Nietzsches Menschentier in "Zur Genealogie der Moral" als persönliche Feldstudie

Ein fruchtbarer Ansatz für die heutige Medizinethik?


Hausarbeit, 2017

21 Seiten, Note: 2,7


Leseprobe

Gliederung:

I. Einleitung unter Berücksichtigung der Hauptthese

II. Medizinethik heutzutage – So vielschichtig wie das menschliche Leiden

III. Nietzsche und der Umgang mit Krankheit – eine Beziehung auf mehreren Ebenen
a. Das Leben des Philosophen – Etappen einer Krankenakte
b. Der Umgang mit Kranken in „Zur Genealogie der Moral“ – Abschottung als Mittel zum Zweck

IV. Unvereinbare Ansichten – Nietzsche zu konservativ für die heutige Medizinethik?

V. Schlusswort mit Ausblick

VI. Literaturverzeichnis

I. Einleitung unter Berücksichtigung der Hauptthese

Bis zum Ende dieses Jahrhunderts alle Krankheiten, welche den Mensch betreffen, heilen?[1] Und das gerade einmal mit drei Milliarden Dollar? Egal ob man nun den Gedankengängen des amerikanischen Milliardärs Mark Zuckerberg – seines Zeichens Gründer von Facebook und Philanthrop – zu folgen geneigt ist oder diese prinzipiell als utopisch und weltfremd abstempeln möchte, in einigen Punkten seiner Kernaussage offenbart er menschliche Grundansichten.

So begleitet die Krankheit an sich, den Menschen schon seit seiner Entstehung und zwang diesen somit von Beginn an, sich einen gewissen Umgang mit jener und den Menschen die von ihr betroffen sind, anzueignen. Ein Thema also, welches sich schon historisch gesehen anzugehen lohnt. Gleichzeitig zeigt die gesamte Aussage von Zuckerberg den modernen Überlegenheitsgedanken der Medizin, den dieser ohne Rücksicht auf andere Meinungen auch – mit der eben genannten Summe – durchzusetzen gedenkt. Dabei ist die ethische Fragestellung, ob man einen Betroffenen zum Schutz der Gemeinschaft aussetzt und diesem damit seinem Schicksal überlässt, oder ihm eine Möglichkeit zur Genesung eingesteht, so alt wie der moderne Mensch selbst – biologisch, nicht kulturell betrachtet.

Doch ist die Menschheit allein wegen einer solch langen Verbundenheit mit dieser Thematik und der überlegenen modernen Medizintechnik in der Lage auch moralische Theorien von allgemeiner Gültigkeit zu entwickeln, welche dem medizinischen Wissensboom der letzten Jahre als ebenbürtig anzusehen sind? Und ist dabei die Hypothese, dass „gute Medizin inhärent moralisch“[2] sei, universal verwendbar und somit nicht mehr so stark an ethische Reflexion gebunden, wie andere Teilgebiete der Moral oder kann die Ansicht eines fachfremden Philosophen – im Zuge dieser Hausarbeit wird Friedrich Nietzsche diesen Platz einnehmen – der Diskussion um menschengerechten Umgang mit Medizin letztendlich von Nutzen sein, ist sie gar unablässig um in den Kern der Problematik vorzudringen? All dies sind Fragen, mit denen sich die moderne Medizintechnik konfrontiert sieht und welche im Zuge dieser Hausarbeit näher beleuchtet werden sollen.

Dabei versteht sich dieser Text aber nicht als eines der unzähligen Werke der Generation Wikipedia, welche lediglich eine Zusammenfassung der materieeigenen Forschungsliteratur geben, dann aber zu weiteren Überlegungen in diesem Kontext keine Stellung mehr beziehen wollen, sondern als Verständigungsliteratur von mehreren gleichberechtigten Polen innerhalb einer Debatte. Um diesem Phänomen gleich von vornherein vorzubeugen, wird die Problemstellung der Hausarbeit über den ursprünglichen Rahmen der sonst in medizinethischen Fragen zur Rate gezogenen Personen ausgedehnt und mit Friedrich Nietzsche, ein bedeutender Philosoph, mit unzähligen Verknüpfungen in die Begriffswelt der Moral, in die Leitfrage eingebaut.

