Ziel dieser Arbeit ist es, herauszufinden, ob Business Model Canvas es schafft, als eine adäquate Alternative gegenüber herkömmlichen Geschäftsmodellkonzepten zu fungieren. Dabei werden die wesentlichen Punkte des Business Models Canvas dargestellt und auf ihre Funktionstüchtigkeit und Praxisrelevanz untersucht.
Hauptaugenmerk liegt auf dem Vergleich mit einem herkömmlichen Business Plan. Ferner werden die Begriffe Konzept-Innovation sowie das Geschäftsmodell und dessen Analyse näher beleuchtet. Schließlich findet ein Exkurs zum Mittelstand statt, in welchem die Vorteile von Business Model Canvas, am Beispiel der Digitalisierung, herausgearbeitet werden.
In dem zweiten Kapitel der Arbeit werden die Grundlagen beleuchtet, welche für die weitere Ausarbeitung und das Beantworten der Fragestellung essentiell sind. Dabei stehen die Begriffe Konzept-Innovation sowie das Geschäftsmodell und dessen Analyse im Mittelpunkt. Ziel hierbei ist es, zu verstehen, was eine Konzept-Innovation ist und welche zentralen Punkte dieser zu Grunde liegen. Bei dem Begriff des Geschäftsmodells wird zusätzlich, zu den bereits genannten Punkten, erläutert, warum das Geschäftsmodell die Prämisse für das erfolgreiche Bestehen eines Unternehmens ist und welchen strategischen Mehrwert ein fundiertes Geschäftsmodell bietet.
Im Dritten und damit auch dem Hauptabschnitt geht es um die Bedeutung und Implementierung von Canvas. Zu aller erst wird auf die zentralen Bestandteile des Business Models Canvas (BMC) eingegangen, um zu verstehen, wie es aufgebaut ist und die Anwendung erfolgt. Daraufhin stehen die Anwendungsgebiete von BMC im Zentrum, um herauszufinden, in welchen Feldern das Anwenden von Canvas einen Mehrwert bietet. Im dritten Segment wird der herkömmliche Businessplan mit dem Business Model Canvas verglichen und die wesentlichen Unterschiede werden herausgearbeitet.
Im vierten und damit letzten Schritt findet ein Exkurs zum Mittelstand statt, indem ich meine Auffassung darlege, wie in diesem Unternehmensumfeld BMC, am Beispiel der Digitalisierung, einen deutlichen Mehrwert bieten kann. Basierend auf der Ausarbeitung der Kapitel zwei und drei entsteht im letzten Kapitel dieser Arbeit das Fazit, welches die ursprüngliche Fragestellung wieder aufgreift und beantwortet.
Inhaltsverzeichnis
1. Gegenstand der Arbeit
1.1 Fragestellung
1.2 Vorgehensweise
2. Grundlagen
2.1 Definition Konzept-Innovation
2.2 Das Geschäftsmodell und dessen Analyse
3. Canvas: Bedeutung und Implementierung
3.1 Business Model Canvas und seine Bestandteile
3.2 Anwendungsgebiete von Canvas
3.3 Canvas im Vergleich mit einem herkömmlichen Businessplan
3.4 Exkurs: BMC als Hilfestellung im Mittelstand
4. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit das Business Model Canvas (BMC) eine adäquate und effiziente Alternative zu klassischen Businessplänen darstellt, insbesondere im Kontext von Neugründungen und der digitalen Transformation in Unternehmen. Dabei werden die Funktionsweise des BMC sowie dessen Anwendbarkeit in verschiedenen Unternehmensumfeldern kritisch analysiert.
- Vergleich zwischen dem Business Model Canvas und traditionellen Businessplänen
- Analyse der neun Kernbausteine des Business Model Canvas
- Untersuchung der Anwendungsgebiete und der strategischen Relevanz des BMC
- Bewertung der Eignung von BMC für den Mittelstand und die Digitalisierung
- Kombinationsmöglichkeiten des BMC mit weiteren strategischen Analyse-Tools
Auszug aus dem Buch
3.1 Business Model Canvas und seine Bestandteile
Eine Komplexitätsreduktion war das Hauptaugenmerk von Osterwalder und Pigneur – zwei Namen, die in der Fachwelt der Geschäftsmodellvisualisierung und -analyse mittlerweile ein festes Standbein haben. Sie veröffentlichten 2009 das Buch „Business Model Generation: A handbook for Visionaries, Game Changers, and Challengers”, indem BMC das erste Mal an die breite Öffentlichkeit getragen wurde. Es entstand zusammen mit über 470 Experten aus Forschung und freier Wirtschaft. Deren Ziel war es, ein Tool zu entwerfen, mit dem man ein Geschäftsmodell schnell und einfach – jedoch nicht zu versimplifiziert – entwickeln und analysieren kann.
