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Aktive und passive latente Steuern im Jahresabschluss

Titel: Aktive und passive latente Steuern im Jahresabschluss

Bachelorarbeit , 2017 , 33 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Konrad Zweihaus (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung, Bilanzierung und Bewertung von latenten Steuern im Jahresabschluss. Zudem wird in jedem Kapitel auf die möglichen Problemstellungen und Besonderheiten der Bewertung/ Bilanzierung eingegangen, die durch die jeweiligen Konzepte, bzw. Methoden entstehen können. Auf Grund des erheblichen Umfangs der Thematik beschäftigt sich diese Arbeit hauptsächlich mit dem handelsrechtlichen Einzelabschluss.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Entstehung von latenten Steuern

2.1 Aktive latente Steuern

2.2 Passive latente Steuern

2.3 Sonderfall: Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge

3 Bilanzierungskonzepte

3.1 Timing Konzept

3.1 Temporary Konzept

4 Ansatz und Bewertung von latenten Steuern

4.1 Liability- Methode

4.2 Deferred- Methode

4.3 Net of Tax- Methode

5 Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entstehung, Bilanzierung und Bewertung von latenten Steuern im handelsrechtlichen Einzelabschluss, wobei insbesondere die Auswirkungen gesetzlicher Änderungen durch das Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMoG) und die Abkehr von der Einheitsbilanz analysiert werden.

  • Grundlagen und Entstehung von aktiven und passiven latenten Steuern
  • Methodische Unterschiede zwischen Timing- und Temporary-Konzept
  • Bewertung von Verlustvorträgen als aktiven latenten Steuern
  • Ansatzmethoden wie Liability-, Deferred- und Net of Tax-Methode
  • Bedeutung für die Informationsfunktion des Jahresabschlusses

Auszug aus dem Buch

2. Entstehung von latenten Steuern:

Latente Steuern entstehen nach § 274 Abs.1 Satz 1 HGB durch vereinzelt verschiedene Wertansätze in der Handels– und Steuerbilanz, die auf unterschiedlichen Perspektiven bzw. Interessen der Adressaten der jeweiligen Bilanz beruhen.13 Während die Handelsbilanz nach dem Handelsgesetzbuch als Bemessungsgrundlage für die Gewinnausschüttung und Informationsquelle für interne und externe Interessenten dient, soll die Steuerbilanz das Betriebsvermögen auf Grundlage des Einkommensteuergesetzes darstellen und die Steuerlast des Unternehmens ermitteln.14 Der tatsächliche Steueraufwand beruht (für Kapitalgesellschaften bspw. nach § 7 Abs. 1 KStG) auf dem zu versteuernden Einkommen des Unternehmens. Den Bilanzadressaten wird mit Hilfe der latenten Steuern aufgezeigt, welche Steuerbelastung der Abschluss nach dem Handelsgesetzbuch hervorrufen würde, wenn dieser die Bemessungsgrundlage für die Steuerlast wäre.15 So kann die Aussagekraft der handelsrechtlichen Bilanz über das Vermögen erhöht werden, da dem Bilanzleser durch aktive latente Steuern zukünftige Steuerentlastungen und durch passive Steuerlatenzen zukünftige Steuerbelastungen in dem Jahresabschluss aufgezeigt werden.16

Latente Steuern dürfen nach § 274 Abs. 1 Satz 4 HGB saldiert oder auch separat bilanziert werden und müssen in den Posten aktive bzw. passive latente Steuern gemäß § 266 Abs. 2 D HGB und § 266 Abs. 3 E HGB ausgewiesen werden. Nach § 274 Abs. 2 Satz 1 sind Steuernlatenzen nicht abzuzinsen. Hervorzuheben ist, dass sich latenten Steuern in der Theorie immer erfolgswirksam aufheben.17 Es handelt sich also um sogenannte temporäre bzw. zeitlich begrenzte Differenzen.18

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert den Wandel der externen Rechnungslegung in Deutschland und die zunehmende Bedeutung latenter Steuern durch die Abkehr von der Einheitsbilanz.

