Die negativen Auswirkungen einer unbehandelten postpartalen Depression auf die frühkindliche Entwicklung und das Bindungsverhalten von Mutter und Kind


Bachelorarbeit, 2017

64 Seiten, Note: 2,0

Lea Mais (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Die postpartale Depression
1.1. Definitionen
1.2. Häufigkeit und Verbreitung
1.3. Symptome und Dauer
1.4. Ursachen
1.5. Die Edinburgh-Postnatal-Depression-Scale

2. Die Bindungstheorie
2.1. Grundelemente der Bindungstheorie
2.2. Bindungsphasen
2.3. Bindungstypen
2.4. Auswirkungen des Bindungstyps auf die spätere Entwicklung
2.5. Das Konzept der Feinfühligkeit

3. Auswirkungen der unbehandelten postpartalen Depression
3.1. Verhaltensauffälligkeiten der Säuglinge
3.2. Einfluss der postpartalen Depression auf das Interaktions- verhalten des Säuglings
3.3. Auswirkungen auf die verbale und nonverbale Kommunikation
3.4. Feinfühligkeit der Mutter und deren Bedeutung
3.5. Auswirkungen auf die Mutter-Kind-Bindung
3.6. Blick auf die Langzeitfolgen

4. Auswirkungen auf die Bereitstellung und Konzipierung von Hilfeangeboten
4.1. Hilfeleistung durch die betreuende Hebamme – Fallbeispiel
4.2. Der interaktionszentrierte Therapieleitfaden
4.3. Weitere Hilfeangebote, Interventionsmöglichkeiten und die Rolle der Sozialen Arbeit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Die Spirale der postnatalen Depression (Rohde 2014, S. 44)

Abbildung 2: Bindungsmuster und Besonderheiten in Bezug auf Beziehungsstrategien und Selbstkonzept sowie Umgang mit Emotionen und Körperkontakt (Lengning/Lüpschen 2012, S. 21)

Abbildung 3: Muster der Emotionsregulation bei sicherer und unsicherer Bindung (Zimmermann 2002, S. 160)

Abstract

Das Ziel der vorliegenden Bachelor-Arbeit ist die Darstellung der negativen Folgen einer unbehandelten postpartalen Depression auf die frühkindliche Entwicklung und das Bindungsverhalten von Mutter und Kind. Im Rahmen dieser literaturbasierten Arbeit wird dazu zunächst die postpartale Depression definiert sowie die Bindungstheorie dargestellt, um einen Eindruck der kausalen Zusammenhänge zu erhalten. Anschließend werden diese Zusammenhänge dargestellt und das Wissen aus Medizin, Praxis und den Erkenntnissen der Bindungsforschung miteinander verknüpft. Nachfolgend werden, unter anderem anhand von Beispielen, die Auswirkungen auf die Bereitstellung und Konzipierung von Hilfeangebote dargelegt. Ebenso wird darauf eingegangen, welche Rolle die Soziale Arbeit im Umgang mit diesem Thema einnimmt und welche Aufträge sich daraus an die Profession ergeben.

Es wird festgestellt, dass sich die postpartale Depression sowohl auf die frühkindliche Entwicklung als auch auf das Bindungsverhalten von Mutter und Kind negativ auswirkt, insofern die Depression unbehandelt bleibt. Insbesondere wird auf den Zusammenhang der Auswirkungen der Depression und der mütterlichen Feinfühligkeit sowie dem Interaktionsverhalten eingegangen. Es erfolgt des Weiteren ein Blick auf die Langzeitfolgen und deren Bedeutung für die Relevanz der Thematik. Die vorliegende Bachelor-Arbeit ist für alle Professionen interessant, die mit Schwangeren und Müttern in Berührung kommen.

Keywords:

Postpartale Depression – Bindungstheorie – Bindungsrepräsentation – Feinfühligkeit – Kommunikation – Langzeitfolgen – Interventionsmöglichkeiten

Einleitung

„Ich hatte eine wundervolle Schwangerschaft, war stolz auf meinen Bauch, führte eine glückliche Ehe, und dieses Kind, mit dem wir fast schon nicht mehr gerechnet hatten, war ein sogenanntes Wunschkind. Auch die Entbindung war nicht schwer. Deshalb habe ich auch die Welt nicht mehr verstanden, als es mir bereits 36 Stunden nach der Entbindung psychisch sehr schlecht ging. Dies äußerte sich durch innere Unruhe, ich konnte weder schlafen noch essen, fast ständiges Weinen und wenig später durch Äußerungen wie: „wenn ich nicht so feige wäre, würde ich aus dem Fenster springen.“ Ich hatte überhaupt keine Freude an meinem Kind, ganz im Gegenteil, ich hätte mir gewünscht, das Kind zurückgeben zu können, weil ich solche Angst vor ihm hatte und der Meinung war, ich würde es niemals gut und richtig versorgen können. Im Krankenhaus hat man meinen Zustand damit abgetan, dass es vielen Müttern so gehe und dass ich mich zusammenreißen müsse, damit ich mein Kind stillen könne und damit mir mein Mann nicht wegliefe. Ich wollte doch so gerne eine perfekte Mutter sein und hatte mir während der Schwangerschaft ausgemalt, wie schön alles werden würde. Daher habe ich mich immer wieder unter Aufbietung meiner letzten Kräfte zusammengerissen, natürlich auch, weil ich enorme Schuldgefühle meinem Kind und meiner Familie gegenüber hatte. Zwei Tage nach der Entlassung aus dem Krankenhaus ist es dann passiert: in wenigen unbeaufsichtigten Sekunden bin ich in der häuslichen Wohnung aus dem Fenster gesprungen.“

