Die frankophone Verlagsbranche Québecs. Ein subventionierter Nischenmarkt?


Hausarbeit (Hauptseminar), 2017
22 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Buchbranche Québecs: ein Überblick
2.1 Der kanadische Staat und die Buchbranche
2.1.1 Kultur als Staatsangelegenheit: Department of Canadian Heritage
2.1.2 Gesetzliche Grundlagen für die kanadische Buchund Verlagsbranche
2.1.3 Besonderheit: Die französische Sprache in Québec
2.2 Die Verlagsbranche Québecs
2.2.1 Branchenstruktur: Organisation, Teilnehmer und Verbände
2.2.2 Zahlen und Fakten zum Buchmarkt Québecs
2.2.3 Globale Konkurrenz als Herausforderung

3 Maßnahmen zur Unterstützung und Förderung der frankophonen Buchindustrie
3.1 Staatliche und behördliche Maßnahmen
3.2 Institutionelle und nicht-staatliche Förderung

4 Abschließende Betrachtung

5 Literaturverzeichnis
5.1 Quellen
5.1.1 Ungedruckte Quellen
5.1.2 Online-Quellen

1 Einleitung

„I can’t think of this country without Québec. Je parle francais. And when I think about being a Canadian, speaking French is part of it“[1], so der kanadische Politiker Michael Ignatieff im Jahr 2012. Damit betont er die besondere Rolle, die Québec im provinzialen Verbund Kanadas innehat. Denn zum einen ist die Amtssprache der größten Provinz Kanadas Französisch – im Kontrast zu den anderen Provinzen, die rein englischsprachig sind. Zum anderen sind Kulturleben und -branche Québecs nach wie vor stark von den französisch-europäischen Ursprüngen geprägt.[2] Diese beiden Faktoren machen die Buchbranche Québecs sowohl auf dem kanadischen als auch auf dem internationalen Buchmarkt zu einer Besonderheit.

Doch ist der französischsprachige Buchmarkt Kanadas auch geografisch eine Besonderheit, hauptsächlich durch seine singuläre Lage inmitten von zwei riesigen englischsprachigen Buchmärkten: dem Rest Kanadas und den USA. Eben diese besondere Lage stellt die franko-kanadischen[3] Verleger vor große Herausforderungen: Erstens stellt die französische Sprache der Produktion eine große Markteintrittsbarriere in den benachbarten Märkten dar. Zweitens besteht, wie an späterer Stelle noch erläutert, die kanadische Verlagsbranche im allgemeinen und die Québecs im speziellen in der Hauptsache aus kleinen und mittelgroßen Unternehmen, was es zusätzlich erschwert, sich international gegen großen Medienund Verlagskonglomerate wie beispielsweise Random House zu behaupten und auf sich aufmerksam zu machen. Schließlich besteht noch bezüglich der internationalen französischsprachigen Buchmärkte eine starke Konkurrenz mit Frankreich als Hauptproduzent und Großexporteur der französischsprachigen Buchbranche.

Eben diesen Herausforderungen begegnet die kanadische Verlagsbranche auf verschiedenste Weise. Zum einen existieren zahlreiche, von der kanadischen Regierung initiierte wirtschaftsprotektionistische Fördermaßnahmen und -programme, darunter auch etliche für die Buchbranche. Diese Förderung schließt auch gesetzliche Maßnahmen wie Steuersätze oder Handelsgesetze mit ein. Die meisten dieser Maßnahmen greifen landesweit, einige, wie das Gesetz zum Schutz der französischen Sprache, auch nur lokal d.h. in Québec. Zusätzlich gibt es diverse nicht-staatliche Organisationen und Verbände, ebenfalls einige regional verortet, die durch Verbandsarbeit, Bündelung von Aktivitäten oder finanzielle Förderung die französischsprachige kanadische Literatur im Inund Ausland unterstützen und bekannter machen.

Die Vielfältigkeit und Natur eben dieser unterstützenden Maßnahmen, sowie die anbietenden/ausführenden Organe soll nun im Rahmen dieser Arbeit aufgezeigt und schließlich in Kontext mit den bereits erwähnten Herausforderungen für die frankophone kanadische Verlagsbranche gesetzt werden. Schlussendlich soll festgestellt werden, ob die verschiedenen beschriebenen Maßnahmen sinnvoll und effektiv sind.

