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Wehrpflicht für Frauen in Israel. Ein Mehrwert für das Militär

Titel: Wehrpflicht für Frauen in Israel. Ein Mehrwert für das Militär

Hausarbeit , 2018 , 13 Seiten

Autor:in: Aline Schmittmann (Autor:in)

Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Wehrpflicht für Frauen in Israel ist ein kontrovers diskutiertes Thema. In diesem Kontext habe ich mir die Frage gestellt, ob und welchen Mehrwert und aber auch welche Gefahren die Wehrpflicht für Frauen, für das israelische Militär, die Gesellschaft und die Soldatinnen darstellt.

Zunächst möchte ich einen kurzen Einblick in die Geschichte Israels im Hinblick auf die Entstehung seiner Armee geben. Anschließend den Aufbau der Israel Defense Force erläutern, wobei ich besonderes Augenmerk auf die Position der Frauen richten werde. Darauf basierend werde ich mich mit den verschiedenen Positionen und der Akzeptanz des Militärs und der Wehrpflicht für Frauen in Israel beschäftigen, was an die Frage nach der Gleichberechtigung von Frauen im Militär und der israelischen Gesellschaft anschließt und stark mit dem Bild und der Symbolik der Frau als Soldatin in Verbindung steht.

Die Frage, inwiefern Frauen überhaupt für den Militärdienst geeignet sind und das Thema sexueller Missbrauch und weibliche Kriegsopfer bilden einen letzten Gliederungspunkt. Abschließend werde ich die Bedeutung der Wehrpflicht für Frauen in Israel für die Soldatinnen, das Militär und die Gesellschaft zusammenfassend darstellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. GESCHICHTE DER ISRAEL DEFENSE FORCE

3. AUFBAU DER ISRAEL DEFENSE FORCE

4. DAS MILITÄR IN DER ISRAELISCHEN GESELLSCHAFT

5. GLEICHBERECHTIGUNG DER FRAUEN

6. SYMBOLIK UND BILD DER FRAUEN

7. OPFER UND SCHWÄCHE

8. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Frau in der Israel Defense Force (IDF), wobei der Fokus auf der Analyse des Mehrwerts für das Militär sowie den damit verbundenen Herausforderungen und Gefahren für die Soldatinnen liegt.

  • Historische Entwicklung und Aufbau der israelischen Streitkräfte
  • Stellenwert des Militärs in der israelischen Gesellschaft
  • Analyse der Gleichberechtigung und Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern
  • Symbolische Bedeutung und gesellschaftliche Wahrnehmung der Soldatin
  • Problematik des sexuellen Missbrauchs und physische Anforderungen an Frauen

Auszug aus dem Buch

Symbolik und Bild der Frauen

Frauen in Uniform sind ein alltägliches Bild in Israel. Das Bild, das von den Frauen vermittelt wird, stellt sie meist stark und selbstständig dar. Weiblichkeit gepaart mit Stärke ist das Ideal einer israelischen Soldatin. Dies ist ein außergewöhnliches Bild, das dem weltweit stark verbreiteten Klischee der schwachen Hausfrau widerspricht. Frauen werden auch von vielen männlichen Kollegen und der Gesellschaft als Mehrwehrt für die Armee betrachtet. Nicht selten werden sie im Militär sehr geschätzt, da Frauen mit ihren besonderen Fähigkeiten wertvolle Beiträge leisten, so zum Beispiel durch ihre höhere Friedfertigkeit.

Einerseits steht die Soldatin symbolisch für die Kraft, die in Frauen steckt, für ihren Willen und Mut. Andererseits wird gerade das oftmals im klischeehaften Bild des männlichen Militärs stark unterschätzt, in dem die Frauen nicht das gleiche leisten können, bzw. sollen, wie ihre männlichen Kameraden. So sind Frauen immer wieder der Diskriminierung durch Fehlinterpretation der Rolle als Soldatin ausgesetzt. Häufig werden sie nicht als vollwertige Mitglieder angesehen, sondern rein auf die klassische Rolle der Frau als Mutter oder Schwester und auf ihre Sexualität reduziert. Im „Militär als frühere „Institutionen der Männlichkeit“ wird „Weiblichkeit [oft] über stereotype Vorstellungen zum „Opferstatus“ degradiert [..]“ (Fügemann, 2004, S. 5). Das stark feminisierte Bild der Soldatin, als Mutter oder Schwester weckt bei den Soldaten einen Beschützerinstinkt und soll die militärische Familie komplettieren. (vgl. Zechmann, 2014, S. 14 f.).

In Fotografie und in Magazinen ist das Bild der starken, israelischen Soldatin stets präsent. Der Widerspruch zwischen Weiblichkeit und Militär macht die Bilder ungewöhnlich und spannend. Zuweilen nimmt die Darstellung aber perverse Ausmaße an, wenn das Bild der Soldatinnen durch pornographische Aufnahmen degradiert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Arbeit thematisiert die Wehrpflicht für Frauen in Israel und fragt nach deren Mehrwert sowie den potenziellen Gefahren für die Soldatinnen und die israelische Gesellschaft.

