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STOTTERN - Symptomatik, Ursachen und Therapie

Titel: STOTTERN - Symptomatik, Ursachen und Therapie

Seminararbeit , 2005 , 31 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Evren M. Candogan (Autor:in)

Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Anzahl der wissenschaftlichen Veröffentlichungen, die sich mit dem Thema Stottern befassen, sind unüberschaubar. Daher hatte ich während meiner Vorbereitungen für diese Hausarbeit die Möglichkeit viele interessante Seiten des Stotterns kennen zulernen. Die entsprechenden Vorbereitungen haben oft hochinteressante Studien erfahrener Therapeuten dargestellt und sind daher von großem bleibendem Wert. Die daraus abgeleiteten Meinungen zu Ursachen, Bedingungen, Therapieansätzen sind allerdings recht unterschiedlich, je nachdem, ob der Verfasser Logopäde, Arzt, Psychoanalytiker, Verhaltenstherapeut oder Stimm- und Sprachheilpädagoge ist. Aber in einem sind sich alle einig. Stottern ist keine moderne Störung, sondern begleitet die Menschheit schon seit längerer Zeit. Es gibt z.B. ein 2500 Jahre altes chinesisches Gedicht, in dem Stottern erwähnt wird. Viele berühmte Menschen haben gestottert, unter ihnen Charles Darwin, Isaac Newton, König George der 6. von England (der Vater von Queen Elizabeth), Winston Churchill, Marylin Monroe, Bruce Wills (der mittlerweile schon geheilt ist), James Earl Jones (Stimme von "Darth Vader"), Rowan Atkinson alias Mr. Bean, Ben Johnson. u.v.m. Stottern ist also ein universelles Phänomen, das in allen Kulturen und sozioökonomischen Schichten auftritt und in hohem Maße die Befindlichkeit und die Persönlichkeitsentwicklung des Betroffenen beeinträchtigen kann. Diese Hausarbeit soll ein Einblick in die Erkenntnisse des Stotterns geben, die bis heute gesammelt worden sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition

3. Entwicklungsverläufe und Differenzialdiagnose

3.1. Der Beginn des Stotterns

3.2. Entwicklungsverläufe frühkindlichen Stotterns

3.3. Geschlechtsspezifische Verteilung

3.4. Das Auftreten des Stotterns im familiären Kreis

4. Symptome

4.1. Äußere Symptome

4.1.1. Kernverhalten

4.1.2. Sekundärsymptomatik

4.1.3. Fluchtverhalten

4.1.4. Vermeidungsverhalten

4.2. Innere Symptome

5. Differenzialdiagnose

6. Therapie des Stotterns

6.1. Historischer Exkurs

6.2. Stottermodifikation

6.2.1. Identifikation

6.2.2. Desensibilisierung

6.2.3. Modifikation

6.2.4. Stabilisierung

6.3. Fluency Shaping

6.4. Kombination von Stottermodifikation und Fluency Shaping

6.5. Therapie bei Kindern

6.6. Medikamentöse Behandlung

6.7. Selbsthilfegruppen

7. Apparative Sprechhilfen

7.1. Metronom

7.2. Maskierung

7.3. Verzögerte auditive Rückmeldung

7.4. Frequenzverschobene auditive Rückmeldung

7.5. Biofeedback

8. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Einblick in den aktuellen Kenntnisstand zum Thema Stottern zu vermitteln. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Definition, den Entstehungsbedingungen sowie den therapeutischen Möglichkeiten und apparativen Ansätzen bei dieser komplexen Redeflussstörung.

  • Phänomenologie und Symptomatik des Stotterns
  • Entwicklungsverläufe und Differenzialdiagnose
  • Psychologische und soziale Auswirkungen auf Betroffene
  • Therapeutische Ansätze: Stottermodifikation vs. Fluency Shaping
  • Technische Unterstützung durch apparative Sprechhilfen

Auszug aus dem Buch

6. 2. 1. Identifikation

Der Klient muss um eine Veränderung vornehmen zu können erst einmal wissen, wie sein Stottern genau aussieht. In dieser Phase werden sein Kernverhalten und seine Sekundärsymptomatik beobachtet. Er wird entweder durch einen Spiegel oder durch das Nachahmen seines Stotterns durch den Therapeuten mit seinem Stottern konfrontiert. Er wird dazu angehalten, auch außerhalb der Therapiestunden auf seine Ängste zu achten und sie zu schildern. Dies ist oft ein sehr erlösendes Erlebnis, weil Stotterer ihre Angst fast immer versuchen zu verdrängen. Nun haben sie die Gelegenheit, sich auszutauschen und bemerken, dass sie etwas verbessern können. Wenn der Patient seine individuellen Stottersymptome erkannt hat, kann er in die nächste Phase der Therapie geführt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die universelle Verbreitung des Stotterns und verdeutlicht die Relevanz der Untersuchung dieser komplexen Kommunikationsstörung.

