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Kommunikationsmodelle als Hilfestellung bei der Interaktion mit Menschen mit Demenz

Title: Kommunikationsmodelle als Hilfestellung bei der Interaktion mit Menschen mit Demenz

Research Paper (undergraduate) , 2016 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Thomas Biller (Author)

Sociology - Medicine and Health
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Wir leben in einem Zeitalter des Wandels. Im Jahr 2030 wird ein Drittel der Bevölkerung die 60 überschritten haben und bereits jetzt treten erhebliche Probleme im Bereich der Altenpflege auf. Eine oft auftretende Krankheit ist die Demenz in all ihren, meist unerforschten, Variationen. Diese Arbeit bietet Rückschlüsse und Lösungsansätze für den Umgang mit an Demenz erkrankten Personen und bietet gleichzeitig einen Überblick über Kommunikationsmodelle sowie deren Transfer in die Praxis.

Demenz ist in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabuthema. Die Ressourcen aus praktischen Erfahrungen und weltweiter Forschung wurden bisher nicht gezogen. Bis heute sind Ursachenforschung sowie die richtige Medikation umstritten. Für die Kranken und ihre Familien ein ernüchternder Aspekt. 60% der Demenzkranken werden zu Hause gepflegt und betreut, was viel Zeit, Geduld und Liebe erfordert. Die Beteiligten werden täglich mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Der Pflegealltag zehrt oftmals an den physischen und psychischen Kräften der Angehörigen. Bei dieser wichtigen, aber oft auch sehr belastenden Aufgabe ist die „Kommunikation“ mit dem Erkrankten ein immens wichtiger Faktor.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kommunikationsmodelle

2.1 Zwischenmenschliche Kreisläufe nach Schulz von Thun

2.1.1 Vier-Ohren-Modell

2.1.2 Teufelskreismodell

2.1.3 Das „Innere Team“

2.2 Neurolinguistisches Programmieren nach Bandler und Grinder

2.3 Vergleich des Vier-Ohren-Modells mit dem Neurolinguistischen Programmieren

3 Anwendungsbeispiele aus dem Alltag mit dementen Personen

3.1 Alltagssituationen in der Pflege analysiert mit den Modellen von Schulz von Thun

3.1.1 Problemdarstellung anhand des Teufelskreismodells

3.1.2 Lösungsansätze durch das „Innere Team“

3.2 Mehr Verständnis durch NLP

4 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Bedeutung und Anwendung von Kommunikationsmodellen zur Unterstützung bei der Interaktion mit Menschen mit Demenz. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie theoretische Konzepte aus der Kommunikationspsychologie, wie das Vier-Ohren-Modell, das Teufelskreismodell, das „Innere Team“ und das Neurolinguistische Programmieren (NLP), praktisch dazu beitragen können, den Pflegealltag zu erleichtern, Kommunikationsstörungen zu entschärfen und die Lebensqualität sowohl der Erkrankten als auch der Pflegenden zu verbessern.

  • Analyse des demografischen Wandels und der steigenden Relevanz von Demenz im Pflegekontext.
  • Vorstellung und theoretische Fundierung verschiedener Kommunikationsmodelle.
  • Anwendung der Modelle zur Identifikation und Entschärfung von Konflikten in der Pflege.
  • Erarbeitung von Strategien zur Verbesserung der Beziehungsgestaltung und Kommunikation.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Problemdarstellung anhand des Teufelskreismodells

Gerade im Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen ist ein solcher Verlauf ähnlich einer Abwärtsspirale schnell vorhanden. Die Angehörigen sind plötzlich mit einer Krankheit konfrontiert, die sie in ihrem Alltagsleben komplett überfordern kann. Nicht selten endet ein aufkommender Teufelskreis in einer eskalierenden Situation, die zu häuslicher Gewalt und absichtlicher Vernachlässigung führt. In fast allen Fällen kann die demente Person nichts für seine missverstandenen Äußerungen, da sich mit zunehmender Krankheitsdauer Störungen der Sprache und des Gedächtnisses häufen und die erkrankte Person langsam alle kognitiven Fähigkeiten abbaut. Aggression, Desorientiertheit und Persönlichkeitsverlust bilden hier nur die anfänglichen „leichteren“ Krankheitssymptome einer Demenz. Gerade im Hinblick auf die Kommunikation wird es für die Betroffenen nun sehr schwierig und frustrierend, da Demenzkranke oftmals nicht mehr fähig sind, ein konstruktives Gespräch auf sachlicher Ebene zu führen. Viele Konflikte entstehen daraus, weil sie sich ihrer Defizite im Alltagsleben nicht bewusst sind (vgl. Schulz von Thun (2012), S. 1).