Ruth T., 32 Jahre in Rohde 2014, S. 119

Diese Schilderung einer erkrankten Frau zeigt, mit welchen Symptomen eine postpartale Depression einhergeht und wie hoch der Leidensdruck der betroffenen Frauen ist. Da keine abschließenden Zahlen bezüglich der Erkrankungsrate existieren, sind zunächst einmal die Statistiken über Depressionen im Allgemeinen zu betrachten. Weltweit sind nach Schätzungen etwa 350 Millionen Menschen an einer Depression erkrankt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO gibt an, dass im Jahr 2020 die Depression die zweithäufigste auftretende Krankheit sein wird (vgl. Bundesministerium für Gesundheit 2017). In Deutschland sind circa 13,1 Prozent der Frauen und 6,4 Prozent der Männer davon betroffen (vgl. Hübner-Liebermann et al. 2012, S. 419). Darüber hinaus ist zu beachten, dass diese Zahlen nur dem Hellfeld entnommen sind. Über die tatsächliche Anzahl der Menschen die unter Depressionen leiden, sich allerdings keine Hilfe suchen und die somit im Dunkelfeld bleiben, kann nur spekuliert werden.

Spannenderweise war nicht in Erfahrung zu bringen, wie viele der depressiven Frauen im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt erkrankten. Zudem unterscheiden sich die angegebenen Prävalenzraten von Autor zu Autor. Hübner-Liebermann et al. gehen von einer Prävalenzrate von 18,4 Prozent in der Schwangerschaft und 19,2 Prozent in der frühen Mutterschaft aus. Demnach sind Depressionen die häufigste Erkrankung im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt (vgl. ebd.). Auch hier muss von einer deutlich höheren Erkrankungsrate ausgegangen werden. Es ist davon auszugehen, dass insbesondere Mütter aus Scham und Angst vor Stigmatisierung durch die Gesellschaft und ihr soziales Umfeld mit ihrer Depression alleine bleiben und schweigen.

In Hinblick auf die Zahlen sowie auf das Leiden der Mütter und in Anbetracht der gravierenden Folgen für die Mutter-Kind-Bindung und die frühkindliche Entwicklung ist die Auseinandersetzung mit der postpartalen Depression unabdingbar. Insbesondere für die Soziale Arbeit steht sie aufgrund des Kontaktes mit Müttern und Kindern im besonderen Interesse. Die Beschäftigung mit Entstehungsursachen, Auswirkungen und die daraus folgenden Konsequenzen auf Hilfekonzepte ist äußerst relevant. Der Sozialen Arbeit stellt sich die Aufgabe, öffentlich aufzuklären und eine Tabuisierung zu verhindern. Denn nur wenn ein offener Umgang mit postpartalen Depressionen erfolgt, „haben wir die Möglichkeit, frühzeitig präventiv zu wirken, um die positiven Entwicklungschancen von Mütter und ihren Kindern zu wahren und auszubauen.“ (Wortmann-Fleischer et. al 2006, S. 7).

Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine Literaturauswertung. Sie hat zum Ziel, die negativen Auswirkungen einer postpartalen Depression auf die frühkindliche Entwicklung und das Bindungsverhalten von Mutter und Kind zu beleuchten und zu begründen, um daraus Schlüsse für die Soziale Arbeit und Anlaufstellen für Schwangere und Entbundene zu ziehen sowie letztendlich auch eine Begründung für die Relevanz des Themas für die Gesellschaft und den Gesetzgeber und den sich daraus ergebenden Handlungsbedarf zu liefern.

Dazu wird im ersten Kapitel zunächst die postpartale Depression definiert. Es werden Häufigkeit und Verbreitung sowie Symptome und Dauer dargestellt und beschrieben. Ebenso werden die Ursachen für die Entstehung von postpartalen Depressionen untersucht und die Edinburgh-Postnatal-Depression-Scale, die in Hinblick auf die Konzipierung von Hilfeangeboten unterstützend eingesetzt werden kann, vorgestellt.

