Autorität in der Schule. Geschlecht Nebensache?


Examensarbeit, 2017

74 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1 Einleitung

2 Begriffserklärung Autorität
2.1 Definitionen in der Fachliteratur
2.1.1 Lenzen: P ä dagogische Grundbegriffe
2.1.2 Roth: Autorit ä t und Unterwerfung
2.1.3 Wehle: Lexikon p ä dagogischer Schlagworte und Begriffe
2.1.4 Bahrdt: Schl ü sselbegriffe der Soziologie
2.1.5 Horney: P ä dagogisches Lexikon
2.1.5 Sennet: Autorit ä t
2.1.6 Gesamtbetrachtung der Literatur
2.2 Spannungsfelder Autorität
2.2.1 Autorit ä t und Autonomie
2.2.2 Autorit ä t und Freiheit
2.2.3 Autorit ä t und Macht

3 Autoriat in der schule
3.1 Autorität der Lehrperson
3.2 Autorität - Die acht Kompetenzbereiche
3.2.1 Fachkompetenz und didaktisch-methodische Kompetenz
3.2.2 Erzieherische und diagnostische Kompetenz
3.2.3 Sozio-emotionale und kommunikative Kompetenz
3.2.4 Personale Kompetenz und Handlungskompetenz
3.3 Problemfelder in der Schule
3.4 Geschlecht Nebensache?

4 Forschungsfragen
4.1 Forschungsmethode
4.2 Fragestellung
4.3 Hypothese

5 Untersuchung
5.1 Durchführung der Untersuchung
5.1.1 Vorarbeiten
5.1.2 Gewinnung der Stichproben
5.1.3 Durchf ü hrung der Untersuchung
5.2 Allgemeine Fragen
5.2.1 Schulklasse und Geschlecht
5.2.2 Schultypus und Geschlecht
5.3 Sachbezogene Fragen
5.3.1 Vorstellungen zum Begriff Autorit ä t
5.3.2 Erfahrungen mit dem Begriff Autorit ä t
5.3.3 Autorit ä t in Bezug auf das Geschlecht der Lehrkraft
5.3.4 Merkmale einer spezifischen Autorit ä tsperson
5.3.5 Geschlecht der spezifischen Autorit ä tsperson

6 Ergebnisse der Untersuchung
6.1 Was ist Autorität?
6.2 Erfahrungen mit Autoritäten
6.3 Männliche Lehrkraft als Autoritätsperson
6.4 Merkmale der Autoritätsperson
6.5 Geschlecht der Autoritätsperson

7 Besprechung der Untersuchung
7.1 Autorität aus Sicht der Schülerinnen und Schüler
7.2 Merkmale einer Lehrperson mit Autorität
7.3 Geschlecht einer Lehrperson mit Autorität
7.4 Notwendige Kompetenzen

8 Fazit

9 Quellenverzeichnis
9.1 Literaturverzeichnis
9.2 Internetquellenverzeichnis
9.3 Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

Autorität - „Ohne sie kann der Mensch nicht existieren, und dochbringt sie ebenso viel Irrtum als Wahrheit mit sich. Sie verewigt imEinzelnen, was einzeln vorübergehen sollte, lehnt ab und läßt vo-rübergehen, was festgehalten werden sollte und ist hauptsächlichUrsache, daß die Menschheit nicht vom Flecke kommt.“1 (Johann Wolfgang von Goethe)

Autorität ist ein äußerst vielfältiger und facettenreicher Begriff, der schonim frühen Mittelalter seine Prägung bekam. Im Wandel der Zeit wurde derBegriff immer wieder hinterfragt und erneut ausgearbeitet, sodass es vieleverschiedene Sichtweisen im Hinblick auf Autorität gibt. Durch diemittelalterlichen und totalitären Erscheinungen wurden schlechteErfahrungen mit Autoritäten gemacht, sodass mehr zur Freiheit gestrebtwird.2 Dennoch scheint Autorität ein wichtiger Faktor zu sein, denn Freiheitallein reicht nicht aus, um erfolgreich zu werden. Jedes Kind wächst ineiner Autoritätsstruktur auf, welche zuerst durch die Eltern gebildet wird,durch die Lehrer und Lehrerinnen in der Schule weitergeführt und späterim Erwachsenalltag durch Vorgesetzte ausgeübt wird. Die vorliegendeArbeit befasst sich vorrangig mit der Autorität von Lehrkräften in derSchule. Dazu dient folgendes Zitat als Beispiel für die AutoritätspersonLehrer:

„Der Schüler sehe dem Lehrer manchen Wunsch von den Augenab. Er hebe ihm heruntergefallene Gegenstände auf, sei ihm behilf-lich beim Anziehen des Überrocks, reiche ihm Hut, Stock oderSchirm dar. Er öffne ihm bei passender Gelegenheit, auch außer-halb des Unterrichts, die Türe. Treffen beide an einer Türezusammen, so lasse der Schüler dem Lehrer den Vortritt und gehedann hinter ihm her.“3

Diese Form der Autoritätsausübung stammt aus der Zeit des 19. bis 20. Jahrhunderts und spiegelt womöglich nicht die jetzige wider. Es istfraglich, ob Schülerinnen und Schüler aufgrund von Autorität gegenüberder Lehrkraft dieses Verhalten hervorruft. Möglicherweise könnte auchAngst ein Grund sein, der zu solch ein Handeln führt. Nun ergeben sichdie Fragen: Wie wird Autorität aus soziologischer Sicht definiert? Was istdas Verständnis seitens der Schülerinnen und Schüler von Autorität?Welche Auswirkung hat sie auf die Institution Schule und welchen Einflusshat das Geschlecht der Lehrperson auf die Schülerinnen und Schüler?

