Fachsprachenkommunikation am Beispiel des Spanischen


Hausarbeit, 2005

21 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung

2. Gliederung von Fachsprachen
2.1. Horizontale Gliederung
2.2. Vertikale Gliederung
2.3. Fachtextsorten
2.4. Fachwort und Fachwortschatz
2.5. Exaktheit und Eindeutigkeit von Fachwörtern
2.6. Metaphorik von Fachwörtern

3. Fachsprachengrammatik
3.1. Einleitung
3.2. Wortbildungsmorphologie
3.3. Flexionsmorphologie

4. Textanalyse
4.1. Kriterien fachsprachlicher Gliederung
4.2. Makrostruktur
4.3. Mikrostruktur
4.3.1. Wortbildungsmorpholgie
4.3.2. Flexionsmorphologie
4.3.3. Syntax

5. Fazit und Zusammenfassung

6. Literaturverzeichnis

FACHSPRACHENTEXTE UND FACHSPRACHENKOMMUNIKATION IN GESCHICHTE UND GEGENWART – AM BEISPIEL DES SPANISCHEN

THEMA: UNTERSUCHUNG AM BEISPIEL EINER SPANISCHEN BEDIENUNGSANLEITUNG

1. Einleitung

Auf den folgenden Seiten möchte ich darstellen, ob der Ausschnitt zur Trainingsplanung der Bedienungsanleitung zum Rollentrainer „CycleForce Swing“ der Firma „Tacx“ den fachsprachlichen Anforderungen an eine Bedienungsanleitung gerecht wird. Der zu behandelnde Abschnitt befindet sich im spanischsprachigen Teil der Anleitung auf den Seiten 30 und 31.

Im ersten Teil der vorliegenden Hausarbeit werde ich die theoretischen Grundlagen erläutern; dazu gehört die Gliederung von Fachsprachen, Fachtextsorten, Untersuchungen zu Fachwort und Fachwortschatz, weiterhin werden Grundlagen zur Fachsprachengrammatik erklärt.

Im nächsten Teil wird der ausgewählte Text aus der im Anhang befindlichen Bedienungsanleitung analysiert und auf die fachsprachlichen Anforderungen untersucht.

2. Fachsprachen

Bis heute ist es nicht gelungen, eine eindeutige und allgemeingültige Definition zu finden. Der Grund liegt darin, dass es sich nicht um polarisierende Begriffe handelt. Fachsprachen sind in Bezug auf die Gemeinsprachen also nicht als selbständig und autonom anzusehen. Sie sind aus der Gemeinsprache heraus entstanden und entwickeln sich durch die fortschreitende Technisierung und Wissenschaftlichkeit weiter (vgl. Fluck 1996).

Die Fachsprache gehört Kluto zufolge (vgl. Kluto 1977) zur Gemeinsprache, zu denen auch die Dialekte und die Gruppensprachen gehören. Die Fachsprache wird charaktirisiert durch ein Verb ohne Zeitbezug, d.h. es tritt meist in der 3. Person Singular oder im Passiv auf. Weiterhin spielt das Verb im gesamten Text eine untergeordnete Rolle, da das meist im Singular auftretende Substantiv dominiert. Pronomen treten selten auf. Adjektive kommen häufig vor und unterstützen und spezifizieren die Substantive.

Schon ein flüchtiger Blick auf die Benennungen, unter denen Fachsprache verhandelt wird, zeigt, daß kaum ein einheitliches Schema die Forschungsgeschichte bestimmt hat, und entsprechend groß der Facettenreichtum des Problemkreises ist. Die Versuchung, die terminologische Vielfalt zu beschneiden, wie das in der Literatur bisweilen versucht wird, hat meist auch den unerwünschten Seiteneffekt, daß eine erhebliche Problemverkürzung auftritt. In alphabetischer Ordnung sind zu nennen (vgl. die bei Fluck 1980, S. 23, Anm. 2 angegebene Literatur):

Arbeitssprache
Berufssprache
Gruppensprache
Fachkommunikation
Fachprosa
Fachsprache
Fachtexte
Register
Sachprosa
Sachsprache
Sachtext
Sekundärsprache
Sondersprache
Sprache der...
Subsprache
Technolekt
Teilsprache
Terminologie
Varietät
Variante
Zwecksprache

