Politik und Wirtschaft. Ein Überblick


Vorlesungsmitschrift, 2018
6 Seiten

Leseprobe

Politik:

1.Wirtschaftsordnung

1.1 Allgemein:

alle Regelungen und Institutionen, die für den Aufbau und die Funktionsfähigkeit einer Volkswirtschaft notwendig sind - wirtschaftlicher Rahmen für Unternehmen, private Haushalte und den Staat

1.2 Planwirtschaft:

-Staat entscheidet über Produktion und Produktionsmasse
-Tätigkeit von Betrieben & Haushalten in einem festen Plan
-Plankommission muss:

- Wirtschaftsgüter schätzen
- Produktionsmöglichkeiten ermitteln
- Gesamtplan erarbeiten
- Umsetzung der Pläne überwachen

Schwächen:

- fehlen von wichtigen Produkten
- evtl. werden falsche Informationen übermittelt
- Produktion könnte gesteigert werden wenn Firmen selber entscheiden wie viel sie produzieren

1.3 Adam Smith: Freie Marktwirtschaft

- Menschenbild: -Sicherheitsbedürfnis & Gewinnstreben

-Neigung zum Handeln und Tauschen
-Angewiesenheit auf Hilfe anderer
-Egoistisch auf wirtschaftlicher Ebene
-ermutigt zur Spezialisierung

- Aufgaben des Staates: Landesverteidigung, Justizwesen (Schutz), Gründung öffentlicher Einrichtungen / zu große Autorität ist gefährlich, verzögert Fortschritt und verringert den Wert des Jahresprodukts

- Ablauf:

- Sicherung der Freiheit des Einzelnen

- Fähigkeiten einbringen „unsichtbare Hand“ - Gewinn erzielen - Kreativität/ Modernisierung

- Optimale Versorgung der Gemeinschaft

- Freiheiten: -völlige Freiheit, solange man die Gesetze nicht verletzt, Recht auf Privateigentum

Pro:

-Freie Entfaltung
-technischer Fortschritt
-Leistungsgerechtigkeit
-Effiziente Rohstoffnutzung
-Bedürfnisse werden abgedeckt
-Wirtschaftssystem reguliert sich selbst

Kontra:

-Konjunkturschwankungen
-kein Schutz vor Arbeitslosigkeit, Unfall, Behinderung
-kein geregeltes Einkommen

1.4 Soziale Marktwirtschaft

Einzelperson: - erhält soziale Leistungen/ Schutz

- freiere Gestaltungsmöglichkeiten

Unternehmer: - gesichertes Privateigentum

- freie Betätigung aller Gruppen

Markt: - Erhaltung eines echten Wettbewerbs

Ziele:

- freiere Gestaltungsmöglichkeiten
- soziale Fortschritte
- Sicherung der Privatrechtsordnung
- Erhaltung des Wettbewerbs
- durch den Marktprozess erhaltene Leistungen ermöglichen soziale Leistungen
- den Mensch in dem was er tut unterstützen
- nur in geringem Maße eingreifen, so dass keine Gefährdung des Prozesses besteht.

Prinzipien:

Wettbewerbsprinzip: freier Wettbewerb / Freiheit des Einzelnen / Privateigentum / Warenform / Angebot & Nachfrage (seitens Arbeitgeber, Wirtschaftlichkeit, Leistungsgerecht, Effizienz)

Sozialprinzip: Umverteilung der Einkommen (Steuern), soziale Sicherung durch Sozialleistungen (seitens Arbeitnehmer Gerechtigkeit / Legitimität)

Marktkonformitätsprinzip: Marktfreiheit dort einschränken, wo sie soziale Sicherheit und Gerechtigkeit gefährdet (im Sinne eine funktionierenden Wettbewerbs)

Rolle des Staates erweitern?

Positiv:

- höhere Steuern für Reiche und Unternehmen
- mehr Nachfrage nach Arbeitskräften
- Konsum steigern
- Gewerkschaften stärken
- höhere Löhne durchsetzen
- Investitionsprogramme

Negativ:

-Spate zwischen Arm & Reich wächst
- Angst vor Arbeitslosigkeit
- Ruin der Sozialversicherungssysteme
- keine Jobs –> Ausland
- geringe Lohnsteigerung

1.5 Was heißt Sozialstaat?

- rechtliche, finanzielle und materielle Maßnahmen, um soziale Gegensätze und Spannungen auszugleichen

Ziel: soziale Gerechtigkeit und soziale Sicherung, die durch den Markt gefährdet ist

