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Die Theorien zur Entwicklung des moralischen Urteils von Jean Piaget und Lawrence Kohlberg

Titel: Die Theorien zur Entwicklung des moralischen Urteils von Jean Piaget und Lawrence Kohlberg

Hausarbeit , 2011 , 24 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Peter Reelmann (Autor:in)

Didaktik - BWL, Wirtschaftspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Theorien über die Entwicklung des moralischen Urteils von Jean Piaget und Lawrence Kohlberg. Dabei wird der Fragestellung nachgegangen, inwieweit Kohlbergs Theorie als Fortführung oder Erweiterung von Piagets Theorie betrachtet werden kann, und ob und an welchen Stellen diese von Kohlberg revidiert, bestärkt oder ergänzt wird. Aufgrund des Umfangs beider Theorien werden hier nur die Annahmen, Ergebnisse und Folgerungen berücksichtigt, die für einen Überblick über die Theorien notwendig, und für die Fragestellung relevant sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entwicklung der Moral nach Jean Piaget

2.1. Grundannahmen

2.2. Methode

2.3. Ergebnisse

2.3.1. Regelverhalten

2.3.2. Regelbewusstsein

2.3.3. Heteronome und autonome Moral

2.4. Kritikpunkte der Theorie

3. Die Entwicklung der Moral nach Lawrence Kohlberg

3.1. Grundannahmen und Begriffe

3.2. Methode

3.3. Die Stufen der Moralentwicklung

3.4. Revisionen des Stufenmodells

4. Fortsetzung oder Erweiterung?

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht das Verhältnis der moralpsychologischen Ansätze von Jean Piaget und Lawrence Kohlberg, insbesondere die Frage, inwieweit Kohlbergs Stufenmodell als Fortführung, Erweiterung oder Revision der Theorie Piagets zu verstehen ist.

  • Darstellung der moralischen Entwicklungsstadien nach Jean Piaget unter Berücksichtigung von Regelverhalten und Moralbewusstsein.
  • Analyse der moralpsychologischen Theoriebildung von Lawrence Kohlberg und dessen Fokus auf kognitive Strukturen.
  • Kritische Gegenüberstellung der methodischen Ansätze beider Theoretiker.
  • Untersuchung der wissenschaftstheoretischen Beziehung zwischen beiden Modellen und deren jeweilige Stufensysteme.
  • Diskussion über die Relevanz affektiver Komponenten in der modernen moralpsychologischen Forschung.

Auszug aus dem Buch

2.1. Grundannahmen

Bei seinen Untersuchungen geht Jean Piaget von folgender Erklärung des Moralbegriffs aus: „Jede Moral ist ein System von Regeln, und das Wesen jeder Sittlichkeit besteht in der Achtung, welche das Individuum für diese Regeln empfindet.“ (Piaget 1986, S. 23). Dabei soll diese Erklärung nicht als Definition verstanden werden, da die Moral nur eines von vielen Regelsystemen einer Gesellschaft ist. Diese Regeln wurden von Piaget jedoch nicht näher definiert. Jede Regel oder Norm, die der Bewertung menschlicher Handlungen, sofern sie keine rein egoistischen Ziele verfolgen, zugrunde liegt, kann als moralisch bezeichnet werden.2

Bei seinen Untersuchungen ist Piaget vor allem durch die Ergebnisse von Durkheim (1925), Fauconnet (1920), Bovet (1928) und Baldwin (1906) beeinflusst worden, deren Arbeiten er in seinem Buch das vierte Kapitel widmet.3 Darauf aufbauend versucht er im Rahmen seiner Arbeit die Frage nach dem Einfluss von Zwang durch die Erwachsenen auf das Kind zu klären, und möchte die Auswirkung der sozialen Kooperation auf das moralische Urteil, sowie den Einfluss der intellektuellen Entwicklung auf die Prozesse des moralischen Denkens untersuchen. Weiterhin interessiert er sich für die Wechselwirkung dieser Faktoren.4 Moralische Gefühle sind dabei ausdrücklich nicht Gegenstand seiner Untersuchungen.5

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Fragestellung nach der wissenschaftlichen Beziehung zwischen den Theorien von Piaget und Kohlberg und beschreibt den Aufbau der Untersuchung.

