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Intrinsische und extrinsische Eigenschaften von Kunstwerken in Nelson Goodmans Frage nach der Rolle des Symbolischen in der Kunst

Kann der Begriff intrinsisch in der puristischen Ansicht durch den Begriff formal ersetzt werden?

Titel: Intrinsische und extrinsische Eigenschaften von Kunstwerken in Nelson Goodmans Frage nach der Rolle des Symbolischen in der Kunst

Hausarbeit , 2005 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Matthias Haase (Autor:in)

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Aus der Annahme heraus, dass „Versuche, die Frage ‚Was ist Kunst?’ zu beantworten, meist mit Enttäuschung und Verwirrung enden“, untersucht Nelson Goodman in seinem Buch „Weisen der Welterzeugung“, im vierten Kapitel „Wann ist Kunst?“, die „Rolle des Symbolischen in der Kunst“. Im Hinblick auf den Kunststatus des „gefundenen Objektes“ und der Konzeptkunst befragt er die Verhältnismäßigkeiten zwischen Kunstwerken und Symbolen. Gleichwohl, ob „eingesetzte“ Symbole die Aussage von Kunstwerken steigern oder von ihr ablenken, besteht, laut Nelson Goodman, die landläufige Meinung, Symbole seien dem Kunstwerk selbst äußerlich. Entsprechende Anwendungen finden sich in der Unterscheidung der Begriffe „symbolische Kunst“ und „nicht-symbolische Kunst“. Auf der puristischen künstlerischen Auffassung aufbauend untersucht Nelson Goodman in welcher Art und Weise Kunstwerke symbolisieren. Mit der Einführung des Begriffs der „Exemplifikation“ muss die landläufige Meinung über die Bedeutung von intrinsischen und extrinsischen Eigenschaften von Kunstwerken kritisch hinterfragt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlegung

2.1. Die Landläufige Unterscheidung der Begriffe „symbolische Kunst“ und „nicht-symbolische Kunst“

2.2. Das „Bild als Kunstwerk“ in der puristischen Auffassung

2.3. Die Begriffe „intrinsisch“ und „formal“

3. Die puristische Auffassung in der Anwendung

3.1. Hironimus Boschs Gemälde „Der Garten der Lüste“

3.2. Unzulänglichkeiten in der Anwendung

4. Fehler in der puristischen Theorie

4.1. Das Symbol als Äußerlichkeit

4.2. Darstellung und Ausdruck als einzige Arten von Symbolisierung

4.3. Besitz von Eigenschaften ohne Bezugnahme

5. Exemplifikatorische Bezugnahme

5.1. Probe und Vorlage

5.2. Exemplifikation in nicht-darstellenden und nicht-expressiven Gemälden

6. Intrinsische und extrinsische Eigenschaften von Kunstwerken

6.1. Die Puristische Sichtweise

6.2. Nelson Goodmans Sichtweise

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht auf Basis von Nelson Goodmans „Weisen der Welterzeugung“ die Verhältnismäßigkeit zwischen Kunstwerken und Symbolen, um die landläufige, puristische Trennung zwischen intrinsischen und extrinsischen Eigenschaften kritisch zu hinterfragen und den Begriff der Symbolisierung neu zu bewerten.

  • Die puristische Auffassung von Kunst und Symbolik
  • Die Abgrenzung intrinsischer und extrinsischer Eigenschaften
  • Kritik an der Dichotomie von „symbolischer“ und „nicht-symbolischer“ Kunst
  • Die Einführung der „Exemplifikation“ als zentrale Symbolfunktion
  • Analyse praktischer Beispiele wie Hironimus Boschs „Der Garten der Lüste“

Auszug aus dem Buch

3.1. Hironimus Boschs Gemälde „Der Garten der Lüste“

Nelson Goodman konstatiert eine Unschlüssigkeit in Anwendung der puristischen Auffassung auf praktische Bildbeispiele. Er führt das Gemälde „Der Garten der Lüste“ von Hironimus Bosch und die „Caprichos“ von Francisco de Goya an, um ein Dilemma aufzuzeigen. Geht man, laut Nelson Goodman, entsprechend der puristischen Doktrin davon aus, dass ein Kunstwerk nur das ist, was es innerlich und zwar formal ist und nicht das, was es zusätzlich symbolisiert, weil die äußere Relation des Symbolisierens, also „das Bezug nehmen auf“, und das Symbolisierte, wie Sujets oder dastehende Symbole wie Boschs nackt reitende Männer im Gemälde „Der Garten der Lüste“, äußerlich sind, scheint der vermeintliche Inhalt der Werke wie die dargestellten Gegenstände, die als Symbole dastehen, nicht wirklich wichtig zu sein und sollten besser nicht gesehen werden.

