Lehrprobe zum Thema "Griechische Götter im Olymp" (6. Klasse Gymnasium)


Unterrichtsentwurf, 2017
20 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Sachanalyse

2. Didaktische Analyse
2.1. Einordnung des Lehrstoffes in den Fachlehrplan Geschichte und die Unterrichtssequenz
2.2. Methodische Vorgehensweise

3. Bibliographie

4. Anhang
I. Artikulationsschema
II. Einstieg: Erlebnisreise
III. Schicksalskarten
IV. Arbeitsblatt Vorderseite
V. Arbeitsblatt Vorderseite- Lösung
VI. Arbeitsblatt Rückseite
VII. Arbeitsblatt Rückseite - Lösung

1. Die Sachanalyse

Die griechischen Götter faszinieren seit jeher die Menschheit. Bestimmten sie zunächst den Glauben der alten Griechen und beeinflussten ihr Handeln im Alltag, wurden sie später unter Kaiser Theodosius als heidnisch verurteilt und verpönt. Er selbst war es, der die Olympischen Spiele zu Ehren des ״heidnischen" Gottes Zeus abschaffen ließ.[1]

Die Mythen jedoch, die sich um die Götter und ihr Verhalten ranken, begeistern bis heute. Autoren und Filmemacher greifen die starken Charaktere aus dem Olymp immer wieder auf. Aktuellstes Beispiel ist die Romanverfilmung der Fantasy-Buchreihe ״Percy Jackson", ein Film über Halbgötter im modernen New York, der vor allem bei Schülern hoch im Kurs steht.

Informationen über die Götter stammen aus den Epen Homers und den Dichtungen Hesiods, die sich jedoch zum Teil in ihren Inhalten widersprechen. Durch Zeichnungen auf Gefäßen und Vasen, sowie auf Ruinen von Tempeln konnten zusätzliche Hinweise über die Götter und ihre Tätigkeitsbereiche gewonnen werden.[2]

Die Griechen glaubten an eine Vielzahl von Göttern. Diese waren unterschiedlich von Rang und Wichtigkeit. An der Spitze Stand der Göttervater Zeus. Zusammen mit elf weiteren Göttern, die alle mit ihm verwandt waren, residierte er, so glaubten die Griechen, auf der Spitze des Berges Olymp. Man nannte sie auch die zwölf olympischen Götter. Zu ihnen zählte neben Zeus, auch Hera seine Frau, die Göttinnen Athene, die Göttinnen Hestia, die Göttinnen Aphrodite, die Göttinnen Artemis, die Göttinnen Demeter und der Gott Poseidon, der Gott Ares, der Gott Hephaistos, der Gott Apollon und der Gott Hermes.

Einer der nicht im Olymp lebenden Götter war Hades, Gott der Unterwelt. Jeder Gott hatte seinen eigenen Zuständigkeitsbereich.[3]

So war Zeus nicht nur der oberste Gott, sondern auch verantwortlich für das Wetter. Er war mit Hera, seiner Schwester, verheiratet. Sie wird oft als eifersüchtig beschrieben. Zeus war ihr kein treuer Ehemann, obwohl sie die Göttin der Ehe und der Familie war. Sie wurde vor allem von Frauen in der gesamten griechischen Welt verehrt.[4]

Poseidon war der Bruder von Zeus und Gott des Meeres. Man machte ihn für Stürme, Erdbeben und Naturkatastrophen verantwortlich. In den Quellen wird er als Liebhaber vieler Frauen beschrieben und hatte zahlreiche Nachkommen. Er war in der Lage seine und die Gestalt anderer zu ändern. Der Dreizack wurde zu seinem Erkennungsmerkmal.[5]

Athene war die Schutzgöttin des Krieges, der Weisheit und der Künste. Sie war Stadtgottheit Athens und hatte für diese Stadt eine ganz besondere Bedeutung. Der Partheon-Tempel in Athen wurde für sie erbaut. Sie wird oft mit einer Eule abgebildet, da diese als Zeichen für Weisheit gilt. Laut der Dichtung war sie die Lieblingstochter von Zeus.[6]

Ares war der Bruder der Athene und Sohn des Zeus. Er war ebenso Gott des Krieges und fand Gefallen an blutigen Schlachten, die er, so die Quellen, auch mltanstachelte. Er hatte kelnefeste Frau, aber Ihm wurde eine Liebschaft zu Aphrodite nachgesagt.[7] Diese war die Göttin der Liebe, der Schönheit und der Vermählung. Nach Homer war sie mit Hephaistos verheiratet. Sie spendete Schönheit und Fruchtbarkeit, während Ihr Mann der Schmied unter den Göttern war. Er wird als hässlich und hinkend beschrieben. Durch einen Funkenflug hatte er ein Auge verloren. In der Familie der starken und schönen Götter war er anerkannt, well er ein geschickter Handwerker war und so seinen Verwandten gute Dienste leisten konnte. Seine schöne Gemahlin, konnte seine Kunst nur wenig schätzen und hatte einige Liebschaften.[8]