Die Hausarbeit selbst beginnt mit einem angemessenen Ausblick auf den Begriff der modernen Medizinethik. Ein solcher Einstieg hilft dem Leser einen Überblick über die behandelte Materie zu bekommen und Missverständnisse bei etwaigen Begriffsüberschneidungen – man nehme nur den Unterschied von Medizin- und Bioethik – von Anfang an zu minimieren. Danach wird sich, immer unter Berücksichtigung der Leitfrage, Friedrich Nietzsche zugewandt werden. Dieser ist gleich auf mehreren Ebenen für unsere vorgegebene Problematik erwähnenswert und wird deswegen in zwei getrennten Abschnitten behandelt. Am Anfang, wird das Leben des Philosophen untersucht und dabei vor allem dessen Krankengeschichte und der persönliche Umgang mit ihr im Vordergrund stehen, bevor sich seiner „Genealogie der Moral“ und der daraus erarbeiteten „Krankenethik“ gewidmet wird. Diese Herangehensweise wird helfen das Verhältnis zwischen „Ist-„ und „Sollzustand“ zu verstehen – welches in der Medizinethik auch immer unter der Thematik allgemeingültige Regeln und Einzelfallbetrachtung zum Tragen kommt – und die Schwierigkeit eine einheitlich gültigen Moraltheorie innerhalb menschlicher Mannigfaltigkeit zu entwickeln, offenlegen. Im vierten Kapitel der Hausarbeit werden dann die beiden abstrakten Konstrukte einander direkt gegenübergestellt und im Hinblick auf die vorgegebene Problemstellung untersucht, bevor ein Schlusswort abschließend versucht die Essenz des Geschriebenen herauszuarbeiten.

Vor dem eigentlichen Einstieg bleibt noch anzumerken, dass sich der Autor zu jedem Zeitpunkt des Schreibprozesses der Größe und Vielschichtigkeit der Thematik bewusst ist. In diesem Text soll nicht nur versucht werden sich möglichst genau am sogenannten „roten Faden“ zu orientieren, um den Spielraum für Fehler relativ überschaubar zu gestalten, sondern auch gelegentliche Exkursionen zum jeweiligen Themengebiet gegeben werden, um dem Leser selbst den umfassendsten Eindruck von der gesamten Materie zu ermöglichen.

II. Medizinethik heutzutage – So vielschichtig wie das menschliche Leiden

Um die Weite des Begriffs Medizinethik zu erfassen, wird sich nun von einer allgemeinen Definition wichtiger Bestandteile des Wortes, hin zu präziseren Erklärungsansätzen bewegt. Während dieses Prozesses werden konkrete Beispiele helfen, das eigentlich abstrakt wirkende Konstrukt besser verstehen zu können. Dabei muss von vornherein eine gewisse Zielrichtung der Gedankengänge vorgenommen werden, um dem vorgeschriebenen Platz der Hausarbeit in vollem Umfang gerecht zu werden.

Allgemein betrachtet ist eine Ethik immer eine Theorie der Moral,[3] welche in Zeiten moralischer Uneinigkeit auch eine praktische Komponente[4] – da sie zum Rettungsanker einer Gesellschaft in brisanten Fragen wird – bekommt. Die Medizinethik ist nun ihres Zeichens eine mögliche Variante der Ethik, welche sich mit moralischen Fragen, „speziell im Umgang mit menschlicher Krankheit und Gesundheit“[5], befasst. Hierbei geht es vor allem um das Setzen von verschiedenen Moralgrenzen – was wohl in Deutschland vorwiegend bei Fragen zur Gentechnik und dem Umgang mit Embryonen zum Tragen kommt.