Zu diesem Zweck soll zunächst ein kurzer Überblick über die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen der kanadischen Buchbranche als Gesamtes gegeben werden, auch in Bezug auf für die Branche wichtige gesetzliche Grundlagen. Darauf erfolgt ein genauerer Überblick über die die frankophone Verlagsbranche und deren Struktur und Organisation, das heißt Marktteilnehmer, Unternehmensstrukturen, Branchenverbände und auch – soweit bekannt – einige Zahlen zum Buchmarkt. Im zweiten Teil der Arbeit werden schließlich die verschiedenen Fördermaßnahmen und Programme für die Verlagsbranche vorgestellt. Hierbei wird zum einen unterschieden zwischen staatlicher und nicht-staatlicher/institutioneller Förderung, zum anderen zwischen landesweiten und speziell auf die Provinz Québec beschränkten Maßnahmen.

Im Rahmen der Recherche zu dieser Arbeit gestaltete es sich hierbei sehr schwierig, wissenschaftlich fundierte Literatur zu finden, vor allem zum französischsprachigen kanadischen Buchmarkt. Viele der existierenden Quellen beschäftigen sich zudem erstens in der Hauptsache mit dem (viel größeren) englischsprachigen Buchmarkt und diejenigen über den Buchmarkt Québecs waren tendenziell historisch orientiert oder hatten einen differierenden Fokus. So ist eine der wenigen wissenschaftlichen Quellen, die eine größere Aktualität und Relevanz für das Thema dieser Arbeit aufweist, die Dissertation von Peter Frederick Read On Culture and Commerce: A comparison of government support for book publishing in Canada, France, Germany and the United Kingdom [4] aus dem Jahr 2016, in der Read staatliche Fördermaßnahmen betreffend Bücher und Verlage betrachtet, auch am Beispiel Kanadas. Leider sind ausführliche und aktuelle Daten über den kanadischen Buchmarkt nicht frei, beziehungsweise kostenlos zugänglich, da diese entweder nur über kommerzielle Anbieter wie Booknet Canada[5] verfügbar sind oder Studien und Daten der Branchenverbände und Branchenorganisationen wie Livres Canada Books[6] oder des franko-kanadischen Verlegerverbandes ANEL auch nur gegen Gebühr abrufbar sind. Eine persönliche Anfrage bei ANEL blieb leider unbeantwortet, sodass es leider schwierig bis unmöglich war aktuelle Aussagen über Importund Export-Zahlen zu treffen. In der Hauptsache stammen die in dieser Arbeit verwendeten Informationen daher von den jeweiligen Webseiten der kanadischen Regierung und ihrer regionalen Ableger sowie der einzelnen Initiativen, Verbände und Organisationen, die hier Erwähnung finden. Einen nützlichen Einblick in Zahlenmaterial aus der Branche lieferten jedoch diverse Statistiken der staatlichen Statistik-Behörde Statistics Canada[7], wobei erwähnt werden sollte, dass diese Erhebungen bezüglich der Buchund Verlagsbranche nur alle zwei Jahre stattfinden und Zahlen nach dem Jahr 2014 noch nicht zur Verfügung standen.

2 Die Buchbranche Québecs: ein Überblick

2.1 Der kanadische Staat und die Buchbranche

2.1.1 Kultur als Staatsangelegenheit: Department of Canadian Heritage

Insgesamt ist anzumerken, dass der kanadische Staat im kulturellwirtschaftlichen Bereich recht protektionistisch agiert, eben auch was die Buchbranche betrifft. Es existieren neben den Unterstützungsund Fördermaßnahmen von staatlicher Seite, die im Folgenden noch einzeln erläutert werden, auch gesetzliche Rahmenbedingungen die Buchund Verlagsbranche betreffend.

Die meisten dieser gesetzlichen Maßnahmen werden von dem kanadischen Kultur-Ministerium, dem Department of Canadian Heritage (DCH) initiiert und gesteuert, welches sich für die Förderung und Bewahrung kanadischer Kultur und Geschichte verantwortlich zeichnet. „Canadian Heritage and its portfolio organizations play a vital role in the cultural, civic and economic life of Canadians.“, so die Behörde auf ihrer Webseite. „Arts, culture and heritage represent $54.6 billion in the Canadian economy and more than 630,000 jobs in sectors such as film and video, broadcasting, music, publishing, archives, performing arts, heritage institutions, festivals and celebrations.“[8] Die Aufgaben des DCH umfassen unter anderem auch die Sprachförderung bzw. die Unterstützung und Förderung der Bilingualität in Kanada, ein wichtiger Faktor besonders in Hinsicht auf Québec.

