Endzeitstimmung. Günter Eich und die Intention seiner "Träume"

Welche Botschaften und Appelle Eichs lassen sich in dem 1951 erschienenen Hörspiel "Träume" wiederfinden?


Bachelorarbeit, 2016

58 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographie Gunter Eich

3. Geschichte des Rundfunks
3.1. Anfange 20er/30er Jahre
3.2. NS-Zeit

4. Die Eich-Debatte
4.1. Rebellion in der Goldstadt
4.2. Zwischenfazit

5. Eich und die Gruppe

6. Gunter Eichs Traume
6.1. Entstehungsgeschichte
6.2. Inhaltsangaben

7. Analyse der Traume
7.1. Allgemeines
7.2. Der erste Traum
7.3. Der zweite Traum
7.4. Der dritte Traum
7.5. Der vierte Traum
7.6. Der funfte Traum

8. Fazit

9. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Gunter Eich gilt als einer der bekanntesten und bedeutendsten Schriftsteller in der Geschichte der deutschen Nachkriegsliteratur. Die folgende Bachelorarbeit setzt sich mit dem Thema „Endzeitstimmung - Gunter Eich und die Intention seiner Traume “ auseinander. Die zentrale Fragestellung, mit der sich die Arbeit beschaftigen wird, lautet: Welche Botschaften und Appelle Eichs lassen sich in dem 1951 erschienenen Horspiel Traume wiederfinden?

Das Hauptaugenmerk wird auf dem Inhalt und den Absichten, die der Autor zur Nachkriegszeit in seinem damals fur aufsehenerregenden Werk impliziert hatte, liegen. Die Analyse wird in den zeithistorischen Kontext eingebettet, um zu verdeutlichen, welchen besonderen Stellenwert und Relevanz das Horspiel bezuglich der vergangenen Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten einnahm und aus welchen Grunden Eich mit den Traumen einen Meilenstein der Horspielgeschichte erschuf. Der erste Teil der Arbeit wird mit der Biographie des Autors beginnen und die unterschiedlichen Abschnitte seines Lebens und dessen Auswirkungen auf sein Schaffen darstellen. Dabei soil veranschaulicht werden, wie sich Eichs Leben in drei Phasen gliedem lasst.1 AnschlieBend folgt im nachsten Kapitel ein Uberblick uber die historische Entwicklung des Rundfunks in Deutschland. Beginnend bei den ersten Anfangen der 1920er Jahre ruckt der Fokus schlieBlich auf die Bedeutung des Radios im Nationalsozialismus, dessen Missbrauch zum weitraumigen Propagandainstrument und die Zentralisierung zum wichtigsten Medium der damaligen Zeit. Durch die Auseinandersetzung mit der ehemaligen Monopolstellung des Rundfunks kristallisiert sich heraus, welche Macht und Aufmerksamkeit die Nationalsozialisten und Horspielautoren wie Gunter Eich durch Publikationen erlangen konnten und wie die breite Masse der Bevolkerung ohne Gegenwehr ideologisch manipuliert wurde.

Auf dieser Thematik aufbauend, konzentriert sich der nachste Teil der Arbeit auf die politische Einstellung und Positionierung Gunter Eichs bezuglich der NS-Zeit. Im Hinblick auf diese Frage wird vor allem mit Axel Vieregg und seinem Sammelband Unsere Sunden sind Maulwurfe - Die Gunter Eich-Debatte2 gearbeitet, der sowohl Indizien fur eine Zugehorigkeit Eichs zum NS-Regime als auch widerspruchliche Meinungen, die Eich lediglich als Gefangenen oder Mitlaufer des Systems sehen, archiviert und auflistet. Jedoch wird diese Diskussion komprimiert und sich auf die relevanten Quellen und Dokumente beschrankt, da eine umfassendere Behandlung dieses Themenfeldes den Rahmen der vorliegenden Arbeit uberschreiten wurde. Vor allem das Horspiel Rebellion in der Goldstadt aus dem Jahre 1940 ruckt in den Mittelpunkt meiner Untersuchung, denn ich werde, nach einer kurzen Wiedergabe des Inhaltes, diverse Interpretationsansatze beleuchten.

Im Anschluss richtet sich der Fokus auf die Karriere des Autors nach 1945. Eich gilt als Mitbegrunder und langjahriges Mitglied der beruhmten Gruppe 47, einer Vereinigung junger deutscher Schriftsteller.3 Die Vorgeschichte, Formierung und Entwicklung dieser literarischen Zusammenkunft bilden meinen Ubergang zu dem Hauptbestandteil der Arbeit: die Analyse der Traume. Die Beweggrunde, Motive und der letztendliche Zerfall der Gruppe 47 schlagen eine Brucke von den ehemals unpolitischen, abstrakten Arbeiten Eichs zu seinem schockierenden, gesellschaftskritischen Horspiel. Die Traume unterteilen sich in funf verschiedene Episoden mit jeweils fur sich stehenden Handlungsstrangen. Nachdem der Inhalt der jeweiligen Geschichten reduziert dargestellt wird, richtet sich die Konzentration auf die eigentliche Kernanalyse. Als Grundlage dieser dient das Skript der Traume in seiner Urfassung.4

In dem darauf folgenden Kapitel werden schlieBlich, unter Berucksichtigung von Symbolen, Metaphem, Andeutungen und Kontextinformationen, die Intentionen und Motive herausgefiltert, die Eich durch absurde und skurrile Handlungen seiner Horerschaft vermitteln wollte. Es werden Referenzen und Parallelen zu den Ereignissen wahrend des Nationalsozialismus gezogen. Jede Episode konstruiert auf dieser Basis separate Endzeitstimmungen und -szenarien, die jeweils unterschiedliche Mahnungen und Appelle beinhalten. Interpretationsversuche wie zum Beispiel Innere und aufiere Wirklichkeit im Horspiel Gunter Eichs von Michael Oppermann5 werden mit anderen Forschungen verknupft. Das gesamte Horspiel wird auf verdeckte Botschaften untersucht, sodass das Hauptziel der Arbeit vollstandig abgehandelt und erreicht wird. Schlussendlich zahlt das Fazit die Hauptaussagen und Kemthesen der Analyse auf und zieht einen Bezug zu heutigen gesellschaftlichen und politischen Konfliktthemen, um so zu zeigen, welche Aktualitat und Relevanz die Traume auch zu Fragen und Problematiken unserer Zeit besitzen.