Jedoch ist diese Definition bereits sehr vage, was sowohl bei Gentechnik – schädlich oder nicht –, als auch bei besagten Embryonen – menschlich oder nicht – die Frage nach dem direkten Zusammenhang mit dem Menschen und somit der Medizin aufwirft. In den 1970er Jahren[6] wurde mit der Bioethik ein größerer Bereich, dem die Medizinethik angehört, ins Leben gerufen. Er behandelt allgemein ethische Fragen zu „menschlichen Eingriffen oder Eingriffsmöglichkeiten in Zeugungs-, Lebens- und Sterbeprozesse.“[7]

Neben der allgemeinen Definition bleibt eine enge Verknüpfung der Medizinethik mit der Gesellschaft[8] zu erwähnen. Höchste moralische Marker unserer Kultur, wie die Menschenrechte, welche im zweiten Paragraphen des Grundgesetzes als „unverletzlich und unveräußerlich“ kategorisiert werden oder die christliche Religion, sind in anderen Teilen der Welt nicht in diesem Maße etabliert und können deswegen nicht immer mit festem Stellenwert behandelt werden. Aus diesem Grund wird in dieser Hausarbeit der Begriff Medizinethik immer auf die westliche Gesellschaft – welche für sich schon weit von einer homogenen Einheit entfernt ist – zentriert bleiben.

Wenn nun moderne Medizinethik die Grenzen einer medizinorientierten Moral innerhalb der jeweiligen Gesellschaft festlegt, muss sowohl deren Beschaffenheit, als auch der genaue Werdegang dieses Konzeptes hinterfragt werden. Präziser gefragt: Auf was stützen sich eigentlich die plausiblen Urteile dieses Teilbereiches der Ethik? Bei dieser Fragestellung ist der Gedanke, in der globalisierten, westlichen Kultur nicht nur eine, sondern mehrere solche moralischen Denkmuster zu besitzen, naheliegend. Der Pluralismus der heutigen Zeit scheint diese Tatsache nahezu zu bedingen. Dennoch kann man eine gewisse historisch, linear anmutende Entwicklung der Moraltheorien nicht abstreiten. Schöne-Seifert arbeitet in ihrem Grundlagenwerk zur Medizinethik eine Dreiteilung[9] in diesem Bereich heraus.

Die Ursprungsidee bildet dabei „die Vorstellung eines Mathematik-analogen deduktiven Anwendungsmodells >fertiger< moralischer Theorie“[10], welche den übergeordneten Kopf des Zweiges bilden und in jedem Fall alleinige Geltung besitzen sollte. Diese Idee scheint aber, aufgrund der oben genannten pluralistischen Gesellschaft, bereits überholt zu sein. Eine Moraltheorie, welche alle Gebiete universal gültig behandelt, dürfte nach heutigem Verständnis einer Utopie gleichkommen.

Das radikale Gegenteil des gerade beschriebenen Systems ist eine Art „Einzelfallurteil“[11], bei dem der jeweilige, persönliche Einzelfall über festgeschriebenen Theorien steht. Hier stellt sich allerdings die Frage, wonach der besagte Einzelfall dann bewertet werden sollte, wenn zuvor keine allgemeingültigen Regeln festgelegt wurden. Menschliche Intuition scheint in diesem Zusammenhang kein geeigneter Übermittler für moralische Fragen zu sein, weswegen auch diese Theorie nicht als optimal angesehen werden kann.

Die dritte Idee ist durchaus offener mit ihrer Auslegung, da sie beide Ansichten in sich zu berücksichtigen scheint, diese aber nicht so fundamental behandelt.[12] In ihr sollen „wohlüberlegte Urteile und übergeordnete Normen“[13] gleichberechtigt, in einer Art Begründungsmodell, behandelt werden, um im besten Fall in einer Kohärenz aufzugehen. Dadurch, dass dieses System grundsätzlich offen für jede Theorie ist, überrascht die Tatsache seiner Popularität wenig.