Auf der bereits in 2.1.1 angesprochenen „Selbstkundgabeseite“ vermitteln sie ein Bild einer jungen und kompetenten Person, die alle Alltagswidrigkeiten problemlos auf eigene Faust lösen kann (vgl. Klug (2014), S. 12 f.). Die Krankheit wird von den Angehörigen und Pflegern in der Regel schnell erkannt und folglich Hilfe in vielen Situationen angeboten, die aus der Sicht der Erkrankten nicht notwendig ist. Hier stehen die Beziehungsbotschaften, die den Erkrankten gesendet werden, im Mittelpunkt und bilden die Basis, ob der Mensch mit Demenz die notwendige Unterstützung in Alltagssituationen akzeptiert. (vgl. Abbildung 4) „Für die mitschwingenden Beziehungsbotschaften hat der Empfänger ein besonders empfindliches Ohr; denn hier fühlt er sich als Person in bestimmter Weise behandelt (oder misshandelt).“ (Schulz von Thun/Zach/Zoller (2012), S. 41) Gerade wenn psychisch labile, demente Personen auf ihrem Beziehungsohr eine Form von Hilfebedürftigkeit wahrnehmen, kann sich hierbei ein Teufelskreis zwischen den Betroffenen und dem Pflegenden entwickeln (vgl. Klug (2014), S. 12 f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert den demografischen Wandel sowie die zunehmende Bedeutung und Herausforderung der Pflege von Menschen mit Demenz in der Gesellschaft.

2 Kommunikationsmodelle: Hier werden theoretische Ansätze zur Kommunikation wie das Vier-Ohren-Modell, das Teufelskreismodell, das „Innere Team“ und das NLP vorgestellt und erläutert.

3 Anwendungsbeispiele aus dem Alltag mit dementen Personen: Dieses Kapitel überträgt die zuvor vorgestellten Kommunikationsmodelle in konkrete pflegerische Situationen, um Strategien zur Konfliktbewältigung aufzuzeigen.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Kommunikation zwar kein Allheilmittel ist, jedoch durch theoretisches Wissen den Alltag bei der Demenzpflege erheblich erleichtern kann.

Schlüsselwörter

Kommunikation, Demenz, Pflege, Vier-Ohren-Modell, Teufelskreismodell, Inneres Team, Neurolinguistisches Programmieren, NLP, Rapport, demografischer Wandel, Angehörige, Pflegealltag, Gesprächsführung, Konfliktlösung, Lebensqualität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung von verschiedenen Kommunikationsmodellen, um die Interaktion und Pflege von Menschen mit Demenz zu verbessern.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themenfelder umfassen die theoretischen Grundlagen der Kommunikationspsychologie, die Herausforderungen im Pflegealltag von Demenzkranken und die praktische Anwendung von Lösungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie praxistaugliche Methoden aus der Kommunikationswissenschaft dabei helfen können, den Pflegealltag zu erleichtern und die Lebensqualität der Betroffenen zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende Kommunikationsmodelle analysiert und diese durch Transferleistung auf spezifische Alltagssituationen in der Demenzpflege anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst Kommunikationsmodelle wie das Vier-Ohren-Modell oder NLP vorgestellt, welche anschließend zur Analyse von Pflegesituationen und zur Entwicklung von Lösungsansätzen genutzt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kommunikation, Demenz, Pflege, Teufelskreismodell, Inneres Team und Neurolinguistisches Programmieren (NLP) charakterisiert.

Warum ist das „Innere Team“ für pflegende Angehörige so wichtig?

Es hilft Pflegenden dabei, innere Klarheit zu finden und verschiedene Persönlichkeitsanteile zu managen, um in schwierigen Situationen professionell zu agieren, anstatt auf emotionale Abwehr zu setzen.

Wie kann das Teufelskreismodell helfen, häusliche Gewalt zu vermeiden?

Durch das Verständnis der Dynamik eines eskalierenden Teufelskreises können Pflegende diesen Prozess früher erkennen, unterbrechen und durch deeskalierendes Verhalten ersetzen.

Welche Rolle spielt der „Rapport“ im NLP-Kontext bei der Demenzpflege?

Ein echter Rapport, basierend auf Herzlichkeit und Einfühlungsvermögen, ist die Grundvoraussetzung für Vertrauen und eine effektive Kommunikation zwischen Pflegendem und dementer Person.

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Details

Title
Kommunikationsmodelle als Hilfestellung bei der Interaktion mit Menschen mit Demenz
College
University of Applied Management  (Sportmanagement)
Grade
1,0
Author
Thomas Biller (Author)
Publication Year
2016
Pages
25
Catalog Number
V416817
ISBN (eBook)
9783668662889
ISBN (Book)
9783668662896
Language
German
Tags
kommunikationsmodelle hilfestellung interaktion menschen demenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Biller (Author), 2016, Kommunikationsmodelle als Hilfestellung bei der Interaktion mit Menschen mit Demenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/416817
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