Das Ministerium fungiert unter anderem als Dachorganisation verschiedener sogenannter „Crown corporations“ – Organisationen, die nicht offiziell dem kanadischen Staat unterstehen, sondern dem jeweiligen britischen Souverän. (Offizielles Staatsoberhaupt ist Queen Elisabeth II.). Zu diesen Crown corporations gehört unter anderem auch der Canada Council for the Arts, der ebenfalls eine wichtige Rolle in der kanadischen Kulturund Literaturförderung einnimmt (siehe Abschnitt über staatliche Fördermaßnahmen).[9]

Das DCH unterstützt im Rahmen der Kulturförderung natürlich auch die kanadische Buchund Verlagsbranche als Träger des Kulturgutes Buch. Diese Förderung erfolgt in der Hauptsache durch den Canada Book Fund/Fonds du livre du Canada – der an späterer Stelle noch im Detail erläutert wird. Das Gesamtbudget des DCH lag 2015/16 bei ungefähr 1,2 Millionen CAD.[10]

2.1.2 Gesetzliche Grundlagen für die kanadische Buchund Verlagsbranche

Investment Canada Act (landesweit)

Eine der wichtigsten gesetzlichen Grundlagen ist in diesem Fall das Gesetz zur Eigentümerschaft von Firmen in Kanada. Der Investment Canada Act besagt, dass „Non-Canadians who acquire control of an existing Canadian business or who wish to establish a new unrelated Canadian business are subject to this Act, and they must submit either a Notification or an Application for Review.”[11] Auf diese Weise verhindert die kanadische Regierung, dass ausländische Konzerne oder Investoren Einfluss auf den kanadischen Markt nehmen, beziehungsweise dass der kanadische Markt von ausländischen Firmen und ihren Produkten dominiert wird. Auf den Buchsektor bezogen bedeutet dieses Gesetz, dass es im Speziellen ausländische Medienkonglomeraten und Verlagsriesen erschwert wird, Zweigstellen in Kanada zu eröffnen, so auf dem kanadischen Markt Fuß zu fassen und damit einheimische und kleiner Verlage zu verdrängen. Ausnahmen sind nur zulässig, wenn dies einen positiven Effekt auf die kanadische Wirtschaft und den Markt hat.[12] Prinzipiell dient diese Regelung der Erhaltung der Vielfalt an unabhängigen Klein-Unternehmen und -Verlagen. Eine ganz ähnlich protektionistische Lösung existiert beispielsweise in Australien.

Mehrwertsteuer und Buchpreise

So unterliegen gedruckte Bücher beispielsweise in Québec nur einem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 5% - im Kontrast zu dem in Québec allgemein erhobenen Satz von 9,975%. Unter diesen ermäßigten Steuersatz fallen, ähnlich wie in Deutschland, allgemein gedruckte Werke mit einer ISBN, aber auch gedruckte Werke mit Beigaben wie CD-ROMs oder Online-Companions und auch Buch-Produkt-Sets (z.B. Backbuch mit Backform), wobei das Buch in diesem Paket den hauptteil ausmachen sollte. Jedoch gilt dieser ermäßigte Satz nicht für Zeitungen und Zeitschriften. Elektronische Bücher werden nach dem vollen Mehrwertsteuersatz abgerechnet.[13]

Eine gesetzliche festgelegte Buchpreisbindung existiert in Kanada nicht. Jedoch gibt es seit ungefähr zehn Jahren immer wieder Bestrebungen und Vorstöße des Verbandes französischsprachiger Verleger – ANEL – zumindest in Québec eine Preisbindung für Bücher einzuführen. Bisher wurde diese Idee zwar immer wieder diskutiert, aber noch nicht umgesetzt.[14]

Book Importation Regulations (landesweit & regional)

