen Diskurs
  • Vergleich von Einzelschicksalen Betroffener (Familie Steiner, Karlheinz Gleß, Renate Sommer)
  • Untersuchung der Phasen von Flucht, „wilder“ Vertreibung und der Phase nach dem Potsdamer Abkommen
  • Evaluation der Rolle lokaler Verwaltungen und der Auswirkungen politischer Vorgaben auf die Zivilbevölkerung

Auszug aus dem Buch

Analyse der Fragestellung

Bevölkerungsverschiebungen finden in der Geschichte seit jeher und fast überall auf der Erde statt. Sie erfolgen meist aus Gegensätzen rassischer, ethnischer, religiöser oder ideologischer Art. Auch heute ist dieses Thema aktueller denn je, insbesondere im Hinblick auf die gegenwärtige Flüchtlingssituation in Europa. Eine der extremsten Ausformungen dieser „Bevölkerungstransfers“ fand jedoch im Zuge des Zweiten Weltkrieges statt, bei dem etwa zwanzig Millionen Menschen in Europa ihre Heimat verloren. Darunter Polen, Tschechen, Slowaken, Ukrainer, Weißrussen, Litauer, Ungarn und etwa vierzehn Millionen Deutsche. Eine der radikalsten Bevölkerungsverschiebungen jener Zeit begann noch vor dem Ende des Krieges. Die Rede ist von der Umsiedlung der Deutschen aus den Ostgebieten. Denn sechzig Prozent der zwischen 1944 und 1951 geflohenen und vertriebenen Deutschen stammten aus den östlichen Gebieten des Deutschen Reiches, aus Ostpreußen, Pommern, Brandenburg und Schlesien. In dieser Arbeit untersuche ich, ob die Vertreibungen aus jenen Gebieten nach einem bestimmten Muster abliefen, ob es sogar ein Standardverfahren gab, dem die Vertreibungen folgten. Dies lässt sich zum einen anhand der Literatur über jene Zeit nachverfolgen, zum anderen zeichnen Berichte von Betroffenen Bilder, die sich möglicherweise vergleichen lassen und klare Linien deutlich machen.

Zunächst bearbeitet diese Analyse kurz den historischen Kontext und schildert, warum es zu einer solch extremen Bevölkerungsverschiebung von Polen nach Deutschland kam. Dann werden Einzelschicksale bzw. Erfahrungsberichte verglichen und in Verbindung mit aktueller Literatur gesetzt, um zum Schluss die aufgeworfene Frage nach einer einheitlichen Bevölkerungsverschiebung beantworten zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

Analyse der Fragestellung: Dieses Kapitel erläutert den historischen Hintergrund der Vertreibung, definiert den wissenschaftlichen Begriff der Vertreibung und führt die Untersuchung anhand von drei spezifischen Fallbeispielen durch, um zu prüfen, ob ein systematisches Verfahren existierte.

Schlüsselwörter

Vertreibung, Flucht, Zweiter Weltkrieg, Deutsche aus Polen, Bevölkerungsverschiebung, Potsdamer Abkommen, Ostgebiete, Einzelschicksale, Zwangsmigration, Umsiedlung, Historischer Kontext, Fluchtgeschichte, Nachkriegszeit, Polen, Erinnerungskultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Flucht- und Vertreibungsbewegungen der deutschen Bevölkerung aus den polnischen Gebieten um 1945.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der historische Kontext des Zweiten Weltkriegs, die verschiedenen Phasen der Vertreibung („wilde“ Vertreibung vs. organisierte Aussiedlung) und die Analyse von Zeitzeugenerinnerungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, ob die Vertreibung einem standardisierten Muster oder Verfahren folgte oder ob die Abläufe regional und individuell zu unterschiedlich waren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine Literaturanalyse zur historischen Einordnung mit einem Vergleich individueller Erfahrungsberichte (Fallstudien), um ein differenziertes Bild der Ereignisse zu zeichnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der historische Hintergrund erläutert, die Begrifflichkeiten geklärt und die Schicksale von Zeitzeugen analysiert, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Vertreibungsverlauf aufzuzeigen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Vertreibung, Flucht, Bevölkerungsverschiebung, Potsdamer Abkommen und Zwangsmigration.

Wie unterschied sich die Flucht vor der Front von der späteren „wilden“ Vertreibung?

Die Flucht vor der Front war oft ein individuelles Handeln unter unmittelbarer Bedrohung, während die „wilde“ Vertreibung durch polnische Stellen mit dem Ziel der territorialen Konsolidierung und Schaffung vollendeter Tatsachen vorangetrieben wurde.

Welche Bedeutung hatten die Ghettos und Arbeitslager für die Betroffenen?

Sie dienten der Isolierung der verbliebenen deutschen Minderheit und der Ausbeutung als Arbeitskräfte, wobei die Lebensbedingungen durch Krankheiten, Mangel und Willkür oft prekär waren.

Zu welcher Schlussfolgerung kommt die Arbeit bezüglich des „Standardverfahrens“?

Die Arbeit schließt, dass es kein einheitliches Standardverfahren gab; die Abläufe waren von der jeweiligen lokalen Verwaltung und den Umständen vor Ort abhängig, auch wenn nach dem Potsdamer Abkommen Bemühungen um Strukturierung erkennbar waren.

Welche Rolle spielen die Erinnerungsberichte im Vergleich zur Fachliteratur?

Die Berichte machen die individuellen, oft chaotischen Ausprägungen der Vertreibung greifbar, die in der allgemeinen Fachliteratur als abstraktere Prozesse dargestellt werden, und zeigen die Vielfalt der persönlichen Erfahrungen auf.

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Details

Title
Flucht und Vertreibung der Deutschen aus Polen um 1945
Subtitle
Ein standardisiertes Verfahren?
College
Ruhr-University of Bochum  (Historisches Institut)
Course
Integriertes Proseminar
Grade
1.0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2016
Pages
11
Catalog Number
V383492
ISBN (eBook)
9783668594142
ISBN (Book)
9783668594159
Language
German
Tags
Vertreibung Flucht Polen 1945
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2016, Flucht und Vertreibung der Deutschen aus Polen um 1945, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/383492
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