Apollon war der Gott des Lichtes, des Frühlings, der sittlichen Reinheit, der Musik, des Gesanges und der Dichtkunst. Ebenso galt er als Helfer Im Krieg. Er war Herr über alle Seher und Schirmherr der Städtegründer. Seine Pfeile brachten jedem Gegner schnell den Tod. Gleichzeitig konnte er aber auch Wunden hellen. Er war der Zwillingsbruder von Artemis[9]. Sie war die Göttin der Jagd, der Hirten, der Geburt und der Ernte. Sie galt auch als Beschützerin der Kinder, der Schwachen und der Tiere. Ihr eng verbunden war die Göttin Demeter, die für den Ackerbau zuständig war. Ihr Name bedeutete ״Mutter der Erde".[10]

Hestia war die Göttin des Famlllenherdes, sowie die Göttin des Opferfeuers. Hermes galt als Gott der Reisenden und als "Postbote" der Götter. Seine Aufgabe war es, die Seelen der Toten In die Unterwelt zu begleiten. In alten Darstellungen, trägt er oft geflügelte Schuhe.[11]

Hades war der Gott der Unterwelt und ein Bruder von Zeus. Er lebte nicht wie die anderen Götter auf dem Olymp, sondern bewohnte mit seiner Frau und seinem dreiköpfigen Hund die Unterwelt. Dort ging er seiner Tätigkeit als Richter der Toten nach.

Die Griechen stellten die Götter als Ihre Spiegelbilder dar. Die Dichtungen sprechen Immer wieder von gottähnllchen Wesen mit menschlichem Charakter. Sie waren Im Aussehen und Verhalten den Menschen gleich, unterschieden sich jedoch durch Ihre Unsterblichkeit und Ihre übermenschlichen Kräfte. Die Griechen glaubten, da die Götter über menschliche Eigenschaften, wie Eifersucht, Zorn, Liebe und Wut verfügten, seien sie auch In der Lage sich von Emotionen gesteuert In das Leben der Menschen einzumischen und für Schicksalsschläge, wie Erdbeben, Tod, Naturkatastrophen ect. zu sorgen.[12]

Die Religion der Griechen war weniger auf das Jenseits, wie bei den Ägyptern, als vielmehr auf das Diesseits konzentriert. Ihr Glauben verbreitete sich durch die Kolonisation im gesamten Mittelmeerraum, denn die Tochterstädte Übernahmen den Götterglauben der Mutterstädte. Der Alltag und die Entscheidungen der Griechen wurde durch ihren Glauben und ihre Götterkulte geprägt.

2. Didaktische Analyse

2.1. Einordnung des Lehrstoffes in den Fachlehrplan Geschichte und die Unterrichtssequenz

Das Thema ״Die Kultur der griechischen Antike: Die griechischen Götter", kann im gymnasialen Lehrplan Bayerns dem Themenschwerpunkt G 6.4., ״Die griechisch-hellenistische Welt", zugeordnet werden. Die Themensequenz enthält den Bereich ״Kultur der griechischen Antike: Götterwelt, Olympische Spiele, Literatur". Die Olympischen Spiele wurden bereits durch eine Unterrichtsstunde behandelt und unter dem Thema Literatur wurde des griechische Theater besprochen und mit angeschnitten. Auch im Fach Deutsch wird die Thematik unter dem Punkt D 6.4, ״Sich mit Literatur und Sachtexten auseinandersetzen"- Vertrautwerden mit Stoffen der Antike behandelt.

Im Unterrichtsfach Kunst haben sich die Schüler bereits mit der Antike und einhergehend mit der griechischen Kultur befasst, sodass für die Lehrprobenstunde der Fokus gezielt auf das exemplarische Kennenlernen der zwölf olympischen Götter und Hades, dem Gott der Unterwelt, sowie deren jeweilige Aufgabenbereiche gelegt werden kann.

Die Schüler sollen einen kurzen Einblick in die Glaubenswelt der Griechen erlangen und in der Lage sein, die zwölf Götter des Olymps, sowie Hades mit ihren Tätigkeitsbereichen zu benennen. Zudem greift die Stunde auf das Vorwissen der Schüler über den Fachbegriff Polytheismus zurück, mit dem sie sich im Rahmen des Glaubens der Ägypter (Themenbereich G 6.3. Polytheismus und Monotheismus: Glaubensvorstellungen in Ägypten und im Judentum) schon auseinandergesetzt haben.