Diese Regulierungen sind Teil des Copyright Act und regeln den Import ausländischer Buchausgaben nach Kanada, um sogenannte parallele Import zu verhindern. Die Buchindustrie Australiens operiert mit ihrer Parallel Import Rule nach einem ähnlichen Prinzip.[15] Hierbei müssen sich kanadische Verlage ein exklusives Lizenzrecht an ausländischen Titeln sichern und besitzen dann das alleinige Recht zur Distribution eben dieser Titel in Kanada. Das bedeutet, dass der inländische Handel die jeweiligen Titel über den jeweiligen Rechte-Besitzer beziehen muss und diese nicht einfach auf eigene Faust aus dem Ausland importieren darf. Dabei darf der Verkaufspreis dieser Titel jedoch höchstens 10 bis 15 Prozent (10 bei US-Import; 15 bei Europa-Import) über dem original empfohlenen Verkaufspreis liegen.[16]

Diese Maßnahmen dienen zum einen zur Verhinderung überhöhter (Verkaufs-)Preise für ausländische Titel und unterstützen zum anderen die heimische Buchindustrie, indem sie verhindern, dass sich ausländische Verlage und Distributoren in den kanadischen Markt drängen und diesen mit billigen Importen überschwemmen.

Zu den Book Importation Regulations zählt ebenfalls der speziell für Québec geltende A ct Respecting the Development of Québec Firms in the Book Industry (auch genannt Bill 51) dar. Dort werden die Regularien zugunsten lokaler Unternehmen der Buchindustrie um einiges verschärft ausgelegt:

Beyond the application of the Book Importation Regulations, Bill 51 sets out rules in Québec that prevent all parallel book importation. It requires institutions to buy their books from accredited booksellers who, in turn, are required to respect the exclusive territories of diffusers/distributors. In addition, all printed books must be purchased by the institution at the public price (retail price, without discounts or rebates), and public institutions are required to report to the government on their purchasing practices.[17]

Während es bei der landesweiten Variante dieser Regel in manchen Fällen Ausnahmeregelungen gibt, falls ein lokaler Distributor gewisse Bedingungen nicht erfüllt, gibt es diese Ausnahmen im Rahmen der Bill 51 nicht. Diese Praxis gewährleistet den Verbleib von Umsätzen in der Provinz, die Garantie für eine flächendeckende Buchdistribution und bedeutet zum anderen einen konstanten Umsatz für die Québecer Verleger durch garantierte Abnahmemengen. Diese gesetzlichen Regelungen gelten allerdings nicht für E-Books!

2.1.3 Besonderheit: Die französische Sprache in Québec

Québec nimmt sprachlich gesehen, wie bereits erwähnt, eine Sonderrolle in Kanada ein. Wie bereits eingangs erwähnt ist Québec die einzige Provinz Kanadas, in der Französisch die alleinige offizielle Amtssprache ist. Auch ist das gesamte kulturelle Leben und auch die Literatur nach wie vor stark von diesen französisch-kolonialen Wurzeln beeinflusst. Um die 94% der Einwohner Québecs beherrschen die französische Sprache und für circa 80 Prozent der Québecer ist Französisch die Muttersprache.[18] Ungefähr 42 Prozent der Québecer Bevölkerung sind zweisprachig, darunter vor allem jüngere Menschen, die neben ihrer Muttersprache Französisch zusätzlich Englisch beherrschen.[19]

Um eben diese französische Kultur und Sprachkultur zu bewahren und zu unterstützen, existiert sei 1977 die Charte de la Langue Française. Diese Charta, beziehungsweise gesetzliche Verordnung besagt, dass die französische Sprache einen unabdingbaren Teil der Identität Québecs und seiner Einwohner, sowie ihres kulturellen Erbes darstellt und daher bewahrt werden muss. So müssen beispielsweise sämtliche offiziellen Informationen stets in zwei Sprachen verfügbar sein – Französisch und Englisch.[20] Auch in den Schulen Québec, von der Vorschule bis hin zur Mittelund Oberstufe, ist die französische Sprache bzw. die Kommunikation auf Französisch Pflicht. Diese Regelung unterstützt wiederum indirekt das frankophone Verlagswesen, vor allem im Schulbuchbereich, da fast ausschließlich französischsprachige Unterrichtmaterialien benötigt werden. Ab dem Universitäts-Level steht es den Schülern frei, ob sie eine französischoder englischsprachige Institution besuchen möchten.[21]

