Die Arbeit befasst sich mit Carlos Sauras Carmen (1983) im Verhältnis zu Prosper Mérimées Carmen (1845) und Georges Bizets Carmen (1875). Die Untersuchung soll aufzeigen, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede die Künstler in der Umsetzung für ihre Adaptionswerke wählen und wie sich die von Mérimée vorgegebenen Charakteristika der Carmen-Geschichte dadurch verändern.
Ein bedeutender Aspekt der Betrachtung wird dabei auf den namensgebenden Charakter der Carmen und auf ihre Dynamik mit ihrem jeweiligen männlichen Gegenpart gelegt. In Bezug auf die Ergebnisse des Werkvergleichs soll dann außerdem eine Antwort auf die Frage gegeben werden, inwiefern die Figur der Carmen bei Carlos Saura mit der als Inbegriff der ‚femme fatale‘ berühmt gewordenen Carmencita der Vorlagen übereinstimmt. Abschließend soll eine Überlegung dahingehend erfolgen, welche Gründe es für den differenzierten Umgang von Saura mit der in der Moderne mythologisierten Frauenfigur geben könnte.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Carmen bei Prosper Mérimée und Georges Bizet
- Carmen bei Carlos Saura
- Eine Sage von Text zu Musik zu Bild
- Mediale Einbindung der Vorlagen
- Carmen/Antonio und Carmencita/Don José
- Zusammenfassung der Ergebnisse
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht Carlos Sauras Carmen (1983) im Vergleich zu Prosper Mérimées Carmen (1845) und Georges Bizets Carmen (1875). Sie analysiert, wie die Künstler die Geschichte in ihren Adaptionen umsetzen und wie sich die von Mérimée vorgegebenen Charakteristika der Carmen-Geschichte dadurch verändern. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Figur der Carmen und ihrer Dynamik mit ihrem jeweiligen männlichen Gegenpart.
- Vergleichende Analyse der Adaptionen von Mérimée, Bizet und Saura
- Untersuchung der Charakterentwicklung der Figur der Carmen
- Analyse der Beziehung zwischen Carmen und ihren männlichen Gegenparts
- Bedeutung der medialen Einbindung der Vorlagen in Sauras Film
- Differenzierter Umgang von Saura mit der mythologisierten Frauenfigur Carmen
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Diese Einleitung stellt das Thema der Arbeit und die zu vergleichenden Werke vor. Sie erläutert die Relevanz der Carmen-Geschichte und ihren Status als Welterfolg. Zudem werden die Fragestellung und die Gliederung der Arbeit dargestellt.
- Carmen bei Prosper Mérimée und Georges Bizet: Dieses Kapitel liefert einen kurzen Einblick in das Leben und Werk von Prosper Mérimée und Georges Bizet. Es analysiert die strukturellen und inhaltlichen Merkmale von Mérimées Novelle und Bizets Oper, um die Grundlagen für den Vergleich mit Sauras Film zu schaffen.
- Carmen bei Carlos Saura: Dieses Kapitel analysiert Carlos Sauras Carmen (1983) und stellt die Besonderheiten seiner Umsetzung dar. Es betrachtet Sauras Filmkonzept, die Mediale Einbindung der Vorlagen und die Darstellung der Figur der Carmen im Vergleich zu Mérimée und Bizet.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Carmen, Prosper Mérimée, Georges Bizet, Carlos Saura, Adaption, Film, Oper, Novelle, Figur, Charakterentwicklung, Beziehung, Mediale Einbindung, Femme fatale.
Häufig gestellte Fragen
Welche Werke dienten als Vorlage für Carlos Sauras Film „Carmen“?
Der Film von 1983 bezieht sich auf die Novelle von Prosper Mérimée (1845) und die Oper von Georges Bizet (1875).
Inwiefern unterscheidet sich Sauras Carmen von der klassischen „Femme fatale“?
Die Arbeit untersucht, ob Saura das traditionelle Bild der Carmencita als Inbegriff der Femme fatale übernimmt oder ob er die Figur in der Moderne neu interpretiert und mythologisiert.
Wie integriert Saura die Musik von Bizet in seinen Film?
Die Arbeit analysiert die mediale Einbindung der Opernvorlage und wie die Musik die Handlung und die Dynamik zwischen den Charakteren beeinflusst.
Welche Rolle spielt die Dynamik zwischen Carmen und ihrem männlichen Gegenpart?
Es wird die Beziehung zwischen Carmen/Antonio im Film mit der von Carmencita/Don José in den Vorlagen verglichen, um Veränderungen in der Machtbalance aufzuzeigen.
Warum wählte Saura einen differenzierten Umgang mit der Carmen-Figur?
Die Arbeit reflektiert über die Gründe für Sauras spezifische Adaption, die über eine bloße Nacherzählung hinausgeht und die Geschichte in einen modernen, filmischen Kontext setzt.
Was ist das Ziel des Werkvergleichs in dieser Arbeit?
Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Umsetzung der Carmen-Geschichte aufzuzeigen und zu analysieren, wie sich die Charakteristika durch den Medienwechsel (Text zu Musik zu Bild) verändern.
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- Jenny Spanier (Author), 2017, Carlos Sauras "Carmen" (1983) und seine Vorlagen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387435