Die jährliche Grippeschutzimpfung. Sinnvolle oder unnötige Kosten für das deutsche Gesundheitssystem?


Seminararbeit, 2016

13 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmung Influenza
2.1 Infektionswege
2.2 Inkubationszeit und Dauer der Ansteckungsfähigkeit
2.3 Symptomatik und Krankheitsverlauf

3 Impfung als Präventivmaßnahme
3.1 Funktionsweise von Impfstoffen im Allgemeinen
3.2 Der Influenza-Impfstoff
3.3 Gesundheitliche Risiken der Grippeschutzimpfung

4 Ökonomische Bedeutung für das deutsche Gesundheitssystem
4.1 Die Stellung der Grippeimpfung auf dem Arzneimittelmarkt
4.2 Der Einfluss der Influenza auf die Volkswirtschaft
4.3 Nutzen einer massenhaften Grippeimpfung

5 Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zusammenfassung

Die Seminararbeit behandelt die Fragestellung „Jährliche Grippeschutzimpfung- sinnvolle oder unnötige Kosten für das deutsche Gesundheitssystem?“. Die jährliche Grippeschutzimpfung ist eine Präventivmaßnahme gegen die saisonale Influenza, die vor allem während der kalten Jahreszeit auftritt. Bei der Influenza handelt es sich um eine schwerwiegende, virale Erkrankung des Atemtrakts, welche sich schnell verbreiten und vor allem für eine gewisse Risikogruppe bestehend aus „über 60 Jährigen“, Kleinkindern und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, sogar bis zum Tod führen kann. Letztlich lässt sich sagen, dass die Kosten der Grippeimpfung, die sich auf 0,4% der GKV-Gesamtausgaben belaufen, durchaus tragbar sind. Die Aufwendungen, die die deutsche Volkswirtschaft im Fall einer Influenza-Epidemie, gar Pandemie, ohne ausreichende Immunisierung zu trägen hätte, würden die Kosten für die vorsorgliche Impfung weit übertreffen. Zudem sind die gesundheitlichen Risiken einer solchen Impfung sehr gering. Zusätzlich erspart die Grippeschutzimpfung viel persönliches Leid und das Wohlergehen der Bevölkerung sollte immer dem ökonomischen Nutzen einer jeden Maßnahme stehen.

Schlüsselwörter: Influenza, Grippeschutzimpfung, Kosten, Nutzen, Risiken

Abstract

This term paper deals with the topic „Annual influenza vaccination – reasonable or unnecessary costs for the German health care system?”. The annual flu shot is a preventive measure against the seasonal influenza, which occurs especially during the cold season. Influenza is a grave, viral disease of the respiratory tract, that spread rapidly. Mainly for people of a certain risk group, this disease can be fatal. Ultimately, it can be said that the costs of the annual flu shot are affordable for the German health care system, as they account for only 0.4 percent of the total expenditure of health insurance. The expenses, which would have to be covered without an adequate immunization, in the event of an influenza epidemic or even pandemic, would exceed the costs of the annual flu shot. Besides, the health risks of flu shot are very low. In addition, the flu shot saves a lot of physical and emotional distress and at all the welfare of the population should always stand above the economic benefit of a measure.

Keywords: Influenza, flu shot, costs, benefit, risks

1 Einleitung

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob die Aufwendungen, die die saisonale Grippeschutzimpfung in Deutschland verursacht, sinnvoll sind oder lediglich unnötige Kosten für das deutsche Gesundheitssystem erzeugen. Der erste Teil setzt sich mit dem Krankheitsbild der Influenza auseinander und liefert sowohl Informationen über mögliche Infektionswege als auch über die Inkubationszeit, die Dauer der Ansteckungsfähigkeit und über die Symptomatik der Krankheit und deren Ablauf. Im diesem Kapitel soll vor allem durch das charakteristische epidemische Auftreten der Krankheit ein Verständnis dafür erzeugt werden, wie hoch die Notwendigkeit von Impfstoffen im Kampf gegen die Ausbreitung von Infektionen ist. Das dritte Kapitel unterstreicht die Effizienz von Impfstoffen, erläutert deren allgemeine Funktionsweise, informiert über den Influenza Impfstoff im Speziellen, klärt aber auch über mögliche Nebenwirkung der Grippeimpfung auf. Das letzte Kapitel beschäftigt sich mit der ökonomischen Bedeutung dieser Präventivmaßnahme für das deutsche Gesundheitssystem. Hier wird faktisch auf die durch die Impfung verursachten Kosten, den Umsatz und den Verbrauch im Jahr 2014 eingegangen. Zusätzlich verdeutlicht dieses Kapitel durch das Aufgreifen einer Analyse, welche Kosten im Falle einer Pandemie entstehen würden, die Auswirkungen, die Influenza auf das deutsche Gesundheitssystem haben kann.

