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Der Zerfall des jugoslawischen Staates und die Politik der "ethnischen Säuberung"

Title: Der Zerfall des jugoslawischen Staates und die Politik der "ethnischen Säuberung"

Term Paper , 2005 , 24 Pages , Grade: 2+

Autor:in: Stefanie Heberling (Author)

Russian / Slavic Languages
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Summary Excerpt Details

Das Thema dieser Hausarbeit ist der Zerfall Jugoslawiens unter der Berücksichtigung der ethnischen Säuberungspolitik. Der erste Teil der Hausarbeit behandelt den geschichtlichen Verlauf und die Entwicklung des Staates Jugoslawien seit 1918. Hierbei werden einige wichtige geschichtliche Ereignisse sowie Zusammenhänge erläutert, die für die Ereignisse des letzten Jahrzehnts von Bedeutung sind. Der erste Teil befasst sich mit der Geschichte des Staates „Jugoslawien“ von 1918 bis 2003.
Im Kapitel 2.1 wird die Zeit der jugoslawischen Königsdiktatur bis zum Erscheinen von Josip Broz Tito im Zweiten Weltkrieg dargestellt. Im Kapitel 2.2 wird die Zusammensetzung des Staates unter Tito beschrieben. Das Kapitel 2.3 befasst sich mit der Zeit nach dem Tode Titos bis zu den Republikwahlen 1990. In einer Zusammenfassung (Kapitel 3) wird dann schließlich der Zerfall Jugoslawiens beschrieben, einschließlich des Zerfalls des Milosevic-Regimes und dessen Sturz im Jahr 2000.

Der zweite Teil behandelt die Politik der Säuberungen und nutzt als Grundlage die Vorgeschichte Jugoslawiens.
Das Kapitel 4.1 beschreibt die vorherrschenden Formen des Nationalismus und dessen Bestandteile. Dabei werden die Arten des Nationalismus, dessen Entwicklung und Folgen näher erläutert. Hierbei wird verdeutlicht, dass der Nationalismus als ein grundlegendes Element zu politisch bedingten Säuberungen gesehen werden muss. Zusätzlich wird im Kapitel 4.2 die Entwicklung des Nationalismus unter dem Aspekt der Instrumentalisierung von Medien behandelt.
Als Beispiele für Genozide erscheinen im Kapitel 4.3 die Fallbeispiele des Hufeisenplans und des „Massakers von Srebrenica“. Die beiden Beispiele werden angeführt, um zu verdeutlichen, wie erschwerend eine Arbeit im Sinne völliger Aufklärung sein kann, wenn voreilige - von Medien ungeprüfte - Informationen verbreitet werden bzw. Berichtigungen für die Öffentlichkeit nicht stattfinden. Die Beispiele zeigen auch den allzu leichtsinnigen Umgang mit Opferzahlen auf. Daher wird in dieser Arbeit auf die ausführlichen Angaben von Opferzahlen weitgehend verzichtet. In der Zusammenfassung werden anschließend die Gründe für die zwingende Notwendigkeit einer Aufklärung aller Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DIE ENTWICKLUNG DES VIELVÖLKERSTAATES JUGOSLAWIEN

2.1 JUGOSLAWIEN 1918-1945

2.2 JUGOSLAWIEN 1945-1980

2.3 JUGOSLAWIEN 1980-2003

3 DAS ENDE JUGOSLAWIENS

4 DIE POLITIK DER ETHNISCHEN SÄUBERUNGEN

4.1 NATIONALISMUS UND NATIONALISIERUNG

4.1.1 Der Nationalismus im zweiten Weltkrieg

4.1.2 Der Nationalismus unter Tito und der „neue“ Nationalismus

4.1.3 Nationalismus und Feindbilder

4.2 DIE ROLLE DER MEDIEN

4.3 FALLBEISPIELE

4.3.1 Der Hufeisenplan

4.3.2 Srebrenica

5 ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zerfall Jugoslawiens unter besonderer Berücksichtigung der ethnischen Säuberungspolitik, wobei die historische Entwicklung seit 1918 als Grundlage dient, um den Einfluss von Nationalismus, Medieninstrumentalisierung und umstrittenen Fallbeispielen auf diesen Prozess zu analysieren.

  • Historische Entwicklung des Vielvölkerstaates Jugoslawien von 1918 bis 2003
  • Die Rolle des Nationalismus als treibende Kraft für ethnische Säuberungen
  • Einfluss von Medien bei der Erzeugung von Feindbildern
  • Kritische Analyse spezifischer Fallbeispiele wie dem "Hufeisenplan" und Srebrenica
  • Notwendigkeit einer umfassenden Aufklärung zur Friedenssicherung

Auszug aus dem Buch

4.1.3 Nationalismus und Feindbilder

Als Grundlage eines Feinbildes dienen die so genannten Stereotype. Diese Stereotype sind Merkmalsets, die aus einem Reservoir von Möglichkeiten bestehen. Hierin kann sich so etwas befinden wie „Bösartigkeit“ oder „unhygienisches Verhalten“. Im Zweiten Weltkrieg entwickelte sich so der Stereotyp des Juden als Parasiten. Stereotype bzw. die Merkmalssets sind übertragbar auf andere Gruppen oder einzelne Personen. Stereotype existieren sowohl bewusst als auch unbewusst.