2.2 Die Verlagsbranche Québecs

2.2.1 Branchenstruktur: Organisation, Teilnehmer und Verbände

Die Verlagsbranche Québecs ist unternehmerisch vielfältig und sprachlich relativ einseitig ausgerichtet. So sind beispielsweise laut der Webseite von Québec Édition rund 127 der in der Provinz ansässigen Verlage frankophon[22], das heißt sie veröffentlichen ausschließlich Werke in französischer Sprache[23]. Dies steht in engem Kontext zu den gesetzlichen Voraussetzungen, die an anderer Stelle kurz erläutert werden, und hierbei im Speziellen mit dem Gesetz zum Schutz und der Förderung der französischen Sprache und der kulturellen frankophonen Traditionen in Québec, das im vorangegangenen Kapitel Erwähnung gefunden hat. Das Zentrum des frankophonen Verlagswesens in Québec befindet sich in Montréal, wo über 30 der insgesamt rund 127 in der Provinz ansässigen frankophonen Verlage ihren Sitz haben.[24]

Eine weitere Besonderheit bei der Zusammensetzung der Branchenteilnehmer, hier bezogen auf ganz Kanada, stellt die Dominanz kleinerer bis mittlerer Verlagsbetriebe dar. Dies liegt in einer speziellen Gesetzgebung begründet – dem Investment Canada Act, der ebenfalls an späterer Stelle ausführlicher erläutert wird. Aufgrund dieser gesetzlichen Regelung sind, laut einer Statistik aus dem Jahr 2012, fast 66% der kanadischen Verlage kleine Verlagshäuser oder Self-Publisher, rund 25% der Verlage haben eine mittlere Größe und große Verlagshäuser machen mit 9% einen vergleichsweise kleinen Anteil aus.[25]

Traditionell war die Buchindustrie Québecs lange für ihre Schulbuchproduktion bekannt, jedoch hat sich diese Struktur vor allem in den letzten Jahren wesentlich verändert. Bei einer repräsentativenAnalyse des Mitgliederverzeichnisses der Association National d’Éditeurs de Livres (ANEL) – dem Verband für französischsprachige Verlage in Kanada – ist ersichtlich, dass deren Mitglieder (mittlerweile) in sehr verschiedenen Bereichen tätig sind. So widmen sich nur noch rund vierzehn der gelisteten Verlage der Schulbuchproduktion, gefolgt von Allgemein-Verlagen (litterature générale[26] ) mit zweiundfünfzig Mitgliedsverlagen; Literaturverlage stellen den größten Anteil mit rund siebenundfünfzig gelisteten Verlagshäusern.

Association Nationale d’Éditerus des Livres (ANEL)

[...]


[1] Michael Ignatieff warns Canadian unity at risk. In: The Canadian Press vom 24.04.2012. http://www.cbc.ca/news/politics/michael-ignatieff-warns-canadian-unity-at-risk-1.1142447 14.03.2017

[2] Vgl. Québec Portal: Culture. http://www.gouv.qc.ca/EN/LeQuébec/Pages/Culture.aspx [17.03.2017].

[3] In dieser Arbeit werden die Begriffe „frankophon“ und „franko-kanadisch“ synonym verwendet, um die französischsprachige Buchund Verlagsbranche, besonders in Bezug auf Québec zu beschreiben.

[4] Read, Peter Frederick: On culture and commerce. A comparison of government support for book publishing in Canada, France, Germany and the United Kingdom. Dissertation, Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 2016.

[5] Booknet Canada. http://www.booknetcanada.ca/ [15.03.2017].

[6] Livres Canada Books. http://www.livrescanadabooks.com/en/ [19.03.2017].

[7] Statistics Canada: Canada's national statistical agency. http://www.statcan.gc.ca/eng/start [19.03.2017].

[8] Department of Canadian Heritage. https://www.canada.ca/en/canadian-heritage.html [14.03.2017].

[9] Department of Canadian Heritage: Portfolio Organizations. http://canada.pch.gc.ca/eng/1461005515580 [11.03.2017].

[10] Vgl. Department of Canadian Heritage: Canadian Heritage’s quarterly financial report for the quarter ended June 30, 2016. http://canada.pch.gc.ca/eng/1470669067707/1470671135704 [19.03.2017].

