In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten gab es einen deutlichen Trend zur Globalisierung und Urbanisierung auf der ganzen Welt. In Deutschland sind besonders der ländliche Raum und strukturschwache Städte von diesem Trend betroffen.
Im ersten Kapitel wird eine Übersicht über Ursachen der vergangenen und gegenwartsbezogenen Landfluchten in ganz Deutschland dargestellt. Im weiteren Verlauf der Arbeit wird speziell auf die Region Südwestfalen eingegangen. Diese ist ein weitestgehend ländlicher Raum und vom demografischen Wandel stark beeinflusst.
Durch Abwanderung und einen natürlichen Bevölkerungsrückgang steht die Region vor dem Problem, in den sozialen Bereichen die Infrastruktur zu erhalten und auszubauen. Da die Region nicht nur ein bedeutungsvoller Wirtschaftsstandort für NRW, sondern auch für die ganze Bundesrepublik ist, ist es wichtig, sie trotz Globalisierung und Internationalisierung zu erhalten und zu stärken. Weil der Verfasser der vorliegenden Arbeit in dieser Region beheimatet ist, werden aktuelle regionale Projekte betrachtet.
Soweit faktisch möglich, werden in dieser Abhandlung Vergleiche mit Köln, der größten Stadt NRWs, aufgestellt. Köln ist zwar im Vergleich zu Südwestfalen flächenmäßig deutlich kleiner, besitzt aber ähnlich viele Einwohner. Durch ihre internationale und nationale Ausrichtung erlebt die Domstadt genau das Gegenteil.
Zum Ende hin werden die Maßnahmen der Politik auf die aktuelle Situation Südwestfalens mit einbezogen. Ein positiver Bericht über eine Kommune in der Region bildet neben dem Fazit den Abschluss der Arbeit.
Ziel dieser Arbeit soll sein, die Wichtigkeit für den Lebens- und Wirtschaftsstandort Südwestfalen aufzuzeigen und die größten Steuerungsfaktoren für den demografischen Wandel näher zu beleuchten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Landflucht – damals und heute
2.1 Begriff „Landflucht“
2.2 Landflucht im 19. und 20. Jahrhundert
2.3 Landflucht in der Gegenwart
3 Landflucht im Sauerland
3.1 Demografische Entwicklungstendenzen
3.2 Politik –Programme und Strategien
4 Infrastruktur – Grundstein der Dorfentwicklung
4.1 Immaterielle Infrastruktur
4.1.1 Sozialer Sektor – Vereine, Traditionen und Unterstützung
4.1.2 Bildungssektor – Rationalisierung der Dorfgemeinschaft am Beispiel von Grundschulen
4.1.3 Ärztemangel
4.2 Materielle Infrastruktur
4.2.1 Wirtschaftsstandort Sauerland
4.2.1.1 Fachkräftemangel
4.2.1.2 Industrieregion Südwestfalen – Dienstleistungsregion Köln
4.2.2 Technische Infrastrukturausstattung
4.2.2.1 Breitbandausbau
4.2.2.2 Verkehrsinfrastruktur mit besonderen Bezug auf die Industrieregionen in Südwestfalen
4.2.2.3 Tourismus – starker wirtschaftlicher Faktor
5 Politik
5.1 Umsetzung der Maßnahmen
5.2 Stärkung der Region - Beispiel der Region Altena
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Phänomene und Auswirkungen der Landflucht mit einem speziellen Fokus auf die Region Südwestfalen. Das primäre Ziel ist es, die Bedeutung der Region als Lebens- und Wirtschaftsstandort für Nordrhein-Westfalen hervorzuheben sowie die zentralen Steuerungsfaktoren des demografischen Wandels zu analysieren und kritisch zu beleuchten.
- Analyse der Ursachen und historischen Entwicklung der Landflucht
- Untersuchung der demografischen Herausforderungen im Sauerland
- Bewertung von Infrastrukturmaßnahmen in ländlichen Gebieten
- Vergleich der sozioökonomischen Bedingungen zwischen Südwestfalen und Köln
Auszug aus dem Buch
4.2.1.1 Fachkräftemangel
Der Bereich Ausbildung ist dem Bildungssektor zugehörig, aber ein in sich verzahnter abhängiger Prozess in Bezug auf den wirtschaftlichen Faktor einer Region. Da in diesem Abschnitt verstärkt auf den Bereich Fachkräftemangel eingegangen wird, wurde das Kapitel der materiellen Infrastruktur dem wirtschaftlichen Bereich zugeordnet.
