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Biodiversität in der Landwirtschaft. Umsetzung und Förderung von biologischer Vielfalt in Agrarlandschaften

Titel: Biodiversität in der Landwirtschaft. Umsetzung und Förderung von biologischer Vielfalt in Agrarlandschaften

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Kevin König (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll es darum gehen zu untersuchen, inwiefern die Biodiversität eine Rolle bei der bisherigen Ausrichtung der agrarwirtschaftlichen Strategien gespielt hat und diese weiterhin beeinflusst. Auf Basis der Klärung des Terminus "Biodiversität" soll es zu einer Darstellung der Korrelation zwischen Landwirtschaft und biologischer Vielfalt kommen. Dabei sollen neben theoretischen Konzepten der Gesellschaft-Umwelt-Forschung auch die (agrar-)politischen Rahmen der Implementierung von Biodiversität als relevanter Faktor der Agrarwirtschaft skizziert werden. Das erkenntnisleitende Interesse ist ferner eine komprimierte Untersuchung der Berücksichtigung und Förderung von Biodiversität durch verschiedene landwirtschaftliche Nutzformen. Daraus soll es anschließend zu einer normativen Beurteilung dieser Landnutzungsformen kommen, welche neben der Biodiversität auch die praktische Umsetzung berücksichtigen soll. Hierbei ist anzumerken, dass aufgrund des begrenzten Rahmens dieser Arbeit mit Oberbegriffen wie "konventioneller-" und "ökologischer Landwirtschaft" gearbeitet wird und diese nicht in ihre spezifischeren Subformen aufgeteilt und erläutert werden.

Im gesellschaftlichen Diskurs steht gegenwärtig vor allem die Entscheidung des Konsumenten zwischen herkömmlichen oder biologisch nachhaltig angebauten Lebensmitteln. Dabei ist festzustellen, dass das ökologische Bewusstsein der Bevölkerung in Deutschland ständig zunimmt. Der Konsens besteht ferner meist darin, dass es als sinnvoll und wichtig erachtet wird, dass die Umwelt geschont und Nutztiere eine artgerechte und ethisch vertretbare Haltung erfahren. Hierbei ist es jedoch auch von Interesse einen gleichzeitig spezifischeren und übergeordneten Blickwinkel auf die Legitimation verschiedener Agrarwirtschaftsformen anzunehmen: Biodiversität. Dieser Begriff ist gegenwärtig in sämtlichen interdisziplinären Forschungen zu den Themenbereichen "Mensch und Umwelt" oder "Nachhaltigkeit und Umweltschutz" aufzufinden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Bezugsrahmen

2.1 Definition von „Biodiversität“

2.2 Biodiversität in der Landwirtschaft

3. Umsetzung von Biodiversitätsförderung in (post-)moderner Landwirtschaft

3.1 Berücksichtigung der Biodiversität in verschiedenen Landwirtschaftsformen

3.2 Fallbeispiel zum Vergleich von ökologischer und konventioneller Landwirtschaft

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Korrelation zwischen agrarwirtschaftlicher Nutzung und Biodiversität, mit dem Ziel, die Rolle der biologischen Vielfalt in der strategischen Ausrichtung der Landwirtschaft kritisch zu beleuchten und verschiedene Nutzungsformen hinsichtlich ihrer Förderung von Biodiversität zu bewerten.

  • Interdisziplinäre Konzepte der Gesellschaft-Umwelt-Forschung
  • Implementierung von Biodiversität im agrarpolitischen Rahmen
  • Vergleich ökologischer und konventioneller Landwirtschaftspraktiken
  • Analyse von Zielkonflikten zwischen Produktivität und Umweltschutz
  • Bewertung von Greening-Maßnahmen und Nachhaltigkeitsstrategien

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition von „Biodiversität“

Die Biodiversität stellt ein Akronym des Begriffes „biologische Vielfalt“ bzw. dem englischen Fachterminus biological diversity dar. Abzuleiten ist dies etymologisch aus dem griechischem „bios“ (= Leben) und dem lateinischen „diversitas“ (= Verschiedenheit). Erstmals verwendet wurde dieser Begriff vom US-National Research Council, welcher sich dabei u.a. auf die Untersuchungen des Evolutionsbiologen Edward O. Wilson stützte (WEBER 2010, S.65ff.).