In der Unterrichtssequenz ordnet sich die Stunde hinter den Themen ״Die Olympischen Spiele" und ״Das griechische Theater" ein. Auf die Bedeutung des Glaubens für den Alltag der Griechen und auf das Herstellen eines Gegenwartsbezuges wird bewusst verzichtet, da diese beiden Themen noch einmal in den Folgestunden aufgegriffen werden.

2.2. Methodische Vorgehensweise

Das Lehrprobenthema ״Die Kultur der griechischen Antike: Die griechischen Götter" ist inhaltlich sehr umfangreich. Daher erfolgte zugunsten der Übersichtlichkeit eine didaktische Reduktion. Das Thema wurde auf das Niveau der Jahrgangsstufe und der Klasse angepasst. Der Fokus wird auf die Vermittlung von Grundkenntnissen über die Religion der Griechen, sowie die zwölf Götter des Olymps und Hades gelegt. Der Schüler soll in die Lage versetzt werden die Götter beim Namen zu nennen und ihnen ihr jeweiliges Tätigkeitsfeld zuordnen.

Da auch im Lehrplan des Faches Deutsch die Antike aufgeführt wird, wird in der Lehrprobenstunde auf das Besprechen von Mythen verzichtet. Der direkte Vergleich mit der Religion Ägyptens wird nur angesprochen aber nicht durchgeführt. In einer abschließenden Stunde zur Themeneinheit ״Die griechisch- hellenistische Welt" ist eine Stunde geplant, die beide Kulturen in einen direkten Vergleich zueinander stellt. Dieser Stunde soll zum Zeitpunkt der Lehrprobenstunde nicht vorausgegriffen werden.

Die Komplexität der Verwandtschaftsverhältnisse zwischen den Göttern, wird zugunsten der Übersichtlichkeit stark reduziert.

Mithilfe von ״Schicksalskarten" beschäftigen sich die Schüler intensiver mit fünf ausgewählten Göttern. Die Anzahl der individuell zu erarbeitenden Göttergestalten wurde mit Blick auf die zur Verfügung stehende Zeit bewusst auf fünf reduziert.

Einstieg

Die Stunde wird durch eine vom Lehrer vorgetragene Erlebnisreise begonnen. Diese wird auditiv durch Geräusche unterstützt. Der Schüler soll in die Lage eines Zeitreisenden versetzt werden, der in einer alten griechischen Stadt vor ein Rätsel gestellt wird und dieses in der Stunde lösen soll. Nach der Rückreise wiederholt ein Schüler, den auf der Erlebnisreise erhaltenen Auftrag und die Klasse macht sich an die Arbeit, diesen zu lösen. Die Schüler werden nun mit allen 12 olympischen Göttern und Hades visuell konfrontiert. Diese Bildimpulse werden in der Stunde mehrfach zum Einsatz kommen. In dieser Phase findet ein Lehrervortrag statt.

[...]


[1] Vgl. Knebel, Nicole: Der Stellenwert und die Entwicklung der Spiele In der Antike. Dlplomlca Verlag, Hamburg, 2004. s. 128ff.

[2] Vgl. Preller, Ludwig: Griechische Mythologie. Bd.l. Weldmannsche Buchhandlung, Berlin, 1860. S.7-15.

[3] Vgl. Paris¡, Melania: Die klassischen Mythen und Legenden, Omnibus, München, 2001. s. 16f.

[4] Vgl.ebd.

[5] Vgl. Schachermeyer, Fritz: Poseidon und die Entstehung des griechischen Götterglaubens. Verlag "Das Bergland-Buch", Salzburg, 1950.

[6] Vgl. Paris¡, s. 18ff.

[7] Vgl. Vollmer, Wilhelm: Das Wörterbuch der Mythologie aller Völker: Mit einer Einleitung In die mythologische Wissenschaft. Reprint-Verlag, Leipzig, 2003. s. 63.

[8] Vgl. ebd. s. 80.

[9] Vgl. ebd. s. 85.

[10] Vgl. Vgl. Paris¡, s. 18ff.

[11] Vgl. ebd.

[12] Vgl. Stahl, Michael: Tempel, Kulte, Götter- Die Religion der Griechen. Komplett-Medla, Grünewald, 2012.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Lehrprobe zum Thema "Griechische Götter im Olymp" (6. Klasse Gymnasium)
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Note
2,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
20
Katalognummer
V413374
ISBN (eBook)
9783668651340
ISBN (Buch)
9783668651357
Dateigröße
1174 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Griechenland, götter
Arbeit zitieren
Stefanie Holzmann (Autor), 2017, Lehrprobe zum Thema "Griechische Götter im Olymp" (6. Klasse Gymnasium), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/413374

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