2. Biographie Gunter Eich

Gunter Eich wurde am 1. Februar 1907 in Lebus nahe Frankfurt am „Sudrand des Oderbruchs“6 geboren. Sein Vater war der Bauer und Gutsverwalter Otto Eich, der mit seiner Frau Helene ein bis dato landliches und bauerliches Leben fuhrte. Eichs ersten zehn Jahre wurden gepragt von oft wechselnden Arbeitsverhaltnissen des Vaters in unterschiedlichen landwirtschaftlichen Betrieben und damit verbundene Umzuge in „verschiedene Einoden, Dorfern und Stadten des Landes Brandenburg“7. Uber Arenzhain und Finsterwalde landete Eich mit seinen Eltern und jungerem Bruder Hans 1918 schlieBlich im Alter von zehn Jahren in Berlin, wo sein Vater sein Tatigkeitsfeld wechselte und als Buchprufer und Steuerberater zu arbeiten begann.8 Die Mutter verstarb zwei Jahre spater. 1922 fand der nachste Umzug statt, in Leipzig absolvierte Eich das Gymnasium und erlangte dort sein Abitur. AnschlieBend kehrte er nach Berlin zuruck und begann das Studium der Sinologie, die sich mit der Kultur und der Sprache Chinas beschaftigt. Eichs Interesse und Faible fur dieses Land werden sich in vielen Werken und Gedichten in den kommenden Jahren wiederfinden. Im Jahre 1927 brachte er seine ersten Gedichte in der Zeitschrift Anthologie jungster Lyrik heraus.9 Er veroffentlichte zunachst unter dem Pseudonym 'Erich Gunter'. Parallel dazu brach er sein Sinologiestudium zunachst ab und studierte Volkswirtschaft beziehungsweise Okonomie in Leipzig, bis er schlieBlich von 1928 bis 1932 in Paris sein Studium der Sinologie wieder aufnahm. Zusammen mit seinen Freunden Martin Raschke, den er aus seinem Aufenthalt in Berlin kannte, und Adolf Arthur Kuhnert grundete er die Kulturzeitschrift Die Kolonne. Zeitung der jungen Gruppe Dresden und wird dort „regelmaBiger Mitarbeiter“10 11. Die jungen Studenten veroffentlichten „Gedichte, Prosa, Essays und Rezensionen“n. Das Jahr 1930 gilt als Beginn der Karriere von Eich, mit einem „Paukenschlag betritt derjunge, 23-jahrige Gunter Eich die literarische Buhne seiner Zeit“12. Er begann unter seinem richtigen Namen zu publizieren und veroffentlichte seinen ersten Gedichtband. Ein Jahr zuvor machte er mit dem Leben und Sterben des Sangers Enrico Caruso seine ersten Schritte im Rundfunk. Die „Zahl der Beitrage fur den Rundfunk“13, die er zusammen mit seinen Freunden des Autorenkreises aus der Kolonne entwarf, wuchs stetig.

1932 entschloss sich Eich seiner Leidenschaft im vollen Umfang nachzugehen: Er brach sein Studium ab und nahm seine Arbeit als freier Schriftsteller hauptberuflich auf. In einem Brief an seinen Freund Gobel schrieb er im Marz 1932:

„Lieber Erhard! [...] Als wichtig (wenigstens fur mich) sei Dir mitgeteilt, dass ich das Studieren wegen Talentlosigkeit aufgebe. Ich gedenke, als Schriftsteller mein trockenes Brot zu verdienen. Den Belag stelle ich fur bessere Zeiten zuruck“.14

Aus diesem Dokument geht hervor, dass Eich sich seinen eigentlichen Starken bewusst war und im Studium nie die Befriedigung fand, die er sich zum Beginn erhofft hatte. Er befand sich in einer „inneren Krisis“15 und sah seine Kommilitonen in diesem Bereich als fortgeschrittener. Zudem wird offensichtlich, dass Eich und seine Freunde finanziell uber keinen groBen Spielraum verfugten. Zwar wurde ihre schriftstellerische Existenz durch die Brotarbeit fur den Rundfunk gesichert, jedoch traumten alle vom groBen literarischen Durchbruch und den darauf resultierenden wirtschaftlichen Aufstieg.16 Dafur arbeitete er in den folgenden Jahren hochst produktiv: Auftragsarbeiten verschiedenster Form wurden zur Tagesordnung. Als Schreiber von Horspielen bei verschiedensten Rundfunkanstalten fand er Gehor und sein Ansehen als Lyriker und Horspielautor wuchs. Am 25. Mai 1933 wurde sein Lustspiel Die Glucksritter uraufgefuhrt, die Erzahlung Katharina folgte im Jahre darauf.17 Mittlerweile war Eich von Paris uber Dresden wieder in Berlin wohnhaft. 1933 fand die Machtubernahme Hitlers statt und die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten begann. Die Pressefreiheit wird verboten, die Funktion des Rundfunks wird missbraucht und Medien wurden zum Propagandaapparat. GezwungenermaBen mussten sich viele Autoren und Lyriker umorientieren und sich dem System unterwerfen. Am 1. Mai 1933 wurde von Eich ein Antrag zu Aufnahme zur NSDAP eingereicht. Dieser wurde nie bearbeitet und vollzogen, als Grund gilt die wahrscheinlich zu hohe „Flut an Antragen“18. Zu Eichs genaueren Beweggrunden und seiner Position gegenuber der Ideologic Hitlers wird in einem spateren Kapitel separat Stellung genommen.19

