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Volatilitätsmanagement

Title: Volatilitätsmanagement

Seminar Paper , 2003 , 35 Pages , Grade: Sehr Gut

Autor:in: Markus Slamanig (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Die Finanzmärkte sind seit längerem geprägt von Liberalisierung, Deregulierung und Globalisierung. Dies bringt enorme Vorteile und Freiheiten mit sich: ein freier Finanzverkehr ohne nationale Grenzen und Einschränkungen und aufgrund mangelnder internationaler Instanzen gibt es diesbezüglich keine behördlichen Regulierungen. Ganz dem Prinzip von Angebot und Nachfrage sind den Finanzgeschäften Tür und Tor geöffnet. Doch diese Freiheiten, Chancen und Möglichkeiten sind zweifelsohne auch mit enormen Risiken verbunden.
Darüber hinaus ist es noch gar nicht so lange her, da galt noch der Ertrag bzw. die Rendite als das entscheidende Kriterium bei der Beurteilung eines Wertpapiers. Der Erfolg bzw. die Performance einer Anlageform wurde beinahe ausnahmslos an der Rendite gemessen. Doch aufgrund der oben erwähnten Änderungen der Rahmenbedingungen auf den Finanzmärkten und den bereits erwähnten enormen Risiken derselben hat ein Bewusstseinswandel stattgefunden, bei welchem nun vermehrt die Aufmerksamkeit auch auf dieses Risiko gelenkt wird.
Vor diesem Hintergrund der steigenden Internationalisierung und Globalisierung der Finanzmärkte stieg in den letzten Jahren das Bestreben nach neueren Formen der Finanzierung, welche nicht zuletzt durch den Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechnologien stark beeinflusst wurden. „Finanzmärkte sind heutzutage keine national beschränkten Veranstaltungen mehr, zu denen Marktteilnehmer anderer Länder keinen Zugang hätten.“
Basierend auf diesen Entwicklungen hat neben den „klassischen“ Wertpapierkategorien, wie Aktien, Anleihen und entsprechende Mischformen, die Bedeutung von innovativen Instrumenten stark zugenommen. Diese neueren Formen der Finanzierung werden unter dem Modebegriff der Finanzderivate zusammengefasst. „Derivate sind Finanzprodukte, denen andere Finanzprodukte zugrunde liegen. [...] für gewöhnlich Termingeschäfte, also Geschäfte (z. B. Devisenkauf) die erst zu einem Zeitpunkt in der Zukunft erfüllt werden müssen, deren Preise die jeweiligen Marktteilnehmer jedoch vorab festlegen.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffliche Grundlagen

2.1 Risiko

2.3 Volatilitätsmanagement

3 Arten von Volatilität

3.1 Historische Volatilität

3.2 Implizite Volatilität

4 Ermittlung der Volatilität

4.1 Ermittlung der historischen Volatilität

4.2 Ermittlung der impliziten Volatilität

5 Einflussfaktoren auf die Volatilität

6 Anwendungsbereiche des Volatilitätsmanagements

6.1 Diversifikationseffekte

6.2 Volatilitätsberechnungen an der Börse

6.3 Volatilität = Betafaktor und Korrelation

6.4 VDAX

6.5 Sensitivitätskennzahlen bzw. Greek Letters

6.6 Risikoadjustierung bei Investmentfonds

6.7 Duration

7 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Volatilität als Maß für das finanzielle Risiko und analysiert Methoden zu deren Ermittlung sowie deren zentrale Rolle im Volatilitätsmanagement von Portfolios.

  • Definition und Abgrenzung von Risikobegriffen
  • Methodische Unterscheidung zwischen historischer und impliziter Volatilität
  • Analyse von Einflussfaktoren auf die Volatilität am Kapitalmarkt
  • Einsatzbereiche von Kennzahlen wie Beta, Korrelation und Duration
  • Risikoadjustierung bei Investmentfonds

Auszug aus dem Buch

3.1 Historische Volatilität

„Die historische Volatilität ist ein statistisches Maß für die Schwankungsintensität (Standardabweichung) des Basiswertes innerhalb eines bestimmten Zeitraumes in der Vergangenheit.“ Eine historische 100-Tage-Volatilität in Höhe von 45% beim DAX bedeutet, dass der Index auf Basis der vergangenen hundert Tage in einer auf das Jahr hochgerechneten Bandbreite in Höhe von 45% geschwankt hat. Der historische Wert dient allerdings nur als Anhaltspunkt für die aktuelle Schwankungsintensität und lässt keine zwingenden Rückschlüsse auf die künftige Volatilität zu. Bei Anlageentscheidungen wird sich ein Investor grundsätzlich jedoch mit der Frage befassen, welche Rendite bzw. mit welchen Renditeschwankungen in Zukunft zu rechnen ist. Da es aber ein Ding der Unmöglichkeit ist, künftige Voraussagen über Volatilitäten zu generieren, orientierte man sich an historischen Daten. Ganz nach dem Prinzip „Hoffnung“, zielte man darauf ab, dass sich die Entwicklungen der Vergangenheit ebenfalls in Zukunft, zumindest in ähnlicher Weise, fortsetzen.

