Internationalisierung von Dienstleitungssektor


Studienarbeit, 2005

27 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition von Dienstleistungen
2.1 Die Qualitätsbeurteilung bei Dienstleistungen
2.2 Meta-Klassifikation

3 Gründe der Internationalisierung von Dienstleistungen
3.1 Mikroökonomische Gründe
3.2 Faktoren des internationalen Dienstleistungstransfers

4 Rahmenbedingungen für internationales Dienstleistungsmanagement
4.1 Ökonomisch-strukturelle Determinanten
4.2 Rechtlich-politische Determinanten
4.3 Soziokulturelle Determinanten
4.4 Ressourcenbasierte Determinanten
4.5 Dienstleistungsimmanente Determinanten

5 Typologien internationaler Dienstleistungen
5.1 Unterscheidung der Dienstleistungen anhand des Intangibilitätsniveaus und der Interaktionsintensität
5.2 „Sampson – Snape – Box“ mit Überlegungen von Stauss
5.3 Typologie internationaler Dienstleistungsunternehmungen
5.4 Einfluss der unterschiedlichen Typologien auf die Internationalisierungsmuster

6 Beispiele für Internationalisierungen von Dienstleistungen
6.1 Unternehmensberatungsfirmen
6.2 Fast – Food – Restaurants

7 Zusammenfassung

8 Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Konstitutive Merkmale und Problemfelder der Dienstleistung

Abbildung 2: Qualitätsbeurteilung bei Dienstleistungen

Abbildung 3: Forschungsansatz von Grönross/Gummesson

Abbildung 4: Gründe für die Internationalisierung von Dienstleistungsunternehmen

Abbildung 5: Typologisierung internationaler Dienstleistungen anhand der

Intangibilität und Interaktivität

Abbildung 6: internationaler Dienstleistungen anhand der Mobilität

Abbildung 7: Typologie internationaler Dienstleistungsunternehmungen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

“Never underestimate the importance of local knowledge .”[1]

Heutzutage wird ein internationales Denken für Unternehmen immer wichtiger. Durch die immer engere Bindung zwischen den Staaten Europas und die dadurch wachsenden Märkte, verändern und vermehren sich die Absatzmärkte für Unternehmen. In der heutigen Geschäftswelt müssen Unternehmen immer flexibler werden und für neue Märkte bereit sein.

Im Rahmen dieser Arbeit soll ein Überblick über die Internationalisierung von Dienstleistungsunternehmen und die damit verbunden Muster gegeben werde. Um die Internationalisierungsmuster des Dienstleistungssektors zu verstehen erfolgt zunächst eine Definition von Dienstleistungen, mit ihren Kerneigenschaften und der Qualitätsbeurteilung. Danach werden die Gründe sowie die Rahmenbedingungen für eine Internationalisierung erläutert. Hier wird auf die Kernaspekte eingegangen, die Unternehmen beachten und bei der Internationalisierungsüberlegungen mit einbeziehen.

Im Anschluss daran werden drei Typologien erklärt, welche die verschiedenen Formen von internationalen Dienstleistungen anhand von bestimmten Merkmalen aufzeigen. Hier werden die grundsätzlichen Eigenschaften, die Mobilität von Anbieter und Kunde sowie die Standardisierungsfrage mit der räumlichen Platzierung in Betracht gezogen. Die verschieden Internationalisierungsmuster werden mit Hilfe der Typologien erklärt

Am Schluss der Arbeit werden kurz anhand von zwei Kernbeispielen, Unternehmensberatungsfirmen und Fast – Food – Restaurants, die grundlegenden Gesichtspunkte aufzeigt. Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung und einem Ausblick für Dienstleistungsunternehmen.

Diese Arbeit soll nur einen Einblick geben, sie kann nicht eine vollständige Abhandlung sein. Jedoch werden hier Kernaspekte besprochen, die bei der Internationalisierung von Dienstleistungen, vorrangig aus unternehmerischer Sicht, beachtet werden und damit auf die Internationalisierungsmuster Einfluss nehmen. Im Ausblick werden auch notwendige Rahmenbedingungen für den längerfristigen Erfolg von Dienstleistungen angesprochen.

2 Definition von Dienstleistungen

Dienstleistungen sind immaterielle Wirtschaftsgüter, die unter Einsatz externer Produktionsfaktoren für den fremden Bedarf produziert werden.[2] Im angloamerikanischen Sprachraum handelt es sich bei services um ein Output eines Faktorkombinationsprozesses (input-throughput-output). Grundlegende Eigenschaften einer Dienstleistung sind die Immaterialität, die Integration von externen Faktoren, die Intangibilität und die Produktion für den fremden Bedarf. Durch diese Eigenschaften können Probleme entstehen, wie z.B. Kapazitätsstarrheit, die Dienstleistung wird zum Vertrauensgut, die Qualität ist schwer messbar und auch schwer überprüfbar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Konstitutive Merkmale und Problemfelder der Dienstleistung[3]

„Die Ursache der Immaterialität von Dienstleistungen […] liegt darin, dass in die Produktion von Dienstleistungen keine immaterielle Substanz in Form von Rohstoffen eingeht.“[4] Rohstoffe können jedoch als Hilfs- und Betriebsstoffe eingesetzt werden bzw. in Form der externen Produktionsfaktoren durch den Abnehmer integriert werden.