Die Jahre 1934 bis 1939 gelten als die „quantitativ produktivste Rundfunkzeit Eichs“20. Er bezog ein Sommerhaus in Poberow, wo er sich vollendest auf seine Arbeiten als Horspiel - autor konzentriert. Die Reichweite seiner Horspiele wuchs aufgrund des kontinuierlichen Ausbaus des Rundfunknetzes. Es entstehen mehr als „einhundertfunfzig Horspiele, Horfolgen und Funkbearbeitungen“21. Seine Tatigkeit als Lyriker hingegen stellte er beinahe komplett ein. Der GroBteil seiner Werke war gepragt von abstrakten, kunstlerischen Aspekten, in vielen Produktionen wie Kinderhorspielen stand der Unterhaltungsaspekt im Fokus. Zeitgenossische, politische Missstande und Probleme werden ignoriert und fanden keinerlei Einfluss. Die Stilistik und der auBergewohnliche Umgang mit Sprache pragten Horspiele wie Die Weizenkantate und Ein Traum am Edsin-Gol. Diese fanden bei den Konsumenten hohen Anklang und uberzeugten. Die Art des Dichtens war neu, spektakular und widersprach vorherrschenden, damaligen Konventionen und Normen des literarischen Schreibens. Eich gelang es, Wirklichkeit und Wahn, die innere und auBerliche Wirklichkeit so geschickt zu verschmelzen, wie es bis dato kein Autor zuvor geschafft hatte. Seinen Lebensunterhalt verdiente sich Eich hauptsachlich zusammen mit seinem Freund Martin Raschke mit der Sendefolge DerKonigswusterhauserLandbote. Diese wurde von 1933 bis 1940 gesendet und erschien einmal im Monat. Inhaltlich behandelten die beiden das „einfache Leben auf dem Lande“22, die Texte waren „harmlos-hubsch, gemutvoll und [...] sprachlich bemerkenswert“23. Auch hier fehlte jede politische Akzentuierung und die Illusion der landlichen Idylle verdrangte und verschwieg das aktuelle Geschehen. Im Jahre 1940 erschien das Horspiel Rebellion in der Goldstadt, dessen Botschaft optimal fur die Propagandamaschinerie Joseph Goebbels genutzt wurde.24

Im August 1939 wurde Eich zur Wehrmacht als Funker und Kraftfahrer einberufen und Soldat bei der Luftwaffe im zweiten Weltkrieg.25 Mit der Bombardierung Berlins 1943, fallt auch die Wohnung von Eich der Zerstorung zum Opfer. Samtliche dort gelagerten Manuskripte und Aufzeichnungen uber Eichs Produktionen und Publikationen wahrend des Nationalsozialismus gingen verloren. Gegen Ende des Jahres 1944 wurde er zur Luftverteidigung im Ruhrgebiet eingesetzt, nachdem er zuvor in Berlin, Dresden und Munchen stationiert war. Er geriet im April des kommenden Jahres in amerikanische Kriegsgefangenschaft.26 Im Kriegsgefangenenlager Rheinwiesen bei Remagen veranderte sich Eich

Einstellung gegenuber seinen Arbeiten: Durch den fehlenden Zugang zum Rundfunk gab es keinerlei Moglichkeiten in den Monaten die Produktion seiner Horspiele aufrechtzuerhalten und fortzufuhren. Ihm wurde klar, „wie sehr er mit Gedichten zu leben gewohnt war“27. Aus der Not besann er sich erneut auf lyrische Dichtung und es entstanden bekannte Werke wie Camps 16 und Inventur, die er nach seiner Entlassung 1946 und 1947 veroffentlicht. Seine Stilistik andert sich durch seine im Krieg gesammelten Erfahrungen. Wahrend er zuvor den Fokus auf die “innere Wirklichkeit“28 und Subjektivitat gelegt hatte, beschrankte sich seine Dichtung nun auf Sachlichkeit und Objektivitat. Sein Ton wurde nuchtern und knapp. Er begann gesellschaftliche und politische Thematik in seine Arbeit aufzunehmen und asthetische Formen und Ausdrucksweisen weichten. Seine personlichen Erlebnisse dienten exemplarisch fur die samtlicher Kriegsheimkehrer.29

,,Dies ist meine Mutze, dies ist mein Mantel, hier ist mein Rasierzeug, im Beutel aus Leinen.“30

Nach seiner Entlassung im Sommer zog Eich von Berlin ins landliche Landshut. Dort schrieb er „Gedichte und Prosa, auch Horspielentwurfe und dramatische Skizzen“31. Er pragte die Nachkriegsliteratur und Trummerliteratur bedeutend. Im Zeichen seiner Arbeiten entstand die Gattung der Kahlschlagliteratur. In einem spateren Kapitel wird Eichs Werdegang in der Nachkriegszeit genauer erlautert und die Merkmale der Kahlschlagliteratur thematisiert. Auch die Entstehung und Geschichte der Gruppe 47, deren Mitbegrunder Eich im Jahre 1947 war, wird im Laufe der Arbeit thematisiert.32 In diesem Netzwerk von Autoren um Hans Werner Richter, Walter Kobenhoff, Hans Georg Brenner und Wolfgang Wyrauch wurden regelmaBig Tagungen an verschiedenen Orten vollzogen, wo man sich austauschte und neue Werke vorstellte. Intern wurden prestigetrachtige Preise und Auszeichnungen verliehen.33 Mit abgelegte Gehofte erschien 1948 eine Zusammenstellung von Gedichten der 1930er und der Nachkriegszeit. Im November des kommenden Jahres erfolgte die Trennung von seiner Frau Else Burk, die Eich am 22. Juni 1940 heiratete, nach neun Jahren Ehe.

