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Die feministische Medientheorie. Ein Überblick

Title: Die feministische Medientheorie. Ein Überblick

Term Paper , 2015 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Wenka Kasper (Author)

Sociology - Media, Art, Music
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Im Folgenden sollen zunächst die Grundlagen der feministischen Theorie aufgezeigt werden, auf denen die feministische Medienforschung aufbaut, bevor anschließend die Entwicklung der feministischen Medienforschung sowie die verschiedenen Perspektiven und Ansätze der feministischen Medientheorie aufgezeigt werden. Nachfolgend werden verschiedene Anwendungsbereiche in der Medienforschung beleuchtet, um so ein Bild davon zu bekommen, wie die feministische Medientheorie bestimmte Medienprozesse erklärt. Abschließend folgt ein kurzer Überblick über die vorhandene Kritik an der feministischen Medientheorie.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Grundlagen der feministischen Theorie

2 Entwicklung und Perspektiven der feministischen Medientheorie

2.1 Der Gleichheitsansatz

2.2 Der Differenzansatz

2.3 Der Dekonstruktivismus

3 Anwendung in der Medienforschung

3.1 Medieninhalte

3.2 Rezeptionsforschung

3.3 Die feministische Filmtheorie

4 Kritik und Weiterentwicklung

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und methodischen Perspektiven der feministischen Medientheorie, um einen Überblick über deren Entwicklung und Anwendung in der modernen Medienforschung zu geben.

  • Entstehung und Entwicklung feministischer Theorieansätze
  • Systematisierung der Ansätze: Gleichheitsansatz, Differenzansatz und Dekonstruktivismus
  • Analyse von Medieninhalten und Rezeptionsprozessen aus geschlechterkritischer Perspektive
  • Die Rolle der feministischen Filmtheorie
  • Kritische Reflexion und aktuelle Herausforderungen der Disziplin

Auszug aus dem Buch

3.3 Die feministische Filmtheorie

Angesichts der stereotypen Darstellung von Frauen in den Medien und der damit auch verbundenen weiteren Festsetzung der traditionellen hierarchischen Geschlechterordnung entwickelte sich im Zuge der Frauenbewegung Ende der 1960er Jahre gegen die in den Medien dargestellte Unterordnung und Beschränkung von Frauen (vgl. Beinzger 2004: 68; Rieke 1998: 13). Zudem wurde versucht, „eine Öffentlichkeit für die Filmarbeit von Frauen zu schaffen“ (Klippel 2003: 168).

In der Anfangszeit konzentrierte sich der feministische Ansatz auf die Darstellung der Frauen in den Medien. Es sollte der Einfluss der Medien auf die Identitätsbildung der Frauen aufgezeigt werden. Da der Film als ein Medium wahrgenommen wurde, welches die Realität widerspiegelt, bildete sich die Forderung nach realistischen Frauendarstellungen im Film. (vgl. ebd.: 67ff.)

Jedoch fand Mitte der 1970er ein Paradigmawechsel statt. Der Film wurde nicht länger als ein Abbild der Realität definiert, sondern viel mehr als Konstruktion von Wirklichkeit mit Hilfe von Montage, Kamera, etc. (vgl. Beinzger 2004: 68). Die englische Filmtheoretikerin Laura Mulvey hat mit ihrem Aufsatz „Visuelle Lust und narratives Kino“ von 1975 entscheidend zu diesem Paradigmawechsel beigetragen (vgl. ebd.). Auf der Basis psychoanalytischer Theorien zeigte Mulvey, „dass der Film auf allen Ebenen männliche Perspektive, einen männlichen Blick impliziert, und so den Zuschauer gleich welchen Geschlechts als männlichen Zuschauer anspricht, bzw. ihn als solchen im Text konstituiert“ (Warth 1992: 69).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Relevanz der feministischen Medientheorie und Darstellung der Forschungsziele.

1 Grundlagen der feministischen Theorie: Erläuterung der heterogenen Struktur und der wissenschaftlichen Anforderungen an feministische Theorien.

2 Entwicklung und Perspektiven der feministischen Medientheorie: Historischer Rückblick auf die Entwicklung der Forschungsrichtung seit den 1970er Jahren.

2.1 Der Gleichheitsansatz: Analyse der Annahme, dass Frauen und Männer gleiches Potential besitzen, jedoch durch gesellschaftliche Rollenbilder eingeschränkt sind.