Fachkräftemangel durch Ausbildungsrückgang
Durch den verstärkten Wegzug junger Ausbildungsanwärter sind die Ausbildungsstellen in Südwestfalen, aber auch in vielen anderen Regionen NRWs nicht ausreichend besetzt.
Die Agentur für Arbeit Köln meldete in ihrem Jahresabschlussbericht 2016 zur Ausbildungssituation, dass im kaufmännischen Bereich weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen worden seien. Die Handwerkskammer hingegen verzeichnet ein Plus von 4,6 %. Aber auch in der NRW-Metropole machen sich steigende Akademisierung und demografischer Wandel bemerkbar.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themen Globalisierung und Urbanisierung ein und legt das Ziel fest, die Bedeutung von Südwestfalen trotz demografischen Wandels aufzuzeigen.
2 Landflucht – damals und heute: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über das Phänomen Landflucht und analysiert aktuelle demografische Faktoren wie Geburtenrückgang und Wanderungsbewegungen.
3 Landflucht im Sauerland: Hier liegt der Fokus auf der spezifischen demografischen Entwicklung der Region Südwestfalen und den dort angewandten politischen Strategien.
4 Infrastruktur – Grundstein der Dorfentwicklung: Dieses umfangreiche Kapitel untersucht sowohl immaterielle als auch materielle Faktoren, die für die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit ländlicher Räume entscheidend sind.
5 Politik: Dieser Teil kritisiert die bisherige Umsetzung von Fördermaßnahmen und präsentiert das Beispiel Altena als Erfolgsprojekt der Regionalentwicklung.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Prognosen für die Region zusammen und betont die Notwendigkeit eigenständiger Interessensvertretungen und gezielter Infrastrukturreformen.
Schlüsselwörter
Landflucht, Südwestfalen, Sauerland, Demografischer Wandel, Infrastruktur, Breitbandausbau, Fachkräftemangel, Regionalentwicklung, Urbanisierung, Dorfentwicklung, Wirtschaftskraft, Bildung, Politische Maßnahmen, Bevölkerungsrückgang, LEADER
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Abschlussarbeit im Kern?
Die Arbeit befasst sich mit dem Trend der Landflucht und dessen Auswirkungen auf ländliche Räume, wobei der Schwerpunkt auf der Region Südwestfalen und deren Vergleich mit städtischen Metropolen wie Köln liegt.
Welche Themenfelder stehen dabei im Mittelpunkt?
Die Arbeit beleuchtet die demografische Entwicklung, die Bedeutung der sozialen und technischen Infrastruktur für die Dorfgemeinschaft, den Fachkräftemangel sowie politische Förderprogramme.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel der Arbeit ist es, die Wichtigkeit der Region Südwestfalen als Wirtschaftsstandort aufzuzeigen und die wesentlichen Faktoren zu identifizieren, die den demografischen Wandel steuern und beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methodik wurde verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Analyse auf Basis aktueller statistischer Daten (z.B. vom Statistischen Bundesamt, BBSR) sowie den Vergleich zwischen strukturschwachen ländlichen Räumen und urbanen Zentren.
Was wird primär im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die soziale Infrastruktur (Vereine, Bildung, Gesundheit), wirtschaftliche Faktoren (Fachkräftemangel, Industrie) sowie die technische Ausstattung (Breitband, Verkehr) in Südwestfalen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?
Die zentralen Begriffe sind Landflucht, demografischer Wandel, Südwestfalen, Infrastruktur, Fachkräftemangel und regionale Wirtschaftsförderung.
Welche Rolle spielt die Stadt Köln im Vergleich zur Region Südwestfalen?
Köln dient als Kontrastbeispiel, um die unterschiedlichen strukturellen Herausforderungen von Metropolen und ländlichen Regionen bezüglich Bevölkerungsdichte, Infrastruktur und wirtschaftlicher Dynamik zu verdeutlichen.
Warum ist das Beispiel der Stadt Altena für die Region von Bedeutung?
Altena gilt als Leuchtturmprojekt, das durch Bürgerinitiativen und tiefgreifende Strukturveränderungen beweist, dass auch schrumpfende Kommunen erfolgreich gegen den negativen Trend der Landflucht gegensteuern können.
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- Anonym (Author), 2018, Stadt, Land, Flucht. Ländlicher Exodus und seine Auswirkungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/388342