Eich erhielt wenig spater die ersten Auszeichnungen seiner Karriere: Auf einer Tagung der Gruppe 47 in Inzigkofen wurde ihm der erste, offizielle Preis der Vereinigung verliehen.34 Es folgen der Literaturpreis der bayerischen Akademie der Schonen Kunste im Jahre 1951 und im folgenden Jahr der 'Horspielpreis der Kriegsblinden' fur sein Horspiel Die Andere und ich.35 Er gait als der profilierteste Autor und als „geheimer Star“36 der Literatengruppe. Sein Werdegang als „bedeutendste Erscheinung“37 der Nachkriegsliteratur beginnt. Auf einer Tagung in Bad Durkheim lernte Eich die osterreichische Schriftstellerin Use Aichinger kennen, die ab 1951 selber zu einer regelmaBigen Teilnehmerin der Versammlung wurde. Die beiden heirateten zwei Jahre spater am 24. Juni in Munchen, zogen nach Lenggries in Oberbayern und bekamen mit Clemens und Mirjam zwei Kinder.38 Beruflich wurden die 1950er zu den Jahren seiner „wichtigsten dichterischen Funkarbeiten, mit denen er dem Radio jenes Jahrzehnts eine bis dahin nicht ahnlich bekannte vollkommen dichterische akustische Literatur erschloss“39. Neben hoch angesehenen Gedichtbanden wie Botschaften des Regens, eine Sammlung von Gedichten aus den Jahren 1949 bis 1954, entstand 1950 mit Die gekaufte Prufung das erste Original-Horspiel der Nachkriegszeit. Es gait als „zeitgeschichtliches wichtiges Werk“40 und zusammen mit El Kuwehd als eines der groB- ten Horspiele seiner Anfangsjahre. Das „fruchtbare“41 Jahr 1951 gipfelte schlieBlich in der „Geburtsstunde des deutschen Horspiels“42: Traume wird am 19. April 1951 in Hamburg uraufgefuhrt.

Nein, schlaft nicht, wahrend die Ordner der Welt geschaftig sind! Seid misstrauisch gegen ihre Macht, die sie vorgeben fur euch erwerben zu mussen! Wacht daruber, dass eure Herzen nicht leer sind, wenn mit der Leere euer Herzen gerechnet wird! Tut das Unnutze, singt diese Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet! Seid unbequem, seid Sand, nicht das 01 im Getriebe der Welt!43

Mit diesen Zeilen endete das funfteilige Horspiel und sorgte fur einen bis dahin nie da gewesenen Aufschrei in der Bevolkerung. Die skurrilen, skandalosen und teils grausamen Inhalte emporten die Menschen und erzeugten heftige Horerreaktionen. Das Horspiel wurde zum Hauptgesprachsthema und erfullte somit die prognostizierten Erwartungen Eichs. In einem spateren Kapitel werden die Traume auf Intentionen, Inhalt und dessen Resonanzen ausfuhrlich analysiert. Eich wurde im Jahre 1951 Mitglied des P.E.N. Clubs, einer Schriftstellervereinigung, die, weltweit vertreten, „als Anwalt des freien Wortes etabliert und als Stimme verfolgter und unterdruckter Schriftsteller“44 gilt. Es folgen weitere, bedeutende Horspiele wie Der Tiger Jussuf (1952), Die Andere und Ich (1953), Die Madchen aus Viterbo (1953), Die Brandung von Setubal (1957), Allah hat hundert Namen (1957) und die Neufassung seiner Horspielsammlung Stimmen. Sieben Horspiele (1958).45 Viele seiner Horspiele inspirierten andere Autoren in den kommenden Jahren stark. Parallel dazu bestimmten Auftragsarbeiten fur den Rundfunk und das Fernsehen den Berufsalltag von Eich. Als Verdienst wurde ihm 1959 sowohl der SchleuBner-Schiller-Preis des hessischen Rundfunkes als auch den Preis der Darmstadter Akademie fur Sprache verliehen.

In den kommenden Jahren rucken Lesereisen vermehrt in den Vordergrund: 1956 prasentierte er seine Werke bei mehreren Lesungen in Westdeutschland, ein Jahr spater zog es ihn in den Norden Deutschlands. Auch Reisen ins Ausland reizten Eich und dominierten seine 1960er Jahre. Er besuchte Spanien, Portugal, Zurich und Jugoslawien. 1961 las er im Balkan, Nahen Osten und in Goethe-Instituten der Turkei, Syrien, Libanon und Agypten.46 Auch in Tokio veranstaltete Eich am 21.Dezember 1962 eine mehrtagige Lesung.47 Seine Frau begleitete ihn bei einer Reise nach Westafrika. Es folgten 1964 Paris und England und 1967 der Iran, was als letzte Reise in Eichs Biografie gezahlt wird.48

Bis zu seinem Tod im Jahre 1972 machte Eich vor allem durch kritische Prosastucke, die er mit dem Titel Maulwurfe versah, auf sich aufmerksam. Die ersten Skizzen dazu entstanden bereits 1967 auf Tagungen der Gruppe 47. Diese Werke „bewegten sich in einer Welt voller Aberwitz und Absurditat, [...] sie wurden immer knapper und grotesker“49.

