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Posttraumatische Belastungsstörungen bei Kindern. Therapeutische Möglichkeiten

Title: Posttraumatische Belastungsstörungen bei Kindern. Therapeutische Möglichkeiten

Academic Paper , 2017 , 36 Pages , Grade: 1

Autor:in: Johanna Krajcsovics (Author)

Psychology - Consulting and Therapy
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Ziel dieser Arbeit ist es einerseits, mögliche Auslöser der einer posttraumatischen Belastungsstörung aufzulisten, einige der erfolgreichsten Therapien und den neusten Stand der Forschung vorzustellen sowie den richtigen Umgang mit an PTBS leidenden Personen aufzuzeigen. Andererseits möchte ich im Besonderen auf die möglichen Folgen und Nachwirkungen der Krankheit eingehen.

Früher dachte man, dass Kinder bzw. Jugendliche von traumatisierenden Ereignissen geringer betroffen wären als Erwachsene, da Kinder schneller vergessen. Das Gegenteil ist der Fall. Heute weiß man, Kinder können in speziellen Fällen gravierendere Schäden davontragen als Erwachsene. Genauer gesagt sind die Schädigungen der Psyche in Folge eines Traumas umso großer, desto jünger die betroffene Person ist. Auch die Symptome äußern sich oftmals in ganz anderer Weise als bei Erwachsenen.

Die Posttraumatische Belastungsstörung ist eine gravierende Erkrankung, deren Ausbruch durch viele verschiedene Faktoren hervorgerufen werden kann. Bei Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Erwachsenen tritt sie oftmals nach emotional extremen Erlebnissen wie z.B. Unfällen, Naturkatastrophen, sexualisierter Gewalt und Gewalt im Allgemeinen ein.
Die Folgen der PTBS können schwere Auswirkungen haben, vor allem in der Prägungsphase im Kindesalter, da es laut einer Studie fast unmöglich ist, solche belastenden Ereignisse unbeschadet zu überstehen.
Mit der Frage, welche wohl die wichtigsten und erfolgreichsten Therapiearten sind, haben sich zuletzt Regina Steil und Rita Rosner befasst. Indem 2009 erschienen Buch Posttraumatische Belastungsstörung zeigen sie, welche Therapien den größten Erfolg aufweisen, außerdem machen sie es auch einem Laien leicht, diese Krankheit besser zu verstehen.

Die vorliegende Arbeit gliedert sich in 4 große Kapitel:
Im ersten Kapitel, der allgemeinen Erklärung bzw. Begriffserklärung, werde ich klarstellen, worum es sich bei einer Posttraumatischen Belastungsstörung überhaupt handelt und die wichtigsten Abkürzungen und Begriffe erklären. Im zweiten Kapitel werde ich näher auf den richtigen Umgang mit an PTBS-Leidenden eingehen. Im dritten Kapitel versuche ich die gängigsten und erfolgreichsten Therapien sowie deren Verlauf darzustellen und miteinander zu vergleichen. Im abschließenden Kapitel werde ich die möglichen Folgen bzw. Folgeschäden einer solchen Krankheit aufzeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geschichte

