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Probleme politischer Kommunikation

Title: Probleme politischer Kommunikation

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Felix Mannheim (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications
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Politische Kommunikation ist integraler Bestandteil des politischen Geschehens. Sie gewinnt in der zunehmend mediatisierten und globalisierten Gesellschaft sogar weiter an Bedeutung. Die Kommunikation unter Akteuren der Politik ist das zentrale Mittel der Kompromiss-, somit der Politikfindung insgesamt. Gleichzeitig ist die Kommunikation den Wählern gegenüber das zentrale Legitimationsinstrument in demokratischen Gesellschaften. Über die Kommunikation im politischen Raum findet der Austausch zwischen Zivilgesellschaft, Parteien, Funktionären und Regierung statt. Die Rückkopplung des Politischen an die Wähler ist das konstituierende Moment von Demokratien, oder, um es mit Ulrich Saxers Worten zu sagen: Kommunikation ist der zentrale Mechanismus von Politik. Doch wird diese politische Kommunikation in einer Welt, in der die Globalisierung Tatsache ist, immer komplizierter. „Was an dem einem Ende der Welt geschieht, geht in Echtzeit als Fernsehbild rund um die Welt und kann überall wahrgenommen werden“, stellt Thomas Meyer dazu fest. Dadurch wächst die Zahl der Informationen, die jeder Rezipient, auch die Akteure des Politischen selbst sammeln und verarbeiten müssen. Zugleich werden internationale Organisationen immer wichtiger, dadurch fallen auf immer mehr unterschiedlichen Ebenen Entscheidungen, die auf die Politik in einzelnen Teilbereichen Auswirkungen haben. Es entsteht eine Komplexität des Politischen, die kaum mehr zu überblicken ist. Die Medien reagieren darauf häufig durch vereinfachte Darstellungen, die kaum mehr die eigentlichen politischen Abläufe vermitteln – und so die Bürger vom politischen Handeln ausschließen. Häufiges Mittel ist die Personalisierung und die Zuspitzung auf Konflikte. Die Politiker wiederum reagieren auf diese Anforderungen der Medienwelt und passen ihren Politik-Stil zunehmend an. Politik wird in der Politikberichterstattung zur „Inszenierung des Scheins“ und „Placebo-Politik präsentiert sich als visuelle Schaupolitik“. Daraus ergeben sich Probleme für das Verständnis des Politischen und somit auch für seine Legitimierung.
Diese Arbeit hat zum Ziel, die Problemfelder politischer Kommunikation aufzuzeigen. Im ersten Teil werden die gewachsene „Mehrebenenstruktur“ und die Komplexität des politischen Handelns in der globalisierten Welt dargestellt. Auf dieser Grundlage werden dann im zweiten Teil die Probleme innenpolitischer Kommunikation und der Kommunikation in einzelnen Handlungsfeldern der Politik beschrieben.

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Inhaltsverzeichnis

I.) Einleitung

II.) Politische Kommunikation in der globalisierten Welt

II.1) Traditionelle Modelle der Interessenvermittlung

II.2) Kommunikationschaos in der verflochtenen Mehrebenenstruktur

III.) Außenpolitische Kommunikation

III.1) Die Struktur der außenpolitischen Kommunikation

III.2) Einflussgrößen der außenpolitischen Kommunikation

III.3) Die Voraussetzungen und Ziele außenpolitischer Kommunikation

III.4) Kommunikationsüberbelastung und internationale Organisationen

III.5) Die große Rolle der Medien

IV.) Innenpolitische Kommunikation

IV.1) Luhmanns Regeln für öffentliches Interesse

IV.2) Erschwernisse innenpolitischer Kommunikation

IV.3) Problemkiste Fernsehen

V.) Probleme der Kommunikation auf verschiedenen Handlungsebenen

V.1) Sicherheitspolitische Kommunikation

V.2) Rechtspolitische Kommunikation

V.3) Wirtschaftspolitische Kommunikation

VI.) Schlussbetrachtung: Zurück in die Unmündigkeit?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zunehmende Komplexität und die spezifischen Problemfelder politischer Kommunikation im Kontext einer globalisierten und mediatisierten Welt, mit dem Ziel, die Herausforderungen für die demokratische Legitimation und das politische Verständnis der Bürger aufzuzeigen.

  • Wandel der Interessenvermittlung in Mehrebenenstrukturen
  • Wechselwirkungen zwischen innen- und außenpolitischer Kommunikation
  • Einfluss der Medien und des "Agenda Setting" auf den politischen Diskurs
  • Herausforderungen für die politische Kommunikation in spezifischen Handlungsfeldern (Sicherheit, Recht, Wirtschaft)

Auszug aus dem Buch

II.1) Traditionelle Modelle der Interessenvermittlung

In der ursprünglichen rechtsstaatlichen Idealvorstellung wird dem Parlament die entscheidende Rolle in der Politikformulierung zugewiesen. Programme werden vor allem über parlamentsinterne Kommunikation produziert, die Abgeordneten sind nur ihrem Gewissen verpflichtet und geben Regierung und Verwaltung Handlungsanweisungen. Aber in modernen Gesellschaften verfügen die Parlamente nicht mehr über genug Informationsressourcen, um alleine zu entscheiden. Das Wissen über die komplexen Zusammenhänge in Wirtschaft und Politik ist verteilt, zusätzliche Akteure, wie etwa die Gewerkschaften und Wirtschaftslobbyisten, gewinnen an Macht. Es entstehen viele Kommunikationsbeziehungen bei der politischen Willensbildung, die laut Verfassung eigentlich nicht vorkommen dürften. Um die Parlamente hat sich ein Informationsnetz gebildet, Programme entstehen über direkte Verbindungen mit einem breiten Spektrum nichtstaatlicher Akteure.

