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Jungen in der Krise? Eine mediale Diskursanalyse des "Entwicklungsaufgabenkonzeptes" von Klaus Hurrelmann und Gudrun Quenzel

Title: Jungen in der Krise? Eine mediale Diskursanalyse des "Entwicklungsaufgabenkonzeptes" von Klaus Hurrelmann und Gudrun Quenzel

Term Paper , 2012 , 59 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Timo Bleckwedel (Author)

Pedagogy - General
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Die folgende Ausarbeitung untersucht in ihrem ersten Teil die Publikation "Geschlecht und Schulerfolg: Ein soziales Stratifikationsmuster kehrt sich um" von Quenzel und Hurrelmann. Sowohl dessen empirische Grundlagen, als auch das darauf aufbauende Erklärungsmodell werden kritisch geprüft. In beiden Abschnitten werden dabei zahlreiche Verallgemeinerungen und logischen Unstimmigkeiten sichtbar, welche dazu diesen können, die Hauptthese der benachteiligten Jungen im Bildungssystem stützen und dessen Entstehung zu plausibilisieren.

Um nicht nur auf der handwerklichen Ebene der wissenschaftlichen Kritik zu verbleiben, versucht der Verfasser im zweiten Teil dieser Arbeit die Motive und Werthaltungen der Autoren auch theoretisch einzuordnen. Ausgehend von einem Bericht von Quenzel und Hurrelmann in dem Wochenmagazin "Die ZEIT" wird eine Analyse des medialen Diskures über die "Krise der Jungen in Bildung und Erziehung" von Susanne Fegter vorgestellt und diese in ein kritisches Verhältnis zu den Denkfiguren bei Quenzel und Hurrelmann gesetzt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Mediale Diskursanalyse von Fegter

1.1 Theoretische Grundannahmen

1.1.1 Begriffsklärung: Diskurs und Krise

1.1.2 Geschlechter- und Männlichkeitsordnungen

1.1.3 Männlichkeitsnormen und Krise

1.2 Befunde

1.2.1 Problemhorizonte

1.2.2 Ursachen

1.3.3 Appelle

2. Soziologisches Erklärungsmodell von Quenzel und Hurrelmann

2.1 Empirische Grundlage

2.2 Erklärungsansätze

2.2.1 Entwicklungsaufgabenkonzept

Zusammenfassung, Fazit,

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch das "Entwicklungsaufgabenkonzept" von Quenzel und Hurrelmann zur angeblichen Bildungskrise von Jungen und setzt dieses in ein Verhältnis zur medienwissenschaftlichen Diskursanalyse von Susanne Fegter, um einseitige wissenschaftliche Interpretationen und deren normative Grundlagen aufzudecken.

  • Kritische Prüfung empirischer Grundlagen zum "Leistungsabfall" von Jungen.
  • Analyse des "Entwicklungsaufgabenkonzepts" im Kontext von Sozialisation.
  • Untersuchung medialer Diskursregeln (Dichotomisierung, Temporalisierung).
  • Reflexion über die Rolle von Männlichkeitsnormen im Bildungssystem.
  • Werturteilsstreit und die Wissenschaftlichkeit soziologischer Modelle.

Auszug aus dem Buch

1.1.1 Begriffsklärung: Diskurs und Krise

Susanne Fegter hat sich in ihrer Veröffentlichung „Die Krise der Jungen in Bildung und Erziehung“ ausführlich mit medialen Diskursen beschäftigt, die eine Krisensituation von heute heranwachsenden Jungen thematisieren. Fegter geht davon aus, dass sowohl der Zeitpunkt, als auch die inhaltliche Ausrichtung dieser Krisendiskurse stark durch die Ergebnisse der PISA-Studien und anderen folgenden schulischen Vergleichsstudien geprägt sind. (Vgl. Fegter 2012: 18)

Diese medial vermittelten Diskurse wiederum haben einen großen Einfluss auf die Disziplin der Erziehungswissenschaften, welche sich in der Folge vermehrt dem Phänomen der vermeintlich „kriselnden Jungen“ widmet. Dies geschieht häufig mit der Herstellung eines einleitenden Bezuges auf ebenjene mediale Thematisierung (vgl. Fegter 2012: 18).