Da der Verwendung dieses Terminus im Laufe der Zeit immer wieder auch missverständliche Bedeutungen zugeschrieben wurden, steht der Begriff der „Artenvielfalt“ oftmals im gleichen hierarchischen Kontext, obwohl diese eine spezifischere Bedeutung aufweist. Im Umweltpoltischen Kontext bezeichnet die Convention on Biological Diversity (CBD) die Biodiversität als „die Variabilität unter lebenden Organismen jeglicher Herkunft, darunter unter anderem Land-, Meeres- und sonstige aquatische Ökosysteme und die ökologischen Komplexe, zu denen sie gehören“ (CBD Art.2 1992). Damit wurde eine im Kern bis heute gültige definitorische Grundlage gelegt, inwiefern man Biodiversität im wissenschaftlichen Diskurs verwenden kann. Mit dieser Definition einher geht somit die Einteilung von Biodiversität in drei Komplexitätsebenen (GLASER et. al. 2011, S.1243).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in den gesellschaftlichen Diskurs zwischen konventioneller und biologisch-nachhaltiger Landwirtschaft ein und formuliert das Erkenntnisinteresse zur Implementierung von Biodiversität als Faktor der Agrarwirtschaft.

2. Theoretischer Bezugsrahmen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Biodiversität anhand seiner drei Komplexitätsebenen und erörtert die historische sowie fachliche Abhängigkeit zwischen menschlicher Landwirtschaft und natürlichen Ökosystemen.

3. Umsetzung von Biodiversitätsförderung in (post-)moderner Landwirtschaft: Das Kapitel analysiert agrarpolitische Rahmenbedingungen wie die GAP-Reformen und das Greening sowie die konkreten Auswirkungen unterschiedlicher Anbaumethoden auf die Artenvielfalt.

4. Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert die Entwicklung hin zu einer stärkeren ökologischen Ausrichtung der Agrarwirtschaft bei gleichzeitiger Anerkennung der anhaltenden Herausforderung, den weltweiten Nahrungsbedarf zu decken.

Schlüsselwörter

Biodiversität, Landwirtschaft, Agrarpolitik, ökologischer Landbau, konventionelle Landwirtschaft, Nachhaltigkeit, Artenvielfalt, Greening, Ökosysteme, Landnutzung, Humusbildung, Ressourcenmanagement, Agrarwende.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Spannungsfeld zwischen agrarwirtschaftlicher Produktivität und dem Erhalt der biologischen Vielfalt in landwirtschaftlich genutzten Räumen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten gehören die Definition von Biodiversität, die agrarpolitischen Rahmenbedingungen der EU und der Vergleich zwischen ökologischer und konventioneller Bewirtschaftung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, inwiefern Biodiversität eine Rolle bei agrarwirtschaftlichen Strategien spielt und wie verschiedene Landnutzungsformen zu deren Schutz beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf geographischen Konzepten der Gesellschaft-Umwelt-Forschung und der Auswertung existierender Studien und Artenschutzberichte basiert.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Komplexitätsebenen der Biodiversität, die Reformen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und nutzt Fallbeispiele, um ökologische Vorteile des Bio-Landbaus quantitativ und qualitativ darzustellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Biodiversität, Nachhaltigkeit, Greening, Landwirtschaft und Ökosysteme geprägt.

Warum ist der Begriff „Hybride Netzwerke“ in diesem Kontext wichtig?

Basierend auf Bruno Latours „Actor Network Theory“ beschreibt dieser Begriff die notwendige Verknüpfung von natürlichen Elementen und menschlicher Kulturarbeit in der Landwirtschaft.

Welches Ergebnis liefert das Fallbeispiel des IBLA?

Die Studie zeigt, dass ökologische Betriebe in Luxemburg bei der Artenvielfalt auf Ackerflächen signifikant besser abschneiden als konventionelle Betriebe.

Ist der ökologische Landbau als kompletter Ersatz für die konventionelle Landwirtschaft realistisch?

Laut Autor ist der ökologische Landbau aufgrund der aktuellen Nachfrage nach Erträgen kurzfristig kein vollständiger Ersatz, sollte jedoch durch Ausgleichsmaßnahmen in der konventionellen Landwirtschaft ergänzt werden.

Welche Rolle spielt die Politik bei der Förderung der Biodiversität?

Die Politik setzt durch Instrumente wie die GAP-Reform 2013 und Anforderungen zum „Greening“ finanzielle Anreize, um ökologische Nachhaltigkeit in betriebliche Strategien zu integrieren.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Biodiversität in der Landwirtschaft. Umsetzung und Förderung von biologischer Vielfalt in Agrarlandschaften
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Lehrstuhl für Kulturgeographie und Entwicklungsforschung)
Veranstaltung
HS Gesellschaft-Umwelt-Forschung
Note
1,3
Autor
Kevin König (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
17
Katalognummer
V418102
ISBN (eBook)
9783668678491
ISBN (Buch)
9783668678507
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geographie Hausarbeit Landwirtschaft Biodiversität ökologische Landwirtschaft biologische Vielfalft Agrarlandschaft Förderung Artensterben Artenreichtum konventionelle Landwirtschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kevin König (Autor:in), 2018, Biodiversität in der Landwirtschaft. Umsetzung und Förderung von biologischer Vielfalt in Agrarlandschaften, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418102
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Leseprobe aus  17  Seiten
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