Die vorliegende Arbeit ist folgendermaßen aufgebaut. Zunächst folgt eineAuseinandersetzung mit verschiedenen Begriffserklärungen von Autorität,indem verschiedene Texte analysiert und in einer Gesamtbetrachtungzusammengefasst werden. Es werden Aspekte der pädagogischen undsoziologischen Betrachtungsweise herangezogen, um einen Überblick zuschaffen. Außerdem werden verschiedene Spannungsfelder in Bezug zurAutorität erläutert. Anschließend wird der Schwerpunkt auf die Autorität inder Schule gesetzt. Insbesondere wird die Autorität der Lehrkräfte undGeschlechterrollen untersucht. Des Weiteren werden Kompetenzfeldererläutert und Probleme dargestellt. Die letzten Kapitel beschäftigen sichmit der soziologischen Studie, die mithilfe eines Fragebogens zum Thema‚Autorität in der Schule‘ erhoben wurde. Zunächst werden die Forschungs-fragen und Hypothesen erläutert, danach wird die Untersuchungbeschrieben und zuletzt die Ergebnisse dargestellt und besprochen. DieArbeit schließt mit einem Fazit ab.

2 Begriffserklärung Autorität

2.1 Definitionen in der Fachliteratur

In der Fachliteratur findet man unterschiedliche Ansätze und Definitionenzu dem Begriff der Autorität. Sich auf eine Begriffserklärung festzulegen,ist sehr schwierig, da Autorität in verschiedenen Jahrzenten unterschied-lich gesehen und somit auch anders definiert wurde. Allgemein istfestzuhalten, dass keine hinreichende Definition besteht. Aufgrund dessenwird im Folgenden eine Annäherung an den Begriff Autorität überverschiedene Begriffskonstruktionen der Pädagogik und Soziologieherzustellen versucht.

2.1.1 Lenzen: Pädagogische Grundbegriffe

Dieter Lenzen erklärt in seinem Lexikon pädagogische Grundbegriffe. DenBegriff der Autorität beschreibt er als zentralen, vieldeutigen undumstrittenen Begriff, der vom lateinisch-römischen Begriff „auctoritas“abstammt, welcher vermehren, fördern und bereichern bedeutet.Anderseits wird der Begriff „potestas“, der Macht, Herrschaft, Amtsgewaltbedeutet, ebenfalls mit Autorität in Verbindung gebracht. Dies erschwertdie Begriffsbestimmung erheblich. Hinzu kommt, dass in unterschiedlichsoziokulturellen Zusammenhängen verschiedene Bedeutungen vorhandensind. Im romanischen und angloamerikanischen Sprachraum hat derBegriff eine öffentlich-politisch machtbezogene Bedeutung, im Deutschenhingegen eine persönlich-private geistige Bedeutung. Das bedeutet, dassAutorität jede einzelne Person betrifft. Als weitere verwandte Begriffenennt Lenzen: Vorbild, Ansehen, Respekt, Ehrfurcht, Einfluss, Macht,Gewalt, Herrschaft und viele mehr. Somit kommt er zu dem Entschluss,dass der Autoritätsbegriff im Zusammenhang mit den sozialen undgesellschaftlichen Verhältnissen gesehen werden muss.4

Autorität ist keine Eigenschaft von Personen, sondern wird als die Qualitäteiner sozialen Beziehung zwischen ihnen bezeichnet. Synonyme sinddabei die Begriffe ‚Ansehensmacht‘ und bejahte Abhängigkeit. Abstrakter ist Autorität als eine „Sammelbezeichnung für Eigenschaften, Fähigkeiten und Leistungen [zu bezeichnen], welche denjenigen Personen, Gruppenund Institutionen zugeschrieben werden, die gegenüber anderenPersonen, Gruppen und Institutionen [...] einen Einfluß- und Führungsan-spruch geltend machen“5. Dies setzt voraus, dass eine Überordnung derautoritären Person vorhanden ist. Daraus folgt, dass eine sozialeUngleichheit vorhanden ist, die auch auf Macht-, Zwangs- oder Gewalt-verhältnissen beruhen kann. Dabei sollte man aber zwischen innererAnerkennung des Autoritätsinhabers und der gegebenen Chance undNotwendigkeit für beide Seiten unterscheiden, die das Autoritätsverhältnisbegründen und legitimieren. Der Autoritätsinhaber hat das Recht bindendeRatschläge und Befehle zu geben, allerdings müssen diese eine positiveAuswirkung haben und dürfen nicht zum Nachteil des Autoritätsabhängi-gen führen. Erst dann darf er unmittelbare Folgebereitschaft,Unterordnung und Gehorsam verlangen. Der Autoritätsabhängigelegitimiert die Aussagen und verpflichtet sich freiwillig diesen zu folgen,weil er Vertrauen, ein Treuegefühl und Ehrfurcht gegenüber demAutoritätsinhaber hat. Der Gehorsam kann verweigert werden, wenn dieLegitimationsbasis verletzt oder Strafe und Sanktion angedroht werden.6 Ein legitimes Mittel zur Gewinnung von Zustimmung und Autorität istÜberzeugung durch Beispiel und Vorbild. Unzulässig ist es, Autorität durchÜberredung, rationale Argumentation oder bewusste Manipulation zuschaffen. Dies ist kein Fundament für eine Autoritätsbeziehung und schafftkein Vertrauen, welches für Autorität grundlegend ist. Gemeinsame Wertekönnen ein Vorteil zur Autoritätsgewinnung sein.7