Die Modelle in folgendem Schaubild von Volker Schneider zeigen Idealtypen der Interessenvermittlung, wie sie lange gültig waren.

Im ursprünglichen rechtsstaatlichen Modell nehmen die Parteien die Forderungen von Wirtschaft und Gewerkschaften auf, verarbeiten sie und leiten sie an ihre Abgeordneten im Parlament weiter. Dort wird nun beraten, ausgearbeitet und abgestimmt. Das Ergebnis geht an die Regierung, die wiederum die Verwaltung mit der Umsetzung beauftragt. Vor allem fungiert aber jeweils die untere Ebene als Kontrollorgan der darüber liegenden.

Zusammenfassung der Kapitel

I.) Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der politischen Kommunikation als zentrales Instrument der Politikfindung und Legitimation ein und benennt die Probleme, die durch Globalisierung und mediale Komplexität entstehen.

II.) Politische Kommunikation in der globalisierten Welt: Dieses Kapitel thematisiert die Transformation traditioneller Interessenvermittlung durch globale Netzwerke und die zunehmende Bedeutung komplexer Mehrebenenstrukturen.

III.) Außenpolitische Kommunikation: Der Fokus liegt hier auf der Verschmelzung von Innen- und Außenpolitik sowie der Rolle internationaler Akteure und Medien bei der Vermittlung von Außenpolitik.

IV.) Innenpolitische Kommunikation: Hier werden die Bedingungen für öffentliches Interesse, die Grenzen der Aufnahmefähigkeit und die Medialisierung innenpolitischer Prozesse untersucht.

V.) Probleme der Kommunikation auf verschiedenen Handlungsebenen: Dieses Kapitel analysiert spezifische kommunikative Herausforderungen in den Bereichen Sicherheitspolitik, Rechtspolitik und Wirtschaftspolitik.

VI.) Schlussbetrachtung: Zurück in die Unmündigkeit?: Die abschließende Betrachtung hinterfragt, ob angesichts der Komplexität die politische Partizipation aufgegeben wird, und fordert zu mehr Beharrlichkeit und Urteilsfähigkeit auf.

Schlüsselwörter

Politische Kommunikation, Globalisierung, Mehrebenenstruktur, Interessenvermittlung, Außenpolitik, Innenpolitik, Medien, Agenda Setting, Soft Power, Demokratie, Partizipation, Lobbyismus, Infotainment, rationale Ignoranz, Politikgestaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Probleme der politischen Kommunikation in einer zunehmend globalisierten, vernetzten und mediatisierten Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themen umfassen den Wandel politischer Entscheidungsprozesse, den Einfluss von Medien auf die Agenda und die speziellen Kommunikationshürden in Politikfeldern wie Wirtschaft, Recht und Sicherheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Komplexität und die problematischen Aspekte moderner politischer Kommunikation aufzuzeigen, um ein Verständnis für die Schwierigkeiten demokratischer Legitimation in der Gegenwart zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine politikwissenschaftliche Analyse und Literaturrecherche, wobei bestehende theoretische Modelle der Interessenvermittlung und Kommunikationsregeln auf aktuelle politische Prozesse angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse globaler Strukturen, die Verflechtung von Innen- und Außenpolitik sowie die Untersuchung spezifischer Kommunikationsprobleme in verschiedenen politischen Handlungsbereichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere politische Kommunikation, Mehrebenenstruktur, Medialisierung, Interessenvermittlung und der Wandel der politischen Willensbildung.

Was besagt die Theorie der "rationalen Ignoranz" in diesem Kontext?

Sie beschreibt, dass Bürger sich aus Kostengründen nur begrenzt informieren und daher oft nicht rundum über komplexe politische Zusammenhänge informiert sind, was Wettbewerb um öffentliche Aufmerksamkeit auslöst.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Fernsehens?

Der Autor sieht im Fernsehen eine Tendenz zur oberflächlichen Dramatisierung und zum Populismus, was die differenzierte Vermittlung komplexer politischer Zusammenhänge erschwert.

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Details

Title
Probleme politischer Kommunikation
College
University of Dortmund  (Politikwissenschaft)
Course
Politische Kommunikation
Grade
1,0
Author
Felix Mannheim (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V40866
ISBN (eBook)
9783638392761
ISBN (Book)
9783638655781
Language
German
Tags
Probleme Kommunikation Politische Kommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Felix Mannheim (Author), 2005, Probleme politischer Kommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40866
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