2.2 Der Differenzansatz: Untersuchung der geschlechtsspezifischen Unterschiede in Produktion und Rezeption durch eine Aufwertung weiblicher Eigenschaften.

2.3 Der Dekonstruktivismus: Betrachtung von Geschlecht als soziale Konstruktion und Hinterfragung der binären Geschlechterlogik.

3 Anwendung in der Medienforschung: Übertragung der theoretischen Ansätze auf die praktische Analyse von Medien.

3.1 Medieninhalte: Untersuchung der Darstellung von Geschlechterstereotypen und Rollenbildern in verschiedenen Medienprodukten.

3.2 Rezeptionsforschung: Fokus auf die Interdependenz zwischen Genre und Geschlecht sowie die Bedeutung von Alltagserfahrungen bei der Rezeption.

3.3 Die feministische Filmtheorie: Analyse des Einflusses der Filmtheorie auf die Identitätsbildung und der Paradigmenwechsel durch den „männlichen Blick“.

4 Kritik und Weiterentwicklung: Reflexion über die methodische Heterogenität und zukünftige Potentiale der feministischen Medientheorie.

Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ansätze und deren Beitrag zur Analyse gesellschaftlicher Konstruktionsleistungen.

Schlüsselwörter

Feministische Medientheorie, Medienforschung, Gleichheitsansatz, Differenzansatz, Dekonstruktivismus, Geschlechterrolle, Sozialisation, Medieninhalte, Rezeptionsforschung, Filmtheorie, Laura Mulvey, Psychoanalyse, Konstruktion, Geschlechterdifferenz, Cultural Studies

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen systematischen Überblick über die feministische Medientheorie, ihre theoretischen Wurzeln sowie ihre Anwendung in der wissenschaftlichen Medienforschung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Schwerpunkten gehören die historischen Entwicklungen der Disziplin, die drei Hauptansätze (Gleichheit, Differenz, Dekonstruktivismus) und deren Anwendung auf Medieninhalte, Rezeption und Film.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die theoretische Vielfalt und die methodische Entwicklung der feministischen Medientheorie darzulegen und deren Relevanz für das Verständnis von Medienprozessen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Systematisierung existierender Forschungsansätze basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Darstellung der drei zentralen Ansätze sowie die praktische Anwendung dieser Ansätze auf Medieninhalte, Rezeptionsforschung und Filmtheorie.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Geschlechterkonstruktion, Repräsentationskritik, Gleichheitsansatz, Differenzansatz und der „männliche Blick“ in der Filmtheorie.

Wie unterscheidet sich der Dekonstruktivismus von den anderen Ansätzen?

Während der Gleichheits- und Differenzansatz noch stärker von festen Kategorien ausgehen, hinterfragt der Dekonstruktivismus die Zweigeschlechtlichkeit als solche und betrachtet Geschlecht als soziales Konstrukt.

Welche Rolle spielt Laura Mulvey für die feministische Filmtheorie?

Laura Mulvey gilt als zentrale Theoretikerin, die mittels psychoanalytischer Ansätze aufzeigte, dass der klassische Film eine männliche Perspektive einnimmt und Zuschauer auf diese Weise konstituiert.

Warum ist die Rezeptionsforschung für die feministische Theorie so relevant?

Die Rezeptionsforschung ermöglicht es, nicht nur die Medieninhalte zu analysieren, sondern auch zu untersuchen, wie Nutzerinnen und Nutzer diese Inhalte auf Basis ihrer eigenen Alltagserfahrungen verarbeiten.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Zukunft der Disziplin?

Die Autorin sieht ein hohes Innovationspotential in der Verknüpfung unterschiedlicher Beschreibungsebenen und einer stärkeren Einbeziehung aktueller gesellschaftlicher Diskurse wie Ethnie oder Alter.

Excerpt out of 14 pages  - scroll top

Details

Title
Die feministische Medientheorie. Ein Überblick
College
University of Hamburg
Grade
1,0
Author
Wenka Kasper (Author)
Publication Year
2015
Pages
14
Catalog Number
V386532
ISBN (eBook)
9783668609334
ISBN (Book)
9783668609341
Language
German
Tags
medientheorie überblick
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Wenka Kasper (Author), 2015, Die feministische Medientheorie. Ein Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/386532
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