Akzeptiert man andererseits, dass ein Kunstwerk nicht nur das ist, was es innerlich formal ist sondern auch das, was es zusätzlich nach außen symbolisiert, worauf es also nach außen Bezug nimmt, scheint nicht nur das von inhaltlichem Belang zu sein, was ein Werk ist, eben der ausschließlich formale Besitz von Farbe, Form und deren bildimmanenter Rhythmus, sondern auch eine Anzahl von äußerlichen Aspekten, die laut puristischer Auffassung nicht dazugehören, eben dargestellte Gegenstände, die als Symbole dastehen, wie beispielsweise das metaphorische Bild von menschlicher Lust und Leidenschaft im Grenzbereich von Himmel und Hölle, das Hironimus Bosch in seinem Werk benennt. Laut Nelson Goodman wird hier die vom Puristen angesprochene Unreinheit der Kunst dadurch legitimiert, indem auf Äußerlichkeiten wie Themen, auf die metaphorisch verwiesen wird, worauf das Bild mit seinen dastehenden Symbolen Bezug nimmt, Gewicht gelegt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in Nelson Goodmans Fragestellung nach der Rolle des Symbolischen in der Kunst ein und hinterfragt die Annahme, Symbole seien dem Kunstwerk äußerlich.

2. Grundlegung: Dieses Kapitel erläutert die puristische Auffassung von „reiner Kunst“ sowie die gängige Unterscheidung zwischen intrinsischen und extrinsischen Eigenschaften.

3. Die puristische Auffassung in der Anwendung: Anhand des „Garten der Lüste“ von Hironimus Bosch wird ein Dilemma in der puristischen Theorie aufgezeigt, welches Unzulänglichkeiten in deren Anwendbarkeit offenbart.

4. Fehler in der puristischen Theorie: Goodman kritisiert die Annahme, dass Symbole grundsätzlich außerhalb eines Kunstwerkes liegen und dass Darstellung sowie Ausdruck die einzigen Symbolfunktionen seien.

5. Exemplifikatorische Bezugnahme: Dieses Kapitel führt die „Exemplifikation“ ein – das Prinzip, dass ein Werk durch Besitz bestimmter Eigenschaften und deren gleichzeitige Bezugnahme symbolisiert.

6. Intrinsische und extrinsische Eigenschaften von Kunstwerken: Das Fazit stellt fest, dass durch die Einführung der Exemplifikation die statische Unterscheidung von formalen und nicht-formalen Eigenschaften hinfällig wird.

Schlüsselwörter

Nelson Goodman, Symboltheorie, Weisen der Welterzeugung, puristische Auffassung, intrinsische Eigenschaften, extrinsische Eigenschaften, Kunstwerk, Symbolisierung, Exemplifikation, Darstellung, Ausdruck, Hironimus Bosch, ästhetische Zeichen, Form und Farbe, Kunsttheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophische Frage, ob und wie Kunstwerke symbolisieren, und setzt sich dabei kritisch mit der puristischen Auffassung auseinander, die Symbole als dem Kunstwerk äußerlich betrachtet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis zwischen Kunstwerk und Symbol, die Definition intrinsischer versus extrinsischer Eigenschaften sowie die Analyse von Symbolfunktionen in der bildenden Kunst.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die landläufige Meinung über die Trennung von intrinsischen und extrinsischen Eigenschaften von Kunstwerken durch die Einführung von Nelson Goodmans Begriff der „Exemplifikation“ kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die philosophische Analyse und symboltheoretische Methodik von Nelson Goodman, angewandt auf kunstgeschichtliche Beispiele, um die Konsistenz puristischer Theorien zu prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Dekonstruktion puristischer Dogmen, die Analyse von Symbolfunktionen wie Darstellung und Ausdruck sowie die Erarbeitung der Exemplifikation als notwendige dritte Symbolfunktion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Nelson Goodman, Symboltheorie, Exemplifikation, intrinsische/extrinsische Eigenschaften, puristische Auffassung und das Kunstwerk als komplexes ästhetisches Zeichen.

Warum hält der Autor die puristische Position für fehlerhaft?

Der Autor argumentiert, dass die puristische Position, Symbole seien dem Kunstwerk äußerlich, an praktischen Beispielen scheitert und durch die Einführung der Exemplifikation als unzureichend entlarvt wird.

Was bedeutet „Exemplifikation“ im Kontext der Arbeit?

Exemplifikation wird als „Besitz plus Bezugnahme“ definiert; ein Kunstwerk besitzt bestimmte Eigenschaften und macht durch diese, als Beispiel dienend, auf etwas aufmerksam, ohne dass dies äußerlich sein muss.

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Details

Titel
Intrinsische und extrinsische Eigenschaften von Kunstwerken in Nelson Goodmans Frage nach der Rolle des Symbolischen in der Kunst
Untertitel
Kann der Begriff intrinsisch in der puristischen Ansicht durch den Begriff formal ersetzt werden?
Hochschule
Hochschule für Bildende Künste Dresden  (Philosophie/Ästhetik)
Veranstaltung
Kunst als Erkennen - Erkennen als Hervorbringen
Note
1,0
Autor
Matthias Haase (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
18
Katalognummer
V40470
ISBN (eBook)
9783638389792
ISBN (Buch)
9783638790611
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Intrinsische Eigenschaften Kunstwerken Nelson Goodmans Frage Rolle Symbolischen Kunst Erkennen Hervorbringen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Matthias Haase (Autor:in), 2005, Intrinsische und extrinsische Eigenschaften von Kunstwerken in Nelson Goodmans Frage nach der Rolle des Symbolischen in der Kunst, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40470
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Leseprobe aus  18  Seiten
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