Gunter Eich verstarb am 20. Dezember aufgrund von Herzproblemen, die sich im Laufe der Jahre immerfort verschlimmert hatten, in einem Sanatorium in Salzburg.50

3. Geschichte des Rundfunks

In dem kommenden Kapitel wird ein kurzer Exkurs zu der Geschichte des Rundfunks und dessen Funktionswandel im Laufe der Jahrzehnte dargestellt. Heutzutage gilt der Rundfunk als uberholt, beziehungsweise musste seine Marktbeherrschung der Unterhaltungselektronik an modernere Medien wie Fernsehen und Internet abgeben. Zwar besitzen gegenwartig mehr als 98,6 Prozent aller Haushalte in Deutschland einen funktionsfahigen Empfanger, jedoch ging die Einzigartigkeit uber die Jahre verloren.51 Im folgenden Abschnitt soil veranschaulicht werden, welche „zentrale Bedeutung das Radio in der Epoche zwischen den 20er und 50er Jahren“52 noch genossen hatte, um zu konkretisieren, welche Macht der Output des Rundfunkes zur damaligen Zeit auf die Bevolkerung des gesamten Landes hatte und welchen Einfluss vor allem die Nationalsozialisten durch diese auditive Propaganda ausuben konnten.

3.1. Anfange 20er/30er Jahre

Die Anfange der 1920er Jahre gelten als Geburtsstunde der Rundfunkgeschichte in Deutschland. Zuvor nahm das Radio im Ersten Weltkrieg lediglich zwei Funktionen ein: Erstens wurden seit 1917 „Parolen im Interesse einer Ideologic53 verkundet und Propaganda betrieben, die lediglich auf Soldaten in Schutzengraben abgestimmt war. Zweitens wurde mit Musik als „einzige Sendegattung“54 versucht, eine positive, motivierte Grundstimmung bei den Soldaten zu gewahrleisten.

Offiziell nahm der erste deutsche Rundfunksender schlieBlich am 29. Oktober 1923 in Berlin den Betrieb auf.55 Der Wellenbereich war zunachst noch stark begrenzt, wodurch hauptsachlich Horer in GroBstadten gewonnen werden konnten und die Bevolkerung auf dem Lande keinerlei Anbindung erfuhr. Am Ende des Jahres 1923 konnten etwa tausend Horer registriert werden.56 Charakteristisch fur den Rundfunk der 1920er Jahre war vor allem die „Selbstdarstellung der jungen deutschen Republik“57. 1924 schritt der Ausbau der Sendegesellschaften in andere landesweite GroBstadte fort und das Rundfunknetz breitete sich so konstant und stetig aus, bis schlieBlich im Jahre 1926 der millionste Radiohorer notiert wurde.58 In diesem Jahr „nimmt die Reichsfunkgesellschaft ihre Tatigkeit“59 auf und der Staat ubernimmt die vollkommene Kontrolle uber die Gesamtheit der Ausstrahlungen.

3.2. NS-Zeit

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten begann die Instrumentalisierung des Rundfunknetzes. Wahrend das Radio sich zuvor lediglich auf seine Funktion als Unterhaltungsmedium beschrankte, ruckte mit der Machtergreifung Adolf Hitlers der Fokus auf gezielte, weitlaufige Propaganda und Beeinflussung des gesamten Landes. Die absolute Monopolstellung des Staates gewahrleistete ununterbrochene Verbreitung der Ideologic. Der Opposition wurde der Zugang zum Rundfunknetz untersagt und bei VerstoBen resultierten drastische Strafen.60 1933 war die Geburtsstunde des preiswerten, „politisch forcierten Volksempfangers VE 301W“61 und der Rundfunk wurde damit „einer groBeren Masse von Menschen“62 zuganglich. Bereits in den ersten Tagen des offenen Verkaufes wurden uber 100.000 Exemplare verkauft. Sendemoglichkeiten wurden erweitert und das Empfangsgebiet kontinuierlich ausgebaut.63 Unter der Kontrolle des damaligen Propagandaministers Joseph Goebbels wurde das Radio durch „Gleichschaltung“64 zentralisiert und ihm „unbeschrankte Verfugungsgewalt“65 zugeschrieben. Er alleine besaB die Entscheidungsgewalt, welche Informationen und Nachrichten in den Umlauf gelangen und ausgestrahlt wurden. Reden Hitlers wurde taglich gesendet, gehort von „annahernd 90 Prozent der Bevolkerung“66. Das Radio stieg zum machtigsten Medium auf, denn nur der Rundfunk erreichte ein so groBes Spektrum an Menschen. Fernsehen spielte zunachst nur eine untergeordnete Rolle, was technischen Diskrepanzen zuzuschreiben war und sich der Besitz von Fernsehapparaten auf wenige ausgewahlte Familien limitierte.67

Die Prasenz und Dominanz des Radios weckten logischerweise Attraktivitat und Begehrlichkeiten bei Horspielautoren wie Eich, die durch Veroffentlichungen gute finanzielle Entlohnung erzielen konnten. Naturlich mussten Publikationen den Vorstellungen Goebbels entsprechen, wodurch kunstlerische Freiheiten reduziert wurden. Die Presse und Meinungsfreiheit wurde vollkommen blockiert und verboten. Unterhaltungsprogramme und stimmungsvolle Musik sollten die Menschen von den Machenschaften der Nationalsozialisten ablenken, ein entspanntes, bejahendes Grundklima in der Bevolkerung sicherstellen und die Wehrmacht mobilisieren. Eich und seine Konsorten verdienten sich mit seichten, unpolitischen Horspielen auf diese Weise ihren Lebensunterhalt. Am 8. Mai 1945 endete die Ara des „GroBdeutschen Rundfunks“68 und der Sendebetrieb wird eingestellt.

