Grundlagen und Methoden der Kostenstellenplanung mit Hilfe von SAP R/3


Seminararbeit, 2005

23 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Integrierte Planung
2.1 Begriff: Integration
2.2 Begriff: Planen
2.3 Ablauf der integrierten Planung mit SAP R/3

3 Kostenstellenplanung
3.1 Ziele der Kostenstellenplanung
3.2 Methoden der Kostenstellenplanung mit Hilfe von SAP R/3
3.2.1 Planung von statistischen Kennzahlen
3.2.2 Leistungsartenplanung
3.2.3 Primarkostenplanung
3.2.3.1 manuelle Primarkostenplanung
3.2.3.2 Maschinelle Primarkostenplanung
3.2.4 Sekundarkostenplanung
3.2.4.1 Manuelle Sekundarkostenplanung
3.2.4.2 Maschinelle Sekundarkostenplanung
3.2.5 Planverteilung
3.2.6 Planumlage
3.2.7 Tarifermittlung

4 Schnittstellen der integrierten Planung
4.1 Kostenstellenplanung/Personalkostenplanung
4.2 Kostenstellenplanung/Anlagenbuchhaltung
4.3 Kostenstellenplanung/Logistikinformationssystem
4.4 Kostenstellenplanung/Produktionsplanung
4.4.1 Grobplanung
4.4.2 Bedarfsplanung
4.4.3 Langfristplanung

5 Zusammenfassung

6 Abbildungsverzeichnis

7 Abkurzungsverzeichnis

8 Quellen- und Literaturverzeichnis

1 Einleitung

SAP R/3 ist als branchenneutrale betriebswirtschaftliche Standardsoftware konzipiert. Daher spielt es keine Rolle, ob z.B. Behorden, produzierende Unternehmen oder Dienstleistungsunternehmen SAP R/3 einsetzen wollen. Die Software beinhaltet Geschaftsprozesse, die in allen Branchen gleichermaBen genutzt werden. Anpassungen des SAP R/3 an das bestehende Unternehmen konnen uber das Customizing vorgenommen werden[1].

SAP verspricht im R/3 eine hohe Integration geschaffen zu haben[2].

In dieser Fallstudie soll am Beispiel der Kostenstellenplanung unter SAP R/3 aufgezeigt werden, in wie weit diese Integration realisiert wurde.

2 Integrierte Planung

In den kommenden Unterpunkten soil nun dargestellt werden, was die Begriffe Integration und Planen bedeuten und anschlieBend wie die integrierte Planung ablauft.

2.1 Begriff: Integration

Im Rahmen der Integration speichert die Software SAP R/3 alle betriebswirtschaftlichen Daten konsequent in einer Datenbank. Die Datenbank bzw. das SAP R/3 stellt anschlieBend die abgespeicherten Informationen allen Anwendern zur Verfugung, die uber die notwendigen Berechtigungen verfugen, sich diese Daten anzeigen zu lassen. Aus diesem Grund mussen die Stamm- und Bewegungsdaten zu jedem Vorgang nur einmal erfasst werden und stehen dann jeder Anwendungskomponente zur Verfugung.

Dies ermoglicht zum einen Redundanzen bei der Erfassung der Daten und somit in der Datenbank zu vermeiden. Zum anderen kann so sichergestellt werden, dass die Daten fur die einzelnen Anwendungskomponenten immer aktuell zur Verfugung stehen[3].

Des Weiteren ist es durch die Speicherung der gesamten Daten in einer Datenbank moglich, die einzelnen Teilplane wie z.B. die Kostenstellenplanung, die Produktionsplanung und die Personalkostenplanung innerhalb eines Unternehmens zu verbinden und deren Abhangigkeiten herauszustellen. Das Ziel ist dabei, alle relevanten Teilplane in einem einheitlichen Gesamtplan fur das Unternehmen aufgehen zulassen[4].

