Der Heeresbericht von Edlef Köppen, 1930 erschienen, gehört nicht zu den berühmtesten literarischen Werken seiner Zeit. Vermutlich auch deshalb, weil allein im gleichen Jahr 112 Kriegsromane erschienen sind und Remarque den Markt dominierte. Über die Hauptfigur Adolf Reisiger erzählt der Autor Edlef Köppen seine eigenen Kriegserlebnisse. Vor allem durch seine real-historischen Einschübe ist der Roman besonders authentisch und unterstreicht damit nicht nur die Glaubwürdigkeit, sondern gibt seinen Lesern einen Eindruck über die unterschiedlichen Sichtweisen auf den Krieg und die zum Teil verharmlosende Berichterstattung. Bei dem „Heeresbericht“ handelt es sich nicht einfach nur um das Schicksal eines einzelnen Soldaten, sondern spiegelt im Allgemeinen die Erlebnisse, den Alltag und die Gedanken eines Soldaten im Ersten Weltkrieg wieder.
In dieser Hausarbeit wird zunächst der Autor Edlef Köppen vorgestellt, dann ein Überblick des Buches gegeben und darauf folgend der Soldat Reisiger vorgestellt. In Kapitel 3 werden gezielt einzelne Passagen aus dem Heeresbericht zitiert und analysiert, um schließlich die Entwicklung des Soldaten Reisigers interpretieren zu können. Zieht Reisiger zunächst als überzeugter Kriegsfreiwilliger für die Deutschen in den Krieg, wird er im Verlauf des Krieges zunehmend an seiner Entscheidung zweifeln.
Er hinterfragt zunehmend den Sinn des Krieges. Daher ergibt sich die zentrale Fragestellung, wie es zu diesem Sinneswandel kommt und ob dieser aus einem einschneidenden Ereignis hervorgeht. Wird Reisiger im Verlauf des Krieges wirklich zum Pazifisten? Und was bezweckt Köppen schließlich mit dem Heeresbericht?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Edlef Köppen
- Allgemeines zum Heeresbericht
- Reisiger
- Textstellen analysieren
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert den Heeresbericht von Edlef Köppen, ein Werk, das die persönlichen Kriegserlebnisse des Autors durch die Figur Adolf Reisiger schildert. Der Fokus liegt auf der Entwicklung des Soldaten Reisigers, seinem Wandel von einem überzeugten Kriegsfreiwilligen zu einem Kriegskritiker.
- Die Authentizität des Romans durch real-historische Einschübe
- Die Entwicklung des Soldaten Reisigers im Verlauf des Krieges
- Die Hinterfragung des Sinns des Krieges durch Reisiger
- Die Intention Köppens mit dem Heeresbericht
- Der historische Kontext des Romans und dessen Bedeutung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Heeresbericht von Edlef Köppen vor und erläutert die Relevanz des Romans im Kontext der Kriegsliteratur. Sie führt die zentrale Fragestellung der Arbeit ein, die sich mit der Entwicklung des Soldaten Reisigers und seinem Sinneswandel befasst.
Das zweite Kapitel bietet einen detaillierten Einblick in das Leben des Autors Edlef Köppen, einschließlich seiner Kriegsteilnahme, seiner späteren Tätigkeiten und seiner pazifistischen Haltung.
Kapitel 2.1 geht auf den Heeresbericht als Ganzes ein und beleuchtet die erzählerischen Mittel und die Darstellung des Krieges aus verschiedenen Perspektiven.
Im dritten Kapitel werden gezielt Passagen aus dem Heeresbericht zitiert und analysiert, um die Entwicklung des Soldaten Reisigers zu interpretieren.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen Kriegserfahrungen, Sinneswandel, Pazifismus, Kriegspropaganda, authentische Darstellung, historische Kontext und literarische Analyse. Besondere Aufmerksamkeit wird auf die Figur des Adolf Reisiger, den Autor Edlef Köppen und die Bedeutung des Heeresberichts im Kontext der Kriegsliteratur gelegt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Edlef Köppens "Heeresbericht"?
Der Roman schildert die Erlebnisse des Soldaten Adolf Reisiger im Ersten Weltkrieg und basiert auf den persönlichen Kriegserfahrungen des Autors.
Was macht den Roman "Heeresbericht" so authentisch?
Köppen fügt real-historische Dokumente, Befehle und Zeitungsberichte ein, die den harten Kontrast zwischen Propaganda und Frontalltag zeigen.
Wie entwickelt sich die Hauptfigur Adolf Reisiger?
Reisiger zieht als begeisterter Kriegsfreiwilliger in den Kampf, wandelt sich aber durch das Grauen an der Front zum überzeugten Pazifisten.
Warum ist der Roman heute weniger bekannt als Remarques Werk?
Im Erscheinungsjahr 1930 gab es eine Flut von Kriegsromanen; Remarques "Im Westen nichts Neues" dominierte den Markt und stellte andere Werke in den Schatten.
Welche Kritik übt Köppen an der Kriegsberichterstattung?
Er entlarvt die verharmlosende und heroisierende Sprache der offiziellen Heeresberichte als Lüge gegenüber dem tatsächlichen Leiden der Soldaten.
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- Anonym (Author), 2014, Der Heeresbericht von Edlef Köppen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387424