Legitimation: Grundgesetzt Art. 20

2. Preisbildung durch Angebot und Nachfrage

Anbieter: höchst möglichen Gewinn

Nachfrager: niedrigster möglicher Preis

Preisbildung - Ausgleich der Interessen = Übereinkunft zwischen Anbieter und Nachfrage (Kompromiss)

3. Altersvorsorge:

3.1 Private Altersvorsorge

Pro: - geringe Rente aus der Kasse

-mind. 25 % mehr Rente
- Umlageverfahren ist kritisch

- keine Zinsen
- Entwicklung der Demographie

-Marktgeschehen hat keinen Eingriff
- überdurchschnittliche Verdiener bekommen viel Geld

Kontra: - andere werden nicht mitgetragen

3.2 Solidarische Altersvorsorge

Pro: -Unterstützung für alle

- Arbeitslose/ Geringverdiener werden gefördert

Kontra: -viele Probleme

- wenig Geld für den einzelnen

4. Maßeinheit zur Messung der Erreichung von wirtschaftspolitischen Zielen

-Arbeitslosenquote
-Verhältnis von Import und Export
- BIP
- Inflations- Deflationsrate
- Verhältnis der Armuts- / Reichtums Quote

5. Wirtschaftspolitische Ziele: Magisches 6 Eck

Stabiles Preisniveau

Wirtschaftswachstum

Vollbeschäftigung

Außenwirtschaftliches Gleichgewicht

Gerechte Einkommens und Vermögensverteilung

Schutz der natürlichen Umwelt

6. Ursachen von Wirtschaftskrisen:

- Konkurrenz sorgt für einen Zwang zur max. Auslastung der Produktion
- Unkenntnis über Nachfrage und Produktion der Konkurrenz
- Gefahr der Überproduktionskrise

Abschwung / Krise / Aufschwung / Hochkonjunktur

7. BIP = ein guter Wohlstandsmesser?

- Nachhaltigkeit wird nicht bemessen
- nur materielle Güter & Dienstleistungen
- keine Berücksichtigung der Verteilung von Waren
- Art und Weise der Produktion wird nicht beachtet
- „ Umweltverschmutzung und Unfälle bringen Geld ein - gut fürs BIP

8.Wachstum:

- qualitatives Wachstum sorgt für bessere Rohstoffnutzung
-Wachstum ist Notwendig um Wettbewerbsfähig zu bleiben
-Selbstregulierung des Marktes
-knappe Güter werden teuer
-Wachstum als Motor für Nachhaltigeres Wirtschaften
-Deutschland darf sich nicht alleine vom Wachstum trennen

-keinen weiteren Wachstum
-Wohlstandsniveau ist nicht zu halten
-Wachstum zerstört Umwelt, nutzt Rohstoffe aus - Ressourcenverbrauch und Umweltbeeinträchtigung
-2,6 Erden
-Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit ist nicht dasselbe
-lernen mit weniger Umzugehen
-Deutschland als Vorreiterrolle

9. Einkommen und Vermögen

Einkommen: Die Einnahmen einer Person (Lohn, Sozialleistungen, Miete, Kapitalerträge)

Vermögen: der Gesamtbesitz einer Person (Bargeld, Immobilien, Produktionsmittel (Firma))

Ungleichverteilung:

- Grundkosten sind für Menschen mit hohem Einkommen ein geringerer Betrag vom Einkommen -> sparen
- Gewinn ihrer Investments steigt ( Kapitalerträge)
- Steuersystem bietet Reichen Firmenbesitzern gute Möglichkeiten / Vererben an Nachkommen
- viele erfolgreiche Unternehmer
- unterschiedliche Entwicklung der Löhne
- immer mehr Teilzeitarbeiter
- Männer verdienen mehr als Frauen
- Paare aus derselben Einkommensklasse

- Eine Hauptursache sind unterschiedliche Einkommensarten: Lohn vs. Kapitalerträge

Auswirkungen:

- Mittel und Unterschicht sind die Verlierer
- Reichen werden immer reicher
- arme Menschen ziehen in „Armenviertel“
- Fremdenhass
- Stabilität der Gesellschaft ist bedroht (Bürgerkrieg)
- fehlende Kaufkraft
- Lebenserwartung der Niedrig Lohner sinkt ( soziales Umfeld, Ernährung, wenig Sport, Krankheiten)

[...]

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Details

Titel
Politik und Wirtschaft. Ein Überblick
Autor
Jahr
2018
Seiten
6
Katalognummer
V420563
ISBN (eBook)
9783668713079
Dateigröße
421 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
politik, wirtschaft, überblick
Arbeit zitieren
Peter Hans (Autor), 2018, Politik und Wirtschaft. Ein Überblick, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/420563

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