Verständnis- bzw. Abgrenzungsprobleme zwischen den einzelnen Güterarten entstehen meist dadurch, dass in der Praxis Sachgüter, Dienstleistungen und andere immaterielle Güter oftmals im selben Unternehmen produziert und angeboten werden.

Alle Dienstleistungen sind immaterielle Güter, jedoch sind nicht alle immateriellen Güter Dienstleistungen. „So sind beispielsweise sämtliche Nominalgüter wie Geld, Darlehens- und Beteiligungswerte sowie zahlreiche weitere immaterielle Realgüter, wie nomische Potenzen, Patente, Lizenzen, Konzessionen sowie insbesondere Informationen zwar immaterielle Güter, jedoch keine Dienstleistungen."[5] Die Abgrenzung von Dienstleistungen zur Arbeitsleistung ist besonders wichtig. Arbeitsleistung ist nach Raffée, dass Absatzgut der Haushalte, welches auf dem Arbeitsmarkt angeboten wird, im Sinne der physischen und psychisch-intellektuellen menschliche Energie. Arbeitsleistung fließt als Produktionsfaktor in Leistungserstellungsprozess mit ein.[6] Es ist zu trennen ob die Arbeitsleistung – de facto – isoliert angeboten/beschafft wird oder ob mehrere Produktionsfaktoren kombiniert eingesetzt werden.

Produktionsfaktoren sind Güter, die für den Produktionsprozess benötigt werden oder diesen beeinflussen und somit auch feststellbar und von Interesse sind. Allgemein gelten drei Kriterien für die Produktionsfaktoren in der Betriebswirtschaftslehre:[7]

1. Die Wirtschaftsguteigenschaft, charakterisiert durch Nutzenstiftung, relative Knappheit und daraus resultierend den ökonomischen Wert.
2. Der Einsatz des entsprechenden Gutes stellt die bewirkende Ursache (causa efficiens) für das Hervorbringen bzw. Entstehen eines neuen Gutes dar.
3. Der mit dem Einsatz in einem bestimmten Produktionsprozess verbundene Güterverzehr.

Die meisten in der Literatur vorhandenen Faktorsysteme beziehen sich auf Sachgüterproduktion und sind ungeeignet für die Erläuterung von Dienstleistungsproduktion, da vor allem die immateriellen Güter weitestgehend ausseracht gelassen werden. In der Dienstleistungsproduktion ist die Dominanz der immateriellen Güter als Inputfaktoren auffällig und hat besondere Bedeutung. Bei der Dienstleistungserstellung sind die externen Produktionsfaktoren, die Faktoren die vom Abnehmer/Verwerter beigesteuert werden, genauso existenziell.[8]

In der folgenden Übersicht soll ein Faktorsystem der Dienstleistungsproduktion dargestellt werden:[9]

Interne Produktionsfaktoren

I. Reale immaterielle Güter
(1) Menschliche Arbeitsleistung
(2) Dienstleistungen
(3) Informationen
(4) Ökonomische Potenzen
(5) Rechte auf materielle und immaterielle Güter

II. Tiere

III. Reale materielle Güter
(1) Betriebsmittel
(2) Werkstoffe (ohne Rohstoffe)

IV. Nominalgüter
(1) Darlehens- und Beteiligungswerte
(2) Geld

Externe Produktionsfaktoren

I. Reale materielle Güter des Abnehmers
(1) Immobile Sachgüter
(2) Mobile Sachgüter

II. Tiere des Abnehmers

III. Reale immaterielle Güter des Abnehmers
(1) Abnehmerseitige Arbeitsleistungen
(2) Nominalgüter
(3) Informationen
(4) Gefahren, Risiken, Probleme
(5) Rechtsgüter

IV. Aktive Mitwirkung und /oder passive Beteiligung des Abnehmers
(1) Physische und psychische Energie
(2) Zeit

Die externen Produktionsfaktoren bilden durch ihre Verfügbarkeit und/oder Integrationsmöglichkeit den „limiting factor“ der Dienstleistungsproduktion.[10]

[...]


[1] HSBC Werbung 2004 in http://www.hsbc.com

[2] vgl. Gardini (2004), S. 40

[3] Kreilkamp (2003), Folie 4

[4] Gardini (2004), S. 41

[5] Gardini (2004), S. 43

[6] Raffée (1974), S. 196

[7] Gardini (2004), S. 45

[8] vgl. Gardini (2004), S. 45, 46

[9] Gardini (2004), S. 49

[10] vgl. Gardini (2004), S. 49

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Internationalisierung von Dienstleitungssektor
Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut, ehem. Fachhochschule Landshut
Note
1
Autor
Jahr
2005
Seiten
27
Katalognummer
V41756
ISBN (eBook)
9783638399593
Dateigröße
796 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Internationalisierung, Dienstleitungssektor
Arbeit zitieren
Frederike Fürst (Autor), 2005, Internationalisierung von Dienstleitungssektor, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41756

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