2 Entstehung von latenten Steuern: Hier werden die Ursachen für die Entstehung von Steuerlatenzen aus Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz sowie der Sonderfall der Verlustvorträge detailliert dargelegt.

3 Bilanzierungskonzepte: Das Kapitel vergleicht das klassische, GuV-orientierte Timing-Konzept mit dem modernen, bilanzorientierten Temporary-Konzept.

4 Ansatz und Bewertung von latenten Steuern: Dieser Abschnitt analysiert die verschiedenen Bewertungsmethoden (Liability, Deferred, Net of Tax) und die spezifische Ermittlung der Steuersätze.

5 Thesenförmige Zusammenfassung: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse der Arbeit in prägnanten Thesen zusammengefasst.

Schlüsselwörter

Latente Steuern, BilMoG, Jahresabschluss, Handelsbilanz, Steuerbilanz, Temporary Konzept, Timing Konzept, Liability-Methode, Verlustvorträge, Steuerlatenzen, Einheitsbilanz, Bewertung, Steuersatz, Rechnungslegung, Differenzen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung und praktischen Umsetzung der Bilanzierung latenter Steuern im handelsrechtlichen Einzelabschluss unter Berücksichtigung der aktuellen Gesetzeslage nach dem BilMoG.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zentrale Themen sind die Entstehung von Bewertungsdifferenzen, die methodischen Ansätze zur Bilanzierung (Timing vs. Temporary) sowie die spezifische Behandlung von Verlustvorträgen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, dem Leser ein tiefgreifendes Verständnis für die Entstehung und Berechnung latenter Steuern zu vermitteln und die Komplexität sowie die Anforderungen an die Dokumentation im Jahresabschluss aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Rechnungslegungsstandards, Gesetze und wissenschaftlicher Publikationen, ergänzt durch anschauliche Fallbeispiele.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil behandelt die Entstehung von Steuerlatenzen, die Gegenüberstellung von Bilanzierungskonzepten sowie die verschiedenen Ansätze zur Bewertung, inklusive der Besonderheiten bei Verlustvorträgen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind latente Steuern, Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMoG), temporäre Differenzen, Steuerlatenzen, Verlustvorträge und Bilanzansatz.

Warum ist die Bilanzierung aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge so komplex?

Diese Aktivierung erfordert eine glaubwürdige operative Planrechnung über fünf Jahre, um die Werthaltigkeit nachzuweisen, was Unternehmen vor erhebliche Dokumentationshürden stellt.

Was unterscheidet das Timing-Konzept vom Temporary-Konzept?

Während das Timing-Konzept GuV-orientiert ist und nur bestimmte Differenzen berücksichtigt, ist das moderne Temporary-Konzept bilanzorientiert und bezieht nahezu alle Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz ein.

Welche Bedeutung haben die kommunalen Hebesätze?

Da Gewerbesteuersätze regional stark variieren, müssen Unternehmen bei der Bewertung latenter Steuern lokale Besonderheiten berücksichtigen, was die Berechnung verkompliziert.

Was sind die Konsequenzen bei einer falschen Darstellung latenter Steuern?

Eine bewusste Falschdarstellung in der Bilanz kann gemäß § 331 HGB zu empfindlichen Geld- oder sogar Haftstrafen für die Verantwortlichen führen.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Aktive und passive latente Steuern im Jahresabschluss
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,7
Autor
Konrad Zweihaus (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
33
Katalognummer
V417907
ISBN (eBook)
9783668669475
ISBN (Buch)
9783668669482
Sprache
Deutsch
Schlagworte
aktive steuern jahresabschluss latente passive timing temporary liability deferred net of tax verlustvorträge ansatz bilanzierung bewertung entstehung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Konrad Zweihaus (Autor:in), 2017, Aktive und passive latente Steuern im Jahresabschluss, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/417907
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  33  Seiten
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