Prozessorganisation und Claim-Management


Hausarbeit, 2018

12 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

iii
Inhaltsverzeichnis
Motivation und Zielsetzung
5
Grundlagen 6
2.1.
Die Prozessorganisation
6
2.2.
Das Claim-Management
7
2.3.
Änderungsmanagement 8
Der Zusammenhang zwischen Claim-Management und Prozessorganisation.
9
3.1.
Voraussetzungen für erfolgreiches Claim-Management
9
3.2.
Inhalte des Claim-Managements
9
3.3.
Zusammenhang zwischen Änderungsmanagement, Claim-Management und
Prozessorganisation. 11
Fazit
13
Literaturverzeichnis 14

5
Motivation und Zielsetzung
Der Markt ändert sich stetig und wird mit voranschreitender Zeit immer dynamischer.
Die Kunden sind bereits einen hohen Standard an Flexibilität und Individualität in der
Auswahl ihrer Konsumgüter gewohnt. Dies führt dazu, dass die Unternehmen einen
immer größer werdenden Druck zu verspüren bekommen um wettbewerbsfähig zu
bleiben. Beispielsweise strapaziert die Möglichkeit ein Automobil per Online-
Konfigurator ganz individuell zu gestalten, die Produktionslinie eines
Automobilherstellers sehr stark. Es kommt zu immer häufigeren Abweichungen
während dem Projektverlauf.
Um dem entgegenzuwirken spielt die Prozessorganisation eine immens wichtige Rolle.
Beispielsweise konnte man durch die Organisation von speziellen Vercodungen im
Bestellprozess diverse Kombinationen verhindern. So konnte der Rahmen der
Individualität und somit der Diversität etwas eingegrenzt werden.
Ergänzend zu einer erfolgreichen Prozessorganisation im Rahmen des dynamischen
Marktes ist hierbei auch das sogenannte Nachforderungsmanagement bzw. Claim-
Management zu betrachten. Das Ziel des Claim-Managements ist dabei die Ansprüche
von Projektbeteiligten zu klären, welche durch nicht beim Vertragsabschluss
vorhersehbaren Verläufe der Aufträge, also Änderungen, entstehen.
In dieser Hausarbeit soll nun erörtert werden, warum die Wirkungseffekte und Vorteile
der Prozessorganisation in der gegenwärtigen Zeit immer regelmäßiger im
Zusammenhang mit dem sogenannten Claim-Management thematisiert wird. Weiterhin
sollen die Merkmale und Besonderheiten des Claim-Managements ausführlich erläutert
werden. Es soll auch Stellung zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen
dem Claim-Management und dem klassischen Änderungsmanagement genommen
werden.

6
Grundlagen
2.1.
Die Prozessorganisation
Bevor näher auf den Begriff der Prozessorganisation eingegangen wird, sollte zunächst
mal klar werden was ein Prozess an sich ist. Bezüglich der Definition von Prozessen gibt
es eine Vielzahl an Literatur, welche unterschiedliche Verständnisse darlegen.
Beispielsweise bezeichnet Michael Gaitanides in seinem Werk ,,Prozessorganisation"
einen Prozess als ein inhaltlich abgeschlossener Erfüllungsvorgang die in einem logischen
inneren Zusammenhang stehen.
1
In einem anderen Buch von Greulich und Thiele werden einem Prozess folgende
Indikatoren zugesprochen
2
:
x Definierte Ein- und Ausgangsgrößen.
x Verkettung von vor- und nachgelagerten Tätigkeiten.
x Abhängigkeiten von beeinflussbaren und nicht beeinflussbaren Tätigkeiten.
x Steuerbare Arbeitsausführungen.
x Prozesse sind unternehmensspezifisch (jedes Unternehmen hat eigene Abläufe).
Eine präzisere Definition von Prozessen wird jedoch von Winfried Zapp dargelegt. In
seinem Werk ,,Prozessgestaltung im Krankenhaus" beschreibt er einen Prozess wie folgt
3
:
,,Ein Prozess ist die strukturierte Folge von Verrichtungen. Diese Verrichtungen stehen in ziel und
sinnorientierter Beziehung zueinander und sind nur zur Aufgabenerfüllung angelegt mit definierten
Ein und Ausgangsgr
ößen und monetärem oder nicht monetärem Mehrwert unter Beachtung
zeitlicher Gegebenheiten."
Insgesamt lässt sich ein Prozess also beschreiben als eine Folge von inhaltlich
abgeschlossenen Vorgängen um Aufgaben zur Erreichung von Zielen erfüllen zu können.
Weiterhin müssen Prozesse bestimmte Kriterien erfüllen und Ein- bzw. Ausgangsgrößen
aufweisen können.
Demnach beschreibt die Prozessorganisation laut Manfred Schulte-Zurhausen eine
dauerhafte Strukturierung von Arbeitsprozessen um geforderte Prozessergebnisse
möglichst effizient zu erzielen.
4
1
Vgl. Gaitanides (2011), S. 65
2
Vgl. Greulich und Thiele (1997), S. 15
3
Vgl. Zapp (2002), S.26
4
Vgl. Schulte-Zurhausen (2002), S.57