Die sprachanalytische Philosophie unterscheidet zum einen zwischen derWert- und Sollens Autorität und zum anderen zwischen der Erkenntnis-Wissens Autorität, die in der Schule zentral ist. Die Erkenntnis-WissensAutorität beruht auf dem Vertrauen in die Richtigkeit von Aussagen,Behauptungen und Feststellungen.8 Fraglich ist dabei, ob die Autoritäteiner Lehrkraft als eine Autorität per Definition verstanden wird. Oftmals beruht Autorität in der Schule auf Strenge und Sanktionen, obwohl der Fokus eher auf der Erkenntnis-Wissens Autorität liegen sollte. Diesspiegelt das theoretische und praktische Dilemma von „positiver“ und„negativer“ Autorität in der Erziehungswissenschaft wider. Dadurch kannherausgestellt werden, dass in der Erziehungspraxis kaum an demidealisierten Autoritätsbegriff festgehalten wird. So kann nur schweranalysiert werden, welche Faktoren die Autorität der Lehrkraft beiSchülerinnen und Schüler hervorruft. In der Sozialisationsforschung wirdaußerdem die Autorität der Eltern analysiert. In soziokulturell depraviertenSozialschichten ist die Erziehungsautorität autoritär-repressiv, dagegen inprivilegierten Schichten eher liberal-permissiv. Dies führt dazu, dass schonim frühen Kindesalter Autorität verschieden verstanden und bildhaftassoziiert wird. Pädagogische Autorität gehört nicht mehr zu den fraglosgegebenen Bedingungen der Erziehung. Schülerinnen und Schülersuchen Erziehung bei „Peer-Groups“, Freizeitkonsum, Massenmedien undbei „Ersatzautoritäten“.9

2.1.2 Roth: Autorität und Unterwerfung

Roth beschreibt in seinem Artikel „Autorität und Unterwerfung“ den BegriffAutorität in Verbindung mit Herrschaft, die von einer überlegenen Personausgeübt wird. Herrschaft verlangt Unterwerfung unter einem Befehl,einem Vorbild oder einem Expertenurteil. „Autorität ist ein spezifischesBeziehungsmuster in Herrschaftsverhältnissen, das von der Anerkennungbis zur Unterwerfung reichen kann.“10 Obwohl die Anerkennung vonAutorität zur Folge hat, Anforderungen und Erwartungen zu entsprechen,besteht die Möglichkeit, im Hintergrund negativ über seinen Vorgesetzten,egal ob Lehrer oder Chef, zu sprechen. „Autorität ist überall. Wo immersich Menschen dauerhaft miteinander verbinden und soziale Ordnungschaffen, erkennen sie einander nicht nur als verschiedene Gleiche,sondern auch als Ungleiche an.“11 Man kann sich Autorität nichtentziehen, auch wenn oft von antiautoritärer Kritik gesprochen wird. So ist sie vorhanden, sobald Personen eine soziale Position einnehmen, woraus man schließen kann, dass Autorität keine Eigenschaft ist. Hingegen kannsie von anderen anerkannt werden und ohne Beziehung nicht existieren.Anerkannte Autorität kann verschiedene Ursprünge haben, z.B.Amtsbonus oder Freiwilligkeit bis hin zur Unterdrückung. Roth erläutertanhand von den zwei Adjektiven autoritativ und autorit ä r das Spektrum derAutorität. Autoritativ weist auf zwanglose Anerkennung hin und autoritärsteht für notwendige Anwendung von Gewalt, wenn Autorität nichtzugesprochen wird.12

„Autorität ist jemand dann, wenn andere ihm aus freien Stücken eine persönliche Überlegenheit attestieren, an die sie selbst heranreichen. Häufig eifern sie der Autorität nach und versuchen es ihr gleich zu tun: Autoritäten sind Vorbilder.“13

Des Weiteren können Autoritätspersonen anhand ihrer Überlegenheit in hinsichtlich ihres Wissenstandes anerkannt werden. Dies ist bei einer Lehrer-Schüler-Beziehung der Fall. Die hier genannte Autoritätsform wird die Sachautorität oder auch die rationale Autorität bezeichnet.14

Das Bild von Autorität wurde im zweiten Weltkrieg sehr negativ belastet, sodass1968 das Konzept der antiautoritären Erziehung entstanden ist. Eine Zerstörung von Gehorsam durch eine „Erziehung zur Mündigkeit und Freiheit, zu Autonomie und Selbstbestimmung“15 ist das Leitbild dieser Bewegung. A.S. Neill, als Gründer der antiautoritären Schule Summerhill, beschreibt, dass Autorität durch Freiheit ersetzt wird und das Kind aufgrund seiner Neugier die Umwelt erfährt.16

