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Das Peisistratidenbild bei Herodot, Thukydides und Aristoteles

Title: Das Peisistratidenbild bei Herodot, Thukydides und Aristoteles

Term Paper , 2014 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Marius Luszek (Author)

World History - Early and Ancient History
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In dieser Arbeit wird die Darstellung der Peisistratiden anhand entscheidender Textstellen in den Historien Herodots, dem Peloponnesischen Krieg von Thukydides und der Athenaion Politeia von Aristoteles untersucht und damit verbundene Bewertungen und Deutungen für das entworfene Bild herausgearbeitet. Es geht dabei vor allem um die zugeschriebenen Eigenschaften und die Regierungsweise der Peisistratiden.

Die Forschung ist in Bezug auf die Peisistratiden oftmals auf diese drei Autoren angewiesen, die jedoch ihrerseits unterschiedliche Schwerpunkte setzten und auch ihren eigenen politischen Standpunkt einbrachten. Letzteren zu erarbeiten kann und soll diese Arbeit nicht leisten. Es soll aber versucht werden, bestimmte Tendenzen der Autoren, die das Gesamtbild mitgestalten, ausfindig zu machen und an Textstellen festzumachen.

Bei den hier behandelten antiken Autoren muss auch die Quellenfrage gestellt werden. Eine endgültige Feststellung der primären Quellen ist jedoch nicht möglich, weil keiner der Autoren seine Quellen zitiert oder ausdrücklich nennt. Herodot musste sich als erster Bearbeiter daher der "Erkundung" bedienen, das heißt durch Fragen und Nachforschen die Geschichte rekonstruieren. Thukydides griff wahrscheinlich auf Herodots und des Atthidographen Hellanikos Werk zurück, aber auch er musste sich bei der "Auffindung der Wahrheit" , auf Inschriften verlassen. Aristoteles standen schon Thukydides' und Herodots Werk zur Verfügung, daneben verwendete er wohl eine Atthis von Androtion.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kontexte der Darstellung der Peisistratiden bei Herodot, Thukydides und Aristoteles

2.1. Herodot

2.2. Thukydides

2.3. Aristoteles

3.Das Peisistratidenbild

3.1. Peisistratos – Machtergreifung und Herrschaft

3.2. Hippias, Hipparchos, Thessalos, Hegesistratos – Herrschaft, das Attentat von 514 und dessen Konsequenzen

3.3. Die Peisistratos-Bilder im Vergleich

3.4. Die Bilder der anderen Peisistratiden im Vergleich: Hippias, Hipparchos und Thessalos

3.5. Zielsetzung der Darstellung der Peisistratiden

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Bild der Peisistratiden in den Werken von Herodot, Thukydides und Aristoteles. Das primäre Ziel ist es, die zugeschriebenen Eigenschaften der Tyrannen sowie die Regierungsweise der Peisistratiden herauszuarbeiten und dabei die unterschiedlichen politischen Standpunkte und Tendenzen der antiken Autoren in ihrer jeweiligen Darstellung zu interpretieren.

  • Vergleich der Charakterisierung von Peisistratos bei Herodot und Aristoteles.
  • Analyse der Darstellung der Söhne des Peisistratos (Hippias, Hipparchos, Thessalos) durch die drei Autoren.
  • Untersuchung der Motive hinter dem Attentat von 514 v. Chr. im Kontext der antiken Quellen.
  • Herausarbeitung der Abhängigkeit der Darstellung von der jeweiligen Zielsetzung des Autors.
  • Beleuchtung der wechselseitigen Beeinflussung von Quellen und antiken Geschichtsbildern.

Auszug aus dem Buch

3.1. Peisistratos – Machtergreifung und Herrschaft

Herodot verwendet dreiteilige Muster, die die Tyrannis als unnatürlich, im Falle des Peisistratos aber unwiderstehlich und gottgewollt erscheinen lassen. Auf sprachlicher Ebene wird so die Unnatürlichkeit der Tyrannis gezeigt.

Herodots Bild von Peisistratos stellt erstens auf seine Intelligenz, die vor allem zur Täuschung dient, und weitere Voraussetzungen ab. Zuerst machte er sich zum "Führer des Bergvolkes", außerdem war er durch seine Taten als Feldherr gegen Megara bekannt. Bei seinem ersten Versuch der Machtergreifung "betörte" er das Volk mit seiner List, seine Intelligenz zeigte sich auch im zweiten Schritt: "die Bewilligung der Leibwache [war] letztlich ein Gradmesser seiner Beliebtheit". Die List mit Hilfe der Phye tadelt Herodot wegen ihrer Einfalt, das bleibt aber eine Ausnahme, die Kritik fällt zum Teil auch auf die Athener. Bei der dritten Machtergreifung lässt Peisistratos keinen Widerstand aufkommen: er lässt verkünden, dass die Athener "sich nicht fürchten, sondern heimgehen [sollten], ein jeder in sein Haus", und erreicht so Ruhe und Ordnung.