7
2.2.
Das Claim-Management
Als Claim wird in Amerika und Australien der Grundbesitz in staatlichem Eigentum
beschrieben, der einem Ansiedler oder Bewirtschafter gegen eine gewisse Gebühr mit
Vorkaufsrecht überlassen wird. Übersetzt bedeutet der Begriff ,,Claim": Anspruch,
Behauptung, Forderung. Beispielsweise werden bei Immobilienprojekten Verträge
zwischen den einzelnen Institutionen vereinbart, die gegenseitige Ansprüche beinhalten.
Beispielsweise besitzt ein Bauherr nach entsprechender Vereinbarung in einem
Bauvertrag normalerweise einen Anspruch auf die Lieferung eines mangelfreien
Bauwerks, wohingegen der Bauunternehmer einen Anspruch auf Abnahme und
Bezahlung der entsprechenden Leistung besitzt.
5
Nach aktuellem Sprachgebrauch bezeichnet der Begriff ,,Claim" im deutschen aber nicht
wie in der Übersetzung den Anspruch auf Erfüllung der vereinbarten Leistung. Er
bedeutet vielmehr einen bestimmten Anspruch bei Änderungen bestimmter Sachverhalte
zu besitzen. Es liegt also dann ein Claim vor, wenn eine der Institutionen ihren vertraglich
vereinbarten Leistungsverpflichtungen nicht nachkommt. Sprich, ihre Leistung ändert.
Die dadurch geschädigte Institution besitzt nun den Anspruch, entweder die geänderte
Leistung nachbessern zu lassen, sodass die ursprünglich vereinbarte Leistung geliefert
wird, oder die versprochene Gegenleistung entsprechend anzupassen (beispielsweise
Bezahlung entsprechend der nicht erbrachten Leistung kürzen).
6
Mit dem Begriff Management, welches bekanntlich eine Handhabung, Koordination oder
Organisation bestimmter Sachverhalte darstellt, kann man also sagen, dass das Claim-
Management (auf Deutsch: Nachforderungsmanagement) sich mit der Handhabung von
nicht vorhersehbaren Änderungen in vertraglichen Vereinbarungen auseinandersetzt.
Die nun nicht mehr gültige DIN 69905:1997 (abgelöst durch DIN 69901-2:2009-01)
definierte das Claim-Management als ,,Überwachung und Beurteilung von Abweichungen
bzw. Änderungen und deren wirtschaftlichen Folgen zwecks Ermittlung und
Durchsetzung von Ansprüchen".
7
5
Vgl. R.F. Toffel, F.W. Toffel (2009), S. 5
6
Vgl. R.F. Toffel, F.W. Toffel (2009), S. 6
7
Vgl. Dr. Georg Angermeier, (2016), https://www.projektmagazin.de/glossarterm/nachforderungsmanagement
Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Prozessorganisation und Claim-Management
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
2,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
12
Katalognummer
V388112
ISBN (eBook)
9783668625440
ISBN (Buch)
9783668625457
Dateigröße
487 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
prozessorganisation, claim-management
Arbeit zitieren
Taha Uluhan (Autor), 2018, Prozessorganisation und Claim-Management, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/388112

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