Fegter schließt mit ihrem Diskursbegriff inhaltlich an Foucault an, welcher dessen Deutungs und Wirkungsmacht hervorgehoben und untersucht hat.

„Diskurse als geregelte Aussagepraktiken bringen somit ihre Gegenstände und deren spezifische Unterscheidungen und Klassifizierungen hervor und werden nicht umgekehrt von gegebenen Gegenständen angestoßen.“ (Fegter 2012: 37)

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung der beiden Hauptquellen und der Zielsetzung, das Erklärungsmodell von Quenzel und Hurrelmann mittels Fegters Diskursanalyse kritisch zu hinterfragen.

1. Mediale Diskursanalyse von Fegter: Analyse der theoretischen Grundlagen von Fegter und ihrer Identifizierung medialer Diskursregeln zur Konstruktion einer "Jungenkrise".

2. Soziologisches Erklärungsmodell von Quenzel und Hurrelmann: Kritische Untersuchung der empirischen Belege und des Entwicklungsaufgabenkonzepts mit Blick auf die Einseitigkeit und fehlende Differenzierung.

Zusammenfassung, Fazit,: Abschließende Reflexion über die Gefahr, dass wissenschaftliche Publikationen bestehende mediale Krisennarrative stützen und damit zur Transformation von Männlichkeitsnormen beitragen.

Schlüsselwörter

Jungenkrise, Bildungsforschung, Klaus Hurrelmann, Gudrun Quenzel, Susanne Fegter, Diskursanalyse, Männlichkeitsnormen, Entwicklungsaufgabenkonzept, Geschlechterdifferenz, Schulerfolg, Medialer Diskurs, Sozialisation, Hegemoniale Männlichkeit, Bildungsberichterstattung, Werturteile.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht kritisch, wie die angebliche Bildungskrise von Jungen wissenschaftlich dargestellt und begründet wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der empirischen Daten zu Schulerfolgen, der Kritik an sozialisationstheoretischen Erklärungsmodellen und der medienwissenschaftlichen Dekonstruktion von "Krisendiskursen".

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, dass die These der "Benachteiligung von Jungen" durch einseitige Dateninterpretation und die Ausblendung wichtiger sozialer Differenzierungskriterien gestützt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kritische Literaturanalyse und kontrastiert soziologische Erklärungsansätze mit der diskursanalytischen Methodik nach Foucault und Fegter.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Es werden das Erklärungsmodell von Quenzel und Hurrelmann geprüft, die mediale Diskurskonstruktion (z.B. Dichotomisierung, Temporalisierung) analysiert und die Rolle von Geschlechterbildern hinterfragt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Jungenkrise, Diskursanalyse, Männlichkeitsnormen, Bildungsforschung und die kritische Reflexion gesellschaftlicher Werturteile.

Wie bewertet der Autor das "Entwicklungsaufgabenkonzept"?

Der Autor stuft das Konzept als vereinfachend ein, da es soziale Unterschiede (z.B. Migrationshintergrund, Schicht) vernachlässigt und Jungen als homogene Gruppe darstellt.

Welchen Einfluss haben mediale Krisendiskurse laut der Arbeit?

Laut Fegter und dem Autor erzeugen sie einen "Handlungsdruck", der zur Stabilität des Systems beitragen soll, indem traditionelle Männlichkeitsbilder unter dem Deckmantel der Rettung vor der Krise zementiert werden.

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Details

Title
Jungen in der Krise? Eine mediale Diskursanalyse des "Entwicklungsaufgabenkonzeptes" von Klaus Hurrelmann und Gudrun Quenzel
College
Leuphana Universität Lüneburg  (Institut für Sozialpädagogik)
Course
Sozialkapital und Bildung
Grade
1,7
Author
Timo Bleckwedel (Author)
Publication Year
2012
Pages
59
Catalog Number
V385399
ISBN (eBook)
9783668599642
ISBN (Book)
9783668599659
Language
German
Tags
Diskursanalyse Hurrelmann Quenzel medialer Diskurs ZEIT Jungen in der Krise
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Timo Bleckwedel (Author), 2012, Jungen in der Krise? Eine mediale Diskursanalyse des "Entwicklungsaufgabenkonzeptes" von Klaus Hurrelmann und Gudrun Quenzel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385399
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