GESCHICHTE DER ISRAEL DEFENSE FORCE: Dieses Kapitel beleuchtet die Entstehung der IDF im Jahr 1948 und die zentralen Mythen, die das militärische Selbstverständnis und die gesellschaftliche Akzeptanz bis heute prägen.

AUFBAU DER ISRAEL DEFENSE FORCE: Hier wird der Prozess der Wehrpflicht erläutert, inklusive der unterschiedlichen Dienstzeiten für Männer und Frauen sowie der Möglichkeiten zur Dienstbefreiung aus religiösen oder gewissensbedingten Gründen.

DAS MILITÄR IN DER ISRAELISCHEN GESELLSCHAFT: Das Kapitel analysiert die Funktion der Armee als "Schule der Nation" und identifiziert die Wehrpflicht als kollektive Erfahrung, die gleichzeitig ein verbindendes Element ist, aber auch gesellschaftliche Spaltungspotenziale birgt.

GLEICHBERECHTIGUNG DER FRAUEN: Es wird untersucht, wie sich die Aufgabenverteilung zwischen den Geschlechtern trotz formaler Gleichberechtigung historisch entwickelt hat und wo weiterhin strukturelle Unterschiede bestehen.

SYMBOLIK UND BILD DER FRAUEN: Hier steht die mediale und soziale Wahrnehmung der Soldatin im Fokus, die zwischen dem Ideal der starken Kämpferin und der Reduktion auf klassische Geschlechterrollen schwankt.

OPFER UND SCHWÄCHE: Dieses Kapitel behandelt die kritischen Aspekte der weiblichen Dienstpflicht, insbesondere die Tabuthemen sexueller Missbrauch, physische Eignung und das Risiko weiblicher Kriegsopfer.

FAZIT: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass Frauen einen moralischen und militärischen Mehrwert für die IDF bieten, während die allgemeine Wehrpflicht für Frauen in Bezug auf Gleichberechtigung und Schutz vor Missbrauch weiterhin ambivalent bleibt.

Schlüsselwörter

Wehrpflicht, Israel Defense Force, IDF, Soldatinnen, Gleichberechtigung, Militär, Geschlechterrolle, Sexueller Missbrauch, Israelische Gesellschaft, Symbolik, Emanzipation, Dienstpflicht, Sicherheit, Armee des Volkes, Verteidigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wehrpflicht von Frauen in Israel und deren Rolle innerhalb der Israel Defense Force (IDF).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören die Historie des Militärs, die gesellschaftliche Stellung der Armee, Gender-Aspekte im Militärdienst sowie die Problematik von Diskriminierung und physischen Anforderungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob die Wehrpflicht für Frauen einen Mehrwert für die Armee und die Gesellschaft darstellt oder ob sie zu einer Gefährdung der Soldatinnen führt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene Quellen und Studien zur israelischen Militärsoziologie und Geschlechterforschung auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in historische Analysen, den strukturellen Aufbau der IDF, die soziologische Rolle des Militärs sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Diskriminierung und den spezifischen Problemen weiblicher Soldaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Wehrpflicht, IDF, Gleichberechtigung, Soldatinnen, Geschlechterrollen, sexuelle Belästigung und gesellschaftliche Integration.

Warum wird das "Chen"-Korps im Text als Beispiel für die Rolle der Frau angeführt?

Das Korps wird als historisches Beispiel für eine Einheit genannt, in der Frauen zwar unter sich waren, aber durch den Namen und die administrativen Aufgaben auch die damaligen Rollenvorstellungen des Militärs widerspiegelten.

Welche Bedeutung hat der "Masada-Mythos" für das israelische Militär?

Der Mythos dient als Grundlage für die Devise "Nie wieder wehrlos" und legitimiert damit die Notwendigkeit einer starken Armee sowie die hohe gesellschaftliche Akzeptanz des Militärdienstes.

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Details

Titel
Wehrpflicht für Frauen in Israel. Ein Mehrwert für das Militär
Hochschule
Zeppelin University Friedrichshafen
Autor
Aline Schmittmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
13
Katalognummer
V421144
ISBN (eBook)
9783668687233
ISBN (Buch)
9783668687240
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soldatinnen Militär Soldat Soldatin Israel IDF Israel Defense Force Frau Gleichberechtigung Naher Osten Wehrpflicht Armee Wehrdienst Militärdienst Missbrauch Masada Mythos David und Goliath Verteidigung Waffe Religion Opfer israelisch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Aline Schmittmann (Autor:in), 2018, Wehrpflicht für Frauen in Israel. Ein Mehrwert für das Militär, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/421144
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Leseprobe aus  13  Seiten
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