4. Die Eich-Debatte

Die enorme Bedeutung des Rundfunks wurde im vorigen Kapitel prazisiert. Logischerweise gilt es sich in dem folgenden Abschnitt mit der Fragestellung zu befassen, welche Positionierung und welchen Standpunkt Gunter Eich innerhalb der NS-Zeit einnahm und diese zu analysieren. Fur welche Horerschaft waren seine Rundfunkarbeiten ausgelegt? War er ein strikter Gegner der vorherrschender politischen Strukturen und leistete sogar aktiven Widerstand oder lieB er sich und seine Arbeiten unter die Kontrolle der Nationalsozialisten stellen? Die Frage nach dem Schaffen und der Ausrichtung vieler beruhmter Autoren vor dem Jahre 1945, besonders der, der Mitglieder der Gruppe 47, blieb allzeit unbeantwortet und undefmiert, da Betroffene sich keiner offentlichen Konfrontation oder Auseinandersetzung zu dieser Thematik je konsequent stellten.69 Alex Vieregg fachte mit seinem Sammelband Der eigenen Fehlbarkeit begegnen, Gunter Eichs Realitaten 1933-1945, erschienen im Jahre 1993, die Diskussion der damaligen Zugehorigkeiten neu auf, indem er altes Material, Briefzitate, zeitgemaBe Dokumente und die Meinungen anderer Autoren zusammenstellte und miteinander verknupfte.70 Die Ergebnisse und die daraus basierende neue Faktenlage lieBen die Debatte um Eich, der bis dato das „das Bild eines redliches Schriftstellers“71 verkorperte und „kaum irgendwelcher Kompromisse mit dem Nazi-Regime verdachtigt wurde“72, emeut ins Rollen bringen.

In erster Linie lasst sich sagen, dass Gunter Eichs genaue Gesinnung und Verstrickungen zum NS-Regime im Verborgenen bleiben und bis zum heutigen Tage lediglich Raum fur Spekulationen zulassen. Es ist nicht moglich zu einer wertenden und abschlieBenden Zuschreibung zu kommen, da der Hauptakteur selber sich nie konkret zu der Thematik auBerte und damit Vorwurfe eventuell als ungerechtfertigt erscheinen lieB. Es gibt Aspekte, die Eich als Sympathisanten des Nationalsozialismus wirken lassen. Vor allem sein gescheiterter Versuch, Mitglied in der NSDAP zu werden, lasst die Folgerung zu, dass Eich dem Hitlerregime gegenuber nicht komplett abgeneigt gewesen war und mit einigen Punkten der Ideologic womoglich Ubereinstimmung herrschte, auch wenn seine Aufnahme letztendlich nicht vollzogen wurde. Eich gilt demzufolge als „Mann mit schwieriger Vergangenheit“ und eine „sperrige, ungreifbare Person“73. Dafur spricht, dass „von seiner gesamten Rundfunkarbeit im Dritten Reich nichts im Druck vorlag“74 und Eich selber dafur pladiert, dass die vermeintlich wenigen veroffentlichen „Horspiele damals kaum beachtet worden sind“75. Allerdings ist bekannt, dass Eich „nahezu uneingeschrankt publizieren konnte“76. Die luckenhafte Archivierung und Konservierung Eichs Arbeiten nach 1933 und dessen fehlenden Disput mit den Verhaltensvorschriften der damaligen Zensurbehorde lassen Eich keineswegs in einem unschuldigen Licht dastehen. Des Weiteren soil er der ,,Reichsschrifttumskammer“77 angehort haben. Mit der Grundung der Gruppe 47 und der Geburt der Literaturgattung der Kahlschlagliteratur wurde eine neue, literarische Tendenz und Dichtungsform erschaffen, die politische, aktuelle und modeme Aspekte in die Werke Eichs integrierte. Ob Eich bereits zur Nazizeit ahnliche Themenfelder bediente ist spekulativ. Eich nahm nie konsequent Stellung zu der Zeit nach 1933 und versuchte „so wenig wie moglich uber seine Biographie an die Offentlichkeit kommen zu lassen“78. 1947 sprach Eich davon „dem Nationalsozialismus keinen aktiven Widerstand geleistet zu haben“79.

Naturlich lasst sich wegen dieser Aussage Kritik, er habe sich dem System vollkommen unterworfen, uben, jedoch wurde eine starre Schwarz-WeiB-Sicht die Sachlage im Endeffekt zu vereinfachen. Er leugnet seine Untatigkeit nicht und es liegt nahe, dass er vor allem wahrend der Gefangenschaft im Kriegsgefangenenlager seine Aktivitaten reflektierte, sich der Schuld an seinem Mitlaufertum und der Teilnahmslosigkeit bewusst wurde und sich diesbezuglich mit seinem schlechten Gewissen zu plagen hatte. Man kann Eich demzufolge Resignation und Egoismus vorwerfen. Er war ein aufstrebender, junger Autor, der zur NS-Zeit lediglich den Drang verspurte, seinen Lebensunterhalt zu verdienen und seine Karriere weiterhin progressiv auszubauen. Aktiven Widerstand zu leisten oder weiterhin in konservativer Manier sich der Mehrheit zu beugen, um bloB keine fmanziellen EinbuBen hinnehmen zu mussen, war seine zentrale Ausgangsfrage. Unabhangig und neutral betrachtet kann man das Dilemma und den Zwiespalt, in dem sich Eich, dessen Karriere sich zunehmend erfolgreicher und rentabler entwickelte, befand, durchaus verstehen. Es ist bekannt, dass Eich sich fur den angenehmeren Weg entschied und er in dem staatlich kontrollierten Rundfunk veroffentlichte. Infolgedessen verdiente er beachtliches Geld und seine „Leinenbeutel“80 waren nach Kriegsende nicht leer. Daher lasst sich schlussfolgern, dass Eich die Ansichten und das Gedankengut der Nationalsozialisten zwar augenscheinlich realisierte, diese jedoch bewusst ignorierte und nie zum Gesprachsthema seiner Werke machte, denn „man bezahlt nicht, was man hasst“81. Des Weiteren war Eich nie dafur bekannt gewesen, sich vor 1945 politisch zu auBem oder ideologische, gesellschaftliche Themenkomplexe in seine Werke mit einflieBen zu lassen. Das Horspiel Rebellion in der Goldstadt, welches am 8. Mai 1940 „als eines der letzten Originalhorspiele des Reichsrundfunks urgesendet“82 wurde, genieBt eine Ausnahmestellung. Bis zum Herbst 1993 und der Neuentfachung der Debatte um Eich, wusste niemand von dessen Existenz. Es gab keine Beweise oder aussagekraftige Indizien und sowohl Text als auch Ton des Horspiels galten als verschollen.83 SchlieBlich wurden Aufzeichnungen „in einem ehemaligen Kloster in Prag“84 gefunden, 53 Jahre nach der ersten Veroffentlichung. Warum dieser Fund den Streit um Gunter Eich und seine Beziehungen zu den Nationalsozialisten neu aufrollen lieB und warum das Stuck so essenziell bezuglich dieser Angelegenheit ist, wird in dem kommenden Kapitel erlautert.

