Work-Life-Balance -Theorie oder Wirklichkeit?


Hausarbeit, 2003
16 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Inhaltsübersicht

1. Einleitung

2. Warum Work-Life-Balance?

3. Mögliche Vorteile von Work-Life-Balance- Maßnahmen
3.1. Vorteile für die Arbeitnehmer
3.2. Vorteile für Arbeitgeber

4. Wie kann Work-Life-Balance aussehen?
4. 1. Arbeitplatz
4. 2. Arbeitszeit
4.3. Familienservice
4. 4. Health Management
4. 5. Diversity Management

5. Schwierigkeiten und Risiken

6. Work-Life-Balance in der Realität

1. Einleitung

Work-Life-Balance-was ist das eigentlich? Unter diesem Begriff ist ein mo­mentaner Trend zu verstehen, der ursprünglich aus den USA kommt. Er be-schäftigt sich mit Fragen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Ar­beit und Freizeit insbesondere im Zusammenhang mit Lebensqualität, sowie einer neuen Qualität der Arbeit.

Hier einen angemessenen Ausgleich zu finden, ist oft nicht ganz einfach. Ob es nun darum geht, Kinder oder ältere Familienangehörige zu betreu­en, sich um seine Aus- oder Weiterbildung zu kümmern oder einfach nur, mit Freunden etwas zu unternehmen. Um stressfrei und zufrieden zu sein, sollte man ein gewisses Gleichgewicht finden.

Das bedeutet, Work-Life-Balance betrifft die meisten erwerbstätigen Men­schen in dem einen oder anderen Ausmaß. Und für viele ist es ein Pro­blem.

Denn nach einer Studie des Meinungsforschungsinstituts Forsa gaben 60 Prozent aller Deutschen an, dass sich Leistungsdruck im Job und Frei­zeitansprüche schwierig verbinden lassen, und dass das Privatleben zu kurz käme.1

2. Warum Work-Life-Balance?

Europäisierung und Globalisierung

Aus betriebswirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Sicht steht hinter dem Begriff der Globalisierung die weltweite Vernetzung ökonomischer Aktivitäten auf mehreren Märkten gleichzeitig.

Die Möglichkeit zu globalen Tätigkeiten wurde gegeben durch die rasante Entwicklung im Bereich der Informations- und Kommunikationstech­nologie. Die Arbeitwelt erfordert heute allerdings vom Menschen, stets flexibel und mobil zu sein, in jeglicher Hinsicht.

Ebenso die Bereitschaft lebenslangen Lernens, um beispielsweise eine interkulturelle Zusammenarbeit zu ermöglichen, was nur die Spitze des Eisberges darstellt.

Veränderter Wettbewerb

Örtliche Entfernung schützt nicht mehr wie früher vor Konkurrenz. Der zunehmende Wettbewerb und gewaltige neuere Märkte in Asien bieten zwar Chancen, um aber mithalten zu können, muss man immer besser, schneller und kostengünstiger arbeiten.

Wissen im allgemeinen, aber insbesondere das Fachwissen veraltert im­mer schneller. In der heutigen Zeit der Informationsgesellschaft ist es be­sonders ausschlaggebend, erworbenes Wissen auf dem neuesten Stand zu halten.

Mit dem weltweiten Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungs­gesellschaft gewinnt der Umgang mit Information zu­sätzlich an Bedeu­tung.

Hinzu kommen noch andere Aspekte wie beispielsweise die immer kür­zer werdenden Produktlebenszyklen, neue Zielgruppen und neue Märkte und ein Anstieg an Kunden- und Serviceorientierung.1

Neben diesen technischen, betrieblichen und marktwirtschaftlichen Ent­wicklungen gibt es in Europa auch gesellschaftliche Tendenzen, welche die Arbeitswelt ebenso beeinflussen.

Das fängt an mit der demographische Entwicklung.

Bis zum Jahr 2050 wird sich die Altersstruktur innerhalb eines Jahrhun­derts in Deutschland umgekehrt haben. Während früher die Mehrzahl der Bevölkerung unter 20 Jahre alt war, geht man davon aus, dass es in naher Zukunft andersherum sein wird. Die einstige Pyramidenform des Alters­aufbaus der Bevölkerung wandelt sich zu einer Urne ab.2

Durch den Mangel an jungen Menschen gewinnt der Produktionsfaktor Ar­beit bzw. Arbeitskraft einen anderen Stellenwert. Außerdem regt er die Diskussion nach einer längeren Lebensarbeitszeit an.

Diese Faktoren fordern neue Anforderungen von unternehmerischer Seite und veränderte Anforderungen an den Menschen im allgemeinen.

Durch den allgemeinen Wertewandel, die Individualisierung der Gesell­schaft, sowie die gleichermaßen auch im gesellschaftlichen Bereich zu­nehmende Komplexität und Dynamik sind auch die Anforderungen im privaten Umfeld des Menschen ebenfalls gestiegen.

Die Unsicherheit dominiert durch eine fehlende Stabilität in Partnerschaft und in dem Umfeld innerhalb der Kollegen. Früher vorhandene Orientie­rungsmarken wie z. B. bestimmte Werte oder Vorbilder sind nicht mehr vorhanden.

Hinzu kommt, dass die Familie als Institution einen Bedeutungsverlust eingebüßt hat. Das ist beispielsweise eine Folge des Verlustes von tra­ditionellen Vorteilen der Familie zuzurechnen, wie die Versicherungs­funktion oder das Wegfallen der Familie als Konsumgesellschaft zur gemeinsamen Nutzung von Gebrauchsgegenständen.1

Unter anderem resultiert daraus eine Vielzahl an menschlichen Lebens­formen, wie die nachfolgenden Beispiele zeigen sollen:

- alleinerziehende Väter, deren Zahl in den letzten Jahren um das 2,5- fache gestiegen ist
- In 70% der Partnerschaften besitzen beide das gleiche Bildungsniveau.
- fast 2 Mio. Paare leben ‚ohne Ehering‘ zusammen - nicht selten mit Kindern aus einer oder mehreren Ehen eines oder beider Partner (für diese Lebensform wird oft der Begriff der Patchworkfamilie gebraucht)

Dadurch, dass die Partnerschaften zumeist über gleiches Niveau der Bil­dung verfügen, muss auch über eine Chancengleichheit zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie diskutiert werden.1

[...]


1 Heike Dettmar: Stille Revolution. In: Werben & Verkaufen, 3/2002

1 Norbert Zdrowomyslaw/Bernd Rethmeier: Studium und Karriere, S. 64-78

2 Bevölkerungsentwicklung Deutschlands nach der 9. koordinierten Bevölkerungsvorausrechnung (bis 2050). URL: http://www.destatis.de

1 Notburga Ott: The economics of gender. In: Frauen und Männer im Management, S. 306

1 Elena de Graat, Referat der Fachtagung für Personalverantwortliche vom 14.12.2001 URL: http://www.faiplay-at-home.ch

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Work-Life-Balance -Theorie oder Wirklichkeit?
Hochschule
Hochschule Pforzheim
Note
2,3
Autor
Jahr
2003
Seiten
16
Katalognummer
V38560
ISBN (eBook)
9783638375825
Dateigröße
495 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Work-Life-Balance, Wirklichkeit
Arbeit zitieren
Maja Plasaj (Autor), 2003, Work-Life-Balance -Theorie oder Wirklichkeit?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38560

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