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Kommunikation im Wandel. Auswirkungen des Mobilfunks auf die Gesellschaft

Titel: Kommunikation im Wandel. Auswirkungen des Mobilfunks auf die Gesellschaft

Hausarbeit , 2017 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Jessika Müller (Autor:in)

Soziologie - Kommunikation
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Die Nutzung von mobiler Kommunikation ist ein wesentlicher Teil unseres Lebens geworden. Sie ermöglicht uns, einfacher und schneller mit anderen Personen in Kontakt zu treten, was wiederum Veränderungen in alltäglichen Abläufen mit sich brachte. Vieles, was direkt oder auch indirekt mit der Kommunikation über das Handy zu tun hat, passiert durch die Möglichkeit der Echtzeitübertragung und die ständige Erreichbarkeit beschleunigt oder intensiviert. Welche Auswirkungen dies genau auf den kommunikativen Alltag der Menschen hat, soll in dieser Arbeit herausgearbeitet werden.

Die folgenden zwei Kapitel erläutern zunächst die Geschichte des Smartphones anhand wichtiger technischer Entwicklungen und fassen die Durchdringung in Deutschland zusammen, um das Thema besser einordnen zu können. Im Kapitel 2.2. wird die gesellschaftliche Akzeptanz des Mobiltelefons als Hinführung zum Schwerpunkt der Arbeit diskutiert. Anschließend wird in Kapitel 3 durch grundlegende Überlegungen zum Verhältnis von Technik, Kommunikation und Handeln geklärt, in welchem Theoriekontext sich die Smartphone Nutzung und ihre Auswirkungen auf den kommunikativen Alltag bewegen. Diese Auswirkungen gelten gleichermaßen in Bezug auf soziale Beziehungen, als auch auf die Kommunikation im öffentlichen Raum, welche in den Kapiteln 4.1. und 4.2. dargestellt werden und das Hauptaugenmerk der Arbeit bilden. Im 5. Kapitel werden noch die durch die spezifischen Auswirkungen angestoßenen zukünftigen Trends im Umgang mit der Kommunikation über Smartphones aufgezeigt, bevor im abschließenden Kapitel ein Resümee gezogen wird.

Das Handy ist schon lange nicht mehr nur ein Gerät zur telefonischen Kontaktaufnahme, sondern besonders in Gestalt des Smartphones ein vielseitig einsetzbarer Allrounder, welcher Markowetz` Beschreibung nach, selbstverständlich in den Alltag einbezogen wird. Das Wirtschaftslexikon Gabler definiert das Smartphone als „Mobiltelefon mit erweitertem Funktionsumfang“, wobei die Telefonie, der Short Message Service, E-Mails, das Internet, Navigation, ein Terminkalender, sowie die Installation individueller Applikationen wie beispielsweise WhatsApp, zu diesem erweiterten Funktionsumfang zählen. Es entstehen somit unzählige Möglichkeiten, miteinander zu kommunizieren. Das Smartphone ermöglicht technologievermittelte Kommunikation in Echtzeit und von ständig wechselnden Standorten aus, sprich mobil.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Faszination Smartphone

2.Die technische Entwicklung bis zum heutigen Smartphone

2.1.Die Ausbreitung des Smartphones in Deutschland

2.2.Das Smartphone als akzeptiertes und alltägliches Kommunikationsmittel

3.Technik, Kommunikation und Handeln

4.Der Einfluss der Smartphone Nutzung in sozialen Kontexten

4.1.Auswirkungen des Smartphones auf soziale Beziehungen

4.2.Auswirkungen des Smartphones im öffentlichen Raum

5.Zukünftige Trends im Verhalten und der Nutzung von Smartphones

6.Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die tiefgreifenden Auswirkungen des Smartphones auf die zwischenmenschliche Kommunikation und das soziale Verhalten, wobei sowohl Chancen der mobilen Vernetzung als auch die damit einhergehenden Veränderungen in sozialen Kontexten analysiert werden.