BMC ist aufgeteilt in neun Blöcke, die die vier Hauptbereiche eines jeden Unternehmen abdecken: Kunde, Angebot, Infrastruktur und Finanzierung. Diese neun Blöcke unterteilen sich wie folgt: 1. Kundensegmente, 2. Wertangebote, 3. Kanäle, 4. Kundenbeziehungen, 5. Einnahmequellen, 6. Schlüsselressourcen, 7. Schlüsselaktivitäten, 8. Schlüsselpartnerschaften, 9. Kostenstruktur.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Gegenstand der Arbeit: Diese Einleitung definiert die Fragestellung bezüglich der Eignung des Business Model Canvas als Alternative zu herkömmlichen Konzepten und erläutert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Grundlagen: Hier werden die theoretischen Fundamente gelegt, indem die Begriffe der Konzept-Innovation und des Geschäftsmodells sowie dessen Analyse in den Fokus gerückt werden.
3. Canvas: Bedeutung und Implementierung: Dieser Hauptabschnitt erläutert den Aufbau des BMC, analysiert dessen Anwendungsgebiete, vergleicht es mit dem klassischen Businessplan und beleuchtet dessen Nutzen für den Mittelstand.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt das BMC als innovative und dynamische Alternative zum klassischen Businessplan, sofern es durch ergänzende Analysewerkzeuge sinnvoll erweitert wird.
Schlüsselwörter
Business Model Canvas, Geschäftsmodellanalyse, Innovation, Unternehmensgründung, Businessplan, Digitalisierung, Mittelstand, Strategie, Wertschöpfung, Konzept-Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, Managementinstrumente, Geschäftsmodell, Effizienz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, ob das Business Model Canvas eine praxistaugliche und adäquate Alternative zu klassischen Businessplan-Konzepten für Unternehmen darstellt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Geschäftsmodellen, die Struktur und Anwendung des Business Model Canvas sowie den kritischen Vergleich zu traditionellen Planungsdokumenten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, die Funktionstüchtigkeit und Praxisrelevanz des BMC zu analysieren und zu prüfen, inwieweit es den klassischen Businessplan insbesondere bei Neugründungen ablösen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Untersuchung bestehender Modelle und Anwendungsszenarien von strategischen Managementinstrumenten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den neun Bausteinen des BMC, den vielfältigen Anwendungsfeldern in globalen Unternehmen sowie einem speziellen Exkurs zur Bedeutung des BMC für den deutschen Mittelstand.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Business Model Canvas, Geschäftsmodellanalyse, Innovation, Digitalisierung und strategische Unternehmensführung charakterisiert.
Warum ist laut der Arbeit ein traditioneller Businessplan oft unzureichend?
Ein traditioneller Businessplan wird oft als zu starr, aufwändig in der Erstellung und zu wenig dynamisch für schnelllebige Umfelder, wie sie bei digitalen Geschäftsmodellen vorkommen, kritisiert.
Wie kann das BMC laut dem Autor sinnvoll ergänzt werden?
Da das BMC keine explizite quantitative Finanzanalyse oder eine tiefe Marktumfeldanalyse bietet, empfiehlt der Autor die Kombination mit Tools wie der SWOT-Analyse oder den Five Forces von Porter.
Welche Rolle spielt der Mittelstand in dieser Publikation?
Der Mittelstand wird als "Motor der Wirtschaft" identifiziert, der durch die Digitalisierung unter Druck gerät und durch den Einsatz des BMC agiler auf Marktveränderungen reagieren könnte.
Welchen Vorteil bietet das BMC bei der Teamarbeit?
Das BMC fördert durch seine visuelle Struktur das interdisziplinäre Arbeiten und die "shared language", wodurch verschiedene Fachabteilungen leichter gemeinsam an einem Geschäftsmodell arbeiten können.
- Quote paper
- Marc Maurice Rauch (Author), 2017, Das "Business Model Canvas". Eine adäquate Alternative zum Business Plan, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/417802