Und auch wenn dieser Theorieansatz bei weitem nicht fehlerfrei ist[14], kann man in der Mannigfaltigkeit der verschiedenen Ansätze, die Brisanz der Diskursthematik manifestiert sehen. Der verstrickte Zustand dieser Debatte lässt sich auch an einem konkreten Beispiel festmachen. So ist an der Resonanz auf den „kohärentistischen Prinzipien-Ansatz von Beauchamp und Childress“[15] zu sehen, dass moderner Perspektivismus für die Medizinethik gleichzeitig Fluch und Segen darstellt.

In der ersten Auflage ihres Werkes führten die beiden Autoren mit „Respekt vor Autonomie“, „Schadensvermeidung“, „Fürsorge“ und „Gerechtigkeit“ vier grundlegende Moralprinzipien ein.[16] Dabei benutzen sie diese vier Prinzipien um normative Beurteilungen und Regeln für ein breites Gebiet von medizinethischen Fragen zu erstellen.[17] Doch gerade gegen diese vier Säulen ihrer Theorie richtete sich innerhalb der Medizin eine große Bandbreite an Kritik. So stünden sie untereinander in keinerlei systematischem Verhältnis und wären daher für ihre eigens angedachte Problembehandlung schlicht unbrauchbar.[18]

Diese Kritik nahm man sich auf Seiten der Autoren wiederum an, bis man schließlich bei der fünften Auflage mit zwei umfangreichen Schlusskapiteln[19] den Versuch unternahm jene Kritiker mit ins Boot zu holen. In diesen wurde festgehalten, dass es sich bei dem vorgestellten Ansatz nicht um eine systematische Theorie handele, sondern um eine Art Abwägung von Prinzipien mit anderen Aspekten des moralischen Lebens.[20] Doch auch diese Ansicht blieb nicht ohne kritische Kommentare, wodurch man – Stand 2016 – bei der siebten Edition des ursprünglichen Werkes angelangt ist.

Doch spätestens an dieser Stelle wird man – um den Diskurskreislauf zu umgehen – mit der Frage der Verständlichkeit der benutzten Begrifflichkeiten konfrontiert. Konkreter gefragt: Wenn nun Beauchamp in einem eigens verfassten Aufsatz, zum gerade erörterten Moralkonstrukt, von der „Nature of ‚Common Morality‘“[21] spricht, kann er inhaltlich überhaupt vollständig verstanden werden?

Hierzulande äußert sich vor allem Ulrich Körtner, ein deutsch-österreichische Theologe und Medizinethiker, zu diesen Übersetzungsproblemen. Seine Aussage, „jedes Verstehen ist freilich immer ein Anders -Verstehen, und jede Übersetzung führt zu Bedeutungsverschiebungen“[22], trifft die Kernproblematik auf den Punkt. Kann beispielsweise in einem multikulturellen Land, wie Deutschland, ein so auf Gott fokussierter[23] Vertreter der medizinethischen Zunft, wie Dietrich Bonhoeffer, eine Moralethik erarbeiten, welche für Menschen aller Glaubensrichtungen gültig sein kann?

Die beiden gerade angeschnittenen Unterkapitel der Medizinethik – die „Common Morality“ und die „allgemeine Übersetzungsproblematik“ – sollen den Leser für das verstrickte Konstrukt der medizinethischen Fragen sensibilisieren und aufzeigen, dass ein Punkt des Gesamtbildes niemals einzeln zu betrachten ist.

Es gilt also festzuhalten, dass die moderne Medizinethik von den verschiedenen, kulturellen Ansätzen, über die mannigfaltige Übersetzungsproblematik, bis hin zu jenem regen Diskurs, welcher sowohl fachintern, als auch extern betrieben wird, ein in seiner schieren Größe praktisch, ungreifbares Konstrukt darstellt. Für diese Hausarbeit wird der Fokus innerhalb dieses Teilbereiches der Ethik auf den Bereich des „Krankseins“ und auf jene Art, wie die Debatte darüber geführt wird, gelegt. Diese strikte Fokussierung wird nach dem nun folgendem Kapitel eine Gegenüberstellung der beiden herausgearbeiteten Theorien erleichtern und verhindern, dass der Leser durch unnötiges Blendwerk abgelenkt wird.