  • Technische Evolution und gesellschaftliche Durchdringung des Mobilfunks
  • Soziologische Einordnung von Technik, Kommunikation und Handeln
  • Veränderungen der Kommunikationsdynamik in engen sozialen Beziehungen
  • Einfluss der Smartphone-Nutzung auf die Wahrnehmung des öffentlichen Raums
  • Entwicklung neuer Bewältigungsstrategien und Trends im Umgang mit ständiger Erreichbarkeit

Auszug aus dem Buch

4.1.Auswirkungen des Smartphones auf soziale Beziehungen

Aufgrund der ständigen Verfügbarkeit von Alternativen und der leichten Möglichkeit zu kommunikativen Anpassungen verlieren Entscheidungen über interpersonale Bindungen an Freunde oder Verabredungen an Verbindlichkeit. Zusagen zu Partys, die Mitwirkung in Arbeitsgruppen oder Unterstützungssignale für Freunde lassen sich per Fingertipp vornehmen, aber genauso schnell auch wieder revidieren. Symptomatisch dafür ist die scheinbar gesunkene Bereitschaft, sich mit größerem zeitlichen Vorlauf an räumlich und zeitlich festgelegte Verabredungen zu binden, um sich möglichst alle Optionen offen zu halten (vgl. ebd.: 265; Döbler 2014: 148).

Herkömmliche Gespräche und Telefonate lassen sich zeitlich eingrenzen und sind durch klar erlebbare Anfänge und Enden definiert. Durch mobile internetfähige Geräte können Konversationen jedoch als latenter Dauerzustand ver- oder weiterlaufen. Gerade durch das mobile Internet und damit verbundene Applikationen wie beispielsweise WhatsApp, können sie immer wieder unterbrochen, aber auch jederzeit fortgesetzt werden und parallel zu anderen, gegebenenfalls Offline-Aktivitäten, stattfinden. Die Grenzen zwischen einem tatsächlichen in Kontakt stehen und Nicht-Kontakt verschwimmen. Solchen weit gespannten Konversationssequenzen mag es an Geschlossenheit, Kohärenz und Effizienz mangeln. Sie können aber auch das Gefühl inniger Verbundenheit und dauerhafter Gemeinsamkeit in den Alltag bringen (vgl. Vorderer 2015: 264). Dies kann zum Beispiel für Paare in einer Fernbeziehung gelten, welche zwar nicht an einem gemeinsamen Ort, aber dadurch dennoch ständig präsent für den anderen sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Faszination Smartphone: Einführung in die Allgegenwärtigkeit der Smartphone-Nutzung und die Zielsetzung der Arbeit, die Veränderungen im kommunikativen Alltag zu analysieren.

2.Die technische Entwicklung bis zum heutigen Smartphone: Darstellung der historischen Entwicklung des Mobilfunks von den Anfängen bis zum ubiquitären Computing.

2.1.Die Ausbreitung des Smartphones in Deutschland: Rückblick auf die Netzgenerationen (A- bis E-Netz) und die Etablierung des Mobilfunks als Massenmedium in Deutschland.

2.2.Das Smartphone als akzeptiertes und alltägliches Kommunikationsmittel: Analyse der gesellschaftlichen Akzeptanz und der Gründe, warum das Smartphone zu einem unverzichtbaren Teil des modernen Alltags wurde.

3.Technik, Kommunikation und Handeln: Theoretische Auseinandersetzung mit techniksoziologischen Ansätzen, insbesondere der Akteur-Netzwerk-Theorie zur Erfassung der Vermittlungsspezifik von Medien.

4.Der Einfluss der Smartphone Nutzung in sozialen Kontexten: Überblick über die Auswirkungen der mobilen Kommunikation auf zwischenmenschliche Bindungen und den öffentlichen Raum.

4.1.Auswirkungen des Smartphones auf soziale Beziehungen: Untersuchung der Veränderungen in der Qualität und Verbindlichkeit von Beziehungen durch permanente Verfügbarkeit und Online-Dienste.