3 Definition

3.1 Prävalenz

3.2 Symptome

3.3 Komorbidität

3.4 Risikofaktoren

4 Intervention

4.1 Intervention in der Akutphase

4.2 Intervention bei komplexer Traumafolgestörung

5 Diagnostik

5.1 Grundlagen für die spezifische Diagnostik

6 Diagnose bei Vorschulkindern

6.1 Inhaltliche Aspekte

6.2 Formale Aspekte

6.3 Informationsquellen

7 Setting

7.1 Einzel- und Gruppeninterventionen

7.2 Rolle der Eltern oder Bezugspersonen

8 Behandlungsstrukturen

8.1 Stabilisierung

8.2 Traumabearbeitung

8.3 Integration eines Traumas

8.3.1 Beginn der Behandlung

8.3.2 Hilfreiche Elemente

8.3.3 Abschluss der Behandlung

9 Exposition und Intervention

9.1 Imaginatives Nacherleben der Traumatisierung

9.2 Verhalten des Therapeuten

9.3 Exposition in vivo

9.4 Albtraumbehandlung

9.5 Diskriminationstraining

10 Elterntraining

10.1 Vermeidung der Eltern

10.2 Training

10.2.1 Kommunikation zwischen Eltern und Kind

10.2.2 Familienskilltraining

11 Traumafokusierte Kognitive Verhaltenstherapie

11.1 Therapiebeziehung

11.2 Psychoedukation

11.3 Erziehungskompetenz

11.4 Affektbenennung und Affektregulation

11.4.1 Dysfunktionale Kognition

11.5 Traumanarrativ

11.6 Prophylaxe

12 Schwierigkeiten und Probleme bei der Behandlung

13 Anschluss zur VWA aufgrund eigener Erfahrungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, ein tieferes Verständnis für die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) bei Kindern zu schaffen, mögliche Auslöser darzulegen und moderne, evidenzbasierte Behandlungsmethoden zu analysieren, wobei ein besonderer Fokus auf die Rolle des familiären Umfelds gelegt wird.

  • Ursachen und Entwicklung der PTBS-Symptomatik bei Kindern.
  • Diagnostische Verfahren und Herausforderungen in der Arbeit mit Vorschulkindern.
  • Effektive Interventionsansätze und therapeutische Settings (ambulant vs. stationär).
  • Die zentrale Rolle der Eltern und Bezugspersonen im therapeutischen Prozess.
  • Traumafokussierte Kognitive Verhaltenstherapie als zentraler Behandlungsansatz.

Auszug aus dem Buch

8.4 ALBTRAUMBEHANDLUNG

Bei wiederkehrenden Albträumen kann das Imagery Rhearsal Treatment (IRT) angewandt werden. Das IRT ist eine leicht anwendbare Form der Intervention. Hierbei wird der Patient welchen die persistierenden Albträume plagen gebeten, sich so klar und detailliert wie möglich an den Traum zu erinnern und ihn sich vorzustellen. Nachdem dies geglückt ist, soll der Leidende eine Änderung der Geschehnisse vornehmen umso das Erlebnis nicht mehr so belastend für ihn zu machen. Dieser neue leicht veränderte Inhalt des Albtraums wird mehrmals innerhalb der Vorstellung wiederholt, um es so im Gedächtnis zu verankern. Eine randomisierte Studie, welche bei zehn bis dreizehn jährigen Mädchen durchgeführt wurde zeigte, dass diese Form der Intervention Albträume reduzieren kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Bedeutung der PTBS als ernstzunehmende Erkrankung und definiert das Ziel der Arbeit, den aktuellen Forschungsstand sowie Therapiearten zu beleuchten.

2 Geschichte: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Trauma-Diagnostik von der Hysterie-Forschung bis hin zur offiziellen Anerkennung der PTBS im DSM-IV nach.

3 Definition: Hier wird der Traumabegriff erläutert und die medizinische Definition der PTBS als psychische Erkrankung infolge einschneidender Erlebnisse spezifiziert.

4 Intervention: Es wird die Problematik der seltenen Inanspruchnahme psychiatrischer Hilfe durch betroffene Kinder thematisiert und die Relevanz der Früherkennung unterstrichen.

5 Diagnostik: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der spezifischen Diagnostik unter Berücksichtigung des kindlichen Entwicklungsniveaus und externer Informationsquellen.

6 Diagnose bei Vorschulkindern: Hier werden die Besonderheiten der PTBS-Symptomatik bei sehr jungen Kindern und die notwendige alterspezifische Adaption der Diagnosekriterien dargelegt.

7 Setting: Es erfolgt eine Abwägung zwischen ambulanter und stationärer Behandlung basierend auf dem Schweregrad der Traumatisierung und der familiären Situation.

8 Behandlungsstrukturen: Dieses Kapitel strukturiert den Therapieprozess in die drei Phasen Stabilisierung, Traumabearbeitung und Integration.