Im zweiten Kapitel wird auf die Bindungstheorie eingegangen. Hierzu werden zunächst die Grundelemente dargestellt. Des Weiteren werden die Phasen der Bindung, die Bindungstypen und deren Auswirkung auf die spätere Entwicklung sowie das Konzept der Feinfühligkeit, das in Zusammenhang mit den Auswirkungen der postpartalen Depression auf das Kind steht, behandelt. Vorab wird darauf hingewiesen, dass die Mutter-Kind-Bindung als solche nicht explizit definiert ist. Bowlby definiert die Hauptbindungsperson als jene, bei der das Kind zuerst Schutz, Nähe und Trost sucht. Zur primären Bindungsperson wird in der Regel derjenige, welcher nach der Geburt größtenteils und zeitlich mit dem Säugling interagiert (vgl. Lengning/Lüpschen 2012, S. 35 f.). Da dies auch gegenwärtig vorwiegend die Mutter ist, wird im Folgenden von der Mutter-Kind-Bindung ausgegangen.

Das dritte Kapitel erläutert, aufbauend auf Kapitel 1 und Kapitel 2, die Auswirkungen der unbehandelten postpartalen Depression auf das Interaktionsverhalten, die Kommunikation zwischen Mutter und Kind sowie auf die Mutter-Kind-Bindung. Einen besonderen Aspekt stellt hierbei die Feinfühligkeit der Mutter dar, auf die ausführlich eingegangen wird. Ferner wird ein Blick auf die Langzeitfolgen der zuvor ausgearbeiteten Auswirkungen der unbehandelten postpartalen Depression geworfen.

Aufgrund der im dritten Kapitel gewonnenen Kenntnisse über die negativen Folgen einer unbehandelten postpartalen Depression auf die frühkindliche Entwicklung und die Mutter-Kind-Bindung, widmet sich das vierte Kapitel den da-raus entstehenden Schlussfolgerungen für die Bereitstellung und Konzipierung von Hilfeangeboten. Hier wird zunächst anhand eines Fallbeispiels die Hilfeleistung durch die betreuende Hebamme erläutert und es werden Möglichkeiten zum Ausbau eines solchen Hilfeangebotes aufgezeigt. Anschließend wird der interaktionszentrierte Therapieleitfaden dargestellt, der das Wissen über die Erkrankung mit den Erkenntnissen der Bindungstheorie verknüpft und speziell für postpartal erkrankte Frauen konzipiert wurde.

Im Fazit werden die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammengefasst und es wird erörtert, ob und inwieweit die eingangs aufgestellte These begründet werden konnte. Des Weiteren werden die während der Auseinandersetzung neu aufgeworfenen Fragen dargestellt. Zuletzt wird ein Überblick darüber gegeben, welche Relevanz die aus der Arbeit gewonnenen Erkenntnisse für die Praxis besitzt.

Aufgrund der zugrunde gelegten These und des Titels der Arbeit wird im Folgenden zumeist die weibliche Form verwendet. Des Weiteren schließen die in den Texten verwendeten geschlechtsspezifischen Bezeichnungen prinzipiell alle unterschiedlichen Geschlechtszuschreibungen ein.

1. Die postpartale Depression

Die folgenden Kapitel betrachten die postpartale Depression unter den Gesichtspunkten von Häufigkeit und Verbreitung, Symptomen, Dauer und Ursachen. Postpartale Depressionen zählen zwar zu den postpartalen Erkrankungen, können jedoch keiner eigenständigen klinischen Diagnostik zugeordnet werden. Aufgrund dessen erfolgen die Definitionen und die Erläuterungen zu den Erkrankungsursachen teilweise in Verknüpfung zu Depressionen ohne postpartalen Zusammenhang.

1.1. Definitionen

Der Begriff „Depression“ stammt von dem französischen Wort dépression (Niederdrückung) und dem lateinischen Wort depressio (Senkung) ab (vgl. Duden 2014, S. 200). Die Depression wird in der Psychologie als eine Erkrankung definiert, welche unter anderem mit Niedergeschlagenheit, Antriebs- und Konzentrationsstörungen sowie Freudlosigkeit einhergeht (vgl. Der Brockhaus Gesundheit 2006, S. 272 f.).

Der Begriff postpartal stammt aus dem Lateinischen und bedeutet im Zeitraum nach der Geburt/nach dem Gebären auftretend. Postpartal bezieht sich folglich auf die Mutter. Davon zu unterscheiden ist der in der Umgangssprache häufig genutzte Begriff postnatal. Er stammt ebenfalls aus dem Lateinischen und bedeutet nach der Geburt auftretend/nachgeburtlich und bezieht sich auf Ereignisse die mit der Geburt als solche in Verbindung stehen (vgl. ebd., S. 989). Da sich die vorliegende Arbeit mit der Erkrankung der Mutter und deren Auswirkungen auseinandersetzt, wird der Begriff postpartal verwendet. Eine postpartale Depression ist folglich eine schwere depressive Erkrankung der Mutter, welche über einen längeren Zeitraum anhält und behandlungsbedürftig ist (vgl. Riechler-Rössler 2006, S. 11). Die postpartale Depression wird jedoch weder in der ICD-10 (Internationale Klassifikation psychischer Störungen) noch im DSM-IV (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) als eine autonome Krankheit angeführt beziehungsweise definiert (vgl. Lohse 2008, S. 45). Das ICD-10-System empfiehlt vielmehr, „psychische Erkrankungen im Wochenbett gemäß den Kriterien der bestehenden psychiatrischen Störung einzuordnen und die Verbindung mit dem Wochenbett durch eine zweite Kodierung anzugeben.“ (Papousek 2002, S. 202).

