Frauen müssen lieben - warum Frauen anders lieben


Hausarbeit, 2002

11 Seiten, Note: 2,5


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Liebe. Was ist das überhaupt?
Mögliche Definitionen von „Liebe“

3. Liebe im Wandel der Zeit

4. Frauen lieben anders
4.1 Wenn Frauen zu sehr lieben
4.1.1 Die heimliche Sucht geliebt zu werden

5. Schlussbemerkung

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Das Thema, das ich für meine Hausarbeit gewählt habe, hat die These „Frauen müssen lieben“ zum Grundsatz. Hierbei geht es um die These, dass Frauen der zuständige Pol sind, der für die Liebe verantwortlich ist, der Pol, der sich um das Aufrechterhalten der Liebesbeziehung kümmert. Sicherlich gibt es verschiedene Gründe dafür, dass Frauen dazu berufen sind, stets mehr zu lieben. Zwei sehr wichtige Gründe dieser Asymmetrie der Liebesbeziehung sind zum einem die Entwicklung der Liebessemantik im Wandel der Zeit und zum anderen werden dysfunktionale Familienverhältnisse als häufige Ursache dieser Art von Beziehung gesehen.

Diesen beiden Gründe werde ich im weiteren Verlauf dieser Arbeit näher erläutern und analysieren.

2. Liebe. Was ist das überhaupt?

Mögliche Definitionen von Liebe

Definition der Liebe aus der heutigen Zeit:

Liebe [althochdeutsch: liob“, verwandt mit „Lob“ und dem gotischen Wort „labains“ (Hoffnung)] als opferbereite Gefühlsbindung und Zuneigung, z.B. die platonische Liebe. Im engeren Sinn wird Liebe als geschlechtsgebundene Gefühlsbeziehung definiert.[1]

Oder

Liebe ist eine gesellschaftliche Kategorie, Natur, der Triebe ist darin enthalten, in der Weise, dass das gesellschaftliche und das natürliche Moment sich nicht als sekundär oder primär voneinander abspalten lassen.

Oder eine der modernsten Definitionen, die im Allgemeinen auch die Probleme, die die Liebe mit sich bringt, umfasst

„Liebe ist Hingabe an eine Sache, Idee, einen Menschen bzw. an die Menschheit, die das Individuum über sich selbst hinausführt. I.e.S. ist Liebe die historisch entstandene, gesellschaftlich bestimmte umfassendste und innigste Beziehung und Bindung zwischen Mann und Frau und beruht auf dem von Geschlechtstrieb angeregten sexuell- erotischen Spannungsverhältnis zwischen den Geschlechtern. [...]“[2]

Der griechische Philosoph Platon beschreibt den Mythos Liebe wie folgt:

„Vor langer Zeit waren beim Menschen alle Teile doppelt vorhanden. Dieses Wesen hatte zwei Köpfe, vier Arme und auch beide Geschlechter. Die Menschen waren dadurch so mächtig, dass sogar die Götter vor ihnen Angst hatten. So zerstörten die Götter diese Macht, indem sie die Menschen in zwei Teile, männlich und weiblich, teilten und die beiden Hälften in alle Welt verstreuten.

So wurden wir was wir heute sind. Seit dieser Zeit versuchen nun die Männlichen und weiblichen Hälften wieder zusammen zu finden. Irgend etwas zieht die beiden Hälften unwiderstehlich zueinander hin. Diese Neigung nennt man Liebe.

Da es aber sehr viele Hälften gibt, findet man nur selten seine wahre Hälfte wieder. Doch wenn man sie findet, dann sind diese zwei Hälften wieder so mächtig wie einst und brauchen selbst die Götter nicht zu fürchten.“[3]

Meiner Meinung nach kann man Liebe nicht treffender und prägnanter ausdrücken als Erich Fried dies in seinem Gedicht „ Was es ist“ getan hat.

„Es ist Unsinn
sagt die Vernunft.
Es ist was es ist, sagt die Liebe.

Es ist Unglück
sagt die Berechnung.
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst.
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht.
Es ist was es ist
sagt die Liebe.

Es ist lächerlich
sagt der Stolz.
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht.
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung.
Es ist was es ist
sagt die Liebe“[4]

Jeder, der die Liebe erlebt hat, dürfte wohl sicherlich der Behauptung zustimmen, das dieses Gefühl eines der schönsten und wichtigsten ist, das Menschen überhaupt erleben können.

[...]


[1] Vgl. Meyers Grosses Handlexikon 2000. 20.überarbeitete Auflage. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich 2000, S.531

[2] Meyers neues Lexikon. Band 8.,2. Auflage, Leipzig 1974, S.541

[3] Vgl. Platon als Mythologe. Neue Interpretationen zu den Mythen in Platon´s Dialogen. Hrsg. Markus Janka, Christian Schäfer, 2002.

[4] Erich Fried. Gründe. Gesammelte Gedichte. Hrsg. Klaus Wagenbach. Berlin 1989, S.115

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Frauen müssen lieben - warum Frauen anders lieben
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster  (Institut für Soziologie)
Note
2,5
Autor
Jahr
2002
Seiten
11
Katalognummer
V41649
ISBN (eBook)
9783638398701
ISBN (Buch)
9783640387458
Dateigröße
396 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Liebe, Frauen
Arbeit zitieren
Kathrin Lückmann (Autor), 2002, Frauen müssen lieben - warum Frauen anders lieben, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41649

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