4.2.Auswirkungen des Smartphones im öffentlichen Raum: Erörterung der veränderten Wahrnehmung der Umwelt und der Interaktionsformen in öffentlichen Situationen.

5.Zukünftige Trends im Verhalten und der Nutzung von Smartphones: Vorstellung von Studienergebnissen zu Nutzerwünschen nach technikfreien Zeiten und der Entwicklung neuer Normen.

6.Resümee: Zusammenfassendes Fazit über die Notwendigkeit eines bewussteren Umgangs mit Smartphone-Technologien zur Wahrung von Lebensqualität.

Schlüsselwörter

Smartphone, Mobile Kommunikation, Soziale Kontexte, Ubiquitous Computing, Techniksoziologie, Akteur-Netzwerk-Theorie, Digitale Vernetzung, Soziale Beziehungen, Öffentlichkeitswahrnehmung, Digital Detox, Erreichbarkeit, Mediennutzung, Kommunikationswandel, Interpersonale Bindungen, Nutzungsstrategien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie das Smartphone als ubiquitäres Medium die zwischenmenschliche Kommunikation verändert und welche soziologischen Auswirkungen dies sowohl in privaten Beziehungen als auch im öffentlichen Raum hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die technische Evolution, soziologische Theorien zur Mediennutzung, die Veränderung sozialer Bindungen durch ständige Erreichbarkeit sowie Bewältigungsstrategien im Umgang mit Technik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen der Smartphone-Nutzung auf den kommunikativen Alltag herauszuarbeiten und zu hinterfragen, wie Menschen ihre Autonomie gegenüber der Technik wahren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender soziologischer Theorien sowie der Auswertung aktueller Studien und Umfragen zum Technik- und Nutzungsverhalten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, eine theoretische Grundlegung nach Latour, eine Analyse sozialer Beziehungen durch mobile Dienste sowie die Untersuchung von Smartphone-Nutzung in öffentlichen Räumen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Smartphone-Nutzung, mobile Kommunikation, soziale Kontexte, Technikdeterminismus, Akteur-Netzwerk-Theorie und Digital Detox.

Wie verändert das Smartphone die Verbindlichkeit in sozialen Beziehungen?

Durch die ständige Verfügbarkeit von Alternativen und die leichte Möglichkeit zur Kommunikation sinkt die Verbindlichkeit bei Verabredungen, da Optionen länger offen gehalten werden können.

Was bedeutet der Begriff „abwesende Anwesenheit“ in der Arbeit?

Dieser Begriff beschreibt das Phänomen, dass Nutzer in der Öffentlichkeit zwar physisch präsent sind, ihre Aufmerksamkeit jedoch durch das Smartphone in einen virtuellen Raum verlagert wird.

Gibt es bei Studierenden eine Diskrepanz zwischen Techniknutzung und dem Wunsch nach Auszeiten?

Ja, Studien zeigen, dass viele Studierende zwar einerseits abhängig von der Technik sind, sich aber gleichzeitig nach technikfreien Räumen sehnen, um Zeit mit Freunden, Büchern oder Sport zu verbringen.

Wie reagieren Nutzer auf die Belastungen der ständigen Erreichbarkeit?

Nutzer entwickeln zunehmend Bewältigungsstrategien wie das bewusste Weglegen oder Abschalten des Geräts, die selektive Annahme von Anrufen oder die Anpassung ihrer inneren Einstellung, um dem digitalen Druck zu entgehen.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kommunikation im Wandel. Auswirkungen des Mobilfunks auf die Gesellschaft
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Note
1,7
Autor
Jessika Müller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V387527
ISBN (eBook)
9783668615151
ISBN (Buch)
9783668615168
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kommunikation Wandel Mobilfunk Gesellschaft Auswirkungen Handy Smartphone
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jessika Müller (Autor:in), 2017, Kommunikation im Wandel. Auswirkungen des Mobilfunks auf die Gesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387527
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Leseprobe aus  19  Seiten
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