Die postpartale Depression ist von anderen postpartalen Erkrankungen wie der postpartalen Erschöpfung, der Wochenbettpsychose sowie dem sogenannten Baby-Blues abzugrenzen. Diese werden im Folgenden in Abgrenzung zur postpartalen Depression definiert, da postpartale Erkrankungen in der Umgangssprache oft undifferenziert und allgemein als Heultage bezeichnet werden. Um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen, erfolgen diese Definitionen in kurzer Form.

Unter dem Baby-Blues ist ein temporäres Stimmungstief zu verstehen, welches innerhalb eines Zeitraumes von zehn Tagen nach der Entbindung auftritt und danach meist rasch wieder abklingt. Circa 50 bis 80 Prozent der Frauen sind nach der Geburt davon betroffen. Zwar ähneln die Symptome einer postpartalen Depression, sie sind aber aufgrund des kurzzeitigen Auftretens in der Regel nicht behandlungsbedürftig (vgl. Lohse 2008, S. 45 f.). Als Auslöser für den Baby-Blues gilt der nach der Entbindung schnell abfallende Hormonspiegel, der eine psychische Labilität zur Folge haben kann. Diese Labilität zeigt sich durch Stimmungsschwankungen, gesteigerte Empfindlichkeit und Weinen (vgl. Rohde 2014, S. 19).

Die postpartale Erschöpfung bezeichnet einen körperlichen und psychischen Erschöpfungszustand. Er tritt in Form von enormer Müdigkeit sowie Kraft- und Mutlosigkeit auf. Dieser Zustand kann bis zu sechs Monate nach der Geburt anhalten und gilt als eine abgeschwächte Form der Depression. Die postpartale Erschöpfung muss nicht zwingend in Verbindung mit einer Depression stehen, da auch organische Ursachen, wie beispielsweise eine Schilddrüsenerkrankung, in Betracht kommen können (vgl. Lohse 2008, S. 47).

Eine weitere Form von postpartalen Erkrankungen ist die Wochenbettpsychose. Sie tritt in der Regel binnen vier Wochen nach der Geburt auf. Insgesamt sind etwa 0,1 bis 0,2 Prozent der Mütter davon betroffen. Die erkrankten Frauen leiden hierbei unter einem Realitätsverlust. Es treten je nach Typ der Psychose Halluzinationen, Erstarrungszustände und Wahnvorstellungen etc. auf. Eine psychiatrische und medikamentöse Behandlung ist hinsichtlich der auftretenden Symptome zwingend erforderlich (vgl. ebd., S. 48 f.).

Die Formen von postpartalen Erkrankungen sind nicht isoliert zu betrachten, da sich eine postpartale Erschöpfung beispielsweise zu einer postpartalen Depression entwickeln kann. Hält der Baby-Blues länger als zwei Wochen an, deutet dies ebenfalls auf eine depressive Erkrankung hin. Darüber hinaus ist es möglich, dass sich eine Wochenbettpsychose zu einer Depression entwickelt. Demzufolge ist der Zustand der Mutter und hierbei vor allem die Dauer des Auftretens der Symptome zu beobachten, um den Bedarf an einer eventuell nötigen medikamentösen Behandlung sowie einer psychologischen Betreuung erkennen und frühzeitig einleiten zu können (vgl. Lohse 2008, S. 45 ff.).

1.2. Häufigkeit und Verbreitung

Bezüglich der Häufigkeit des Auftretens postpartaler Depressionen besteht in der Literatur keine Einigkeit. Die Annahmen zur Häufigkeit variieren in Abhängigkeit von den Beobachtungszeiträumen, diagnostischen Kriterien und den angewandten Indikatoren zwischen sechs und 22 Prozent (vgl. Riechler-Rössler 2006, S. 12). Generell ist die exakte Erfassung der Zahl von an einer postpartalen Depression erkrankten Frauen schwierig, da sich betroffene Frauen anderen gegenüber oft aus Schuld- und Schamgefühlen nicht anvertrauen. Ebenso verhindert die Sorge vor einer Stigmatisierung oder Etikettierung durch die Gesellschaft einen offenen Umgang mit den erlebten Symptomen (vgl. ebd., S. 15).