Die Terminologie ist grob an folgenden Dimensionen von Fachsprache orientiert:

1. Sprachsystem (Sprachengliederung)

(Register, Varietät, Variante, Sub-, Sekundär, Teil)

2. Textform (Sprachl. Material)

(Terminologie, -prosa, -text)

3. Inhalt

(Fach-, Techno-, Sprache der ..., Sach-)

4. Sprecher/Hörer

(Arbeit-, Beruf-, Gruppen-, Sonder-)

5. Intention und Funktion

(Technolekt, Zwecksprache, Register)

3. Gliederung von Fachsprachen

Laut Roelcke müssen bei der Gliederung von Fachsprachen „Typologie“ und „Klassifikation“ unterschieden werden. Bei der „Typologie“ werden die Kriterien, Merkmale und Eigenschaften vorgegeben, der Gegenstandsbereich wird diesen dann zugeordnet.

Bei der „Klassifikation“ hingegen geht man vom Gegenstandsbereich selbst aus und ordnet ihn nach den vorhandenen Eigenschaften und Charakteristiken ein. Bei der Gliederung von Fachsprachen findet man oft beide Verfahren; sie werden oft nicht deutlich voneinander abgegrenzt.

In der älteren Fachsprachenforschung sind bereits viele fachsprachliche Gliederungskriterien vorhanden, die verschiedene Fächer und deren Fachbereich bilden. Dies nennt man „horizontale Gliederung“ von Fachsprachen, die wiederum vornehmlich an den Fächern und Fachbereichen selbst ausgerichtet ist. Diese horizontale Gliederung wird durch eine darstellungsfunktionale Orientierung charakterisiert. Bei der sogenannten vertikalen Gliederung werden auch symptom- und appellfunktionale Gesichtspunkte mit einbezogen.

3.1. Horizontale Gliederung

Wie schon oben beschrieben, folgt die horizontale Gliederung den Fächereinteilungen und Fachbereichsgliederungen. Die Einteilung von Steeger und auch Kalverkämper unterscheidet drei (fachlich und sprachlich) zu unterscheidende Bereiche.

Es handelt sich dabei um die Fachsprachen der Wissenschaft, die der Technik und die der Institutionen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Abgrenzung der Wissenschaftssprache zu anderen Fachsprachen ist relativ einfach, schwieriger wird es, wenn es sich um Fachbereiche und deren Sprachen handelt, die als „wissenschaftlich“ gelten. Bei diesen Bereichen steht die Bildung und Vermittlung von Theorien im Vordergrund, daher wird dieser Bereich auch als Theoriesprache bezeichnet.

Neben der obigen Fachsprachengliederung gibt es auch noch eine, die von Hoffmann entwickelt wurde, der hier fünf verschiedene Abstraktionsstufen unterscheidet. Sinn dieser Abbildung ist es, die unterschiedlichen Einzelsprachen ihrem Verwandtschaftsgrad entsprechend zu sortieren, um diesen deutlich zu machen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das Problem dieser Übersicht ist die Homogenisierung der Fachsprachen, d.h. die Fachsprachen weisen unter verschiedenen sprachlichen Gesichtspunkten unterschiedliche Verwandtschaftsgrade auf, die linear nur schwer beziehungsweise unzureichend darstellbar sind. Das wichtige ist jedoch, daß man sichtbar macht, daß zwischen den einzelnen Fächern und ihren Sprachen Gemeinsamkeiten und Unterschiede bestehen, die erfassbar sind und somit auch einen Vergleich untereinander gestatten.

Mit der horizontalen Gliederung wird die Breite der Fachsprachen verdeutlicht.

[...]

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Fachsprachenkommunikation am Beispiel des Spanischen
Hochschule
Universität Paderborn
Veranstaltung
Fachsprachentexte und Fachsprachenkommunikation in Geschichte und Gegenwart am Beispiel des Spanischen
Note
2,3
Autor
Jahr
2005
Seiten
21
Katalognummer
V38589
ISBN (eBook)
9783638376006
Dateigröße
555 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fachsprachenkommunikation, Beispiel, Spanischen, Fachsprachentexte, Geschichte, Gegenwart
Arbeit zitieren
Alexander Pook (Autor), 2005, Fachsprachenkommunikation am Beispiel des Spanischen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38589

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