III. Nietzsche und der Umgang mit Krankheit – eine Beziehung auf mehreren Ebenen

Im Zuge der gerade gegebenen medizinethischen Fokussierung bietet es sich an, auch das zweite Konstrukt der Hausarbeit, auf seinen Nutzen für Selbige hin, einzugrenzen. Lohnenswert erscheint dies vor allem, da der Einzugsbereich Nietzsches, im Vergleich zur Medizinethik, lediglich als anders gelagert, nicht aber als kleiner vom Umfang her, angesehen werden kann.

Nun ist die Gegenüberstellung zweier so gearteter Abstrakte nicht ohne gewisse Übereinstimmungen anzustreben, da eine solche sonst lediglich aus leeren Wortphrasen und Mutmaßungen bestehen kann. Wenn Volz ihre Aussage, „die Thematik des ‚Leidens‘ geht wie ein roter Faden durch die Philosophie Nietzsches“[24], trifft, bezieht sich diese nicht nur auf die Aussagen jener bekannten Abhandlungen des Philosophen. Vielmehr spielt sie dabei auch auf dessen persönliche Leidensgeschichte an, welche sowohl körperliche, als auch seelische Auswirkungen auf den Betroffenen hatte. Nietzsche selbst sah diese Art des Leidens – mit den damit einhergehenden Wahnzuständen – sogar als eigenen, notwendigen Teil des Schaffensprozesses allgemein an.[25]

Unter Berücksichtigung dieser Überlegung wird nun die außerordentliche Krankenakte Nietzsches, gesondert von seiner Theorie, über die Herkunft der Moral und dem Umgang mit den Kranken, behandelt. Für den ersten Arbeitsschritt wurde sich für die medizinisch-biographische Untersuchung von Pia Daniela Volz als primäre Anlaufstelle entschieden, da diese die professionellste Herangehensweise an dieses heikle Thema bietet und die mystischen Anspielungen anderer Nietzschebiographien auf ein Minimum beschränkt.[26] Im zweiten Unterkapitel werden dann größtenteils fundierte Überlegungen aus „Zur Genealogie der Moral“ erläutert und geordnet, um später aus beiden Teilen ein, dem medizinethischen Teil, diskurstechnisch ebenbürtiges Gesamtbild generieren zu können.

[...]


[1] Der Artikel der „Zeit“ – siehe Literaturverzeichnis – ist nur ein, aktuelles Beispiel des öffentlichen Diskurses zum Thema Krankheit und Umgang mit ihr. Man hätte hier auch einen Artikel zur aktiven Sterbehilfe oder der Embryonenforschung wählen können und wäre direkt, im gleichen Maße, mit den Fragen der modernen Medizinethik in Kontakt gekommen.

[2] Schöne-Seifert, Bettina: Grundlagen der Medizinethik, Stuttgart: Kröner 2007 (Kröner-Taschenbuch), S. 23.

[3] Schöne-Seifert (2007), S. 9. „Nach verbreitetem fachsprachlichem Verständnis ist >Ethik< ganz generell die Theorie der Moral.“

[4] Schöne-Seifert (2007), S. 10. „[…]praktische Bedeutung in Zeiten der moralischen Unsicherheit […]“

[5] Schöne-Seifert (2007), S. 10.

[6] Schöne-Seifert (2007), S. 12. „In den Vereinigten Staaten wurde Anfang der 1970er Jahre […] die Bezeichnung >biomedizinische Ethik< oder kurz >Bioethik< geprägt.“

[7] Schöne-Seifert (2007), S. 13.