Bei der zeitlichen Erfassung des Auftretens von postpartalen Depressionen besteht zudem die Schwierigkeit, dass die Symptome von den Müttern erst circa drei Monate nach der Geburt als massiv empfunden werden (vgl. Weissenböck 2006, S. 109). Daher werden die Symptome oftmals nicht mit der Geburt in Verbindung gebracht. Ferner kann, aufgrund der sich teilweise gleichenden Symptome, der Beginn einer postpartalen Depression mit der postpartalen Erschöpfung verwechselt werden (vgl. Riecher-Rössler 2006, S. 15). Harder führt darüber hinaus an, dass nahezu 50 Prozent der Erkrankungen unabhängig ihrer Zuordnung oder ihres Schweregrades überhaupt nicht erkannt werden (vgl. Harder 2015, S. 202). Um die Symptome besser einordnen zu können beziehungsweise das Erkennen des Krankheitsbildes zu erleichtern, kann die Edinburgh Postnatal Depression Scale (EPDS), auf welche in Kapitel 1.5. näher eingegangen wird, als ein mögliches Screening-Instrument genutzt werden.

Zur Verbreitung der postpartalen Depression sind keine spezifischen Auffälligkeiten oder Muster ersichtlich. Riecher-Rössler stellt in diesem Zusammenhang fest, dass Mütter mit Problemen oder fehlender Unterstützung im sozialen Umfeld und in der Partnerschaft häufig betroffen sind. Diese Faktoren treten allerdings unabhängig von Bildung, Wohnort, finanzieller Situation und Alter auf, weshalb kein aussagekräftiges Muster darin erkannt werden kann (vgl. Riecher-Rössler 2006, S. 13). Feggetter et al. und O´Hara gehen hingegen davon aus, dass ein Zusammenhang zwischen der Erkrankung und einer niedrigen Bildung oder Schichtzugehörigkeit besteht. Dem widersprechen wiederum Kumar und Robson. Sie geben an, dass postpartale Depressionen unabhängig von Schicht und Bildungsgrad auftreten (vgl. Sauer 1993, S. 95).

1.3. Symptome und Dauer

Die Symptome der postpartalen Depression gleichen grundsätzlich den Symptomen anderer depressiver Erkrankungen. Zu diesen zählen unter anderem Antriebsmangel und Energielosigkeit, Freudlosigkeit und Interessenverlust, Müdigkeit und Schlafstörungen (Einschlaf- und Durchschlafstörungen), Appetitlosigkeit und Konzentrationsstörungen, emotionale Labilität, vermehrt auftretende Ängste und Sorgen sowie Schuldgefühle. Bei der postpartalen Depression konzentrieren sich jedoch die Schuldgefühle und Zwangsgedanken oftmals auf das Kind und die eigene Mutterrolle. Es kann in Abgrenzung zu anderen depressiven Erkrankungen eine höhere emotionale Labilität beobachtet werden. Der Zustand der Gefühllosigkeit gegenüber dem eigenen Kind löst bei der Mutter Scham und Bestürzung aus (vgl. Riechler-Rössler 2006, S. 11 f.). „Sie empfinden ihr Kind als fremd und fallen durch einen starren, emotionslosen Umgang mit dem Baby auf. In schwerwiegenden Fällen steigt der psychische Druck bis zu Suizid- oder Infantizidgedanken.“ (Fiegl 2006, S. 95). Der zwanghafte Gedanke dem Kind Schaden zuzufügen, besteht bei etwa 20 bis 40 Prozent der betroffenen Mütter (vgl. Riechler-Rössler 2006, S. 11 f.). Diese Zwangsgedanken werden von den Müttern allerdings in der Regel als abwegig und paradox erkannt und sind daher kein Indikator einer tatsächlichen Gefahr für das körperliche Wohl des Kindes (vgl. Bitzer/Adler 2006, S. 66). Die Mütter nehmen die Symptome indes nicht als Symptome einer Krankheit wahr, sondern vielmehr als eigenes Versagen (vgl. Rohde 2014, S. 20).

Rohde unterscheidet zusätzlich anhand der Symptomatik zwischen drei Typen von postpartalen Depressionen. Bei dem Insuffizienztyp stehen vor allem die Schuldgefühle im Vordergrund. Der Zwangstyp kennzeichnet sich durch die vordergründigen Gedanken, dem Kind Schaden zuzufügen. Gleichzeitig besteht die Angst, das Kind könnte von der Außenwelt verletzt werden. Diese vermehrten Gedanken und Ängste führen zu Vermeidungsverhalten. Die Symptomatik des Paniktyps besteht vorwiegend aus Panikattacken. In zwei Drittel der Fälle werden die erkrankten Frauen dem Insuffizienztyp zugeordnet (vgl. ebd. S. 21 f.). Die Unterscheidung der drei Typen postpartaler Depressionen, insbesondere die Erkenntnisse über das gehäufte Auftreten des Insuffizienztyps, kann bei der Konzipierung von Hilfekonzepten nützlich sein, was in Kapitel 4.2. beschrieben wird.

