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Die Migration der Deutschen nach Nordamerika. Inwieweit prägten deutsche Auswanderer die amerikanische Zivilgesellschaft?

Titel: Die Migration der Deutschen nach Nordamerika. Inwieweit prägten deutsche Auswanderer die amerikanische Zivilgesellschaft?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 14 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Patrick Woelk (Autor:in)

Geschichte - Amerika
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der deutschen Migration in die Vereinigten Staaten von Amerika. Zentralerer Aspekt ist dabei der Einfluss der Auswanderer auf die amerikanische Kultur und die Zivilgesellschaft. Zunächst werden Gründe skizziert, um herauszufinden, warum Deutsche ihr Heimatland verlassen haben.

Anschließend befasse ich mich mit der amerikanischen Einwanderungspolitik um folgend zu klären, unter welchen Voraussetzungen Deutsche emigrierten. Es werden Ballungsräume von deutschen Siedlern definiert um die Frage zu erörtern, wie weitreichend die Möglichkeiten der Gestaltung von Kultur durch Auswanderer im Hinblick auf das gesamte Land waren. Zur Veranschaulichung wird eine Karte verwendet. Als Beispiele für kulturelles und zivilgesellschaftliches Engagement werden das Bildungswesen, der Sport, sowie Druck- und Printmedien herangezogen, da diese Bereiche für die Gesellschaftsbildung meiner Meinung nach eine herausragende Rolle einnehmen. Dabei werden verschiedene Ereignisse, die für die Zivilgesellschaft wegweisend waren und maßgeblich von deutschen Auswanderern geprägt wurden auf ihren Fortbestand bis in die Gegenwart untersucht.

Bei der Selektion der zu untersuchenden Ereignisse ist es wichtig, eine Vielfalt von Thematiken aus verschiedenen zivilgesellschaftlich relevanten Bereichen zu haben, um anschließend eine größere Aussagekraft der Ergebnisse zu erreichen. Des Weiteren wird versucht zu klären, inwieweit sich die deutschen Migranten in den Vereinigten Staaten integrierten, sie akzeptiert wurden und wie lange dieser Prozess dauerte. Die Hausarbeit setzt sich hauptsächlich mit der Migrationsgeschichte des 19. Jahrhunderts auseinander, da in dieser Zeit die meisten deutschstämmigen Auswanderer nach Nordamerika kamen. Abschließend wird ein Fazit gezogen, in dem unter Berücksichtigung der bearbeiteten Aspekte versucht wird, die Problemfrage zu beantworten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Migration der Deutschen in die USA

2.1 Gründe für die Auswanderung

2.2 Einwanderungspolitik der USA

2.3 Ballungsräume deutscher Auswanderer

3. Die amerikanische Zivilgesellschaft und der Einfluss deutscher Auswanderer

3.1 Einfluss auf Bildungswesen und Sport

3.2 Deutsches Verlagswesen und Integration

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die deutsche Migrationsgeschichte nach Nordamerika im 19. Jahrhundert und analysiert, inwieweit deutsche Auswanderer die amerikanische Zivilgesellschaft durch ihren kulturellen und gesellschaftlichen Einfluss nachhaltig mitgestaltet haben.

  • Ursachen und Rahmenbedingungen der deutschen Massenauswanderung
  • Die Rolle der US-amerikanischen Einwanderungspolitik
  • Einfluss deutscher Migranten auf das Bildungswesen und den Sport
  • Die Funktion der deutschsprachigen Presse für Integration und Identität
  • Langfristige Verankerung deutscher Traditionen im amerikanischen Gesellschaftssystem