[8] Schöne-Seifert (2007), S. 14. „Auf voneinander abweichenden moralischen Grundpositionen beruhen […] wesentliche Teile der Auseinandersetzungen […]“

[9] Schöne-Seifert (2007), Kap. 2.1.

[10] Schöne-Seifert (2007), S. 25.

[11] Schöne-Seifert (2007), S. 25. „[…]einer reinen Kasuistik, bei der die Einzelfallerkenntnis im Mittelpunkt steht.“

[12] Schöne-Seifert (2007), S. 27. „[…]weiteres Modell […] nicht-fundamentalistisch […]“

[13] Schöne-Seifert (2007), S. 27.

[14] Schöne-Seifert (2007), S. 28. „Problematischer ist noch die Frage, welche Elemente denn bei fehlender Kohärenz aufzugeben sind.“

[15] Schöne-Seifert (2007), Kap. 2.3.

[16] Beauchamp, Tom L. und James F. Childress: Principles of biomedical ethics, 7. ed. Aufl., New York, N.Y. [u.a.]: Oxford Univ. Press 2013, Kap. 4-7. In der ursprünglichen (ersten Ausgabe) Kap. 2-5.

[17] Schöne-Seifert (2007), S. 32. „Vor dem Hintergrund dieser […] Prinzipien entwickeln die Autoren für ein weites Spektrum medizinethischer Fragestellungen normative Beurteilungen und Regeln.“

[18] Schöne-Seifert (2007), S. 32f. „[…]Prinzipien weder in ihren Inhalten noch in ihren Beziehungen untereinander in einem erkennbaren systematischen Verhältnis stünden […]und für Problemlösung unbrauchbar sei[…]“

[19] Schöne-Seifert (2007), S. 33. „[…]zwei umfangreiche Schlusskapitel über Theoriekonzepte[…]“

[20] Beauchamp/Childress (2013), S. 423f. „[…]but we have argued that this model needs to be replaced by the method of reflective equilibrium.”

[21] Beauchamp, Tom L.: „A Defense of the Common Morality“, in: Kennedy Institute of Ethics Journal 13/3 (2003), S. 259–274, S. 260f.

[22] Körtner, Ulrich H. J.: Leib und Leben : bioethische Erkundungen zur Leiblichkeit des Menschen, Göttingen: Vandenhoeck Ruprecht 2010 (Arbeiten zur Pastoraltheologie, Liturgik und Hymnologie), S. 22.

[23] Bonhoeffer, Dietrich: Ethik, 8. Aufl., München: Kaiser 1975, S. 177. „Dass es ein natürliches Recht des Einzelnen gibt folgt aus dem Willen Gottes […]“

[24] Volz, Pia Daniela: Nietzsche im Labyrinth seiner Krankheit : eine medizinisch-biographische Untersuchung, Würzburg: Königshausen u. Neumann 1990, S. 1.

[25] Nietzsche, Friedrich: Werke. Morgenröthe, Berlin: de Gruyter 1971, 14. Buch. „[…]fast überall ist es der Wahnsinn, welcher dem neuen Gedanken den Weg bahnt, welcher den Bann eines verehrten Brauches und Aberglaubens bricht. Begreift ihr es, wesshalb es der Wahnsinn sein musste?“

[26] Hiermit wurde einem Hinweis, aus einer persönlichen Email von Prof. Dr. Sommer – seines Zeichens einer der führenden Nietzscheforscher – Sorge getragen.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Nietzsches Menschentier in "Zur Genealogie der Moral" als persönliche Feldstudie
Untertitel
Ein fruchtbarer Ansatz für die heutige Medizinethik?
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
2,7
Autor
Jahr
2017
Seiten
21
Katalognummer
V418759
ISBN (eBook)
9783668676770
ISBN (Buch)
9783668676787
Dateigröße
639 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medizinethik, Nietzsche, Philosophie, Boldt
Arbeit zitieren
Sascha Himmelsbach (Autor), 2017, Nietzsches Menschentier in "Zur Genealogie der Moral" als persönliche Feldstudie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418759

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