Auf der anderen Seite betont Herodot den Götterwillen: Schon das Omen bei Peisistratos' Geburt ist typisch: "wie bei anderen bedeutenden Tyrannen erzählte man später von beängstigenden Vorzeichen, bevor der künftige Gewalthaber geboren wurde". Der Tyrann beachtete den Willen der Götter, ein weiterer Beweis für seine Vorsicht und Intelligenz. Peisistratos war die Tyrannis, (zumindest bei seinem dritten Versuch) durch die Götter bestimmt, es gab nichts, was die Athener dagegen tun konnten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Peisistratiden-Tyrannis ein und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie die Fragestellung bezüglich der Quellen und Autorenperspektiven.

2. Kontexte der Darstellung der Peisistratiden bei Herodot, Thukydides und Aristoteles: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Ansätze und politischen Kontexte, in denen Herodot, Thukydides und Aristoteles die Geschichte der Peisistratiden jeweils verorten.

3.Das Peisistratidenbild: Hier erfolgt eine detaillierte Untersuchung der Darstellung von Peisistratos, seinen Söhnen sowie der Hintergründe und Motive des Attentats von 514 v. Chr. durch die antiken Autoren.

4. Zusammenfassung: Die Arbeit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass sich das Bild der Peisistratiden je nach Autor verschiebt und primär dazu dient, zeitgenössische politische Identitäten abzugrenzen.

Schlüsselwörter

Peisistratiden, Athen, Tyrannis, Herodot, Thukydides, Aristoteles, Machtübernahme, Geschichtsschreibung, Antike, Hippias, Hipparchos, Attentat, Demokratie, Quellenanalyse, Herrschaftsweise

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die unterschiedliche Darstellung der athenischen Tyrannenherrschaft der Peisistratiden in den antiken Werken von Herodot, Thukydides und Aristoteles.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Machtergreifung des Peisistratos, die Herrschaft seiner Söhne Hippias und Hipparchos sowie die Interpretation des Attentats auf die Tyrannen im Jahr 514 v. Chr.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die zugeschriebenen Eigenschaften der Tyrannen herauszuarbeiten und aufzuzeigen, wie die persönlichen Standpunkte und Zielsetzungen der drei Autoren das historische Gesamtbild beeinflusst haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine textkritische Analyse der antiken Quellen durch, vergleicht die unterschiedlichen Berichterstattungen und interpretiert die Differenzen vor dem Hintergrund der jeweiligen Intention der Autoren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Kontexte der Autoren, die detaillierte Darstellung von Peisistratos und seinen Söhnen sowie einen vergleichenden Abschnitt, der die Zielsetzung der Darstellungen kritisch hinterfragt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Peisistratiden, Tyrannis, antike Geschichtsschreibung, Quellenvergleich und die spezifische Rezeption der athenischen Demokratie.

Wie unterscheidet sich Herodot von Aristoteles in der Darstellung des Peisistratos?

Herodot fokussiert stärker auf die List und Täuschung des Tyrannen sowie auf göttliche Vorzeichen, während Aristoteles eher die Menschlichkeit und die milde Regierungsweise des Peisistratos in den Vordergrund stellt.

Warum wird das Attentat von 514 v. Chr. unterschiedlich interpretiert?

Die Interpretation schwankt zwischen einem aus persönlicher Rivalität motivierten Mord, einem Akt der Freiheitsliebe und einem durch Liebesaffären ausgelösten, affektgesteuerten Ereignis, je nachdem, welcher Autor die Ereignisse mit welcher Intention einordnet.

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Details

Title
Das Peisistratidenbild bei Herodot, Thukydides und Aristoteles
College
University of Bonn  (Institut für Geschichtswissenschaft)
Grade
1,0
Author
Marius Luszek (Author)
Publication Year
2014
Pages
17
Catalog Number
V416228
ISBN (eBook)
9783668672574
ISBN (Book)
9783668672581
Language
German
Tags
Alte Geschichte Herodot Thukydides Athen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marius Luszek (Author), 2014, Das Peisistratidenbild bei Herodot, Thukydides und Aristoteles, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/416228
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