Die Dauer der Erkrankung beträgt in der Regel mehrere Monate. Die postpartale Depression kann in Einzelfällen aber auch länger als ein Jahr andauern (vgl. Riecher-Rössler 2006, S. 15). Papousek stellt hinsichtlich dessen fest, dass bei 50 Prozent der Betroffenen die Symptome nach vier bis zwölf Wochen abklingen, bei 25 Prozent nach drei bis sechs Monaten und bei 25 Prozent nach sechs Monaten oder mehr (vgl. Papousek 2002, S. 203). Es sind jedoch auch Fälle bekannt, in denen die Depression erst mit einer erneuten Schwangerschaft abklingt (vgl. Lohse 2008, S. 56). Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer Chronifizierung, insofern keine Behandlung erfolgt und die Mutter aufgrund dessen in der Spirale der Depression gefangen bleibt (vgl. Wimmer-Puchinger 2006, S. 29). „Durch Schuldgefühle der Frauen, der „Norm“ einer glücklichen Mutter infolge der Antriebsschwäche und Erschöpfung nicht zu entsprechen, verstärkt sich das Gefühl der Insuffizienz, des Versagens und der Resignation“, was das Verbleiben in der Spirale der Depression verlängert (Wimmer-Puchinger 2006, S. 29). Die Spirale der Depression wird in Kapitel 1.4. ausführlich dargestellt.

Die Erkrankung kann sowohl in den ersten Tagen als auch in den Wochen oder Monaten nach der Geburt beginnen. In der Regel entsteht die postpartale Depression allerdings kurz nach der Geburt (vgl. Rohde 2014, S. 16 f.). Gleichwohl werden die Symptome meist erst später als Hinweis auf eine Erkrankung wahrgenommen (vgl. Weissenböck 2006, S. 109). Je unmittelbarer die Symptome hervortreten, desto leichter ist es für die Betroffenen, eine Verbindung zwischen Geburt und Erkrankung herzustellen (vgl. Rohde 2014, S. 16 f.).

1.4. Ursachen

Als Auslöser von Depressionen kann im Allgemeinen keine einzelne Ursache benannt werden. Vielmehr muss auf zahlreiche Faktoren eingegangen werden, um die Entstehung von Depressionen zu erklären und zu verstehen. Zunächst sind die Erklärungsansätze für die Entstehung nicht-postpartaler Depressionen zu betrachten, da, wie in Kapitel 1.1. dargelegt, die postpartale Depression weder in der ICD-10 (Internationale Klassifikation psychischer Störungen) noch im DSM-IV (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) als eine autonome Krankheit angeführt beziehungsweise definiert wird. Um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen, erfolgt dies in kurzer Form.

Vertreter des neurobiologischen Ansatzes gehen von einer rein biologischen und physiologischen Ursache bei der Entstehung von Depressionen aus. Die Neurobiologie benennt demnach eine zu geringe Übermittlung von Neurotransmitter (das heißt Botenstoffe mit Serotonin) an das Gehirn als Erkrankungsursuche (vgl. Lohse 2008, S. 20).

Vertreter des genetischen Erklärungsansatzes beschäftigen sich mit den Erbanlagen. Sie vertreten die Meinung, dass das Risiko einer Erkrankung je nach familiären Vorerkrankungen erhöht ist (vgl. ebd.).

Vertreter der psychologischen Erklärungsansätze betrachten die Auswirkungen von schwierigen lebensverändernden Ereignissen sowie ungünstigen Entwicklungen und Ereignissen in der frühen Kindheit als Ursache von Depressionen (vgl. Lohse 2008, S. 20).

An die psychologischen Erklärungsansätze knüpft die Life-Event-Forschung an. Sie untersucht, inwiefern negativ belegte Ereignisse wie beispielsweise Trennungen, Todesfälle von Angehörigen oder Arbeitslosigkeit aber auch positiv belegte Ereignisse wie eine Heirat und die Geburt eines Kindes krankheitsauslösend sein können. „Krankheitsauslösend können Situationen sein, in welchen ein Ungleichgewicht zwischen den Anforderungen der Umwelt und den Fähigkeiten des Individuums, diese zu bewältigen, besteht.“ (ebd., S. 21). Hierbei sei es auch bedeutsam, inwieweit das jeweilige Individuum die Veränderungen subjektiv bewertet und welche Bewältigungsmechanismen erlernt wurden und infolgedessen angewandt werden können. Darüber hinaus bestimme die eigene Vulnerabilität den Umgang mit lebensverändernden Ereignissen, ebenso wie das soziale Umfeld und dessen Reaktion und Unterstützung. Ein schützender Faktor, welcher psychische Erkrankungen verhindern kann, wird insbesondere in einem funktionierenden sozialen Umfeld gesehen (vgl. ebd.).