[11] Government of Canada: Investment Canada Act. Import, Export and Investment. https://www.ic.gc.ca/eic/site/ica-lic.nsf/eng/home [14.03.2017].

[12] Vgl. Government of Canada: Investment Canada Act. http://laws-lois.justice.gc.ca/eng/acts/I-21.8/page-2.html#h-7 [14.03.2017].

[13] Vgl. Ministry of Finance Québec (Revenu Québec): Books. Taxable, Zero-Rated or Tax-Exempt Goods and Services - GST and QST - Other Situations. http://www.revenuquebec.ca/en/citoyen/taxes/autres-taxes/tpstvq/autres_situations/livres/default.aspx [11.03.2017].

[14] Vgl. Commission de la culture et de l'éducation: Document de consultation sur la réglementation du prix de vente au public des livres neufs imprimés et numériques. Québec: Commission de la culture et de l'éducation 2013. Commission de la culture et de l'éducation , S. 6–8.

[15] Vgl. Department of Canadian Heritage: The Role of the Book Importation Regulations in Canada’s Market for Books. April 2012. Department of Canadian Heritage 2012. http://publications.gc.ca/collections/collection_2012/pc-ch/CH44-143-2012-eng.pdf [19.03.2017], S. 93.

[16] Vgl. Department of Canadian Heritage: The Role of the Book Importation Regulations in Canada’s Market for Books, S. 23.

[17] Ebenda., S. 81.

[18] Vgl. Statistics Canada: French and the francophonie in Canada. http://www12.statcan.gc.ca/census-recensement/2011/as-sa/98-314-x/98-314-x2011003_1-eng.cfm [19.03.2017].

[19] Vgl. Statistics Canada: The evolution of English–French bilingualism in Canada from 1961 to 2011. http://www.statcan.gc.ca/pub/75-006-x/2013001/article/11795-eng.htm#a3 [19.03.2017].

[20] Vgl. Québec Portal: Culture. http://www.gouv.qc.ca/EN/LeQuébec/Pages/Culture.aspx [17.03.2017].

[21] Vgl. Québec Portal: Education. http://www.gouv.qc.ca/EN/LeQuébec/Pages/Education.aspx [17.03.2017].

[22] Da in Kanada keine branchenübergreifende Organisation wie der deutsche Börsenverein existiert und im französischsprachigen Verlegerverband ANEL nicht alle frankophonen Verlage Mitglied sind, ist es schwierig, genaue Zahlen bezüglich der Anzahl von Verlagen zu recherchieren. Die hier verwendeten Zahlen stützen sich daher auf die Angaben der Québecer Verlags-Organisation Québec Édition.

[23] Vgl. Québec Edition: Liste d'Éditeurs. http://quebecedition.qc.ca/editeurs-liste/ [11.03.2017].; Vgl.Association Nationale d'Éditeurs de livres: Répertoire des membres. http://anel.qc.ca/repertoire-des-membres/ [11.03.2017].

[24] Vgl. Publishers in Montreal, Canada: Directory of Canadian Publishers in Montreal. http://www.publishersglobal.com/directory/canada/publishers-of-montreal/ [15.03.2017].

[25] Vgl. Booknet Canada: The State of Digital Publishing in Canada 2015. http://www.booknetcanada.ca/state-of-digital-publishing/ [19.03.2017], S. 5.

[26] Verlage, die zur Kategorie „litterature générale“ zählen, haben keinen speziellen programmatischen Fokus bzw. beschränken sich nicht auf ein bestimmtes Genre. Ihre Programme sind breit gefächert und reichen vom Sachbuch über Essays, Romane, Lyrik bis zum Kinderund Jugendbuch.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Die frankophone Verlagsbranche Québecs. Ein subventionierter Nischenmarkt?
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Institut für Buchwissenschaft)
Veranstaltung
Marktanalysen: Anglophone Book Industries in the 20th and 21st Centuries
Note
2,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
22
Katalognummer
V419450
ISBN (eBook)
9783668682726
ISBN (Buch)
9783668682733
Dateigröße
771 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kanada, Buchmarkt, Verlage, Verlagswesen, frankophon, französisch, franko-kanadisch, Québec, Buchindustrie
Arbeit zitieren
Julia Ciampi (Autor), 2017, Die frankophone Verlagsbranche Québecs. Ein subventionierter Nischenmarkt?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/419450

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