[...]


1 Gemeint ist eine Gliederung seines Lebens in die Zeit vor, wahrend und nach den Nationalsozialisten.

2 Vieregg, Axel (Hg.) (1996): "Unsere Sunden sind Maulwurfe". Die Gunter-Eich-Debatte. Amsterdam: Rodopi.

3 Vgl. Walther, Peter (2000): Gunter Eich 1907-1972. Nach dem Ende der Biographie. 1. Aufl. Berlin: Lukas, S. 19.

4 Vgl. Eich, Gunter (1991): Traume. In: Karl Karst (Hg.): Gesammelte Werke invierBanden. Band II: Die Horspiele 1. FrankfurtamMain: Suhrkamp.

5 Oppermann, Michael (1990): Innere und aufiere Wirklichkeit im Horspielwerk Gunter Eichs. Munchen: R. Fischer.

6 Unseld, Siegfried. (1974): Gunter Eich zum Gedachtnis. Nachrufe und Erinnerungen. Frankfurt: Suhrkamp, S.31.

7 Walther, Peter: Nach dem Ende der Biographie, S.9.

8 Vgl. ebd., S. 105.

9 Vgl. Unseld, Siegfried: Gunter Eich zum Gedachtnis, S.38.

10 Ebd.

11 Walther, Peter: Nach dem Ende der Biographie, S. 49.

12 Ebd.

13 Ebd. S. 52.

14 Ebd.

15 Unseld, Siegfried: Gunter EichzumGedachtnis, S. 34.

16 Vgl. Walther, Peter: NachdemEnde derBiographie, S. 52.

17 Vgl. Haunhorst, Regina; Zundorf, Irmgard: Biografie Gunter Eich. LeMO-Biografien, Lebendiges Museum Online, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Online verfugbar unter http://www.hdg.de/lemo/biografie/guenter-eich.html, zuletzt gepruft am 30.05.2016.

18 Vgl. Walther, Peter: Nach dem Ende der Biographie, S. 55.

19 Siehe Kapitel 'Eich-Debatte'.

20 Walther, Peter: Nach dem Ende der Biographie, S. 105.

21 Ebd. S. 57.

22 Walther, Peter: Nach dem Ende der Biographie, S.58.

23 Schwitzke, Heinz (1963): Das Horspiel. Dramaturgie und Geschichte. Koln, Berlin: Kiepenheuer & Witsch, S.182.

24 Vgl. Vieregg, Axel: Unsere Sunden sind Maulwurfe, S. 109.

25 Vgl. Walther, Peter: NachdemEnde derBiographie, S. 106.

26 Haunhorst, Regina/Zundorf, Irmgard: Biografie Gunter Eich.

27 Walther, Peter: Nach dem Ende der Biographie, S.18.

28 Ebd.

29 Vgl. ebd., S.19.

30 Eich, Gunter(1972): EinLesetagebuch. Frankfurt: Suhrkamp, S. 13.

31 Walther, Peter: Nach dem Ende der Biographie, S. 106.

32 Vgl. Haunhorst, Regina/Zundorf, Irmgard: Biografie Gunter Eich.

33 Vgl. Unseld, Siegfried: Gunter EichzumGedachtnis, S. 109.

34 Vgl. Walther, Peter: NachdemEnde derBiographie, S. 108.

35 Vgl. Haunhorst, Regina/Zundorf, Irmgard: Biografie Gunter Eich.

36 Arnold, Heinz Ludwig (Hg.) (1995): Die Gruppe 47. Ein kritischer Grundriss. Munchen: Ed. Text + Kritik, S. 160.

37 Unseld, Siegfried: Gunter EichzumGedachtnis, S.138.

38 Vgl. Walther, Peter: NachdemEnde derBiographie, S. 106.

39 Unseld, Siegfried: Gunter EichzumGedachtnis, S.98.

40 Schwitzke, Heinz: Das Horspiel, S. 297.

41 Ebd., S. 298.

42 Ebd., S. 299.

43 Eich, Gunter (1991): Traume. In: Karl Karst (Hg.): Gesammelte Werke invierBanden. Band II: Die Horspiele 1. FrankfurtamMain: Suhrkamp, S.383.

44 PEN-ZentrumDeutschland: Uberuns. Online verfugbarunter http://www.pen-deutschland.de/de/penzentrum-deutschland/, zuletzt gepruft am 02.06.2016.

45 Vgl. Walther, Peter: Nach dem Ende der Biographie, S. 107.

46 Ebd.

47 Ebd., S. 46.

48 Vgl. Walther, Peter: NachdemEnde derBiographie, S. 108.

49 Bottiger, Helmut (2007): Traume sind Maulwurfe. Gunter Eich und die Inventur der alten Bundesrepublik, URL: http://www.deutschlandradiokultur.de/traeume-sind-maulwuerfe.974.de.html? dram:article_id=150410.