Dabei ist allerdings zu bedenken, dass Schätzungen über die zukünftige Schwankungsfreudigkeit von Wertpapieren auf Basis der historischen Volatilität eventuelle Vorkommnisse in der Zukunft unberücksichtigt lassen. So kann unter Umständen beispielsweise die Bekanntgabe eines Unternehmens von Quartalszahlen zu einer Kursänderung führen, die zu einer Erhöhung der Volatilität führt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die zunehmende Bedeutung von Risiko- und Volatilitätsbetrachtungen aufgrund der Liberalisierung und Globalisierung der Finanzmärkte.

2 Begriffliche Grundlagen: Erläutert die Notwendigkeit der Portfolio-Strukturierung und definiert Risiko sowie Volatilität als zentrale Kennzahlen.

3 Arten von Volatilität: Differenziert zwischen der historischen und der impliziten Volatilität als zwei wesentliche Betrachtungsweisen der Schwankungsintensität.

4 Ermittlung der Volatilität: Erörtert mathematische Ansätze zur Quantifizierung von historischer und impliziter Volatilität.

5 Einflussfaktoren auf die Volatilität: Identifiziert makroökonomische, marktpsychologische und katastrophenbedingte Faktoren, die Volatilität beeinflussen.

6 Anwendungsbereiche des Volatilitätsmanagements: Analysiert praktische Anwendungsfelder, darunter Diversifikation, Börsenberechnungen, Beta-Faktoren und Duration.

7 Resümee: Fasst die Erkenntnis zusammen, dass Volatilität ein wesentliches Instrument zur Risikoeinschätzung darstellt, wenngleich eine absolute Prognosesicherheit unmöglich bleibt.

Schlüsselwörter

Volatilität, Risiko, Portfolio, Asset Allocation, Historische Volatilität, Implizite Volatilität, Diversifikation, Betafaktor, Korrelation, VDAX, Greek Letters, Sharpe-Ratio, Duration, Finanzderivate, Risikomanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Management von Volatilität als einem zentralen Risikomaß für Investoren im Kontext globalisierter Finanzmärkte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Risikotypen, die mathematische Ermittlung von Volatilitätsarten sowie deren praktische Anwendung in Portfoliostrategien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Anlegern ein Verständnis für die Messung von Schwankungsrisiken zu vermitteln, um eine optimale Portfolio-Strukturierung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit nutzt Konzepte der Modernen Portfoliotheorie und Kapitalmarkttheorie sowie statistische Standardverfahren wie die Standardabweichung.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil behandelt die Unterscheidung von historischer und impliziter Volatilität sowie diverse Kennzahlen wie Delta, Gamma, Theta, Vega und Duration.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Volatilität, Risikomaße, Diversifikation, Betafaktor und Portfoliomanagement charakterisiert.

Wie unterscheidet sich systematisches von unsystematischem Risiko?

Unsystematisches Risiko ist titelspezifisch und durch Diversifikation reduzierbar, während systematisches Risiko den Gesamtmarkt betrifft und nicht wegdiversifizierbar ist.

Warum ist das Sharpe-Ratio für Investmentfonds von Bedeutung?

Es ermöglicht den Vergleich der risikoadjustierten Performance von Fonds, indem es die erzielte Rendite ins Verhältnis zur Standardabweichung setzt.

Welche Rolle spielt die Duration in der Analyse von Anleihen?

Die Duration misst das Zinsänderungsrisiko und gibt die Kapitalbindungsdauer an, um die Preissensitivität von Anleihen bei Zinsänderungen zu beurteilen.

Warum ist die „implizite“ Volatilität schwieriger zu bestimmen?

Da sie eine Erwartungsgröße der Marktteilnehmer ist, muss sie mittels Optionspreismodellen (wie Black & Scholes) aus Marktpreisen rückgerechnet werden.

Excerpt out of 35 pages  - scroll top

Details

Title
Volatilitätsmanagement
College
Klagenfurt University  (Betriebliche Finanzierung)
Grade
Sehr Gut
Author
Markus Slamanig (Author)
Publication Year
2003
Pages
35
Catalog Number
V41895
ISBN (eBook)
9783638400619
ISBN (Book)
9783640429196
Language
German
Tags
Volatilitätsmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Slamanig (Author), 2003, Volatilitätsmanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41895
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