2. Die Entwicklung der Moral nach Jean Piaget: Dieses Kapitel erläutert Piagets Ansatz, bei dem die Genese kindlicher Moral anhand des Murmelspiels und spezifischer Befragungen zu Regeln und moralischen Dilemmata analysiert wird.

3. Die Entwicklung der Moral nach Lawrence Kohlberg: Hier wird Kohlbergs kognitiv-struktureller Ansatz vorgestellt, der moralisches Denken als Abfolge von Stufen betrachtet, die auf logischer Entwicklung und Rollenübernahme basieren.

4. Fortsetzung oder Erweiterung?: Dieses Kapitel diskutiert die theoretische Verknüpfung der beiden Ansätze und bewertet, ob Kohlbergs Modell Piaget lediglich verlängert oder eigenständig ergänzt.

5. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert über die Grenzen rein kognitiver Moralentwicklungsansätze im Kontext aktueller psychologischer Forschung.

Schlüsselwörter

Moralentwicklung, Jean Piaget, Lawrence Kohlberg, Stufenmodell, Regelbewusstsein, Moralurteil, Kognition, Rollenübernahme, Autonomie, Heteronomie, Gerechtigkeit, Moralische Sozialisation, kognitive Entwicklung, ethische Prinzipien, Strukturgenetik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen der moralischen Urteilsentwicklung bei Jean Piaget und Lawrence Kohlberg und prüft deren inhaltliche sowie konzeptionelle Zusammenhänge.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentral sind die Entwicklung von Regelverständnis bei Kindern, die Struktur moralischen Urteilens sowie die Unterscheidung zwischen heteronomer und autonomer Moral.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob Kohlbergs Theorie als direkte Fortführung der Ansätze Piagets gelten kann oder ob sie eigenständige methodische und konzeptionelle Ergänzungen darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in den Theorien verwendet?

Beide nutzen empirische Verfahren: Piaget kombiniert Beobachtungen (z.B. Murmelspiel) mit klinischen Interviews, Kohlberg setzt primär auf das „Moral Judgement Interview“ (MJI).

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung beider Theorien, inklusive ihrer Grundannahmen, Methoden, Ergebnisse und der jeweiligen Kritikpunkte aus der Fachwelt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Moralentwicklung, kognitive Stufen, moralische Autonomie, Gerechtigkeitsgefühl und der Einfluss sozialer Interaktionen auf das Urteilsvermögen.

Wie unterscheidet sich Kohlbergs Ansatz in Bezug auf das Alter der Untersuchten?

Während Piaget sich fast ausschließlich auf das Kindesalter konzentriert, erweitert Kohlberg seine Untersuchung der moralischen Urteilsstrukturen explizit auch auf Jugendliche und Erwachsene.

Was besagen die „A- und B-Unterstufen“ in Kohlbergs Modell?

Diese wurden eingeführt, um innerhalb der Stufen zwischen einer Orientierung an bestehenden Ordnungen (A) und einer stärkeren Orientierung an Prinzipien der Gerechtigkeit und Fairness (B) zu unterscheiden.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Theorien zur Entwicklung des moralischen Urteils von Jean Piaget und Lawrence Kohlberg
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Institut für Berufs- und Wirtschaftspädagogik)
Note
1,3
Autor
Peter Reelmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
24
Katalognummer
V385662
ISBN (eBook)
9783668602014
ISBN (Buch)
9783668602021
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Piaget Kohlberg Moral
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Peter Reelmann (Autor:in), 2011, Die Theorien zur Entwicklung des moralischen Urteils von Jean Piaget und Lawrence Kohlberg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385662
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Leseprobe aus  24  Seiten
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