Stereotype können sich zu Feindbildern entwickeln, dies muss jedoch nicht zwangsläufig der Fall sein. Zunächst existiert das traditionelle Feindbild. Es besteht aus einer Sammlung von Bildern, die sich nicht verändern. Hier wäre als Beispiel das Bild des „bösen Russen als ein wildes, unbändiges Tier“ zu nennen, das sich seit dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland gehalten hat. An oberster Stelle steht das Feindbild als aktuelles Medium. Es ist ein durch Propaganda verbreitetes Feindbild zur Rechtfertigung eines Eingreifens (z.B. durch eine Regierung). So gibt es folgende vier Abstufungen:

An unterster Stufe steht die Fremdheit. Der Gegenüber hat eine fremde Eigenschaft, die aber nicht unbekannt sein muss.

Auf der zweiten Stufe steht der Gegner. Der Gegner ist in einem bestimmten Bereich (z.B. sportlicher Wettkampf) Kontrahent.

Auf der dritten Stufe ist der Feind vorzufinden. Der Feind ist etwas Bedrohliches.

An oberster Stelle steht der Todfeind. Der Todfeind hat einzig das Ziel, das Leben des anderen auszulöschen. Er bedroht das eigene Leben Der Todfeind ist das ewig lebende Böse, dass sich zeitweise versteckt hält, um plötzlich und bedrohlich wieder zu erscheinen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik des Zerfalls Jugoslawiens unter Fokus auf die ethnische Säuberungspolitik sowie Aufbau der Arbeit.

2 DIE ENTWICKLUNG DES VIELVÖLKERSTAATES JUGOSLAWIEN: Darstellung der historischen Entwicklung Jugoslawiens in drei Phasen von 1918 bis 2003.

3 DAS ENDE JUGOSLAWIENS: Beschreibung des Zerfallsprozesses des jugoslawischen Staatsverbandes ab 1991 inklusive des Sturzes des Milosevic-Regimes.

4 DIE POLITIK DER ETHNISCHEN SÄUBERUNGEN: Analyse der Ursachen für die Gräueltaten, insbesondere durch Nationalismus, Feindbilder und die Rolle der Medien.

5 ZUSAMMENFASSUNG: Fazit der Untersuchung mit den zentralen Ursachen des Zerfalls und dem Plädoyer für eine gründliche Aufklärungspolitik.

Schlüsselwörter

Jugoslawien, Zerfall, ethnische Säuberung, Nationalismus, Feindbilder, Srebrenica, Hufeisenplan, Medien, Nationalisierung, Bürgerkrieg, Geschichte, Politik, Aufklärung, Stereotype, Genozid

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Zerfall des jugoslawischen Staates mit einem spezifischen Fokus auf die Politik der ethnischen Säuberungen, die während der Konflikte zum Einsatz kam.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung Jugoslawiens seit 1918, die psychologischen und politischen Mechanismen des Nationalismus sowie die Rolle von Medien bei der Eskalation von Konflikten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, durch die Analyse der historischen Vorgeschichte und der Mechanismen von Feindbildern zu verstehen, wie und warum es zu den ethnischen Säuberungen kommen konnte, und die Notwendigkeit einer sachlichen Aufklärung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine historische und politikwissenschaftliche Analyse, gestützt auf Dokumentationen und verschiedene Fachquellen, um den Zusammenhang zwischen Nationalismus und Gewalt zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Entwicklung Jugoslawiens, die Beschreibung des Zerfalls und eine detaillierte Untersuchung der Politik der ethnischen Säuberungen unter Einbeziehung theoretischer Konzepte und konkreter Fallbeispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Jugoslawien, Zerfall, ethnische Säuberung, Nationalismus, Feindbilder und die Rolle der Medien.

Welche Kritik übt die Autorin am sogenannten "Hufeisenplan"?

Die Autorin argumentiert, dass der "Hufeisenplan" eine Erfindung war, die dazu diente, den militärischen Eingriff der NATO in den Kosovo-Krieg ohne ein UNO-Mandat zu legitimieren.

Wie bewertet die Autorin die Geschehnisse von Srebrenica?

Die Autorin hinterfragt die offiziellen Darstellungen und Zahlen zu Srebrenica kritisch und weist auf Unstimmigkeiten in der Berichterstattung sowie auf die Schwierigkeiten einer objektiven Aufklärung hin.

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Details

Title
Der Zerfall des jugoslawischen Staates und die Politik der "ethnischen Säuberung"
College
Ruhr-University of Bochum  (Genozid und Diasporaforschung)
Course
Nationalstaatenbildung und Bevölkerungspolitik
Grade
2+
Author
Stefanie Heberling (Author)
Publication Year
2005
Pages
24
Catalog Number
V40070
ISBN (eBook)
9783638386760
ISBN (Book)
9783638646444
Language
German
Tags
Zerfall Staates Politik Säuberung Nationalstaatenbildung Bevölkerungspolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Heberling (Author), 2005, Der Zerfall des jugoslawischen Staates und die Politik der "ethnischen Säuberung", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40070
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