Roth beschreibt das Ziel einer Autoritätsbeziehung als eine paradoxe Denkfigur. Autorität ist dann erfolgreich, wenn diese verschwindet und zu einer gleichberechtigten Beziehung führt.17

2.1.3 Wehle: Lexikon pädagogischer Schlagworte und Begriffe

Wehle ist der Meinung, dass Erscheinungsformen, Bestimmungen,Begründungen und Notwendigkeiten von Autorität zu den am häufigstengestellten Fragen im Erziehungsfeld gehören und meistens sehrunterschiedlich beantwortet werden. Seiner Erkenntnis nach wird derAutoritätsbegriff von verschiedenen Seiten beleuchtet. Die traditionellePädagogik fragt nach dem Wesen der Autorität und hat somit Autorität alsQualifikation bestimmt. Im Gegensatz zur erziehungswissenschaftlichenSeite, definiert sie die Autorität als zwischenmenschliche Beziehung, inder der Autoritätsführende eine entscheidungsbeeinflussende Führungs-und Vorbildfunktion übernimmt. Dies ist aber gesellschafts-kulturellverschieden. Wenn man von Autorität spricht, dann spricht man von Über-und Unterlegenheit. Diese ist grundsätzlich bei Autoritätsbeziehungenvorhanden. Dadurch, dass immer wieder neue Abhängigkeiten entstehen,ist ein Wandel der Autoritätsstruktur zu erkennen. Die vermittelndeFunktion von Autorität ist besonders wichtig. So braucht der Autoritätsab-hängige Lehre als Einführung und Orientierung. Außerdem filtert dieAutoritätsperson die Lehre und Informationen, ohne diese begründen zumüssen, da der Autoritätsabhängige dies womöglich nicht versteht. DemAutoritätsabhängigen fehlt oft die geistige Reife oder er ist überfordert.

In einer demokratischen Gesellschaft, in der Mündigkeit und Emanzipationim Vordergrund stehen, nimmt die Autoritätsstruktur im Laufe des Lebenskontinuierlich ab. Der Autoritätsführende sieht es als Aufgabe, denAutoritätsabhängigen zur Selbstständigkeit und Selbstverantwortung zuführen.

Des Weiteren zeigt Wehle auf, dass im Hinblick auf die Lehrkraft ein Wandel in der Kategorisierung stattgefunden hat. Früher wurde ihr eine Amts- und Persönlichkeitsautorität zugesprochen, heute ist eine Lehrkraft eine Expertenautorität. Eine Lehrkraft ist ein Experte im Anbetracht ihrer didaktischen und pädagogischen Leistungen.18

2.1.4 Bahrdt: Schlüsselbegriffe der Soziologie

Bahrdt beschreibt Autorität als einen sozialen Einfluss der Überlegenheitvon Personen, Gruppen oder Institutionen auf andere Personen. DieAnerkennung von Autorität gibt der Autoritätsperson die Möglichkeit, dasVerhalten des Autoritätsnehmenden aufgrund von Vertrauen zubestimmen. Autorität ist keine Eigenschaft, sondern spiegelt eineBeziehung zu anderen Personen wider. Es gibt einige Eigenschaften, dieein Autoritätsträger haben kann. Diese sind Klugheit, körperliche Kraft,Redekunst und viele mehr. Wichtig dabei herauszustellen ist, dass derBesitz der Eigenschaften, nicht dazu führt als Autoritätsperson zu gelten.Zusätzlich muss man zwischen autoritärem Verhalten und Autoritätunterscheiden. Das autoritäre Verhalten verschafft sich Autorität auch mitGewalt und Zwang, wobei sich Autorität häufig ohne Willen, Aktivität undWissen bildet.19

2.1.5 Horney: Pädagogisches Lexikon

Horney beschreibt Autorität als einen bejahten Führungsanspruch, voneiner Person, Institution oder Tradition auf einen Anderen dem ohneZwang und ohne dies zu hinterfragen gefolgt wird. Dies ist eine grundle-gende Anlage von Heranwachsenden, um erzogen zu werden. Einerseitskönnen Kinder noch keine eigenen Entscheidungen treffen und sind somitauf Erwachsene angewiesen, anderseits ist es das Ziel der Erziehung,bestimmte Normen und Prinzipien aufzuzeigen. Personen, die mitAutorität auftreten, gelten für Kinder als Vorbilder, mit denen sie sichidentifizieren können.

Horney stellt heraus, dass Autorität und Gewalt schwer zu trennen sind.Dennoch ist eindeutig, dass der Erzieher Verantwortung für seinenHeranwachsenden übernimmt. Somit geht er eine Bindung ein, die ihn freimacht.