2 Begriffsbestimmung Influenza

Influenza, auch bekannt als „echte Grippe“, bezeichnet eine akute virale Erkrankung des Atemtrakts (Respirationstrakts), die häufig durch einfache Ansteckung seuchenartig (epidemisch) auftritt. Die Influenza- Viren lassen sich in drei Typen (A, B und C) unterteilen.[1] Für den Menschen von Bedeutung sind die immunologischen Typen A und B.[2] Diese Viruserkrankung sollte nicht unterschätzt werden, da sie allein in Deutschland jährlich zwischen 5000 und 8000 Menschenleben fordert.[3] Für gewöhnlich dauert ein solcher viraler Infekt drei bis vier Tage an und tritt speziell während der kalten Jahreszeit auf.[4]

2.1 Infektionswege

Die Infektion mit dem Virus kann sehr simpel sein, oft reicht ein einfaches Händeschütteln aus, um angesteckt zu werden. Die Influenza-Viren gelangen aber auch häufig beim Husten, Niesen oder Sprechen über geringe Distanz vom Infizierten auf die Schleimhäute der Atemwege des Gegenübers. Zudem können diese Viren, die größtenteils durch Tröpfchen (> 5qm) übertragen werden, auch durch sogenannte Tröpfchenkerne (< 5qm) übertragen werden, die kleiner sind und so länger in der Luft schweben können. Man spricht hier von einer aerogenen Übertragung. Ein weiterer Infektionsweg kann der direkte Kontakt der Hände mit virushaltigen Sekreten sein, die dann über die Hände zum Mund oder der Nase gelangen. Beispielhaft hierfür ist, wie bereits erwähnt, das Händeschütteln. Die Überlebensfähigkeit des Virus hängt stark von verschiedenen Umweltfaktoren ab, wie beispielsweise der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit.[5]

2.2 Inkubationszeit und Dauer der Ansteckungsfähigkeit

Die Inkubationszeit der saisonalen Influenza kann bis zu vier Tage dauern, liegt aber im Normalfall bei ein bis zwei Tagen. Bis die Viren aus dem Körper ausgeschieden sind und keine Ansteckungsgefahr mehr besteht, vergehen meist drei bis fünf Tage nachdem die ersten Krankheitssymptome aufgetreten sind. Die virale Ausscheidung kann in schweren Fällen allerdings auch bis zu sieben Tage andauern, hin und wieder sogar noch länger. Ebenso möglich ist es, dass die Ansteckungsfähigkeit bereits endet, bevor die ersten Symptome überhaupt erkennbar sind.[6]

2.3 Symptomatik und Krankheitsverlauf

Häufig beginnt die Influenza-Erkrankung mit einem Schnupfen. Hinzu kommen jedoch rasch Abgeschlagenheit, allgemeines Unwohlsein und hohes Fieber. Durch die Entzündung des Respirationstrakts folgt meist schwerer Husten und es kann zu ersten Komplikationen, wie Kreislaufversagen und Herzschwäche kommen. Gerade für ältere Menschen, Kleinkinder und Personen mit geschwächtem Immunsystem können diese Komplikationen ein tödliches Ende nehmen. Zusätzlich erhöht sich durch die Schädigung der Atemwege die Gefahr einer weiteren Infektion, die meist durch Bakterien (vor allem Pneumokokken, „Haemophilus influenzae“ und Staphylokokken) zu einer Lungenentzündung führt.[7] Es ist nicht einfach eine Grippe als Todesursache zu bestimmen, da die Diagnose häufig Lungenentzündung lautet. Jedoch sind es die Influenzaviren, die den Pneumokokken häufig erst den Weg ebnen, weshalb es meist schwierig ist zwischen ihnen zu differenzieren.[8]

3 Impfung als Präventivmaßnahme

Die Primärprävention, dazu gehören auch Impfungen, umfasst alle Maßnahmen, die durchgeführt werden, um eine Infektionserkrankung gar nicht erst auftreten zu lassen. [9] Impfungen zählen zu den effizientesten Maßnahmen der Prävention von Infektionen. Oberstes Ziel von Impfprogrammen ist die Eliminierung von Krankheiten. Um eine solche Eliminierung überhaupt erst erreichen zu können, muss eine sogenannte Herdenimmunität erzeugt werden, worunter man einen Kollektivschutz der Masse versteht. Impfungen schützen so nicht nur den Geimpften selbst, sondern bei entsprechend hoher Impfquote auch die Gesellschaft. [10]

[...]


[1] Vgl. Jawetz et al. (1968) S. 570.

[2] Vgl. Robert Koch Institut (2009) S. 439.

[3] Vgl. Mertens (2015) S. 464.

[4] Vgl. Germer (1965) S. 590.

[5] Vgl. Robert Koch Institut (2009) S. 440.

[6] Vgl. Robert Koch Institut (2009) S. 440.

[7] Vgl. Kaufmann (2008) S. 162.

[8] Vgl. Kaufmann (2008) S. 165.

[9] Vgl. Vonberg/ Graf (2012) S. 157.

[10] Vgl. Schwabe/ Paffrath (2009) S. 3.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Die jährliche Grippeschutzimpfung. Sinnvolle oder unnötige Kosten für das deutsche Gesundheitssystem?
Hochschule
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Neu-Ulm; früher Fachhochschule Neu-Ulm
Veranstaltung
Wissenschaftliches Arbeiten
Note
1,7
Autor
Jahr
2016
Seiten
13
Katalognummer
V415936
ISBN (eBook)
9783668658509
ISBN (Buch)
9783668658516
Dateigröße
535 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grippeschutzimpfung, Influenza, Grippe, Impfung, Kosten, Gesundheitswesen, Prävention
Arbeit zitieren
Melanie Herrmann (Autor:in), 2016, Die jährliche Grippeschutzimpfung. Sinnvolle oder unnötige Kosten für das deutsche Gesundheitssystem?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/415936

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