In der gegenwärtigen wissenschaftlichen Auseinandersetzung ist das Zusammenspiel von multifaktoriellen Bedingungen als Erkrankungsursache über-wiegend anerkannt. Teile der jeweiligen Betrachtungs- und Erklärungsansätze ergänzen sich gegenseitig und werden bei jedem Betroffenen individuell gewichtet (vgl. ebd., S. 20). Die Entstehung einer Depression kann demzufolge nur durch Heranziehung mehrerer Erklärungsansätze betrachtet und erklärt werden. Das multifaktorielle Ursachengefüge unterteilt Lohse in Anlehnung an Dalton (1992) bezogen auf die postpartalen Depressionen wie folgt:

Physische Faktoren (enorme hormonelle Veränderungen, biochemische Veränderungen durch schlaflose Nächte)

Durch die Geburt kommt es wegen des schnellen Abfallens der Konzentration von Sexualhormonen zu einer hormonellen Umstellung, welche sich auf den psychischen Zustand der Frau auswirken kann. Auch der säuglingsbedingte Schlafmangel hat biologische und psychische Folgen. Dem Schlafmangel folgt in der Regel eine erhöhte Anspannung, die wiederum zu weniger und noch schlechterem Schlaf führt (vgl. Lohse 2008, S. 58).

Befunde zu Geburt, Schwangerschaft und Wochenbett: Gewolltheit der Schwangerschaft, Schwangerschafts-Komplikationen, Depressionen während der Schwangerschaft, Geburtsverlauf, Komplikationen beim Kind, Mutter-Kind-Kontakt nach der Geburt, Stillen, Geschlecht des Kindes, kindliches Temperament

Zu der Frage, ob das Risiko einer Erkrankung in Verbindung mit der Gewolltheit der Schwangerschaft steht, werden widersprüchliche Ansichten vertreten. Zwar benennt Schindler (1982) die ungeplante Schwangerschaft als Risikofaktor, Lohse stellt wiederum bei Interviews mit an postpartalen Depressionen erkrankten Frauen fest, dass diese Frauen ausnahmslos geplant schwanger wurden. Des Weiteren können auch aus dem Zusammenwirken des Verlaufes der Schwangerschaft und dem Erkrankungsrisiko keine eindeutigen Schlüsse gezogen werden. Bemerkenswert ist hingegen der Zusammenhang zwischen der Erkrankung und einer schwierigen Geburt. Unter einer schweren Geburt versteht man Kaiserschnitte, Saugglockengeburten und Geburtsvorgänge, denen enorm lange und heftige Wehentätigkeiten vorausgingen. Die von Lohse interviewten Frauen berichteten, mit einer Ausnahme, von einer schweren Geburt. Der Zusammenhang zwischen einer depressiven Erkrankung während der Schwangerschaft und der späteren postpartalen Depression konnte auch in Untersuchungen von Sauer (1993) und Gröhe (2003) nachgewiesen werden (vgl. Lohse 2008, S. 58 ff.). Rohde weist gleichfalls auf ein erhöhtes Erkrankungsrisiko bei Bestehen von pränatalen Depressionen beziehungsweise einer depressiven Vorgeschichte hin (vgl. Rohde 2014, S. 43). Aus Untersuchungsergebnissen von Hopkins et al. (1987) geht hervor, dass bei Neugeborenen depressiver Frauen vermehrt medizinische Komplikationen auftreten. In Hinblick auf den Mutter-Kind-Kontakt nach der Geburt, das Stillen, das Geschlecht des Kindes und auf das kindliche Temperament können jedoch keine eindeutigen und anerkannten Aussagen über den Zusammenhang mit dem Erkrankungsrisiko getroffen werden. Die Ansichten hierüber sind in der wissenschaftlichen Literatur umstritten (vgl. Lohse 2008, S. 58 ff.).

Psychosoziale Faktoren (Alter, Familienstand, erstgebärende Mütter, Wohnverhältnisse, Schichtzugehörigkeit und Schulausbildung, finanzielle Situation, Partnerschaft und soziales Netzwerk, berufliche Tätigkeit der Mutter)

In der Literatur finden sich keine einheitlichen Aussagen zu dem Faktor des Familienstandes oder der beruflichen Tätigkeit (vgl. Lohse 2008, S. 62 ff.). Bezüglich des Alters stellen Kumar und Robson in ihrer Forschung fest, dass die erkrankten Frauen überdurchschnittlich häufig älter als 30 Jahre sind (vgl. Sauer 1993, S. 95). Rohde spricht von 75 Prozent der Erstgebärenden, die an postpartalen Störungen leiden (vgl. Rohde 2014, S. 47). Bezüglich des Faktors der Partnerschaft und des sozialen Netzwerkes weist Riecher-Rössler darauf hin, dass „Mütter mit postpartaler Depression oft nicht genügend soziale Unterstützung erhalten und oftmals unter einer schlechten Paarbeziehung leiden.“ (Riecher-Rössler 2006, S. 13). Feggetter et al. sowie O´Hara gehen des Weiteren von einem signifikanten Zusammenhang zwischen der Erkrankung und geringem Bildungsgrad oder niedrigerer Schichtzugehörigkeit aus. Dem widersprechen wiederum Kumar und Robson. Sie geben an, dass postpartale Depressionen unabhängig von Schicht und Bildungsgrad auftreten (vgl. Sauer 1993, S. 95).