Horney schreibt von einem Spannungsfeld „Führung oder Wachsenlas- sen“20, welches er sehr kritisch betrachtet. Nicht Autorität schränkt dasHeranwachsen ein, sondern gesellschaftliche Verflechtungen undZwänge, die Vertrauen, Ehrfurcht und Verantwortungsbewusstsein in derErziehung erschweren. Meistens ist der Autoritätsträger nicht in der Lage,die von ihm geforderte Leistung zu erbringen, weil es seine Fähigkeitenübersteigt. An ihn wird die Erwartung gestellt, alle Werte und Normen derKultur weiterzugeben, obwohl er diese selbst nicht erfüllt und somit auchnur teilweise authentisch darstellen kann. Dies ist vor allem in religiösen,politischen und ethischen Bereichen der Fall. In der Folge der Schwierig-keit, den Autoritätsbegriff zu definieren, kommt es zu falschenVorstellungen des Begriffs. Junge Menschen verbinden mit BegriffAutorität Zwang, Gewalt und Druck.21

2.1.5 Sennet: Autorität

Richard Sennet stellt fest, dass das Bedürfnis nach Autorität elementar fürjeden Menschen ist. Kinder brauchen Autoritätspersonen, weil diese ihnenSicherheit geben. Dies ist die wichtigste Aufgabe von Erwachsenen.Autorität ist mit einer Angst belastet. Eine „Angst vor den Autoritäten alsVerführern“22, eine „Angst vor dem Akt der Verführung“23, eine Angst „dieFreiheit um der Geborgenheit Willen aufzugeben.“24 Obwohl diese Ängstebestehen, bleibt der Wunsch nach Autorität vorhanden, da Orientierung,Geborgenheit und Stabilität fehlen.25

Sennet erklärt Autorität an dem Beispiel des Dirigenten Pierre Monteux.„Monteux verfügte über eine entspannte, vollkommene Selbstbeherr-schung, und diese Sicherheit war die Grundlage seiner Autorität.“26 Sichihm unterzuordnen, war für seine Musiker selbstverständlich. Dazu bedarfes keinem Zwang, sondern man wusste, er möchte einem helfen, besserzu werden. Monteux verfügte „über eine bestimmte Stärke [...], um andere anzuleiten, indem er ihr Handeln im Hinblick auf einen höheren Maßstab verändert.“27 Für Sennett sind Selbstsicherheit, überlegenes Urteilsvermö-gen und die Fähigkeit, andere zur Disziplin anzuhalten, Eigenschaften fürAutorität.28

Der Begriff Macht wird im Zusammenhang mit Autorität als Synonymverwendet, obwohl Autorität vom lateinischen Wort „auctoritas“ abstammt,welche seine Bedeutung von „auctor“ Schöpfer, Stifter, Urheber undVerfasser hat. Daraus folgt, dass Macht etwas anderes ist als Autorität.29

Wenn Eltern ihren Kindern Angst und Ehrfurcht beibringen oder Politiker ihren Bürgern mit Furcht und Schrecken begegnen, ist das keine Autorität, die dem Untergegeben nützt, sondern hier ist die Rede von Herrschen. Dies ist der Grund für Angst vor Autoritäten, wenn Menschen ihre Macht über Autoritätsabhängige ausnutzen. Es wird immer wieder versucht, in der Autorität Halt zu finden, aber oftmals endet dies in Enttäuschung, weshalb Autorität schwer zu fassen und definieren sei.30

2.1.6 Gesamtbetrachtung der Literatur

Nach Sichtung der Literatur zeigt sich, dass sich die anfänglicheVermutung bewahrheitet. „Autorität kommt vom lateinischen WortAuctoritas, und diese von auctor, einer Ableitung des Wortes augere.Augere heißt vermehren, zunehmen, wachsen lassen, auch fördern.“31 Jemanden auctor sein, heißt jemanden zu beraten. Wer als auctorbezeichnet wird, befindet das Handeln eines anderen als gut undübernimmt somit Verantwortung dafür. Diese Erlaubnis bringt Freiheit inder Entscheidung. Die Auctoritas gibt einen helfenden Rat, welcher keinBefehl ist, aber als Befehl wirkt. Dies entspricht dem Wesen derAuctoritas, denn sie ist helfend und handelt selbstlos. Die Person, die Rateinholt, vertraut seinem Ratgeber. Autorität wird somit nach MaxHorkheimer „bejahte Abhängigkeit“ 32 genannt. Das unterstützt dieAussage des bejahten Führungsanspruches von Horney.

„Autorität als bejahte Abhängigkeit kann daher sowohl fortschrittliche, den Interessen der Beteiligten entsprechende, der Entfaltung menschlicher Kräfte günstiges Verhalten bedeuten, als auch einen Inbegriff künstlich aufrecht erhaltener, längst unwahr gewordener gesellschaftlicher Beziehung und Vorstellungen die den wirklichen Interessen der Allgemeinheit zuwiderlaufen.“33

Das reicht aber noch nicht für ein klares Verständnis. Um den BegriffAutorität eindeutig zu definieren, bedarf es einer Vielfältigkeit, die nichtgeleistet werden kann. Verschiedene Faktoren, wie Geschichte, Subjek-tivität, Kultur und viele mehr, erschweren die Eindeutigkeit diesersoziologischen, pädagogischen Begriffsstruktur. Hinzu kommt, dass eineantiautoritäre Bewegung jegliche Autorität ablehnt und zur Freiheit desEinzelnen aufruft. Weder Unterwerfung noch Abhängigkeit dürften Teileiner Bevölkerung sein.