2. Definition: Das Kapitel veranschaulicht die Schwierigkeit, eine allgemeingültige Definition für Stottern zu finden, da das Phänomen eine hohe interindividuelle Variabilität aufweist.

3. Entwicklungsverläufe und Differenzialdiagnose: Es werden verschiedene Modelle zur Entwicklung des Stotterns vorgestellt und Kriterien zur Unterscheidung von normalen Sprechunflüssigkeiten und beginnendem Stottern diskutiert.

4. Symptome: Dieses Kapitel klassifiziert die Symptome in äußere Merkmale wie Kern- und Sekundärverhalten sowie in innere Gefühle und Einstellungen.

5. Differenzialdiagnose: Der Fokus liegt hier auf den Dimensionen, die das Stottern von anderen Sprechstörungen wie Poltern oder Mutismus abgrenzen.

6. Therapie des Stotterns: Ein detaillierter Überblick über historische und moderne Behandlungsansätze, darunter die Stottermodifikation, Fluency Shaping und die Therapie bei Kindern.

7. Apparative Sprechhilfen: Darstellung technischer Geräte und Methoden wie Metronom, Maskierung und Biofeedback, die unterstützend zur Reduktion von Stotterereignissen eingesetzt werden.

8. Schlussbemerkung: Ein abschließender Kommentar zur noch immer unklaren Ätiologie des Stotterns, gepaart mit einem hoffnungsvollen Ausblick auf die gesellschaftliche Teilhabe Betroffener.

Schlüsselwörter

Stottern, Sprechstörung, Stottermodifikation, Fluency Shaping, Kernverhalten, Sekundärsymptomatik, Sprechflüssigkeit, apparative Sprechhilfen, Identifikation, Desensibilisierung, Biofeedback, Maskierung, Kommunikation, Redefluss, Therapie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen Überblick über das Phänomen Stottern, von der Definition und Symptomatik bis hin zu modernen Therapieansätzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Entwicklungsverläufe, die Unterscheidung von Sprechstörungen, therapeutische Interventionen und der Einsatz apparativer Hilfsmittel.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zum Thema Stottern und den dazu gehörigen Behandlungsmethoden strukturiert aufzuarbeiten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich primär um eine Literaturarbeit, die existierende Studien, Theorien und empirische Ansätze zusammenführt und kritisch reflektiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Symptombeschreibung, den Entwicklungsphasen, der Differenzialdiagnose sowie verschiedenen Therapiekonzepten wie der Stottermodifikation und Fluency Shaping.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Stottern, Sprechtherapie, Modifikation, Fluency Shaping, Symptomatologie und Kommunikation sind die prägenden Begriffe.

Wie unterscheidet sich die Stottermodifikation von Fluency Shaping?

Während die Stottermodifikation darauf abzielt, die Angst zu reduzieren und ein "leichteres Stottern" zu lernen, fokussiert Fluency Shaping auf den systematischen Aufbau eines durchgehend flüssigen Sprechmusters.

Welche Rolle spielen apparative Sprechhilfen bei der Therapie?

Sie dienen meist als unterstützende Werkzeuge in der Anfangsphase einer Therapie, um dem Patienten ein Gefühl der Kontrolle über seinen Sprechapparat zu vermitteln, wobei der Transfer in den Alltag oft als schwierig gilt.

Warum ist eine eindeutige Definition des Stotterns so schwer?

Da es aufgrund perfektionierter Vermeidungsstrategien der Betroffenen keine Definition gibt, die die gesamte Vielfalt des Stotterns und seine unsichtbaren Komponenten vollständig erfasst.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
STOTTERN - Symptomatik, Ursachen und Therapie
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
1,3
Autor
Evren M. Candogan (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
31
Katalognummer
V39044
ISBN (eBook)
9783638379366
Sprache
Deutsch
Schlagworte
STOTTERN Symptomatik Ursachen Therapie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Evren M. Candogan (Autor:in), 2005, STOTTERN - Symptomatik, Ursachen und Therapie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39044
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Leseprobe aus  31  Seiten
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