50 Vgl. Haunhorst, Regina/Zundorf, Irmgard: Biografie Gunter Eich.

51 Vgl. Kleinsteuber, Hans J. (2006): Die Zukunft des Radios. In: Golo Follmer und Sven Thiermann (Hg.): Relating Radio - Communities. Aesthetics.Access. Beitrage zur Zukunft des Radios. Leipzig: Spector Books, S. 2.

52 Ebd.

53 Schwitzke, Heinz: Das Horspiel, S. 20.

54 Schwitzke, Heinz: Das Horspiel, S. 20.

55 Vgl. ebd.

56 Vgl. Rundfunkgeschichte - RadioWiki. Online verfugbar unter http://www.oldradio.de/wiki/index.php/Rundfunkgeschichte, zuletzt gepruft am 02.06.2016.

57 Schwitzke, Heinz: Das Horspiel, S. 20f.

58 Vgl. Rundfunkgeschichte - RadioWiki.

59 Staat lenkt Rundfunk (1983). In: Bertelsmann Club GmbH (Hg.): Chronik des 20. Jahrhunderts. Dortmund: Harenberg, S. 340.

60 Vgl. Reinle, Dominik (2005): Horfunk und Fernsehen in der Nazi-Zeit (Teil 1). WDR. URL: http://wwwl.wdr.de/archiv/rundfunkgeschichte/rundfunkgeschichtel24.html.

61 Rundfunkgeschichte - RadioWiki.

62 Ebd.

63 Radio fur Propaganda (1983). In: Bertelsmann Club GmbH (Hg.): Chronik des 20. Jahrhunderts. Dortmund: Harenberg, S. 496.

64 Reinle, Dominik (2005): Horfunk und Fernsehen in der Nazi-Zeit (Teil 1).

65 Ebd.

66 Ebd.

67 Vgl. ebd.

68 Vgl. ebd.

69 Vgl. Wessels, Wolfram (1996): Zum Beispiel Gunter Eich: Von der schuldlosen Schuld der Literatur. In: Axel Vieregg (Hg.): "Unsere Sunden sind Maulwurfe". Die Gunter-Eich-Debatte. Amsterdam: Rodopi, S. 2.

70 Vgl. ebd., S.3.

71 Rollin, Marie Simone (1996): Gunter Eich - Ein gesturzter Mythos. In: Axel Vieregg (Hg.): "Unsere Sunden sind Maulwurfe". Die Gunter-Eich-Debatte. Amsterdam: Rodopi, S. 30.

72 Ebd.

73 Radisch, Iris (2007): "Absicht eines Anarchischen". Zum 100. Geburtstagdesbedeutensten Dichters der deutschen Nachkriegsliteratur. Hg. v. Zeit Online. Online verfugbar unter http://www.zeit.de/2007/06/L- Eich, zuletzt gepruft am 01.06.2015.

74 Vieregg, Axel (1997): Der eigenen Fehlbarkeit begegnet? Gunter Eichs Verstrickungen ins ,,Dritte Reich". In: Gunth Ruther (Hg.): Literatur in der Diktatur. Schreiben im Nationalsozialismus und DDR- Sozialismus. Paderbom, Munchen, Wien, Zurich: Schoningh, S. 173.

75 Ebd.

76 Gortz, Franz Josef (1996): Lehrstuck uber einen deutschen Schriftsteller. War Gunter Eich niemals in der NSDAP? In: Axel Vieregg (Hg.): "Unsere Sunden sind Maulwurfe". Die Gunter-Eich-Debatte. Amsterdam: Rodopi, S. 49

77 Storck, Joachim W. (1996): >Im Grenzbereich von Groteske und Infamie<: Streit um Gunter Eichs Vergangenheit. In: Axel Vieregg (Hg.): "Unsere Sunden sind Maulwurfe". Die Gunter-Eich-Debatte. Amsterdam: Rodopi, S. 58.

78 Pick, Ulrich (1996): Mehr drin als drauhen: Suhrkamp halt die Hand uber Gunter Eich. In: Axel Vieregg (Hg.): "Unsere Sunden sindMaulwurfe". Die Gunter-Eich-Debatte. Amsterdam: Rodopi, S. 53.

79 Greiner, Ulrich (1996): Ein Streit um Eich. In: Axel Vieregg (Hg.): "Unsere Sunden sind Maulwurfe". Die Gunter-Eich-Debatte. Amsterdam: Rodopi, S. 66.

80 Radisch,Iris: "Absicht eines Anarchischen".

81 Wessels, Wolfram: ZumBeispiel Gunter Eich, S.2.

82 Siemes, Christof (1993): Ein kleiner Stachel. Zeit Online. Online verfugbar unter http://www.zeit.de/1993/44/ein-kleiner-stachel/komplettansicht, zuletzt gepruft am 01.06.2016.

83 Vgl. ebd.

84 Ebd.

Ende der Leseprobe aus 58 Seiten

Details

Titel
Endzeitstimmung. Günter Eich und die Intention seiner "Träume"
Untertitel
Welche Botschaften und Appelle Eichs lassen sich in dem 1951 erschienenen Hörspiel "Träume" wiederfinden?
Hochschule
Universität Koblenz-Landau
Note
1,3
Autor
Jahr
2016
Seiten
58
Katalognummer
V419441
ISBN (eBook)
9783668682443
ISBN (Buch)
9783668682450
Dateigröße
786 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
endzeitstimmung, günter, eich, intention, träume, welche, botschaften, appelle, eichs, hörspiel
Arbeit zitieren
Robin Heimbrock (Autor), 2016, Endzeitstimmung. Günter Eich und die Intention seiner "Träume", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/419441

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