„Es wird uns Kindern eines individualistischen Zeitalters nicht leicht,uns mit dem Gedanken vertraut zu machen, daß die Einzelpersön-lichkeit, wie wir sie kennen, einmal erfunden werden mußte, daß sie soziologisch bedingt und keine ewige und allgemeingültige Er- scheinung des Menschentums ist.“34

Jeder Mensch ist ein Individuum und hat das Recht auf Freiheit,Wertschätzung, Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung. NachSichtung der Literatur ist all dies möglich, auch wenn man sich in eineAutoritätsbeziehung begibt, denn die Aufgabe der Autoritätsperson ist es,die Wünsche und Ziele des Autoritätsabhängigen, der, der sich derAutorität hingibt, zu respektieren und ihn dabei zu unterstützen, diese zuverwirklichen.

Es geht nicht um eine totalitäre Abhängigkeit und Unterwerfung, sonderndarum, dass der Autoritätsträger den Abhängigen im Erwachsenwerdenunterstützt und in den Bereichen Freiraum lässt, in denen er selbstständigwird. Eine Autoritätsbeziehung ist dann erfolgreich, wenn sie nicht mehrbenötigt wird und eine Gleichberechtigung folgt. Autorität entspricht nichtdem Gebrauch von Gehorsam, sondern der Vernunft. „Wer nur nüchtern,die Welt betrachtet, wird einsehen, daß der einzelne sich fügen und sichunterordnen muß. Wer es zu etwas bringen, ja überhaupt, wer nichtuntergehen will, muß es andern recht machen lernen.“35

Autorität ist keine Eigenschaft, die einer Person zugesprochen wird.„Einfacher und zugleich realistischer wird es, wenn man Autorität nicht alsMerkmal oder gar Eigenschaft einer Person betrachtet, sondern alsAusdruck einer besonderen Art von Beziehung zwischen Personen.“36 Autorität ist nicht die Unterwerfung unter eine fremde Person, so wie esfrüher verstanden wurde, sondern autoritäres Handeln kann einebewusste Interaktion zwischen Individuen und Gruppen sein.37 DieInteraktion sollte nicht durch Angst entstehen, denn wenn Angst ein Faktorist, dass man als Autorität wahrgenommen wird, ist das schädlich für dasZiel einer Autoritätsbeziehung. Angst ist eine quälende Sorge, einzweifelnder beengter Zustand, der Mutlosigkeit zur Folge hat.38 Die Folge von Angst entspricht nicht dem Ziel einer Autoritätsbeziehung und sollte unter keinen Umständen vorhanden sein.

Ein anderer Aspekt ist, dass Autorität im Sprachgebrauch keineEigenschaft ist, „die Menschen entweder »von Natur aus« haben oder sichaneignen können [...], sondern die Person selbst kann zu einer »Autorität«werden.“39 Autorität ist keine grundsätzliche Fähigkeit, sondern kannerlernt werden.

„In manchen bildungspolitischen Diskussionen schlägt die nach1968 weit verbreitete, oftmals übertrieben skrupulöse Skepsis ge-gen jegliche Autorität bisweilen schon wieder um in (sichkonservativ verstehende) Forderungen der Art, dass nach Jahrendes Autoritätsverlusts nun endlich wieder Autorität in der Erziehungher müsse. Wenn damit gemeint ist, dass Kinder und Jugendlichewieder lernen sollten, sich widerspruchslos den Anweisungen Er-wachsener zu fügen, ist dem aus erziehungswissenschaftlicherSicht heftig zu widersprechen.“40

Das ist auch nicht das Ziel einer Autoritätsbeziehung. Jugendliche sollennicht widerspruchlos folgen, sondern sich leiten lassen, um mehr Weisheitzu erlangen. Ein gutes Beispiel zeigt sich durch eine Gemeinschaft ineiner Stadt in der Antike, welche sich verteidigt. Sie handelt autoritär,wenn sie sich von einer übergeordneten Person leiten lässt und dieIndividuen nicht von selbst handeln, also sich unterordnen. Bis zurheutigen Zeit liegt die Unterordnung im Interesse des Betroffenen, sodassdie Unterordnung des Kindes zur Erziehung der Eltern eine Bedingung füreine gute Entwicklung ist.41 Die Autorität innerhalb einer Familie und in derSchule formt das Kind vom jungen Alter an und nimmt bei der Entfaltungder Fähigkeiten eine entscheidende Rolle ein. Die Familie und die Schulebeeinflussen den menschlichen Charakter und somit das autoritäreVerhalten, welches in der Gesellschaft wichtig ist.42 Kinder sehnen sich nach Autorität sowohl kognitiv als auch emotional. „Autorität ist daher eine zentrale historische Kategorie.“43

Schmidt fasst Autorität wie folgt zusammen:

„Autorität deutet auf die Beziehung zwischen zwei Polen, in welcherder eine Pol auf den anderen einen tatsächlichen Einfluß ausübt,irgendwie ‚maßgeblich‘ wird. Dem beeinflussenden Pol wird dann‚Autorität‘ zugeschrieben, wenn diese Beeinflussung nicht durchethisch-fragwürdige Mittel wie Zwang, Bestechung oder Betrugausgeübt wird.“44

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Autoritätsbegriff vieleverschiedene Facetten hat. Betrachtet man einige verschiedeneDefinitionsbespiele, so kann man noch nicht den Begriff eindeutigbestimmen, aber man bekommt einen Einblick in die Begriffsstruktur. DerBegriff wurde schon im früheren Jahrhunderten unterschiedlich verwendetund zum Teil auch zweckentfremdet. Dies macht es besonders schwierig,sich in der heutigen Zeit mit dem Begriff zu assoziieren. Besondersfestzuhalten ist, dass Autorität einen positiven Effekt auf Menschen hatund sich schon Kinder danach sehnen, sich Autorität unterzuordnen.