9 Exposition und Intervention: Fokus dieses Kapitels sind spezifische Methoden zur kontrollierten Auseinandersetzung mit traumatischen Erinnerungen sowie das Training für Eltern.

10 Elterntraining: Hier wird die Schulung der Eltern als Kotherapeuten beschrieben, um eine sichere Umgebung und effektive Emotionsregulation für das Kind zu gewährleisten.

11 Traumafokusierte Kognitive Verhaltenstherapie: Dieses Kapitel fasst die Hauptkomponenten der TF-KVT zusammen, darunter die Therapiebeziehung, Psychoedukation und das Traumanarrativ.

12 Schwierigkeiten und Probleme bei der Behandlung: Es werden Herausforderungen wie emotionale Belastungen des Therapeuten oder Blockaden bei Kindern thematisiert.

13 Anschluss zur VWA aufgrund eigener Erfahrungen: Die Autorin reflektiert ihre Arbeit vor dem Hintergrund eigener, biografisch relevanter Erfahrungen mit traumatischen Erlebnissen.

Schlüsselwörter

Posttraumatische Belastungsstörung, PTBS, Traumatherapie, Kinderpsychologie, Traumafokussierte Kognitive Verhaltenstherapie, TF-KVT, Intervention, Stabilisierung, Elterntraining, Symptomatik, Traumanarrativ, Psychotraumatologie, Resilienz, Emotionsregulation, Diagnostik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) bei Kindern und Jugendlichen, untersucht deren Ursachen, Symptome und die Möglichkeiten einer erfolgreichen therapeutischen Intervention.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Felder sind die historische Einordnung der PTBS, die diagnostischen Herausforderungen bei Kindern, verschiedene Behandlungsstrukturen sowie die wichtige Rolle der Eltern im Heilungsprozess.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel der Arbeit ist es, mögliche Auslöser für PTBS aufzuzeigen, den aktuellen Stand der Forschung zu präsentieren und erfolgreiche Therapieansätze sowie den richtigen Umgang mit Betroffenen darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse publizierter Fachbücher sowie relevanter Online-Quellen zur Thematik der Psychotraumatologie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Kapitel zur Definition, Diagnostik, therapeutischen Settings, spezifischen Behandlungsstrukturen wie Stabilisierung und Traumabearbeitung sowie dem gezielten Elterntraining.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie PTBS, Traumatherapie, TF-KVT, kindliche Entwicklung, Traumanarrativ und Elternarbeit charakterisiert.

Warum ist das Elterntraining ein wesentlicher Bestandteil der Therapie?

Das Training ist essenziell, da Eltern als Kotherapeuten fungieren sollen, die dem Kind Stabilität bieten, bei der Emotionsregulation helfen und durch eine gesunde Beziehungsgestaltung den Heilungsprozess massiv unterstützen.

Welche Herausforderungen bestehen bei der Diagnose von Vorschulkindern?

Die größte Herausforderung ist die limitierte sprachliche und kognitive Fähigkeit von Kleinkindern sowie die Notwendigkeit, Verhaltensbeobachtungen anstelle von standardisierten Interviews zu nutzen.

Was ist das Ziel des sogenannten Traumanarrativs?

Das Traumanarrativ dient dazu, das Erlebte strukturiert zu dokumentieren, zu verarbeiten und als Teil der eigenen Lebensgeschichte einzuordnen, um die psychische Belastung zu reduzieren.

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Details

Title
Posttraumatische Belastungsstörungen bei Kindern. Therapeutische Möglichkeiten
Grade
1
Author
Johanna Krajcsovics (Author)
Publication Year
2017
Pages
36
Catalog Number
V412539
ISBN (eBook)
9783668646278
ISBN (Book)
9783668646285
Language
German
Tags
Posttraumatische Belastungsstörung Trauma Belastung für Kinder
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johanna Krajcsovics (Author), 2017, Posttraumatische Belastungsstörungen bei Kindern. Therapeutische Möglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412539
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