Entwicklungsbedingte Empfänglichkeit und Persönlichkeitsfaktoren: Verlusterlebnisse, Vorerkrankungen, Vulnerabilität und Life stress Eine Untersuchung von Murray und Gallahaue aus dem Jahre 1987 ergab, dass sich das Risiko einer Erkrankung bei Frauen, die frühkindliche Trennungen von den Eltern erlebt haben, verdoppelt. Zudem stellten sie fest, dass „etwa ein Drittel aller Frauen mit postpartalen Depressionen bereits vor der Schwangerschaft schon mindestens einmal an einer psychischen Störung erkrankt waren.“ (Lohse 2008, S. 64). In den Forschungsergebnissen von Meltzer und Kumar zeigte sich überdies, dass 40 Prozent der betroffenen Frauen bereits vor der Schwangerschaft und der Geburt mindestens einmal psychisch erkrankt waren (vgl. Sauer 1993, S. 106). „Daraus lässt sich schließen, daß [sic] Frauen mit vorangegangenen psychischen Störungen […] in höherem Maße gefährdet sind, eine (erneute) postpartale Depression zu entwickeln als Frauen, die vorher psychisch unauffällig waren.“ (ebd.).

Zusammenfassend ergibt sich, dass für die Erkrankung an einer postpartalen Depression keine eindeutigen und für sich allein stehenden Ursachen ersichtlich sind. Die Erklärungsansätze und die zu betrachtenden Faktoren sind jeweils mit unterschiedlicher Gewichtung Teil der Ursache und können nie das Gesamtbild abzeichnen. Wie das folgende Schaubild verdeutlicht, ist dabei zu beachten, dass das Aufeinandertreffen mehrerer Belastungsfaktoren verstärkend wirken und eine sogenannte Abwärtsspirale entstehen kann (vgl. Rohde 2014, S. 43).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Die Spirale der postnatalen Depression Angelehnt an Rohde 2014, S. 44

1.5. Die Edinburgh Postnatal Depression Scale

Wie bereits in Kapitel 1.2. herausgearbeitet wurde, ist die Diagnostizierung von postpartalen Depressionen mit Problemen verbunden. Um Anhaltspunkte zu erhalten, kann die Edinburgh Postnatal Depression Scale (EPDS) als Screening-Instrument zur Erkennung einer postpartalen Depression eingesetzt werden. Aus wissenschaftlicher und ärztlicher Sicht wird sie als valide angesehen. Die EPDS wird in Form eines Selbstbeurteilungsfragebogens angewandt und dient der Gewinnung von Anhaltspunkten für das Vorliegen einer behandlungsbedürftigen Erkrankung. Der Fragebogen besteht aus den zehn folgenden Fragen, deren Gesamtpunktauswertung Hinweise auf die Notwendigkeit einer ärztlichen Untersuchung gibt (vgl. Rohde 2014, S. 23 ff.).

Die folgenden Fragen werden hierbei skalierend beantwortet.

1. Konnte ich lachen und das Leben von der sonnigen Seite sehen?
2. Konnte ich mich so richtig auf etwas freuen?
3. Fühlte ich mich unnötigerweise schuldig, wenn es schief lief?
4. War ich aus nichtigen Gründen ängstlich und besorgt?
5. Erschrak ich leicht beziehungsweise reagierte panisch aus unerfindlichen Gründen?
6. Überforderten mich verschiedene Umstände?
7. War ich so unglücklich, dass ich nicht schlafen konnte?
8. Habe ich mich traurig oder schlecht gefühlt?
9. War ich so unglücklich, dass ich geweint habe?
10. Überkam mich der Gedanke, mir selbst Schaden zuzufügen?

(vgl. Bergant et al., Deutschsprachige Fassung und Validierung der „Edinburgh postnatal depression scale“, in: Deutsche Medizinische Wochenschrift, 16. Januar 1998, 123 (3), S. 35-40 nach Rohde 2014, S. 25 ff.).

[...]

Ende der Leseprobe aus 64 Seiten

Details

Titel
Die negativen Auswirkungen einer unbehandelten postpartalen Depression auf die frühkindliche Entwicklung und das Bindungsverhalten von Mutter und Kind
Hochschule
Hochschule Koblenz (ehem. FH Koblenz)
Note
2,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
64
Katalognummer
V385633
ISBN (eBook)
9783668612488
ISBN (Buch)
9783668612495
Dateigröße
1469 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Postpartale Depression, Bindungstheorie, Bindungsrepräsentation, Feinfühligkeit, Kommunikation, Langzeitfolgen, Interventionsmöglichkeiten
Arbeit zitieren
Lea Mais (Autor), 2017, Die negativen Auswirkungen einer unbehandelten postpartalen Depression auf die frühkindliche Entwicklung und das Bindungsverhalten von Mutter und Kind, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385633

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