2.2 Spannungsfelder Autorität

Aufgrund der schwierigen Einordnung des Autoritätsbegriffs werden im Folgenden Spannungsfelder aufgezeigt, die mit dem Begriff einhergehen. Autonomie, Freiheit und Macht sind Begriffe, die häufig mit Autorität in Verbindung gebracht werden.

2.2.1 Autorität und Autonomie

Autonomie bedeutet nach einer aus der Renaissance stammendenDefinition, dass man eine gewisse Selbstständigkeit aufweist.45 DieseSelbstständigkeit verdankt der Person Anlagen, welche ihr keiner nehmenkann. Daraus resultieren Fähigkeiten, die andere Menschen brauchen undsomit sich in Abhängigkeit begeben, wie es beispielsweise bei einem Arztder Fall ist. Ohne einen Arzt ist es schwierig, seine Beschwerden zudiagnostizieren und die richtigen Heilmittel dagegen einzusetzen.Autonomie besitzt zwei verschiedene Formen. Zum einen ist der Besitzvon Fertigkeiten zu nennen, zum anderen die komplexen Fertigkeitenvieler verschiedener Personen zu koordinieren und ein gutes Resultat zuerzielen.46 „Wer über eine autonome Charakterstruktur verfügt, der hatauch die Fähigkeit, andere zuverlässig zu beurteilen, weil er auf ihreAnerkennung nicht angewiesen ist.“47 Hier zeigt sich ein entscheidenderUnterschied zwischen Autorität und Autonomie. Eine autoritäre Personbenötigt die Wechselbeziehung verschiedener Individuen und seinerAnerkennung, während eine autonome Person keine Anerkennungbenötigt. „Wenn ein Mensch von anderen mehr gebraucht wird, als er siebraucht, dann kann er es sich leisten, ihnen gegenüber gleichgültig zusein.“48 Einer Autoritätsbeziehung könnte diesem Verhalten schaden,denn es würde das Vertrauen zerstören. „Die Autonomie errichtet eineBarriere gegen die Welt; sobald man sich abgeschirmt hat, kann man soleben, wie man selbst will.“49 Dies zeigt die negative Seite von Autonomie.

Man erreicht zwar eine gewisse Selbstständigkeit, die dennoch immer wieder auf die Probe gestellt wird.

„Die Autonomie wird gewahrt, indem das eigentlich Menschliche inder souveränen, innerlichen Persönlichkeit gesucht wird, währenddie Stellung des Menschen in der autoritativ-hierarchischen Öffent-lichkeit zu der sozialen Rolle herabsinkt, die er spielt. So kann auchder Mann von der Straße gegenüber dem Minister, der Primanergegenüber dem Studienrat, der Arbeiter gegenüber dem Betriebsli-ter frei sein im Sinne der inneren Freiheit von Autorität. Und so wirddie Freiheit, die zum Menschen wesenhaft gehört, eo ipso zurmenschlichen Gleichheit. Man kann nicht gut mehr als souveränsein: wer die Autonomie behauptet, hat damit auch schon die we-senhafte Gleichheit aller Menschen proklamiert.“50

Wie zuvor beschrieben gibt es überall Hierarchien, an die man sich haltenmuss. Der Beginn ist schon in der Erziehung. Durkheim stellt die Theseauf, dass für die moralische Erziehung und somit auch für die individuelleAutonomie Disziplin notwendig sei. Heutzutage widerspricht dieseAuffassung dem Ideal einer Beziehung und der freien Kommunikation.Jean Piaget ist der Meinung, dass Disziplin nur in der ersten Phase derErziehung notwendig sei, da Zwang und Disziplin kein freies autonomesIndividuum formen können. Somit wird zwar Autorität gebraucht umAutonomie zu schaffen, aber Autorität nutzt nicht das Mittel der Disziplin.51 Ein Kind, welches autonom werden möchte, braucht Erziehung unter derAufsicht von Erwachsenen. Nach und nach spricht der Erwachsene demKind Selbstständigkeit zu und lässt ihm Freiraum. „Autonomie vermittelteine Vorstellung davon, was es heißt, stark zu sein.“52

Abschließend ist zu sagen, dass „Erziehung [...] in dem Maße [gelingt],wie der Heranwachsende dem Autoritätsanspruch der Erwachsenenfreiwillig entgegenkommt, weil er darin eine Wertsteigerung seiner selbsterfährt oder auch nur, weil kein Motiv in ihm lebendig ist, sich diesem Anspruch zu widersetzen, und er Vertrauen schenkt.“53 Das Spannungs- feld zwischen Autorität und Autonomie zeigt, dass Autorität zu Autonomie führen kann, wenn Autorität freiwillig anerkannt wird.