Auszug aus dem Buch

3. Die amerikanische Zivilgesellschaft und der Einfluss deutscher Auswanderer

„So unglaublich es klingen mag, daß in einer Republik, deren Freiheit und Unabhängigkeit durch die schwersten Kämpfe errungen werden mußte, wohl ein halbes Jahrhundert lang kein eigentliches Volksleben existiert hat, so wahr ist es nichtsdestoweniger. Das einzige Fest, welches in Amerika früher gefeiert wurde, die Feier der Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli, wurde in einer Weise begangen, welche einen lebenslustigen Europäer frösteln und frieren machen konnte. Man schritt in feierlicher Prozession an irgendeinen offenen Platz, betete, verlas die Unabhängigkeitserklärung, hielt phrasenreiche, von nationalem Selbstlob strotzende Reden, betete wieder und zog in ebenso feierlicher Weise heim. Es gibt in Europa Gegenden, in welchen eine Leichenfeier lustiger ist… Heute veranstalten sie großartige Volksfeste, die nach dem Muster der deutschen mit öffentlichen Umzügen und Lustbarkeiten aller Art verbunden sind. Wie tief in dieser Beziehung der deutsche Einfluß gedrungen ist, zeigt die Weihnachtsfeier, wie sie bei den Amerikanern üblich geworden ist. Ehedem nahmen nämlich letztere in Übereinstimmung mit der puritanischen Lehre von keinem kirchlichen Feiertage, außer von dem Sonntage, Notiz. Ein gemütvolles Familienfest, wie es Weihnachten ist, paßte gar nicht zu ihrer kalten und starren Lebensanschauung; schon seit mehreren Jahren aber begehen sie es in rein deutscher Weise. Der von Lichtern strahlende Baum prangt nicht nur in den Häusern, sondern sogar in den Kirchen…Mit Ausnahme der puritanischen Finsterlinge, gestehen die Amerikaner ein, daß sie erst von den Deutschen gelernt haben, zu leben, froh zu sein und im Genusse Maß zu halten.“ (Kügler, Die Deutschen in Amerika, 1983, S. 238 aus Emil Rothe, Das deutsche Element in Amerika, 1884)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die deutsche Migrationsgeschichte des 19. Jahrhunderts ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach dem kulturellen Einfluss deutscher Auswanderer auf die US-Zivilgesellschaft.

2. Die Migration der Deutschen in die USA: Dieses Kapitel erläutert die ökonomischen, politischen und religiösen Beweggründe für die Auswanderung und beleuchtet die US-Einwanderungspolitik sowie die räumliche Verteilung der Migranten.

3. Die amerikanische Zivilgesellschaft und der Einfluss deutscher Auswanderer: Hier wird der spezifische Beitrag deutscher Migranten in den Bereichen Bildung, Sport und Presse analysiert, wobei besonders die Etablierung von Institutionen wie dem Kindergarten und Turnerbünden hervorgehoben wird.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass deutsche Einwanderer durch kulturelle Innovationen maßgeblich zur Gestaltung der amerikanischen Gesellschaft beigetragen haben, auch wenn ihr Einfluss im 20. Jahrhundert durch zunehmende Assimilierung und politische Spannungen abnahm.

Schlüsselwörter

Migration, deutsche Auswanderer, USA, Zivilgesellschaft, 19. Jahrhundert, Integration, Bildungswesen, Turnerbund, deutschsprachige Presse, Massenauswanderung, Assimilierung, Kulturtransfer, Identitätsbildung, Migrationsgeschichte, kulturelle Prägung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der deutschen Einwanderung im 19. Jahrhundert auf die Entwicklung der amerikanischen Zivilgesellschaft und Kultur.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die Auswanderungsgründe, die US-Einwanderungspolitik, der Einfluss auf das Bildungssystem und den Sport sowie die Rolle der deutschsprachigen Presse.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit deutsche Auswanderer die amerikanische Zivilgesellschaft prägten und welche dauerhaften Einflüsse bis heute bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur, zeitgenössischen Quellen und empirischen Daten basiert.

Welche inhaltlichen Aspekte werden im Hauptteil fokussiert?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die akteurszentrierte Perspektive, insbesondere auf die Rolle von Bildungsinstitutionen wie dem Kindergarten und von Sport- und Gesangsvereinen.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind deutsche Migration, Zivilgesellschaft, Integration, kultureller Einfluss und der Nordamerikanische Turnerbund.

Wie beeinflussten deutsche Auswanderer das amerikanische Bildungswesen?

Die Arbeit verweist unter anderem auf die Gründung des ersten amerikanischen Kindergartens durch Karoline Louise Frankenberg sowie die Adaption deutscher Schulsysteme.

Welche Rolle spielte die deutschsprachige Presse für die Integration der Migranten?

Die Presse diente sowohl der Informationsvermittlung in der Muttersprache als auch der politischen Mobilisierung und der Vermittlung amerikanischer Lebenssitten, verzögerte jedoch teilweise das Erlernen der englischen Sprache.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Migration der Deutschen nach Nordamerika. Inwieweit prägten deutsche Auswanderer die amerikanische Zivilgesellschaft?
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Friedrich-Meinecke-Institut)
Veranstaltung
Migrationen
Note
1,7
Autor
Patrick Woelk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
14
Katalognummer
V411781
ISBN (eBook)
9783668630420
Sprache
Deutsch
Schlagworte
migration deutschen nordamerika inwieweit auswanderer zivilgesellschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Patrick Woelk (Autor:in), 2017, Die Migration der Deutschen nach Nordamerika. Inwieweit prägten deutsche Auswanderer die amerikanische Zivilgesellschaft?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/411781
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Leseprobe aus  14  Seiten
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