2.2 Begriff: Planen

Planen bedeutet sich mit der Zukunft auseinander zu setzen. Dabei werden mogliche zukunftige Entwicklungen analysiert. Auf Grund dieser Ergebnisse kann man flexible Strategien zur Erreichung des Unternehmensziels entwickeln, die fur eine moglichst groBe Anzahl von Szenarien gelten. Durch die Planung kann man so strategische Entscheidungen treffen, die mit der zukunftigen Entwicklung durch operative Entscheidungen verfeinert werden. Dadurch wird gewahrleistet, dass ein Unternehmen auf zukunftige Entwicklungen vorbereitet ist und mit Hilfe mehrerer Handlungsalternativen auf Anderungen reagieren kann[5].

Dieses Vorgehen soll in der folgenden Grafik in Form eines Regelkreises schematisch dargestellt werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 - Regelkreis der Unternehmensfuhrung (entnommen aus Heuser, R.; Gunther, F.; Hatzfeld, O. 2003)

Am Beginn des Regelkreises werden die Unternehmensziele definiert. Darauf aufbauend wird die Unternehmensplanung durchgefuhrt. Im Tagesgeschaft wird die Unternehmensplanung umgesetzt. AnschlieBend erfolgt durch das Controlling ein standiger Plan / Ist-Abgleich. Durch diesen Abgleich kann man zum einen den Planungsprozess stetig optimieren. Zum anderen kann man feststellen, in wie Weit die Unternehmensprozesse bzw. die Unternehmensstrategie das Erreichen des Unternehmensziels ermoglichen und eventuell Anderungen notwendig werden[6].

2.3 Ablauf der integrierten Planung mit SAP R/3

Die folgende Grafik soll den Ablauf der der integrierten Unternehmensplanung mit Hilfe von SAP R/3 darstellen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 - schematische Darstellung der Unternehmensplanung (entnommen aus SAP AG - Kostenstellenrechnung (CO-OM-CCA) April 2001)

Die integrierte Planung kann zum einen mit der Planung der Absatzmengen durch den Vertrieb beginnen. Dabei wird vom Vertrieb ermittelt, wie viele Produkte in der entsprechenden Periode abgesetzt werden konnen. Die integrierte Planung kann aber auch mit Vorgaben durch die Unternehmensleitung beginnen. Dabei legt die Unternehmensleitung ein zu erreichendes Umsatz- oder Deckungsbeitragsziel fest. Dieses wird dann vom Vertrieb in Absatzzahlen fur jedes Produkt bzw. fur jede Produktgruppe umgesetzt. Die ermittelten Planabsatzmengen flieBen anschlieBend in die Absatz- und Produktionsgrobplanung ein.

Nach der Produktionsgrobplanung werden die dort ermittelten Leistungsbedarfe an die leistungsbereitstellenden Kostenstellen ubergeben. Durch diese Aufnahme konnen im Rahmen der Kostenstellenplanung die Leistungsbedarfe als disponierte Leistungen ausgewiesen werden. Darauf aufbauend werden dann fur die von der Kostenstelle zu erbringenden Leistungen die dafur notwendigen Kosten wie z.B. Abschreibungen und Lohne geplant. Diese Kosten werden nun wiederum fur die Abschreibungs- und Zinsermittlung der Anlagenbuchhaltung (FI-AA) oder auch fur die Personalkostenplanung des Human Resources (HR) integrativ ubernommen. Mittels der iterativen Tarifermittlung werden dann die Plantarife der Leistungen errechnet.

Im Anschluss werden mit Hilfe aktueller Stucklisten, Arbeitsplane und den vorher ermittelten Plantarifen die Herstellungskosten der geplanten Produkte errechnet. AbschlieBend kann eine Bewertung der zu Beginn des Planungsprozesses ermittelten Absatzmengen erfolgen. Diese Bewertung dient zusammen mit der Absatz- bzw. Umsatzplanung als Grundlage zur Erstellung der vollstandigen Ergebnisplanung[7].

Die Kostenstellenplanung kann zusatzlich in die Profit-Center-Rechnung einflieBen[8]. Dies ist nur zur Vollstandigkeit erwahnt und soll im Rahmen der vorliegenden Fallstudie unberucksichtigt bleiben.

3 Kostenstellenplanung

Wie bereits deutlich wurde, ist die Kostenstellenplanung ein Hauptbestandteil der operativen Planung eines Unternehmens[9].

Nun soll die Kostenstellenplanung und deren einzelnen Aspekte genauer betrachtet werden.