2.2.2 Autorität und Freiheit

Freiheit ist ein „Zustand, in dem jemand von bestimmten persönlichenoder gesellschaftlichen, als Zwang oder Last empfundenen Bindungenoder Verpflichtungen [löst] und sich in seinen Entscheidungen o. Ä. nicht[mehr] eingeschränkt fühlt.“54 Hierbei wird deutlich, dass Freiheit erst dannzustande kommt, wenn man keinem Zwang ausgesetzt oder Lastenverspürt.

Krüger sagt aus, dass „auch die Freiheit als endliche, menschliche Freiheit[...] ihrerseits auf Autorität angewiesen [ist].“ 55 Freiheit wird durch Autoritätgebunden. Dabei handelt es sich nicht um die Vernichtung der Freiheit,sondern es geht um die Art und Weise, wie mit Autorität umgegangenwird.56 „Der Mensch hat sein freies Selbstsein nicht gegen [Autorität] zuverteidigen“57, sondern Freiheit kann durch Autorität gesteigert werden.

„Daraus folgt, dass die „Aufgabe der Autorität [...] immer gewesen [ist], die Freiheit zu begrenzen und gerade dadurch zu sichern, so daß eine autoritäre Staatsform ihre eigentliche Substanz verliert, wenn sie die Freiheit schlechterdings abschafft. Sie ist dann nicht mehr autoritär, sondern tyrannisch.“58

Fügt man sich einer autoritären Person, so grenzt dies nicht die Freiheitein. Im Gegenteil es ist ihr Ziel, die Freiheit zu gebrauchen. Eine natürlicheAutorität benötigt eine natürliche Freiheit. „Autorität und Freiheit sindkeineswegs Gegensätze, und Autoritätsverlust entspricht kein automati-scher Freiheitsgewinn.“59 So sind sie „wenig voneinander zu trennen.“60

[...]


1 https://www.aphorismen.de/zitat/756 (zuletzt gesehen am 20.09.2017)

2 Vgl. Krüger,1977, S. 23.

3 Kowalczyk, 2003, S. 51.

4 Vgl. Lenzen, 2008, S. 140.

5 Lenzen, 2008, S. 141.

6 Vgl. Lenzen, 2008, S. 141.

7 Vgl. Lenzen, 2008, S. 142.

8 Vgl. Lenzen, 2008, S. 142.

9 Vgl. Lenzen, 2008, S. 147.

10 Roth, 2006, S. 18.

11 Ebd.

12 Ebd.

13 Vgl. Roth, 2006, S. 19.

14 Ebd.

15 Vgl. Roth, 2006, S. 20.

16 Vgl. Roth, 2006, S. 20f.

17 Vgl. Roth, 2006, S. 21.

18 Wehle, 1973, S. 24ff.

19 Bahrdt, 2003, S. 168f.

20 Horney, 1970, S238.

21 Horney, 1970, S. 239ff.

22 Sennet, 1985, S. 19.

23 Ebd.

24 Ebd.

25 Vgl. Sennet, Autorität, S. 19f.

26 Sennet, Autorität, S. 21.

27 Sennet, Autorität, S. 21.

28 Vgl. Sennet, Autorität, S. 22.

29 Vgl. Sennet, Autorität, S. 22.

30 Vgl. Sennet, Autorität, S. 24f.

31 Eschenburg, 1977, S. 7.

32 Eschenburg, 1965. S. 8.

33 Vgl. Horkheimer, 1936, S. 35f.

34 Wyneken, 1977, S. 10.

35 Horkheimer, 1936, S. 40.

36 Heymann, 2006, S. 32f.

37 Vgl. Horkheimer, 1936, S. 35.

38 Vgl. Lenzen, 2008, S. 56.

39 Heymann, 2006,S. 32.

40 Heymann, 2006, S. 32.

41 Vgl. Horkheimer, 1936, S. 35.

42 Vgl. Horkheimer, 1936, S. 35.

43 Horkheimer, 1936, S. 34.

44 Schmidt, 1989, S. 196.

45 Vgl. Sennett, 1985, S. 103.

46 Vgl. Sennet, 1985, S. 104f.

47 Sennet, 1985, S. 104f.

48 Sennet, 1985, S. 105.

49 Sennett, 1985, S. 143.

50 Krüger, 1977, S. 23f.

51 Vgl. Foray, 2007, S. 617.

52 Sennett, 1985, S. 146.

53 Schmidt, 1989, S. 194.

54 https://www.duden.de/rechtschreibung/Freiheit (zuletzt gesehen am: 08.11.2017)

55 Krüger, 1953, S. 31.

56 Vgl. ebd.

57 Krüger, 1953, S. 31.

58 Arendt, 1977, S. 50.

59 Arendt, 1957, S. 50.

60 Krüger, 1953, S. 27.

Ende der Leseprobe aus 74 Seiten

Details

Titel
Autorität in der Schule. Geschlecht Nebensache?
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
1,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
74
Katalognummer
V412350
ISBN (eBook)
9783668635593
ISBN (Buch)
9783668635609
Dateigröße
883 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Autorität, Geschlecht, Schule, Pädagogik, Soziologie, Erziehungswissenschaft
Arbeit zitieren
Julian Phan (Autor), 2017, Autorität in der Schule. Geschlecht Nebensache?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412350

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