3.1 Ziele der Kostenstellenplanung

Mit der Kostenstellenplanung werden folgende Ziele verfolgt:

- Planung der Struktur der zukunftigen betrieblichen Aktivitaten fur eine bestimmt Periode
- Verwendung von Benchmarks, um Geschaftsvorfalle innerhalb einer Buchungsperiode zu steuern
- Uberwachung der Effektivitat nach Abschluss der Buchungsperiode durch Plan/Ist- und Soll/Ist-Vergleiche
- Schaffung einer Grundlage fur die Bewertung der Unternehmensaktivitaten[10].

Damit ein standiger Soll/Ist Abgleich durchgefuhrt werden kann, sind drei Voraussetzungen zur automatischen Uberleitung der Kosten in das CO zu erfullen. Zum einen mussen im FI und im CO die gleichen Kontenplane genutzt werden. Zum anderen mussen alle relevanten Konten der Finanzbuchhaltung auch als primare Kostenarten im CO angelegt sein. Des Weiteren mussen die Konten uber die Feldstatusgruppe fur das Erfassen von Controlling-Objekten (Kostenstellen, Auftrag und Projektstrukturplan-Elementen) vorbereitet sein.

Die gebuchten Erlose werden aus dem SAP-Modul SD uber die Debitorenbuchhaltung in die Ergebnis- und Marktsegmentrechnung ubergeben. Damit stehen auch sie fur Auswertungen im Controlling zur Verfugung[11].

3.2 Methoden der Kostenstellenplanung mit Hilfe von SAP R/3

Die Kostenstellenplanung soil fur ein Planjahr die Kosten und Ertrage fur jede Kostenstelle des Planungsjahres moglichst genau ermitteln.

Dabei wird jede einzelne Kostenstelle als ein Kontierungsobjekt abgebildet. Auf diesem werden dann die entsprechenden Kostenbelastungen und -entlastungen geplant[12].

Bei der Planung von Kostenstellen ist zu unterscheiden:

- die Planung von statistischen Kennzahlen
- die Planung der Leistungserbringung und Tarife
- die Planung der wert- und mengenmaBigen primaren Kosten
- die Planung der wert- und mengenmaBigen sekundaren Kosten
- die Erlosplanung[13].

Die folgende Grafik soll einen Uberblick uber den Umfang der verschiedenen Planungsgebiete geben.

[...]


[1] Vgl. Guder, R. 2003, Seite 21

[2] Vgl. http://www11.sap.com/germany/solutions/business-suite/index.aspx. Stand 14.02.2005

[3] Vgl. Guder, R. 2003, Seite 20

[4] Vgl. Heuser, R.; Gunther, F.; Hatzfeld, O. 2003, Seite 25

[5] Vgl. Heuser, R.; Gunther, F.; Hatzfeld, O. 2003, Seite 14ff

[6] Vgl. Heuser, R.; Gunther, F.; Hatzfeld, O. 2003, Seite 16f

[7] Vgl. Teufel, T.; Rohricht, J.; Willems, P. 2000, Seite 195f

[8] Vgl. Wenzel, P. 1996, Seite 240

[9] Vgl. Heuser, R.; Gunther, F.; Hatzfeld, O. 2003, Seite 279ff

[10] Vgl. SAP AG Marz 2001, Folie 6-6

[11] Vgl. Merwa, J. und Autorenteam 1999, Seite 378f

[12] Vgl. Heuser, R.; Gunther, F.; Hatzfeld, O. 2003, Seite 279ff

[13] Vgl. SAP AG Marz 2001, Folie 6-8

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Grundlagen und Methoden der Kostenstellenplanung mit Hilfe von SAP R/3
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, München früher Fachhochschule
Note
2,3
Autor
Jahr
2005
Seiten
23
Katalognummer
V38868
ISBN (eBook)
9783638378185
ISBN (Buch)
9783638681827
Dateigröße
623 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grundlagen, Methoden, Kostenstellenplanung, Hilfe
Arbeit zitieren
Sandro Gertz (Autor), 2005, Grundlagen und Methoden der Kostenstellenplanung mit Hilfe von SAP R/3, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38868

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